Schutzkonzept hilft in den AWO Kitas bei Hitze
Ab 32 °C Innenraum-Temperatur ist allerdings kein Betrieb mehr möglich

Auch in den 23 Kitas der AWO Essen stöhnt man unter den aktuellen Hitzewellen. Die Essener AWO Kita gGmbH ist mit einem Hitzeschutzkonzept auf die Herausforderungen der brütend heißen Jahreszeit eingestellt. Doch auch dies hat – leider – seine Grenzen.
„Unsere Kolleginnen und Kollegen in den Kitas ergreifen vielfältige Maßnahmen basierend auf unserem Hitzeschutzkonzept, wenn die Temperaturen steigen. Gerade bei so einer verletzlichen Gruppe wie Kleinkindern ist höchste Aufmerksamkeit erforderlich und eine große Herausforderung“, sagt Andreas Lischka, Referatsleiter bei der AWO Kita gGmbH.
Regelmäßige Temperaturmessungen in den Räumlichkeiten, die Anschaffung von Klimageräten, gutes Durchlüften am Morgen und selbstverständlich das Zur-Verfügung-Stellen von ausreichend Flüssigkeit gehören zu den Maßnahmen. Mit dem Aufenthalt in den Außenbereichen gehen die Erzieher*innen sehr sensibel um, der ist nur in Schattenbereichen erlaubt. Steigen die Temperaturen am späten Vormittag stark an, ist das Spielen „draußen“ nicht mehr möglich. Die Kinder sind angehalten, in luftiger Kleidung zu kommen und eine Kopfbedeckung, die auch den Nacken schützt, zu tragen. Sonnencremes sind Pflicht. „Darüber hinaus schützen unsere Kitas die Kinder je nach baulichen Verhältnissen mit schattigen oder kühlen Plätzen, Sonnen-, bzw. Schattensegeln.“
Doch steigen die Temperaturen in den Innenräumen auf die Marke 32 °C, ist kein Kita-Betrieb mehr möglich. „Dann ist das Wohl des Kindes einfach nicht mehr gewährleistet. Die Einrichtungen werden von uns vor den anstehenden Hitzetagen informiert und geben dies frühzeitig an die Eltern weiter. Wir bedauern sehr, dass es so zu Belastungen für die Eltern kommen kann. Leider sehen wir zum Schutz der Kinder keine Alternative“, erläutert Andreas Lischka.
Um dermaßen hohen Temperaturschüben gerecht zu werden, sind weitgehende Maßnahmen erforderlich. „Die baulichen Gegebenheiten sind nicht so gestaltet, dass sie den vermehrten Starkhitze-Tagen in vollem Maße Rechnung tragen können“, stellt Andreas Lischka fest. Um dermaßen hohen Temperaturschüben gerecht zu werden, sind weitgehende Maßnahmen erforderlich. „Die baulichen Gegebenheiten sind nicht so gestaltet, dass sie den vermehrten Starkhitze-Tagen in vollem Maße Rechnung tragen können. Alle Beteiligten, Kita-Träger, Vermieter, Stadt, Land und Bund sind gefordert, sich diesen Gegebenheiten zu stellen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.“