Gemeinschaft und gesundes Essen: Der „Mittagstisch im Isinger“ im AWO Julius-Leber-Haus

Projekt von AWO, Allbau-Stiftung und Evangelischer Kirchengemeinde Essen-Kray startet nach der Sommerpause

Organisierten den "Mittagstisch im Isinger" nach der Sommerpause mit Gegrilltem (v.l.): Michael Wings (ehrenamtlicher Helfer), Nicole Pothmann (Hauswirtschafterin im "Julius"), Jürgen Zips-Zimmermann (Hausleiter "Julius") und Silke Schäfer (ehrenamtliche Helferin). Foto: Grenz/AWO Essen

Ob Besucher*innen aus dem hier angesiedelten AWO Ortsverein, Mitglieder der benachbarten Gemeinde, aus der Nachbarschaft oder schlicht Menschen, die Gemeinschaft suchen und sich über ein preisgünstiges und gesundes Mittagessen freuen: Der „Mittagstisch im Isinger“ für Senior*innen im Julius-Leber-Haus der AWO an der Meistersingerstraße 50 in Kray/Leithe ist seit einigen Jahren ein großer Erfolg. Jetzt startete das Gemeinschaftsprojekt von AWO, Allbau-Stiftung und Evangelischer Kirchengemeinde Essen-Kray mit einer „Sonderedition Grill“ nach der Sommerpause. An jedem Mittwoch ab 11.30 Uhr gibt es eine warme Mahlzeit aus der AWO Herzensküche gegen Spende – und Gemeinschaft gratis dazu.

„Ich finde es immer wieder erstaunlich, aus welch unterschiedlichen Kreisen unsere Besucherinnen und Besucher kommen, das ist keine geschlossene Gruppe mit immer wieder denselben Menschen. Klar, die gibt es auch, aber es kommen auch regelmäßig neue Leute“, berichtet Jürgen Zips-Zimmermann, Leiter des AWO Julius-Leber-Hauses. Angefangen als Maßnahme zur Belebung des benachbarten Isingplatzes ein Mal wöchentlich, war relativ schnell wieder Schluss – Corona! „Wir haben dann ein To-go-Angebot gemacht, aber das war in Sachen Infrastruktur schon ziemlich aufwendig. Als mit Corona Schluss war, sind wir dann ins ,Julius‘ gezogen – und seitdem rennen die uns die Bude ein“, berichtet Jürgen Zips-Zimmermann.

Die AWO Herzensküche erstellt für den Mittagstisch im Voraus einen Menüplan, die Organisator*innen können dann aus zwei Gerichten auswählen. So wissen auch die Gäste weit im Voraus, was am Mittwoch im „Julius“ auf den Tisch kommt. 35 Portionen werden Woche für Woche bei der AWO Herzensküche geordert – und die gehen auch immer weg. Finanzieren lässt sich dies auf Spendenbasis indes nicht. Da springt die Allbau-Stiftung ein. „Der Allbau-Stiftung sind wir sehr dankbar. Ohne die wäre das Angebot nicht zu halten“, erläutert Jürgen Zips-Zimmermann.

Das Geheimnis des Erfolges sieht er neben dem Reiz eines gesunden und günstigen Mittagessens ganz klar im Gemeinschaftsaspekt. „Wir schmeißen nach Ende des Mittagessens niemanden raus. Viele bleiben noch hier, trinken eine Tasse Kaffee oder setzen sich zum Kniffeln oder anderen Spielen zusammen“, erläutert er: „Aus der Gemeinde wurde mir beispielsweise berichtet, dass die Besucherinnen und Besucher gerade das Gemeinschaftliche enorm schätzen. Für manche Menschen ist das hier der Höhepunkt der Woche.“

Ob das nun bei der achtköpfigen Gruppe, die nach dem Sommerpausen-Ende am Premierentag noch vor dem Haus geknobelt hat, auch so ist, wäre vielleicht zu viel gesagt. Aber: „Ein Stündchen sitzen wir hier jedes Mal nach dem Essen noch zusammen“, so Dieter Dreier. Seine Tischnachbarin Brigitte Trant ergänzt: „Es ist einfach eine schöne Gelegenheit, zusammenzukommen. Wir spielen, quatschen ein bisschen – man ist dann einfach nicht so allein.“

Autor*in Markus Grenz
Interesse geweckt? Wir freuen uns auf Sie!