AWO trainiert 15 Trainier*innen für Künstliche Intelligenz
Teil des von der Krupp-Stiftung finanzierten Projektes „KI & Digitale Teilhabe 65+“. KI-Kurse für Senior*innen folgen
„Train the Trainer“: Das stand jetzt bei der KI-Akademie der Abteilung Bildung der AWO Essen auf dem Lehrplan. 15 Teilnehmer*innen machten mit beim zweitägigen KI-Intensivkurs des KI-Botschafters der AWO Essen, Prof. Dr. Stefan Heinemann. Die 15 Damen und Herren im Alter von Mitte 50 bis Mitte 70 sollen zukünftig Senior*innen das ABC der Künstlichen Intelligenz vermitteln, KI-Trainer*innen werden. Eingebettet ist dies „Bootcamp“ in dem von der Krupp-Stiftung finanzierten Projekt „KI & Digitale Teilhabe 65+“. Weiterhin werden voraussichtlich ab Herbst sechs Kurse für bis zu 150 an KI interessierte Anfänger*innen im Alter von 65+ sowie offene KI-Labore in den Zentren 60plus stattfinden.
„Das übergeordnete Ziel ist, möglichst vielen Seniorinnen und Senioren einen lebensbereichernden, erleichternden, risikoarmen und verantwortlichen Umgang mit Künstlicher Intelligenz zu ermöglichen. Dafür sind qualifizierte Trainerinnen und Trainer erforderlich, die sich selbst inhaltlich und auch im Hinblick auf die Vermittlung dieses Wissens an ältere Menschen auseinandergesetzt haben“, erläutert Prof. Dr. Stefan Heinemann den Hintergrund der rund 16 Stunden insgesamt, die er mit den angehenden Trainer*innen verbracht hat.
Viele Übungen zum Einsatz von Künstlicher Intelligent bei für Senior*innen relevanten Themen wie Gesundheit, Sicherheit, Hilfe im Alltag und einigem mehr hat er mit den angehenden Trainer*innen in dieser Zeit absolviert. „Ich habe viele Ansätze geliefert, wie man älteren Menschen methodisch abgesichert und motivierend den Einsatz von KI vermitteln kann. Natürlich haben wir auch verschiedene der großen KI-Modelle wie Chat GPT, Gemini oder Mistral ausprobiert“, berichtet der KI-Experte. Immer wieder teilte er seine „Schüler*innen“ in Gruppen ein und ließ sie Aufgaben lösen – etwa, wie man hochkomplexe Sachverhalte wie Wesen und Funktionsweise einer KI so einfach und in wenigen Sätzen vermitteln kann, dass niemand aus dem Publikum „aussteigt“.
Nicht zufällig wurde Prof. Dr. Stefan Heinemann KI-Botschafter der AWO – er ist nicht nur KI-Experte, sondern auch Ethiker und Philosoph. Und so legte er einen weiteren Schwerpunkt, über die eigentlichen Inhalte hinaus: „Künstliche Intelligenz wird sich schon verändert haben, wenn die Gäste unserer Schulung ihren ersten eigenen Kurs geben. Deswegen war es mir sehr wichtig Hilfestellung zu geben, wie man als Lehrender selbst am Ball bleibt und eine eigene Haltung zu problematischen Themen, etwa Server-Standorten in kritischen Ländern oder den Menschen entmündigenden KI-Einsatz, entwickelt“, führt er aus: „Bei der AWO steht der Mensch im Mittelpunkt und beim Umgang mit KI kommt immer erst er, dann die Technik.“
Wer Interesse hat, an den stark nachgefragten Kursen für KI-Anfänger*innen 65+ im Rahmen des von der Krupp-Stiftung geförderten Projektes „KI & Digitale Teilhabe 65+“ voraussichtlich ab Herbst teilzunehmen, der kann sich schon jetzt unverbindlich registrieren lassen. Kontakt per E-Mail an jens.fischer@awo-essen.de oder unter Tel. 1897-412.





