Unter dem Mund-Nasen-Schutz darf auch gelächelt werden

Gerade im Zeichen der Corona-Krise entwickeln die AWO Mitarbeiter ganz neue Fähigkeiten und zeigen, dass man das Leben auch unter den Beschränkungen der Kontaktsperre bunt gestalten kann. Es waren Mitarbeiterinnen aus dem Pflegebereich mit einem Faible für Handarbeiten, die jetzt aus der Not eine Tugend machten. Aktuelle Fotos aus dem Kurt-Schumacher-Zentrum erinnern ein wenig an Karneval, denn die Mund- und Nasen-Schutzmasken sind vielfarbig, geblümt, gepunktet oder kariert.

Fehlende Lieferungen dieser lebenswichtigen Schutzausrüstung brachten Gunda Affeld und Sylvia Schulz-Tworuschka aus dem Kurt-Schumacher-Zentrum in Überruhr auf die Idee, ihre Handarbeits-Fähigkeiten in den Dienst der guten Sache zu stellen. Mit geeigneten Stoffresten und einer Online-Nähanleitung auf der Homepage der Stadt Essen, machten sie sich ans Werk. Schnell fanden die beiden Mitstreiterinnen bei der AWO, doch das reicht leider noch nicht.

Da die Lieferengpässe beim Mund-Nase-Schutz bisher nicht gebessert haben, hoffen die betroffenen Teams in den  Pflegebereichen, dass diese Aktion Schule macht und sich auch außerhalb der Heime Menschen finden, die ihre Handarbeitsfahigkeiten solidarisch einsetzen. Wer Zeit, Lust und Möglichkeit hat, die Schutzmasken für Pflegepersonal und pflegende Angehörige in Heimarbeit zu erstellen, der macht allen Mitarbeitern in den Seniorenzentren und bei den Ambulanten Diensten eine große Freude. Die Näh-Hilfen sind dezentral in den sechs Seniorenheimen der AWO organisiert.

Im Kurt-Schumacher-Zentrum, von wo die Masken-Näh-Welle nach ersten Informationen ihren Ausgang nahm, hat sich die Stimmung mit den bunten Sicherheitsprodukten ein wenig aufgehellt. „Die Bewohner fangen an zu lächeln, wenn sie uns mit unserem bunten Atemschutz sehen. Wir alle, Bewohner und Betreuende, haben es in diesen Corona-Zeiten nicht leicht. Da ist ein Lächeln und ein wenig Fröhlichkeit schon sehr wertvoll.

 

Autor Peter Marnitz
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