Intensive Diskussionen beim AWO-Mittwochsgespräch mit Jens Geier

Intensiv und persönlich, so gestaltete sich jetzt das AWO-Mittwochsgespräch mit Jens Geier im Julius-Leber-Haus. Unter der Moderation von AWO-Geschäftsführer Oliver Kern stellte sich der Essener Europa-Abgeordnete, der auch für das neu zu wählende Europa-Parlament kandidiert, den Fragen der Besucher.

Oliver Kern (li.) und Jens Geier

Engagiert räumte er mit den Vorurteilen auf, dass die EU von einem Bürokratie-Monster verwaltet werde und viel zu viele Kosten produziere. Mit konkreten Zahlen konnte der SPD-Politiker nachweisen, dass es in jeder Kleinstadt um ein Vielfaches mehr Verwaltungsbeamte pro Einwohner gibt als in der EU. Auch der Haushaltsplan für die Europäische Gemeinschaft sei vor dem Hintergrund, dass er für mehr als 500 Millionen Bürger gelte, eher bescheiden. Rund 21 Prozent der Haushaltsausgaben werden vom deutschen Steuerzahler finanziert. Deutschland ist aber auch ein großer Empfänger von  EU-Leistungen. Die Beiträge zum Haushalt richten sich, so informierte Geier, nach der wirtschaftlichen Leistung eines Landes, also nach dem Bruttoinlandsprodukt.

Fragen nach Verbraucherrechten, Umwelt, Energie und Ökologie sorgten für eine intensive Diskussion. Auch nach dem offiziellen Ende der vom Paul-Gerlach-Bildungswerk der AWO organisierten Veranstaltung stellte sich Jens Geier noch weiter den Fragen der sehr interessierten Besucher.

Autor Peter Marnitz
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