Zwölfte Auflage von „Kick Racism Out“ des AWO Fan-Projekts Essen

Vier Feldspieler, ein Torwart und jede Menge Spaß. So erlebten die jungen Spielerinnen und Spieler aus 16 Mannschaften die 12. Auflage des Jugend-Fußball-Turniers „Kick Racism Out“ das seit 2006 vom AWO Fan-Projekt Essen organisiert wird.

Im Mittelpunkt des Wettbewerbs liegt nicht der Kampf um Tore und Punkte, viel wichtiger ist es, schon bei der Aufstellung des eigenen Teams zu zeigen, dass Rassismus keine Chance hat. So ist es eine Grundbedingung, dass in den Mannschaften Spieler aus mindestens drei Herkunftsländern vertreten sein sollen. In diesem Jahr schaffte das Turnier etwas, was weder in den Vorstandsetagen noch im Parlament erreicht wird: es waren gleich viele weibliche und männliche Teams am Start. Darüber hinaus bewiesen die Kicker von der LVR David-Ludwig-Bloch-Schule für Hörgeschädigte, dass man auch mit Handicap beim Fußball ein erfolgreiches Team bilden kann. Darüber freute sich besonders Gebärden-Dolmetscher Peter Bergmann, der die Ansprachen bei der Begrüßung übersetzte.

Bei der offiziellen Eröffnung des Turniers wiesen AWO Geschäftsführer Oliver Kern, Bürgermeister Rudi Jelinek und  Rainer Koch von Rot-Weiß Essen darauf hin, dass gerade im Fußball die Nationalität und Herkunft keine Rolle spielt, sondern der Teamgeist aller zum Erfolg führt.

Die Idee, Fußball als bunte weltoffene Sportart zu nutzen, um Rassismus eine Absage zu erteilen, entstand während des „Sommermärchens“, der Weltmeisterschaft in Deutschland. In diesem Jahr zeichnete sich das Turnier, das schon seit Jahren in der Indoor-Fußball-Arena „Goalfever“ in Altenessen veranstaltet wird, wieder durch eine äußerst friedliche Atmosphäre aus, was sich auch bei den Spielen fortsetzte. Fachkundige Kommentare gab es von zwei Profis aus der ersten Mannschaft von Rot-Weiß-Essen. Tolga Cokkosan und Florian Bichler schauten sich einige Spiele an und gaben reichlich Autogramme. Locker moderiert wurde die ganze Veranstaltung von Ole Buers.

Das Turnier wird für Jungen- und Mädchenmannschaften ausgetragen, so dass sechs Pokale auf die jeweils bestplatzierten Teams warten. Bei den Mädchen kam auf Platz 1 das Team des Don Bosco Gymnasiums, bei den Jungen holte die Mannschaft der Hauptschule an der Wächtlerstraße den Siegerpokal.

Autor Peter Marnitz
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