Ein Grund zum Feiern: 40 Jahre Familienbildung der AWO in Essen

Spaß, Unterhaltung, Bildung, Information und viele Gespräche miteinander. So arbeitet die Familienbildung der Essener AWO seit 40 Jahren – so wurde jetzt auch das Jubiläum dieser aus Essen nicht mehr wegzudenkenden Institution gefeiert.

Das ebenso unterhaltsame wie informative Fest ging im Julius-Leber-Haus der AWO über die Bühne, dort, wo auch Tag für Tag Familien zusammenkommen, um Angebote der Familienbildung zu nutzen und auch selbst zu gestalten.

Auf dem Programm standen neben Auftritten des Improtheaters „Emscherblut", das intelligent für Unterhaltung sorgte, ein Beitrag des Essener Kulturdezernenten Muhtar Al Ghusain und ein Vortrag der bekannten Familiensoziologin Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe. Als Gastgeber stellten der bei der Essener AWO für Bildung zuständige Referatsleiter Frank Bente und der Leiter der AWO Familienbildung Wilhelm Dibow die jetzigen und zukünftigen Aufgaben einer ganz auf die Bedürfnisse von Familien und Eltern zugeschnittene Institution vor. Für den Kreisvorstand, das ehrenamtlich aktive höchste Gremium der Essener AWO, machte Judith Schlupkothen deutlich welch wichtige Rolle die Familienbildung in den letzten vier Jahrzehnten gespielt hat: „Direkt vor Ort bei den Menschen zu sein und dort Angebote zu entwickeln, wo die Familien leben, das zeichnet die Arbeit der Familienbildung aus.“

Frank Bente war sich mit dem  Essener Kulturdezernenten Muhtar Al Ghusain einig, dass die AWO Familienbildung mit ihren derzeit rund 800 Angeboten ein fester Bestandteil des Essener Bildungssystems sei. Bente betonte, dass die Bildung der Menschen der AWO in den Genen liege: „Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit können nur wachsen, wenn die Menschen ihr Umfeld verstehen und fähig werden, selbst Probleme zu lösen.“ Um den Bildungsauftrag der Gesellschaft zu erfüllen, müsse aber auch für eine zuverlässige Finanzierung gesorgt werden, mahnte Bente an.

Für Wilhelm Dibow, Leiter der AWO Familienbildung in Essen, ist ein ganz wichtiger Aspekt, wie die Angebote für die Familien entstehen: „Wir hören darauf, welche Interessen und Bedürfnisse Eltern haben, wo sie der Schuh in Sachen Erzeihung und Zusammenleben drückt und wo sie Unterstützung brauchen. Wir sind bei den Familien, reden mit ihnen und entwickeln dann die Angebote. Wir sind Partner der Familien und nicht Belehrende!“

Warum sich jeder Cent lohnt, der in frühkindliche Bildung investiert wird, das machte die renommierte Familiensoziologin  Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe deutlich und erntete für Ihren Vortrag, zur präventiven Wirkung von Bildung in Familien viel Beifall.

Spaß und lockere Unterhaltung gehörten aber auch zu dem Abend, der von Björn Schüngel wortgewandt moderiert wurde.

Autor Peter Marnitz
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