Einsatz für Stadtteil-Detektive wurde belohnt
Nicht nur für die Kinder im Essener Norden ist das Projekt Stadtteil-Detektive des Jugendwerks der AWO Essen eine tolle Sache. Auch die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank ließ sich von der Idee, dass Grundschulkinder systematisch ihre Umgebung erkunden, um sich dort sicher und heimisch zu fühlen, überzeugen. Im Rahmen des Benefizkonzertes Sparda-Musiknacht wurde der Einsatz des Jugendwerks mit einer Spende in Höhe von 9500 Euro belohnt.
Die Vorsitzende des Jugendwerks der AWO, Evgenia Kriwopusk, und Anna Pfeiffer, Geschäftsführerin des Jugendwerks der AWO Essen, nahmen das Preisgeld aus der Hand von Oberbürgermeister Thomas Kufen, der Schirmherr der Veranstaltung war, entgegen.
„Grundlegende Idee des Angebots ist es, Kindern und Jugendlichen aus dem Stadtbezirk VI Chancen zu eröffnen, die Gegend, in der sie leben und aufwachsen kennenzulernen sowie sie zu befähigen, sich frei und selbstständig darin zu bewegen“, erklärt die Vorsitzende des Jugendwerks der AWO Evgenia Kriwopusk. Ein besonderer Fokus des Angebots wird auf Schülerinnen und Schüler gelegt, die sich erst seit kurzem in Deutschland befinden und noch über wenige Deutsch- und Ortskenntnisse verfügen.“
Im letzten Jahr erkundeten unter anderem junge Detektive der Tuttmannschule ihren Heimatstadtteil Stoppenberg. Betreut wurde das Projekt von Sozialarbeiterin Christine Karasch. Auf dem Programm standen viele interessante Ausflüge in die nähere Umgebung auf. Begleitet von der Lehrerin Katharina Biewener erkundeten die kleinen Detektive unter anderem das Tierheim, die Polizeiwache, die Parkour-Anlage auf Zollverein und den nahe gelegenen Jugendtreff.
Die Erlebnisse wurden dann nicht nur in der Gruppe besprochen, sondern künstlerisch verarbeitet.
Das war das Einsatzgebiet der Künstlerin Susanne Nocke. Sie übernahm den Fall und half die Detektivinnen und Detektiven dabei, die Ergebnisse der Erkundungen in bunte Bilder zu verwandeln. Mit alten Bergmannshemden stilecht gegen Farbspritzer geschützt wurde emsig an den Staffeleien gearbeitet. Wie präsentiere ich meine Erinnerungen, welche Farben wähle ich und wie muss ich das Bild aufbauen – auf alle diese Fragen wusste die Essener Künstlerin, die gern mit Kindern arbeitet, eine Antwort.
Nach und nach entstanden kleine Kunstwerke, die zeigten wie aufmerksam die kleinen Detektive ihre Umgebung wahrgenommen hatten. Die Erkundungs-Berichte zeigen bunt auf weiß, wie gut die Mädchen und Jungen in ihrer Umgebung jetzt auskennen und was sie besonders beeindruckt hat.
Die Lehrerin Katharina Biewener und die Sozialarbeiterin Christine Karasch sind begeistert von dem Projekt: „Das hat den Kindern Sicherheit in ihrer Umgebung gegeben in der sie sich nun wirklich heimisch fühlen.“





