Sommerferien-Aktion im Julius stärkte das Wir-Gefühl

Kurz vor dem Schulbeginn waren die Jungen und Mädchen noch einmal am Julius-Leber-Haus der AWO zusammengekommen, um bei leckerer Currywurst vom Grill gemeinsam auf die Ferienaktionen des Julius zurückzublicken. Für die 13-jährige Mandy waren das mehr als sechs Wochen voller Erlebnisse: „Ganz toll war der Ausflug zum Phantasialand. Das hat super Spaß gemacht. Aber auch das Musical-Projekt war einmalig. Am besten ist aber, dass wir alle Freunde geworden sind.“

Eine ähnliche Bilanz zieht auch Sozialarbeiterin Sandra Langner, die das Sommerferienprogramm des „Julius“ zusammen mit ihrem Kollegen Fabian Albrecht geplant, betreut und begleitet hat: „Es ist schön zu sehen, wenn die Kinder, von denen viele keine Ferienreise machen können, über sechs Wochen ihren Spaß haben. Ganz besonders toll ist es, wenn die Jungen und Mädchen aus den unterschiedlichsten Kreisen zu einer Gruppe zusammenwachsen, sich gegenseitig respektieren und sogar neue Freundschaften entstehen. Auch Kinder, die wegen ihrer kulturellen oder religiösen Entwicklung sonst eher unter sich bleiben, sind dank vieler gemeinsamer Erlebnisse voll in die Gruppe integriert worden.“

Die Ausflüge zum Beispiel in Zoos und Freizeitparks waren so preiswert kalkuliert, dass auch Kinder aus finanziell schwächeren Familien teilnehmen konnten. Obwohl einige Angebote wie zum Beispiel der Ausflug zum Schloss Beck eher für jüngere Teilnehmer gedacht waren, fuhren auch immer ältere Jungen und Mädchen mit. „Viele der älteren Kinder haben sich ganz intensiv um die Jüngsten gekümmert. Da haben viele Heranwachsende ein hohes Maß an sozialer Kompetenz und Verantwortungsgefühl entwickelt“, freut sich Sandra Langer. Ihr Dank gilt auch den ehrenamtlichen Helfern und aktiven Eltern, die die Sommerferienaktion, an der regelmäßig bis zu 40 Kinder teilnahmen, erst möglich machten.

Die Aktion hat nicht nur bei den Teilnehmern positive Spuren hinterlassen. Das Abschluss-Grillfest fand vor einem bunten Graffito am Julius-Leber-Haus statt, das bei einer gemeinsamen Kunstaktion entstanden ist. Ein ähnliches Kunstwerk ziert jetzt auch den Abenteuer-Spielplatz Isinger Feld.

Autor Peter Marnitz
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