Gründungsmitglieder feiern 40 Jahre AWO-Seniorenclub in Gerschede

Sie war noch recht jung für einen Seniorenclub, als Helga Rutsch vor 40 Jahren diesen Zusammenschluss von älteren AWO-Mitgliedern in Gerschede gründete. Heute bereitet sie als Vorsitzende dieses AWO-Seniorenclubs, der sich noch genau wie vor vier Jahrzehnten im Untergeschoss des Schulgebäudes an der Ackerstraße trifft, das Jubiläumsfest vor, das am Samstag, 14. Juli, ab 15 Uhr an der Ackerstraße 107 über die Bühne gehen soll.

Menschengruppe im Clubraum
Helga Rutsch (stehend) und "ihr" Gerscheder AWO-Seniorenclub.
Mann und Frau sitzen am Tisch
Helga Rutsch und der Gerscheder AWO-Ortsvereinsvorsitzende Reinhold Walden.

Quirlig und schlank wie sie durch die Stuhlreihen „ihres Clubs“ eilt, wirkt Helga Rutsch kaum älter als auf dem Foto, das an die Gründungstage des Seniorenclubs erinnert. Jung und fit zu bleiben, das ist seit 40 Jahren  das Ziel der agilen AWO-Senioren, bei denen auch heute noch die Gründungsmitglieder Irmgard Dorka und Gertrud Fuhl mitmachen. Letztere blickt auf 50 Jahre Mitgliedschaft bei der Arbeiterwohlfahrt zurück.

Sie alle können von den Anfangstagen erzählen, als unter anderem noch Gustav Streich die Menschen in Gerschede motivierte, sich bei der AWO zu engagieren. Auch AWO-Urgesteine Maria Berns und Hans Gipmann waren damals  in und um Gerschede aktiv.

Anlass, vor 40 Jahren an der Ackerstraße den AWO-Club aus der Taufe zu heben, war der Schulbau. Aus geologischen Gründen konnte ein Teil des Untergeschosses nicht für den Unterricht genutzt werden und bot so Platz für „soziale Zwecke“. Und da waren die AWO und örtliche Siedlergemeinschaften mit im Boot, als es galt die Räume sinnvoll zu nutzen. 43 Jahre war Helga Rutsch alt, als sie, die schon eine lange Laufbahn in der ehrenamtlichen Jugendarbeit hinter sich hatte, ihr offenes Herz für den AWO-Seniorenclub entdeckte. Seitdem trifft sich die eingeschworene Gemeinschaft regelmäßig, unternimmt Bildungsreisen, informiert sich über politische Entwicklungen, übt sich beim Gedächtnistraining oder hat einfach Spaß bei Kaffee, Kuchen oder auch einem kleinen Bierchen.

Bei den Festvorbereitungen werden die aktiven Senioren auch vom Gerscheder  AWO-Ortsvereinsvorsitzenden Reinhold Walden und dem Vorstand unterstützt. Auf dem Plan des Festes, das von 15 bis 18 Uhr über die Bühne gehen soll, steht unter anderem ein Auftritt von Erni Broscik mit seinem Akkordeon, der Ruhrpott-Lieder singen wird. Der Musiker R. Keestra will als weiterer Teil des Programms die Gerscheder AWO-Herzen erobern.

 Zur Stärkung gibt es Kaffee, Kuchen und natürlich auch Gegrilltes. Gäste sind gern gesehen, sie können sich davon überzeugen, wie jung ein AWO-Seniorenclub sein kann, dessen Mitglieder ein Durchschnittsalter von gut 80 Jahren erreicht haben.

Autor Peter Marnitz
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