AWO beteiligt sich an Aktion „Essen macht’s klar – Weniger Medikamente im Abwasser“

„Essen macht’s klar – Weniger Medikamente im Abwasser“ Unter diesem Titel fand jetzt die Abschluss- und Auftaktveranstaltung zu einer über fünf weitere Jahre angelegten Aktion statt. Zu den Teilnehmern der unter anderem von der Emschergenossenschaft, der Stadt Essen und dem Landesumweltministerium organisierten Veranstaltung gehörte auch die Essener AWO.

Ziel der gemeinsamen Aktion, die inzwischen viele Partner gefunden hat, ist die Vermeidung von Medikamentenrückständen im Wasser. Neben der immer feineren Filtration in Klärwerken ist die Vermeidung von Medikamenten im Abwasser die wirkungsvollste Strategie zur Sauberhaltung des wichtigen Lebensmittels Wasser. Darin sind sich weltweit die Experten einig.

Dass diese Form des Gewässerschutzes jeden angeht und jeder zum Erfolg beitragen kann, darüber informierte bei der Essener Veranstaltung der renommierte Arzt Prof. Dr. med. D. Grönemeyer mit seinem Vortrag: „Warum Sensibilisierung zum verantwortungsvollen Umgang mit Arzneimitteln mehr als Gewässerschutz ist und einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung von Mensch und Tier leistet.“

Motivation und Information sind die Möglichkeiten, die die Essener AWO nutzt, um zum Beispiel bei Veranstaltungen für und mit Senioren die Teilnehmer für dieses Problem zu sensibilisieren. Darüber berichtete Karlheinz Freudenberg, bei der Essener AWO zuständig für die offene Seniorenarbeit, bei der Veranstaltung. „Bei Treffen und Zusammenkünften erinnern wir immer wieder daran, dass jeder Einzelne seinen Beitrag zur Lösung dieses Problems leisten kann. Dabei werden wir auch von Referenten der Emschergenossenschaft und des Ruhrverbandes unterstützt, die mit Informationen aus erster Hand deutlich machen, welche gefährlichen Auswirkungen Medikamentenrückstände im Wasser haben.“ Auch in den AWO-Wohneinrichtungen ist der umsichtige Umgang mit Medikamenten ein Thema. Dafür engagiert sich besonders Solveig Sauer vom sozialen Dienst der AWO. Sie betreut die Bewohner und nutzt die Kontakte, immer wieder auf das alle Bürger betreffende Problem aufmerksam zu machen.

Initiatoren und Partner unterzeichneten jetzt  eine Absichtserklärung, die die weitere Zusammenarbeit der Initiative „Essen macht’s klar“ für weitere fünf Jahre absichert.

Neben dem Essener Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt gehören unter anderem die Apothekerkammer Essen, die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein Essen, der BKK Landesverband Nordwest, der Essener Sportbund, die Entsorgungsbetriebe Essen GmbH, die Ehrenamt Agentur, die Volkshochschule Essen, die Caritas und die Universität Duisburg-Essen zu den Partnern der Aktion.

Autor*in Peter Marnitz
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