AWO kommt bei Kita-Öffnung gut aus den Startlöchern

Aber sorgenvoller Blick auf den 8. März

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Auch die 24 Kindertagesstätten der AWO sind wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb gestartet. Und das gut, wie Referatsleiter Andreas Lischka bestätigt: „Unsere Teams haben den Übergang von der Notbetreuung in die neue Situation sehr gut gemeistert.“ Wie diese neue Situation nun aussieht, schildert Ulrike Weiß, Leiterin der Kita Heidbusch in Schönebeck: „Wir mussten keine Eltern mit ihren Kindern wieder nach Hause schicken. Im Moment betreuen wir rund 75 Kinder von insgesamt 96. In der vergangenen Woche kamen täglich noch um die 40 Mädchen und Jungen. Die gestiegene Zahl ist aber mit unseren 16 pädagogischen Kolleg*innen zu meistern, die Gruppen werden nun wieder größer“, beschreibt sie die Situation vor Ort. Natürlich werden nach wie vor die Gruppen voneinander getrennt. Ulrike Weiß schränkt jedoch ein: „Wenn jetzt jemand krankheitsbedingt ausfällt, wird es schwierig.“

Mit einem etwas bangen Auge schauen die Kitaleiterin und ihr Referatsleiter auf den 8. März. Angedacht ist derzeit, zu diesem Zeitpunkt die aktuell noch um zehn Stunden pro Kind reduzierte wöchentliche Betreuungszeit wieder anzuheben. Andreas Lischka führt aus: „Verschiedene wichtige Corona-Maßnahmen wie etwa getrennte Gruppen mit den dann erweiterten Betreuungszeiten zusammenzubringen, ist mit unserem Personalstamm nicht möglich. Wir werden nicht alle Öffnungszeiten einhalten können“, schaut er voraus. Sein Geschäftsführer Oliver Kern gibt ihm Recht: „Das ist von der Landesregierung einfach schlecht, das heißt an der Realität vorbei, gemacht. Wir fordern realistische Vorgaben, die auch umsetzbar sind.“

Positiv hingegen bewerten der Geschäftsführer der AWO und sein Referatsleiter das grüne Licht für nunmehr zwei Corona-Schnelltests für Kitapersonal pro Woche und das Vorhaben, Kita-Mitarbeiter*innen früher zu impfen, als ursprünglich gedacht. Andreas Lischka: „Unsere Kita-Teams arbeiten an vorderster Front und sind immer der Gefahr der Ansteckung ausgesetzt.“ Oliver Kern ergänzt: „Es wird immer noch zu häufig unterschätzt, wieviel die Betreuer*innen in den Kitas unter welchen Risiken leisten. Sie müssen ebenso schnellstmöglich geschützt werden wie Lehrer*innen oder Sozialarbeiter*innen, die in der ersten Reihe arbeiten.“

Autor Markus Grenz
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