Projekte & Gruppenangebote im Jugendhilfenetzwerk

Individuelle Hilfen zur Erziehung unterstützen einzelne Familien oder Alleinerziehende. Zusätzliche Gruppenangebote tragen dazu bei, dass Eltern, Jugendliche und Kinder etwas gemeinsam erleben und sich miteinander vernetzen. Das stärkt die Einzelnen und beugt weiteren Schwierigkeiten und Konflikten vor.

Das Jugendhilfenetzwerk ist Anbieter einer Reihe von Projekten, die teilweise in Kooperation mit anderen Institutionen konzipiert, entwickelt und umgesetzt werden. In allen Angeboten geht es darum, Kinder, Jugendliche und Eltern frühzeitig zu unterstützen. Es soll verhindert werden, dass Familien überhaupt erst in kritische Lebenssituation geraten und individuelle Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Insofern steht der Präventionsgedanke bei allen Projekten im Vordergrund.

Zusätzlich bemühen sich alle Gruppenangebote um eine Vernetzung der Teilnehmer/innen. Viele Angebote und Projekte bestehen schon seit einigen Jahren. Gleichzeitig gilt es immer wieder, aktuelle Bedarfe und Bedürfnisse in den Stadtbezirken aufzuspüren und darauf durch neue Angebote zu reagieren. Hier finden Sie einige Beispiele unsere Projekte und Gruppenangebote:

Aktivierung und Vernetzung

Aktivierung und Vernetzung von Eltern und ihren Kindern ist ein wesentlicher Schwerpunkt unserer präventiven Projekte. Dabei sind die Ansatzpunkte jeweils unterschiedlich.

  • Im Aktivierungsprojekt Pfeifferstr. steht die Autonomie und Selbstwirksamkeit von Familien im Vordergrund.

  • Im Rahmen von Angeboten der Elternbildung werden Themen des Stadtteils sowie Themen aus dem Bereich Kulturkonflikt und Erziehung bearbeitet.

  • In Dialoggruppen mit Eltern geht es um die Stärkung der Erziehungskompetenz und um demokratisches Sozialverhalten gegenüber Kindern und Nachbarn. Spezielle Dialoggruppen für zugewanderte Menschen erleichtern die Integration in den Stadtteil.

  • Der durch das Jugendhilfenetzwerk begleiteten Verein Anatolia e.V. organisiert Veranstaltungen im Stadtteil und fördert den kritischen Diskurs insbesondere in der türkischen Community.

  • Die durch das Jugendhilfenetzwerk begleitete Vätergruppe für türkischstämmige Männer trifft sich alle 2 Wochen und spricht über viele Themen der Kindererziehung wie Medienkonsum, Schulprobleme, Pubertät, usw. .

  • Spezielle Gruppenangebote wie „Gemeinsam unterwegs“ richten sich an zugewanderte Menschen und stärken deren Vernetzung untereinander und ihre Integration in den Stadtteil.

  • Beim Projekt Mittagstisch kochen Eltern und Kinder gemeinsam - zusätzlich werden Bewegung und Aktivierung gefördert. Das Projekt wird seit 2014 ohne Beteiligung des Jugendhilfenetzwerks durch andere Mittel und in verändertem Rahmen weitergeführt.

Bewegung und Freizeitpädagogik

Auf der Basis von Diskussionen im Arbeitskreis Gesundheit in Katernberg und sowohl angeregt durch entsprechende Hinweise der vor Ort tätigen Kinderärzte als auch durch die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen entstand der Bedarf nach Projekten der Bewegungsförderung für Kinder im Grundschulalter. Aus ersten Ideen entstand das Projekt “Hopskids“. Das Projekt ist hier ausführlich beschrieben.

Als die ersten Teilnehmer dieser Gruppe dem Grundschulalter entwuchsen wurde deutlich, dass es zusätzlichen Bedarf für die Altersgruppe der 11 bis 14jährigen Kinder und Jugendlichen gibt. Für diese Altersgruppe wurde das Projekt “Waldläufer” entwickelt, das hier ausführlich beschrieben wird

Elterngruppen

In der Einzelberatung der Bezirkssozialarbeit finden sich oftmals Eltern, die den Zugang zu einem großen Teil der bestehenden Beratungsangebote (JPI, Beratungsstellen, Infoveranstaltungen, Seminare/Kurse der Familienbildungsstätten) nur schwer oder gar nicht finden. Gleichzeitig erleben sich diese Eltern häufig als stark beeinträchtigt durch eigene Lebensprobleme - vorhandene Kompetenzen liegen brach. Im Rahmen von Elterngruppen soll es Eltern ermöglicht werden, sich wieder auf ihre Stärken und Kompetenzen zu besinnen.

