Bingo auf dem Isingplatz

AWO Julius-Leber-Haus, Allbau und Evangelische Gemeinde bringen Umfeld zusammen

Zur Belebung des Isinger Feldes und dessen Randgebiete in Kray/Leithe ziehen das Julius-Leber-Haus der AWO, die Allbau GmbH und die Evangelische Gemeinde Essen-Kray mit verschiedenen Aktionen schon seit längerem an einem Strang. Besonders beliebt sind die sommerlichen Termine auf dem Isingplatz, bei denen zahlreiche Bewohner*innen der angrenzenden Siedlungen zusammenkommen. So wie jetzt: Da hieß es „Bingo“!

„Wir sind vor rund zwei Jahren hergezogen und sind dann direkt zum Bingo-Nachmittag gegangen. Das war für uns ein sehr guter Einstieg, da haben wir direkt ein paar Leute kennengelernt. Das war wie eine kleine Stufe, über die wir in Kontakt gekommen sind“, sagt eine Besucherin, während ihre drei Begleiter*innen am Tisch zustimmend nicken. Ihr Sitznachbar ergänzt: „Es ist total gut, dass es so etwas hier gibt. Die Leute kommen auch mal raus aus ihren Wohnungen.“ Spricht es aus, und schon geht’s weiter. „Gustav 57“, sagt Pfarrerin Monika Elsner übers Mikrofon an, sie hat heute den Job der Ansagerin und Moderatorin übernommen.

Zwölf Runden werden gespielt, eine nachmittagsfüllende Angelegenheit. Zu gewinnen gibt es etwas in jeder Runde, etwa einen 30-Euro-Gutschein der benachbarten „Bäckerei Förster“. Rund 60 Menschen sitzen an den dicht besetzten Biertischen, viele Senior*innen aber durchaus nicht nur, auch jüngere Generationen sind dabei. „Wir halten hier viele seniorengerechte Wohnungen vor und möchten gerne die Nachbarschaften zusammenbringen. Aus der regelmäßigen Bingo-Runde in unserem AllbauPunkt ist dann das Open-Air-Bingo entstanden. Die Leute sind auf Netzwerke angewiesen“, erläutert Michael Minuth, Sozialmanager der Allbau im Isinger Feld. Rund 300 ältere Menschen leben hier in Allbau-Wohnungen, im Ganzen sind es weitaus mehr. Jürgen Zips-Zimmermann, Leiter des AWO Julius-Leber-Hauses schätzt um die 800 Personen in höherem Alter, mindestens. Pfarrerin Elsner: „Der ganze Stadtteil ist mittlerweile gut vernetzt und wir unterstützen das. Man trifft sich immer wieder.“ Jürgen Zips-Zimmermann erläutert: „Das Schöne ist, dass sich die verschiedenen Gruppen wie die Nutzer unseres Hauses, die Mieter der Allbau, die Mitglieder der Gemeinde oder auch Nachbarn, die keiner dieser Gruppen zuzuordnen sind, bei unseren Angeboten immer wieder durchmischen.“

Die Preise für Waffeln (1,50 Euro), Kaffee (50 Cent) oder Wasser (kostenlos) halten die Veranstalter*innen bewusst niedrig. Den Aufwand der Veranstaltungen teilen sie sich. Jürgen Zips-Zimmermann: „Es ist bei unseren verschiedenen Angeboten immer wieder zu beobachten, wie sich die Menschen kennenlernen und Gruppen und Gemeinschaften entstehen.“ Na dann, Bingo!

 

Das nächste Event auf dem Isingplatz:

Am Donnerstag, 17. September, ab 16 Uhr, laden das Julius-Leber-Haus der AWO, ALLBAU und die Evangelische Kirchengemeinde Kray zum Einsteigen in eine besondere Zeitreise ein: „Lieder aus dem Zeitenkarussell“. Schauspielerin und Sängerin Veronika Maruhn und Pianist Robert Disselmeyer entführen das Publikum auf eine unterhaltsame und spannende Reise durch die Jahrzehnte. Ort des Geschehens ist der Isingplatz.

Mit einer Mischung aus Liedern und Geschichten erzählen sie von den wilden 1920er-Jahren, den rasanten 1950ern, den funky 1970ern bis hin in unser Jahrtausend. Auf dieser musikalischen Achterbahnfahrt werden nicht nur die wichtigsten Ereignisse der einzelnen Epochen lebendig, sondern auch die Beats der Zeit. Mitsing-Garantie inklusive!

Die Veranstaltung steht im Zeichen der Nachbarschaft und der Förderung von Gemeinschaft. Der Isingplatz wird zum Treffpunkt von Generationen, um gemeinsam Musik zu erleben, Erinnerungen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Ein idealer Anlass, um das Miteinander im Quartier zu stärken und die Vielfalt der Gemeinschaft zu feiern.

Für das leiblliche Wohl ist auch gesorgt- Bratwurst vom Grill und kühle Getränke runden die Veranstaltung ab.

Autor*in Markus Grenz
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