AWO Zentren schaffen wieder „normales Leben“ für Senior*innen
Häuser kommen Dank Testmöglichkeiten und Impffortschritt wieder mehr in Bewegung
Es gibt sie noch, die guten Nachrichten in diesen schweren Zeiten von Corona. Zum Beispiel, dass seit einigen Wochen wieder mehr Bewegung in die Seniorenzentren kommt. Klaus-Peter Real ist als Einrichtungsleiter der AWO für das Friedrich-Ebert-Zentrum in Altenessen und das Kurt-Schumacher-Zentrum in Überruhr zuständig. Er unterstreicht: „Die Häuser sind durch den Fortschritt bei den Impfungen und den neuen Möglichkeiten für Testungen definitiv geöffnet. Die Ausnahmen sind noch Großveranstaltungen, zu denen auch externe Besucher kommen können.“
Das bedeutet in Zahlen: Rund 95 Prozent der Senior*innen und Mitarbeiter*innen in beiden Häusern sind geimpft, rund 600 (!) Testungen werden pro Woche pro Einrichtung bei den Bewohner*innen, Mitarbeiter*innen und Angehörigen durchgeführt. Dorothea Kollender teilt sich die Einrichtungsleitung in Altenessen mit Klaus-Peter-Real und ist als Pflegedienstleitung im Kurt-Schumacher-Zentrum tätig. Sie sagt: „Das ist für unsere Teams natürlich ein gewaltiger Mehraufwand. Aber wir sind trotzdem sehr glücklich darüber. Für alle Beteiligten ist das gemeinsame Leben viel schöner geworden.“
Schon seit einiger Zeit können sich die Bewohner*innen in den Häusern wieder frei bewegen oder gemeinsam essen. Von Ehrenamtlichen betreute Geburtstagsfeiern mit Kaffee und Kuchen finden wieder statt, ebenso Gottesdienste ohne Gesang. Nun dreht sich das „Veranstaltungskarussell“ in beiden Seniorenzentren wieder etwas schneller – natürlich im Rahmen der Möglichkeiten, die der Infektionsschutz bietet. Die kreativen Teams wissen dies zu nutzen.
„Mindestens zwei Mal im Monat wird in jedem Haus etwas angeboten“, berichtet Klaus-Peter Real. Dorothea Kollender ergänzt: „Das sind etwa Live-Musik-Angebote, bei denen nichts selbst gesungen wird. Oder wir entzerren die Veranstaltungen und lassen sie auf verschiedenen Stationen anstelle eines zentralen Saales stattfinden.“ Auch wochentägliche Angebote wie „Träumen mit Bildern“ sind auf Corona-Schutz getrimmt oder eigens entwickelt worden. Bettlägerige Menschen werden nicht vergessen und auf den Zimmern besucht, etwa mit einer Gitarre.
„Wir bemühen uns, einfach mehr Kurzweil in den Alltag zu bringen. Die Menschen in den Häusern führen wieder ein halbwegs normales Leben“, unterstreicht Dorothea Kollender. Bald würden auch wieder ambitioniertere Events angeboten, etwa die beliebten Rikscha-Fahrten für Senioren durch den Stadtteil am Standort Altenessen. Auch die beliebten Motto-Feiern wie der „Italienische Tag“ könnten bald wieder stattfinden. Klaus-Peter Real: „Es ist zwar nicht wie vor der Pandemie, aber wir nähern uns im Alltag wieder etwas daran an. Ich denke, das wird auch so bleiben.“






