Essener AWO Kreisverband hat großen Anteil am neuen Grundsatzprogramm der Arbeiterwohlfahrt

Wenn am 14. Dezember in Berlin das neue Grundsatzprogramm der Arbeiterwohlfahrt „Gemeinsam für soziale Gerechtigkeit“ verabschiedet wird, dann hat die Essener AWO daran einen entscheidenden Anteil. AWO Kreisvorsitzender Klaus Johannknecht gehört zu der starken Essener Delegation, die sich in der Bundeshauptstadt für die möglichst einstimmige Annahme des Programms einsetzen wird. Nach rund 20 Jahren gibt sich die Arbeiterwohlfahrt ein der Zeit angepasstes Programm, das für die nächsten Dekaden die Richtschnur des Handelns für die AWO sein wird.

In verschiedenen Regionalkonferenzen, bei denen der Essener Kreisverband aktiv mitarbeitete, wurden die Grundlagen für das neue Programmwerk gelegt. Neben Mitgliedern des Kreisvorstandes setzte sich auch AWO Geschäftsführer Oliver Kern dafür ein, dass die Essener Kernforderungen für eine gerechte und soziale Gesellschaft Eingang in das Bundesprogramm fanden.

„Wir sehen das neue Werk als einen Erfolg an, auch für unsere Arbeit vor Ort. Unsere Forderungen, mit denen wir die Gesellschaft positiv verändern wollen, blieben bei den Delegierten nicht ungehört. Schon im Rahmen unseres Fachkongresses zum Thema Arm und Reich im Sommer 2017 haben wir sechs Kernforderungen aufgestellt, die nun auch Eingang in das Grundsatzprogramm gefunden haben“, freut sich der Essener AWO Kreisvorsitzende Klaus Johannknecht auf die Sonderkonferenz zum Grundsatzprogramm in Berlin.

Die sechs zentralen Forderungen, die von Essener Kreisverband entwickelt wurden, lauten:

  1. Die Altersarmut muss unter anderem durch auskömmliche Renten bekämpft werden.
  2. Die Situation im Pflegebereich muss deutlich verändert werden. Wir fordern einen besseren Pflegeschlüssel und eine gerechtere Bezahlung der Pflegekräfte.
  3. Es muss verhindert werden, dass Kinder in Armut aufwachsen.
  4. Durch eine deutliche Erhöhung des Mindestlohns muss eine gerechtere Bewertung von Arbeit gesichert werden.
  5. Die Betreuungssituation in Kindertagesstätten muss deutlich verbessert werden Dazu gehören eine bessere personelle Ausstattung und eine dauerhaft gesicherte Finanzierung. Es dürfen keine Elternbeiträge mehr erhoben werden.
  6. Der soziale Wohnungsbau muss deutlich gestärkt und gefördert werden.

Im Rahmen der Sonderkonferenz nimmt die Essener Delegation auch an der zentralen Feier zum 100. Geburtstag der AWO teil.  Da die Essener AWO erst 1920 gegründet wurde, lädt der Essener Kreisverband erst im kommenden Jahr zur Feier des 100. Gründungstages ein.

Autor Peter Marnitz
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