„integration | talks essen-west 25“ mit dem Kulturwissenschaftler PD Dr. Özkan Ezli
Teil 1 der Nachfolge der „Melanchthon-Dialoge“ mit der Integrationsagentur der AWO Essen

Die Integrationsagentur der AWO Essen setzt die erfolgreiche Veranstaltungsreihe der „Melanchthon-Dialoge“ fort. Die Auftaktveranstaltung der neuen Impuls- und Gesprächsreihe „integration | talks essen-west 25“ fand im Holsterhauser Melanchthon-Gemeindezentrum statt: Welche Rolle spielen konkrete Orte – wie Begegnungsstätten, Schulen oder Arbeitsplätze – für das Gelingen von Integration? Dieser Frage gingen die Gäste, Gastredner PD Dr. Özkan Ezli (Kulturwissenschaft, Universität Münster) und Moderatorin Kathrin Hölscher vom Institut für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung (ISSAB) der Universität Duisburg-Essen.
Dr. Ezli erläuterte zunächst die Entwicklung des Raumbegriffs aus kulturwissenschaftlicher Perspektive. So seien soziale Räume weit mehr als nur geografische Flächen – sie seien komplexe soziale Gefüge. Praktisch wurde die Diskussion anhand vieler Beispiele aus Interviews und anhand eigener Erfahrungen. Die Teilnehmenden gingen der Frage nach, mit welchem Blick Zugewanderte und Menschen ohne eigene Einwanderungsgeschichte in alltägliche Aushandlungsprozesse gehen. Einig waren sich die Anwesenden darin, dass vorschnelle „kulturelle“ Erklärungen von Verständigungsschwierigkeiten gemeinsame Lösungen häufig erschweren und damit die Tendenz, sich aus den allgemein zugänglichen Kommunikationsorten zurückzuziehen, eher fördern. Hilfreicher wäre demnach das Verständnis dieser Orte als „leere Räume“, in denen Nähe und Distanz austariert werden.
Die Veranstaltungsreihe wird fortgesetzt und vertieft das Thema in zwei weiteren konkreten Kontexten / Die Teilnahme ist kostenlos / Anmeldung unter bildung.awo-essen.de:
2. Termin, 21.10.25 – 14:00 bis 17:00 Uhr / ruhr tech kampus, Thyssenkrupp-Allee 1 / Ort der Arbeit als Raum der Integration
3. Termin, 16.12.25 – 14:00 bis 17:00 Uhr / Gesamtschule Bockmühle, Ohmstraße 32 / Ort der Schule als Raum der Integration