Kern-Arbeitszeit wird heißer Job
So, wie beim Sommerfest des Otto-Hue-Hauses ehrenamtliche und hauptamtliche AWO-Mitstreiter Hand in Hand das große Spektakel erst möglich machten, so war die „Kern-Arbeitszeit“ des AWO-Geschäftsführers Oliver Kern auch eine Mischung sozialem Freizeit-Einsatz und professionellem Küchendienst.
Seit Oliver Kern 2016 die Aufgabe des Geschäftsführers beim größten deutschen AWO Kreisverband übernahm, gehört die „Kern-Arbeitszeit“ zu seinem Markenzeichen. Dabei schlüpft er buchstäblich mit Haut und Haren für einen Arbeitstag, oder auch eine Nacht, in die Rolle eines AWO-Mitarbeiters. Küchenhilfe, Nachtwache im Pflegeheim, Erzieher in einer Kita oder auch Bügler in der Wäscherei, berufliche Flexibilität gehört zu seinen Kern-Kompetenzen. „Für mich geht es dabei darum, Erfahrungen zu sammeln und dabei die Sorgen, Probleme aber auch Freudenmomente unserer Mitarbeiter noch besser verstehen zu können“, beschreibt der AWO Geschäftsführer seine Motivation für den Rollenwechsel.
Diesmal hat sich Kern einen ganz heißen Job ausgesucht. An der Seite des Betriebsrats-Mitglieds Andreas Limme, der ehrenamtlich im Einsatz war, bediente er den großen offenen Gasgrill, der gleich im Eingangsbereich des Festgeländes am Otto-Hue-Haus platziert war. Erfreuten sommerliche Temperaturen die vielen Gäste des Festes, war das Klima unter dem Pavillon-Zeltdach mit tropisch stark untertrieben bezeichnet. „Strahlende Sonne und ein buchstäglich glühender Grill, gefroren haben wir bestimmt nicht. Die Kleidung war ganz schnell durchgeschwitzt“, beschreibt Kern seinen feurigen Einsatz. Als sich herumgesprochen hatte, wo der AWO-Chef Würstchen, Steaks und Grillhaxen zubereitete und servierte, reihten sich zu den hungrigen auch die neugierigen Besucher in die Warteschlange vor dem Grillstand ein. Auch die kontinuierliche Kommunikation mit den Kunden, ließ die Herren vom Grill nicht zur Ruhe kommen.
Vom Aufbau des Standes bis zu den Aufräumarbeiten nach dem Fest, Oliver Kern nahm seine Aufgabe bis zur letzten Minute ernst. „Das war schon kein einfacher Job, das wusste ich schon aus meinen Einsätzen in den Heimküchen. Aber das hier war noch heißer, als mein Wäscherei-Einsatz an der Heißmangel. Da habe ich mich so richtig auf ein kühles Pils zum Abschluss gefreut“, fasst Kern seine Erfahrungen zusammen und kann sich für diesen Tag endlich den Schweiß von der Stirn wischen.



