Senioren erkunden Altenessen mit der Rikscha

Schon lange bevor die Fahrzeuge endlich eingetroffen sind haben sich die Testfahrerinnen und Testfahrer vor dem Eingang versammelt. Viele sind weit über 80 Jahre alt, das kann ihre Vorfreude aber nicht schmälern. „Na endlich“, freuen sie sich, als die Fahrzeugkolonne endlich die Auffahrt zum Friedrich-Ebert-Zentrum passiert hat. Mit sechs Fahrrad-Rikschas werden die Bewohner der AWO Seniorenheims erstmals erproben, wie viel Spaß es macht, Altenessen aus der Fahrrad-Perspektive zu erkunden.

Die Einrichtung an der Schonnefeldstraße nutzt erstmals das Angebot von „Radeln ohne Alter“. Im Projekt „Radeln ohne Alter“ werden Rikschatouren für Senioren angeboten, um Natur, Kultur und neue sowie bekannte Orte zu erfahren. Bei diesen Touren werden alle Sinne angesprochen: Blumen riechen, das Gezwitscher der Vögel hören und den Wind in den Haaren spüren. Seit dem Grüne-Hauptstadt-Jahr 2017 biete die „Neue Arbeit“ der Diakonie Essen diese Touren an.

In der AWO Einrichtung in Altenessen wird aus der Testfahrt ein Erfolgsmodell. Schon die Vorbereitungen mit dem richtigen Platznehmen in der Rikscha und dem obligatorischen Anschnallen sorgt für viel Vergnügen und weckt Erinnerungen an Fahrrad-Ausflüge in der Jugend. Fröhlich wird zum Abschied gewinkt, als die ersten Gespanne durch die weiten Grünanlagen rund um das Heim die Anlage verlassen. Geradezu glücklich sind die Gesichter der betagten Passagiere, als sie zur Schonnefeldstraße zurückkehren und den Teilnehmern der zweiten Tour von ihren Erlebnissen berichten.

Das kann, so sind sich die Testfahrerinnen und Testfahrer einig, nur der Anfang gewesen sein. Die Einrichtungsleitung versprach, dass es noch in diesem Jahr wieder heißt „Radeln ohne Alter“.

Die Termine bei dem Projekt sind sehr begehrt, der Terminplan ist schon bis ins nächste Jahr gefüllt.

Autor Peter Marnitz
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