Saskia Esken besucht AWO Kita Hochfeldstraße

Ex-SPD-Parteivorsitzende und Bundes-Familienausschuss-Vorsitzende: „Es darf auf keinen Fall passieren, dass pädagogische Fachkräfte eingespart werden."

Was ist los in den Kitas vor Ort? Darüber informierte sich jetzt die SPD-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Familie, Frauen, Senioren und Jugend im Deutschen Bundestag Saskia Esken in der AWO Kita Hochfeldstraße in Kray/Leithe. Mit dabei waren Frank Müller (Landtagsabgeordneter/Vorsitzender der SPD Essen), Ingo Vogel (Bundestagsabgeordneter) sowie Philipp Rosenau (Fraktionssprecher SPD/Stadtrat Essen). Durchs Haus geführt wurde sie von der Einrichtungsleiterin Alexandra Talan, dem Fachbereichsleiter AWO Kita Dennis Epping sowie dem AWO Präsidiumsvorsitzenden Klaus Persch.

1000 Quadratmeter Nutzfläche im zweistöckigen Gebäude mit zahlreichen modern ausgestatteten Räumlichkeiten, ein weitläufiges Außengelände mit noch einmal fast 1500 Quadratmetern: In dem vor fünf Jahren bezogenen Standort für 70 Kinder in altersgemischten Gruppen gab es für die ehemalige SPD-Parteivorsitzende Saskia Esken eine ganze Menge zu sehen.

Allerdings auch zu hören. Das neu aufgesetzte NRW-Kinderbildungsgesetz (erste Anpassungen seit August 2026 in Kraft/umfassende Änderungen zum 1. August 2027) sorgt vor Ort für Sorgen. Kita-Leiterin Alexandra Talan: „Wir haben große Bedenken, dass durch den vermehrten Einsatz von nicht pädagogischem Personal die pädagogische Arbeit sehr leidet. Es geht Bildungsarbeit verloren.“ Als Bundestagsabgeordnete ist Saskia Esken für NRW-Gesetze nicht zuständig, dennoch verstand sie die Sorgen: „Es darf auf keinen Fall passieren, dass dadurch pädagogische Fachkräfte eingespart werden. Es ergibt sich aber auch ein Gewinn aus der Vielfalt der Menschen, die aus anderen Berufen wertvolle Erfahrungen mitbringen.“

Angetan zeigte sie sich vom Prinzip der Mitbestimmung der Kinder, das in der Kita vorgelebt wird. AWO Kita-Fachbereichsleiter Dennis Epping erläuterte: „Die Kinder erleben hier die Möglichkeit von Selbst- und Mitbestimmung. Sie erfahren begleitet im Spiel, dass ihre Bedürfnisse ernst genommen werden. Gleichzeitig erleben Sie sich als Teil einer Gruppe mit vielseitigen Bedürfnissen. Die Abstimmung der unterschiedlichen Bedürfnisse und das Finden von Kompromissen sind die Grundlage demokratischer Prozesse. Das ist auch politische Bildung, die hier geleistet wird.“ Saskia Esken: „Freiheit und Selbstbestimmung zu erleben, aber auch die eigenen Bedürfnisse zurückzustellen, muss von den Kindern ja auch erfahren werden. Dafür ist die Kita ein ganz wichtiger Ort.“

Die AWO Essen dankt Saskia Esken, Frank Müller, Philipp Rosenau und Ingo Vogel ganz herzlich für Ihr Interesse.

Interesse geweckt? Wir freuen uns auf Sie!