Die AWO verabschiedet sich von ihrem ältesten Essener Mitglied Helene Reinhold

Die Essener AWO muss sich von ihrer ältesten Mitstreiterin verabschieden. In der Nacht zu Dienstag ist Helene Reinhold in ihrem 107. Lebensjahr friedlich eingeschlafen.

Noch im September 2020 war sie aktiv mit dabei, als der städtische Seniorentreffpunkt Karnap an der Timpestraße den Namen „Helene-Reinhold-Senioren-Begegnungszentrum“ erhielt. Zur Feier des Tages kamen der AWO Vorsitzende Klaus Johannknecht, AWO Geschäftsführer Oliver Kern, Bezirksbürgermeister Hans-Wilhelm Zwiehoff und weitere Politiker sowie der Seniorenbeauftragte des Bezirks V Gerd Maschun. Leni, wie sie von ihren vielen Freunden genannt wurde, begrüßte die Gäste in „ihrem“ AWO-Treffpunkt mit persönlichen Worten.

Auch Helene Reinhold hatte kein Rezept für das Älterwerden. Vielleicht war es das ehrenamtliche Engagement, das sie so jung wirken ließ.  Seit den frühen 1970er Jahren setzte sich die rüstige Rentnerin, die einst an den Kühlöfen von Ruhrglas arbeitet, bei der AWO für die Interessen der Senioren in ihrem Stadtteil ein. Erst zu ihrem  95.  Geburtstag gab Leni nach rund 30 Jahre die Leitung ihres Seniorenclubs im Karnaper AWO-Ortsverein ab. Eigentlich viel zu früh, denn auch jenseits des 100. Geburtstages sprühte Leni noch vor Energie und führte bei Ihren Geburtstagen noch laut und energisch die Regie.

Der Ortsverein, der Kreisvorstand und AWO Geschäftsführer Oliver Kern wünschen den Angehörigen viel Kraft, den Abschied von Leni Reinhold zu bewältigen. Nicht nur bei Besuchen im Helene-Reinhold-Senioren-Begegnungszentrum wird man sich Ihrer erinnern.

Autor Peter Marnitz
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