Börsenverein des Deutschen Buchhandels zeichnet AWO Kita Krablerstraße aus
„Gütesiegel Buchkita“ für frühkindliche Leseförderung. Preisverleihung am 9. Oktober

Wer viel liest, der hat häufig bessere Chancen im Leben: Das weiß man in der AWO Kita Krablerstraße. Die frühkindliche Leseförderung ist ein ganz wichtiger Schwerpunkt der Einrichtung in Essen-Vogelheim. Für dieses Engagement wird sie jetzt vom Dachverband der deutschen Buchbranche, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, ausgezeichnet und bekommt als eine von 23 Kitas in ganz Nordrhein-Westfalen am 9. Oktober das „Gütesiegel Buchkita“ überreicht.
Für das Team von der Krablerstraße ist dies eine große Anerkennung. Kita-Leiterin Kordula Keßler: „Wir freuen uns unglaublich darüber, dass der Börsenverein uns ausgewählt hat. Diese Auszeichnung spiegelt die sehr gute Arbeit unseres gesamten Teams wider und zeigt mit wieviel Herzblut und Professionalität wir gemeinsam arbeiten. Außerdem bestätigt sie die hohe Qualität unserer alltäglichen pädagogischen Arbeit.“ In der AWO Kita Krablerstraße stehen Buch-, Erzähl-, Reim- und Schriftkultur im Mittelpunkt. „Im Alltag, wie auch zu besonderen Anlässen, ist Vorlesen, Erzählen, Sprache im Allgemeinen, ein zentraler Bestandteil unserer täglichen Arbeit. Dabei hilft uns auch eine eigene kleine Bibliothek, in der für alle unsere insgesamt 77 Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren etwas dabei ist. Dazu gehören auch mehrsprachige Bücher“, erläutert die Kita-Leiterin. Eine Kollegin im Team ist eigens für das Thema „Sprache“ zuständig.
Sprach- und Lesekompetenz sind Schlüssel für schulischen Erfolg, berufliche Chancen und gesellschaftliche Teilhabe: Mit ihrer Arbeit will das Kita-Team die Wurzel legen und wichtige Kompetenzen schaffen, die die Kinder ihr ganzes Leben lang brauchen. Damit leisten die Erzieher*innen von der Krablerstraße einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit – unabhängig von einer sozialen oder kulturellen Herkunft.
Die Jury erfreut haben dürften auch die verschiedenen Aktionen, die die Kita neben dem „Alltagsgeschäft“ in puncto Leseförderung auf die Beine stellt. Hier nur einige Beispiele: Beim Tag des Vorlesens wird in der Kita immer ein bestimmtes Buch in den Mittelpunkt gerückt, mit dem sich die Kinder den ganzen Tag beschäftigen. Beim Tag der Muttersprache kommen Eltern fremdsprachiger Kita-Kinder vorbei und lesen in der eigenen Sprache vor. Das Team setzte beim selbst organisierten kleinen Vorlesefest in der Dahlienarena in der Gruga vor einigen Monaten verschiedene Medien ein, mit denen die Inhalte mehrerer Bücher dargestellt wurden – etwa mit der Erzählschiene, einem hölzernen Tischtheater, in die Figuren und Kulissen gesteckt und beim Erzählen bewegt werden.
Kordula Keßler: „Unser Anliegen ist es, unseren Kindern wichtige Werte und Fähigkeiten mit auf den Weg zu geben.“