Borbecker AWO und SPD erinnern gemeinsam an die Pogrome vor 80 Jahren

Mit einer ganz konkreten Aktion erinnerten die AWO-Ortsvereine aus dem Großraum Borbeck zusammen mit den SPD-Ortsvereinen aus dem gleichen Bereich am 9. November an die Pogrome vor 80 Jahren.

Damals begann mit der Zerstörung von Synagogen und der Verfolgung jüdischer und anders denkender Menschen die systematische Vernichtung vieler Millionen Menschen. Wie sich das in den Stadtteilen vor der eigenen Haustür auswirkte, daran erinnern die Stolpersteine, die der Künstler Gunter Demnig seit Jahren in ganz Europa verlegt hat.

Die  vielköpfige Gruppe der AWO und der SPD machte sich nun am Freitagabend auf, die im Borbecker Ortskern verlegten rund 20 Stolpersteine zu reinigen und jeweils mit einer Gedenkkerze zu versehen. An jedem Stein wurde ein kurzer Abriss der Geschichte gegeben, die mit der jeweiligen auf dem Stein genannten Person verbunden ist. Es waren oft beliebte Nachbarn, die  mitten aus der Gesellschaft gerissen und in den meisten Fällen verfolgt und ermordet wurden. Sichtlich bewegt nahm auch der Borbecker Sozialdemokrat und Oppositionsführer im NRW Landtag, Thomas Kutschaty, an der Erinnerungsaktion teil.

Autor Peter Marnitz
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