AWO Essen unterzeichnet „Essener Charta zur Verhinderung und Bekämpfung von Einsamkeit“

Manuela Boll/AWO Besuchsdienst: „Solidarisch sein, hingucken, für den Nächsten etwas tun: Der Ansatz entspricht den Grundsätzen der Essener AWO.“

Die „Essener Charta zur Verhinderung und Bekämpfung von Einsamkeit“ ist ein sichtbares Zeichen der Stadt Essen und des Landes Nordrhein-Westfalen gegen die Vereinsamung vieler Menschen und für den Zusammenhalt. Jüngst haben Oberbürgermeister Thomas Kufen und Ministerpräsident Hendrik Wüst gemeinsam mit weiteren Vertreter*innen aus der Essener Stadtgesellschaft die Charta unterschrieben. Mit dabei auch: die AWO Essen.

„Das Thema Einsamkeit fängt bei den Jüngsten an und reicht bis ins hohe Alter. Die Charta ist ein gutes Mittel, in jeder Altersgruppe genauer hinzuschauen und eine Verantwortungsgemeinschaft von unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren zu bilden, die sich des Themas annehmen und sich gegenseitig unterstützen“, berichtet Manuela Boll, hauptamtliche Projektleiterin des ehrenamtlichen Besuchsdienstes „HerzDame/HerzBube“ des AWO Kreisverbandes Essen. Für den Kreisverband unterschrieb sie die Charta und stellt fest: „Solidarisch sein, hingucken, für den Nächsten etwas tun: Der Ansatz entspricht den Grundsätzen der Essener AWO.“

Mit dabei hatte sie verschiedene haupt- und ehrenamtliche Kolleg*innen aus dem AWO Umfeld, die alle auf ihre Art dem Thema Einsamkeit entgegentreten. Mira de Jonghe ist als Mitarbeiterin im AWO Zentrum 60plus International in ihrem Arbeitsalltag quasie ständig damit beschäftigt, Angebote für Senior*innen zu organisieren und so Plattformen für Gemeinschaft zu schaffen. Die ehrenamtliche Seniorentrainerin Brigitte Böcker organisiert für die AWO Erzählcafés für Senior*innen kreuz und quer auf dem Stadtgebiet. Erika Uhe ist die Frau hinter dem Projekt „AWO Kinderchancen“, in dem Bildungspat*innen dafür sorgen, dass Kita- und Schulkinder die ersten und auch weiteren Schritte ins Leben nicht alleine tun müssen. Und Dagmar Hotze gehört nicht nur im AWO Ortsverein Bergerhausen zu den Personen, die Verantwortung für das Zusammenkommen der Mitglieder und Gäste übernehmen – sie ist auch aktive Kraft in der ZWAR-Gruppe Bergerhausen (ZWischen Arbeit und Ruhestand), die zahlreiche Aktivitäten organisiert.

Für Manuela Boll ist klar, dass die „Essener Charta gegen Einsamkeit“ weitaus mehr ist als nur ein „Papiertiger“: „Keineswegs! Die Charta ist ein Mittel, mit dem wir noch näher zusammenrücken. Schon heute profitiere ich sehr vom Austausch mit anderen Institutionen, Fachstellen und so weiter. Es gibt immer wieder Thematiken, bei denen andere Fachleute gefordert sind. Sei es bei der Unterstützung bei Behördenangelegenheiten, bei Problemen mit Schulden, im Betreuungsrecht und vielem mehr. Die ,Essener Charta gegen Einsamkeit‘ ist eine Grundlage, auf der wir noch besser das Problem der Einsamkeit von Menschen jeden Alters angehen können:“

Autor*in Markus Grenz
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