Herbstreise des Ortsvereins Werden in den Spessart
Andrea Lukas berichtet
"Für 36 Reiselustige aus Werden, Velbert und Kettwig ging es auf eine wirklich erlebnisreiche Reise nach Frammersbach, einem kleinen Ort im Spessart.
Erster Anlaufpunkt war das Staatsbad Wiesbaden. An diesem Tag fanden gleichzeitig Stadtfest, Herbstmarkt und Erntedankfest vor allem im Kurpark, aber auch an anderen Stellen statt und nachmittags war verkaufsoffener Sonntag. Dies alles bei herrlich sonnigem Wetter. Ein guter Anfang der Reise. Von der schönen Stadt konnte man längst nicht alles erkunden. Am Nachmittag wurde das Hotel "Spessartruh" in Frammersbach erreicht. Nach Belegung der Zimmer waren alle begeistert von diesem familiär geführten Kleinod.
Am nächsten Tag war Bad Orb das Ziel. Nach einem herbstlichen Rundgang, wo einige bis hinauf zur Saline, den Salinenbrunnen davor und dem schönen Kurpark gingen, zog sich einige in die Cafés zurück. Dann fuhr der Reisebus in den tiefen Wald des Spessarts. Dort, zu aller Überraschung, wurden die Gruppe von den „Spessarträubern überfallen“ und ihnen die Uhren abgenommen. Das war ein Erlebnis, welches keiner so schnell vergessen wird. Franz und Karin bekamen ein Joch um den Hals und wurden symbolisch am Strang aufgehangen. Sie hatten angeblich zu viel gesündigt ... Auf den Schreck und zum Aufwärmen gab es Kräuterschnaps, Äppelwoi und zünfitge Lieder.
Rothenburg o. d. Tauber war am folgenden Tag das Ziel. Es gab so viel zu sehen in diesem wunderbar gut erhaltenen alten Städtchen mit seiner alten Stadtmauer an und über die man einen Rundgang machen konnte. Des weiteren gab es noch u.a. die St. Jakobs Kirche mit dem Heilig-Blut-Altar von Tilmann Riemenschneider, das Rathaus, Plönlein mit Sichersturm, mittelalterliches Kriminalmuseum, Historiengewölbe u.v.m. Nicht zu vergessen Käthe Wohlfahrt mit dem traditionellen Weihnachtsschmuck. Ein schöner, sonniger Tag im mittelalterlichem Flair.
Auf nach Frankfurt hieß es am vierten Tag. Hier war eine Stadtrundfahrt mit Gästeführer gebucht. Die Reisenden fuhren vorbei an der Goethe Universität, der alten Brücke „Eiserner Steg“ und es wurde das komplette Ensemble der Wolkenkratzer, die meist den Banken zugeordnet werden, gezeigt. Zum Schluss der Rundfahrt konnte von einer Brücke aus die Skyline der Stadt bewundert und Fotos davon gemacht werden. Der Eindruck Frankfurts ist sehr konträr. Gut erhaltene, historische Gebäude und Straßenzüge liegen direkt neben modernen Bauten und Wolkenkratzern.
Per Pedes konnte dann jeder selbst den Römer, Frankfurts berühmten Rathaus, den Römerberg und die neue Altstadt erkunden. Besonders sehenswertes Schmuckstück war die wiederaufgebaute Konditorei „Goldenen Waage", deren Deckenhöhe teilweise fünf Meter beträgt. Bei dem Wiederaufbau waren Handwerker aus ganz Deutschland tätig mit einem beträchtlichen, auch finanziellen Aufwand.
Der letzte Tag vor der Heimreise war Miltenberg am Main vorbehalten. Miltenberg hat einiges zu bieten. Die Stadt glänzt mit einer malerischen Altstadt voller Fachwerkbauten, romantischen Gassen und versteckten Winkeln. Wenige gingen auch zur Burg hinauf und genossen den weiten Blick. Im ältesten Gasthaus der Welt "Zum Riesen" konnten leider nicht eingekehrt werden, da an diesem Feiertag alles reserviert war. Dafür entschädigte eine Schiffrundfahrt auf dem Main.
Auf dem Weg nach Hause legte die Reisegruppe im vom Hochwasser geschädigten und doch sehenswerten Bad Neuenahr/Ahrweiler eine Mittagspause ein. Unvorstellbar, dass hier das Wasser bis zu zwei Meter hoch gestanden hatte. Die Aufbauarbeiten waren noch im Gange und teilweise schon fertig. Die Bevölkerung von Ahrweiler sind über jeden Tourist dankbar, denn davon leben sie. Am frühen Abend war Werden dann wieder mit jeder Menge Erlebnissen im Gepäck erreicht.
Nach der Tour ist vor der Tour! Das nächste Ziel ist vom 01. Juni bis zum 06. Juni 2025 Gremersdorf in der Nähe von Heiligenhafen."







