Einführung in Künstlicher Intelligenz für arabischsprachige Gruppen-Moderator*innen

AWO Initiative „KI mit Herz“ nimmt „Marhaba“-Gruppen in den Blick

Grafik: Schulz, KI/AWO Essen
Foto: AWO Essen

Wie ist Künstliche Intelligenz (KI) im Alltag bereits angekommen? Wo kann KI helfen, wo sind Sorgen angezeigt? Was kann KI, was (noch?) nicht? Wie gehen wir damit um? Welche Rolle spielt KI in unterschiedlichen kulturellen Räumen? Wie können wir voneinander lernen, mit KI erfolgreich und verantwortungsvoll umzugehen? Diese und noch viel mehr Fragen wurden gestellt – und auch beantwortet – im Rahmen der Initiative „KI mit Herz“ der AWO Essen. Gäste in der Verwaltung der Essener AWO waren arabischsprachige Damen, die verschiedene „Marhaba“-Gruppen in ganz Essen moderieren und ihr Wissen nun vor Ort weitergeben.

Die Initiative „Marhaba“ in Essen ist ein interkulturelles Angebotsformat – organisiert von der AWO Familienbildungsstätte Essen – das sich gezielt an arabischsprachige Frauen richtet. Ziel ist es, in vertrauter Sprache Räume für Austausch, Empowerment und gegenseitige Unterstützung zu schaffen.

Agnieszka Krause von der Familioenbildungsstätte der AWO Essen: „Die Gruppe hatte sich viel vorgenommen – denn diese Fragen sind nun nicht eben schnell zu beantworten – aber mit viel Offenheit und echter Auseinandersetzung kam man gemeinsam voran. Es war ein sehr lebendiger und guter Austausch.“

Dies war ein erster Schritt, der Bedarf an einer an den Lebenswirklichkeiten der jeweiligen Zielgruppen ausgerichteten Beschäftigung mit KI ist groß – damit KI nicht zum gesellschaftlichen Rohrkrepierer wird, muss zum wirtschaftlichen Einsatz von KI eben auch die gesellschaftliche Auseinandersetzung und der integrierende Nutzen für Alle stehen. Dafür setzt sich die AWO Essen Initiative KI mit Herz ein. 

Prof. Dr. Stefan Heinemann, Wissenschaftlicher Botschafter der Initiative „KI mit Herz“ der AWO, berichtet: „Da mein arabisch leider wirklich schlecht ist – aber ich lerne -, habe ich meinen Avatar die entsprechende Begrüßung übernehmen lassen. Das wurde positiv aufgenommen,“ freut er sich. „Ob KI eine trennende oder verbindende Dimension haben wird, liegt vor allem an unserem Umgang mit dieser erstaunlichen Digitaltechnologie. Im Zentrum steht dabei der Dialog unter Menschen – es war ertragreich, mit den Teilnehmerinnen intensiv über technische und kulturelle Aspekte zu diskutieren. Auch religiöse Fragen, familiäre Auswirkungen, Chancen im täglichen Miteinander wurden gemeinsam in den Blick genommen.“

Autor*in Markus Grenz / Prof. Dr. Stefab Heinemann
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