AWO Werden trifft Kommunalpolitik

Ratsherr Benjamin Brenk zu Gast beim Ortsverein

Ratsherr Benjamin Brenk zu Besuch beim AWO Ortsverein.
Foto: AWO Essen / Lukas
Foto: AWO Essen / Lukas

Im Rahmen der Diskussions-Reihe „AWO Werden trifft Kommunalpolitik“ war Ratsherr Benjamin Brenk von der SPD Werden/Bredeney Gast des Ortsvereins.

Vorstandsmitglied Andrea Lukas berichtet: „Fehlender Parkraum und die Sorge vor der Mobilitätswende waren große Themenblöcke, über die man sich austauschte. „Nicht alle Menschen können mit dem Fahrrad ihren Alltag bewältigen“ so eine Teilnehmerin. Eine Sorge, die der Ratsherr nachvollziehen kann, denn die Topografie in Werden und dessen Umland ist nicht gerade fahrradfreundlich. „Bei der Mobilität geht es nicht darum, Fußgänger, Radfahrer und Autoverkehr gegeneinander auszuspielen, sondern darum, gemeinsam eine nachhaltige und sichere Verkehrsinfrastruktur zu schaffen, die allen Verkehrsteilnehmern zugutekommt.“ so Brenk. Und ergänzt: „Dafür müssen oft Kompromisse gefunden werden.“

Die zunehmende Bebauung sorgt für Beunruhigung bei in den Teilnehmer*innen. Denn die öffentliche Infrastruktur halte da nicht mehr mit. Dies bestätigte Brenk: „Mangelnde Kita- und Schulplätze, Schulgebäude, die nicht auf der Höhe der Zeit sind und ein nicht ausreichender Nahverkehr. Da muss etwas getan werden.“ Im kritischen Fokus stehen auch die Mieten der entstehenden Neubauten, die nur für einkommensstarke Bevölkerungsgruppen bezahlbar sind. Öffentlich geförderte Wohnungen dagegen werden vermisst.

Wenn es nicht der Schuh ist, der drückt

Die Anwesenden bemängelten, dass es immer noch problematisch ist, eine öffentliche Toilette zu finden. Dies würde nicht dazu beitragen, die Altstadt von Werden attraktiv zu halten. Hier hat der Rat der Stadt Essen im Juni 2021 ein Konzept verabschiedet, welches laut Brenk aber „nur der Anfang sein kann“, denn es sei in der jetzigen Form nicht ausreichend. Ein Beispiel für Brenk ist die saisonale Bereitstellung von Toiletten: „Das Aufstellen von Dixi Klos an der Brehm in den Sommermonaten sei weder genug noch attraktiv für den Bürger“, führt er aus.

Zum Abschluss dankte der Vorsitzende der AWO Werden, Jürgen Lukas, dem Ratsherrn und stellvertretenden Bezirksbürgermeister für sein Kommen und sein Engagement für Werden. „Ich weiß aus eigener Erfahrung wie schwer es ist, bis gute Ideen umgesetzt werden können. Umso mehr wünsche er einen ausreichend langen Atem und Hartnäckigkeit bei der weiteren politischen Arbeit.“

Autor*in Lukas / Schönenborn
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