Vom Social Day des Thyssenkrupp-Nachwuchses bei der AWO profitieren alle Beteiligten

Ganz schnell sind die gut 50 Jahre Altersunterschied überwunden. Schnell ist man beim Du. Der Senior mit seinen über 80 Jahren Lebenserfahrung und der junge Mann, der mitten im Arbeitsleben steht, haben schnell den Kontakt aufgebaut und werden den Tag mit langen aber kurzweiligen Gesprächen verbringen. Der ältere Herr lebt im Pflegeheim Kurt-Schumacher Zentrum der AWO und sein Partner ist aufstrebende Kraft beim internen Management des Thyssenkrupp-Konzerns. Was beide zusammenbrachte ist der „Social Day“ der Konzernabteilung, bei dem die Mitarbeiter über den Firmen-Tellerrand hinausblicken, sich sozial engagieren sollen und sich so neue Kompetenzen aneignen.

Rund 50 Thyssenkrupp-Mitarbeiter zeigten jetzt für einen Tag bei der Essener AWO, zu welchen Leistungen Kaufleute, Manager oder Ingenieure im sozialen Bereich fähig sind.

In den AWO Pflegeheimen Kurt-Schumacher-Zentrum, Marie-Juchacz-Haus, Otto-Hue-Haus und der AWO Kindertagesstätte am RuhrkollegFriedrich-Ebert-Zentrum übernahmen die Konzernmitarbeiter soziale Aufgaben. Erklärter Wille der ehrenamtlichen Zusatzkräfte war es, dass die von der AWO betreuten Senioren und Kinder möglichst etwas bekommen sollten, was über den normalen Kita- und Heimalltag hinausgeht. So wurde zum Beispiel einer Gruppe mehr oder minder bewegungseingeschränkter Bewohner des Kurt-Schumacher-Zentrums ein Ausflug in den Duisburger Zoo geschenkt. Jeder Social-Day-Praktikant fuhr dabei jeweils seinen Bewohner-Partner durch den großen Tierpark. Löwen, Giraffen und vor allen Dingen die Seelöwen bei der Fütterung sorgten bei den jungen und älteren Zoobesuchern für reichlich Gesprächsstoff. Da wurden Erinnerungen an die Kindertage wach.

Während eine Gruppe des Konzern-Nachwuchses den Ausflug genoss, hatten sich Kollegen eine anspruchsvolle Bau-Aufgabe gestellt. Unterstützt vom AWO Haustechniker Werner Walther wurde im Eingangsbereichs des Kurt-Schumacher Zenrtums eine neue Pergola gebaut. Ein ähnliches Projekt bewältigten auch die Jung-Manager im Holsterhauser Otto-Hue-Haus. Dabei waren Geschick, technisches Verständnis und viel Ausdauer gefragt.

Immer wieder trieb es gleichzeitig die Jungen und Mädchen in der Kita am Ruhrkolleg an die großen Fenster zum Garten. Sie wollten sehen, was die sieben jungen Männer und eine junge Frau da mit Hämmern Sägen, Farben und Pinseln machten. Der Bau von kindgerechten Hochbeeten aus Holz stand auf dem Programm und kurz nach der Mittagspause konnten sich die Ergebnisse sehen lassen. Damit die Farbe auch trocknen konnte, machten sich die Kinder dann am nächsten selbst Tag daran, die Pflanzbehälter in bunte Beete zu verwandeln.

Auch im Marie-Juchacz-Haus in Haarzopf waren handwerkliche Fähigkeiten gefragt. Während dort im Vorjahr ein schmuckes Gartenhaus errichtet wurde, stand beim Social Day 2019 der Renovierung und Säuberung des Bachlaufs und das Aufhübschen der Gartenmöbel an. Nach Stunden intensiver Arbeit gab es ein dickes Lob der Hausbewohner für die erfolgreiche Bewältigung der Aufgaben.

Sowohl die Thyssenkrupp-Mitarbeiter als auch die AWO-Kräfte konnten eine äußerst positive Bilanz des sozialen Tages-Einsatzes ziehen. „Ich habe schon bei der Vorstellung der Arbeiterwohlfahrt am Morgen gemerkt, dass hier die Bereitschaft da ist, sich auf andere einzulassen und sozial zu handeln. Die Erfahrungen diese Tages zeigen, dass es bei der Aktion Social Day nur Gewinner gibt“, fasst AWO-Geschäftsführer Oliver Kern die Eindrücke des Tages zusammen.

Autor*in Peter Marnitz
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