Kriminalpräventive Bündnisse und Netzwerke

Das Jugendhilfenetzwerk der AWO Essen versteht sich bereits seit Mitte der 1990er als Teil eines kriminalpräventiven Netzwerks. Zu dieser Zeit nahm .  im Essener Stadtbezirk VI die Straßenkriminalität mit Bandenbildung und Raubüberfällen besorgniserregend zu. In dieser Situation schlossen sich viele der im Umfeld des Stadtteils tätigen Institutionen zusammen und entwickelten eine kombinierte Mehrfachstrategie aus Prävention, Hilfsangeboten und konsequenten Sanktionen. Dies geschah auf der Basis flexibler problem- und anlassbezogener Interventionen und ohne ein bürokratisiertes Handlungskonzept. An dem so gebildeten Netzwerk beteiligten sich seinerzeit Polizei, verschiedene Einrichtungen, Jugendamt, Kirchen, Schulen, Kindergärten und im weiteren Verlauf auch lokale islamische Gemeinden.

Als zwischen Frühjahr und Herbst des Jahres 2010 die lokalen Medien in Essen immer wieder negativ über den Stadtteil Altenessen und insbesondere den dortigen Bahnhof berichtete und ihn in Zusammenhang mit kriminellen Handlungen brachten, lag es daher nahe, das Jugendhilfenetzwerk mit einer Analyse der Situation vor Ort zu beauftragen. Auf der Basis der Ergebnisse einer aufsuchenden Befragung wurde vor Ort ein kriminalpräventives Netzwerks etabliert: das Aktionsbündnis sicheres Altenessen (ASA). Meilensteine dieses Netzwerkes sind eine langjährige Kooperation der Netzwerkpartner und eine Reihe von kreativen Maßnahmen, Aktionen und Interventionen. Nach 5 Jahren Sonderförderung werden die etablierten Strukturen nun in Regeldienste überführt.

Das Projekt ASA hat inzwischen Modellcharakter und wird auch weit über Essen hinaus als gelungener Ansatz wahrgenommen. Ab Juli 2014 wurden zentrale Bestandteile des Projektes in einem weiteren Essener Sozialraum (Nordviertel / Altenessen Süd) eingesetzt - hier in Kooperation mit dem SkF Essen.

Im Auftrag und in Kooperation mit der Polizei Essen zeichnet sich die AWO Essen zudem verantwortlich für die Umsetzung der Initiative Kurve kriegen in Essen und Mülheim. Dieses Projekt wird hier ausführlich beschrieben.

Club Kohlenwäsche Kindermobil

Das Club-Kohlenwäsche-Kindermobil fährt Standorte im Essener Norden an. Kinder, Jugendliche und ihre Eltern erhalten Anregungen und Tipps für eine gesunde Ernährung. Bewegung beim Sport, gemeinsames Spielen und eine kleine Bibliothek ergänzen das Programm im Kindermobil. Dieses Projekt wird hier ausführlich beschrieben.

Projekt Parcour

Im Jahr 2014 entstand in dem Jugendbeteiligungsprojekt „Jugendforum Zollverein“ die Idee, eine Parkour-Anlage auf dem Gelände von Zollverein zu errichten. Jugendliche entwickelten mit Landschaftsarchitekten, Fachplanern und der Stiftung Zollverein eine Anlage, die im Oktober 2017 feierlich eröffnet wurde.

Die ca. 600 m² große Außenanlage befindet sich auf dem Gelände der Kokerei Zollverein und ist öffentlich zugänglich. Die Kombinationen aus Würfeln, Stangen und Wandflächen bieten eine Herausforderung für Traceure aller Niveaus. Abends ist die Anlage bis 22 Uhr funktional beleuchtet.

Die Stiftung Zollverein mit dem Projekt „Zollverein mittendrin“ ist Eigentümerin der Anlage und konnte im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“ die Mittel für die bauliche Umsetzung akquirieren. Zusammen mit den anderen Kooperationspartnern, Jugendhilfe Netzwerk der AWO, dem Jugendamt der Stadt Essen und dem Institut für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung der Universität Duisburg-Essen (ISSAB), wird die Anlage aktuell vielen unterschiedlichen Gruppen zugänglich gemacht.

Die Aktivitäten rund um die Parkour-Anlage (offene Trainings, Schnupperangebote, bei denen bei denen professionelle Traceure und Trainer in den Sport einführen, Ansprache von Vereinen, Schulen und Jugendeinrichtungen, Eröffnungsveranstaltung) werden seit 2017 durch eine Mitarbeiterin des Jugendhilfe Netzwerks der AWO koordiniert.

Offene Trainings mit erfahrenen Traceuren und ohne Altersbegrenzung finden vom 02.03.-26.10.2018 regelmässig freitags von 17-19 Uhr statt und sind kostenfrei.

Darüber hinaus werden in der Saison 2018 Trainings für Kinder, Jugendliche und speziell für Mädchen angeboten, eine Anmeldung ist erforderlich:

  • Kindertraining (8-12 J.) vom 05.04.-12.07.18, donnerstags 17-18 Uhr
  • Jugendtraining (13-18 J.) vom 05.04.-12.07.18, donnerstags 18-19.30 Uhr
  • Mädchentraining (keine Altersbegrenzung) vom 25.04.-11.07.18, mittwochs 17- 18.30 Uhr

Die Teilnahme an diesen drei Trainings ist nach vorheriger Anmeldung kostenlos.
Anmeldung bitte per E-Mail an: carina.hommel@awo-essen.de

Kontakt bei Fragen zu Trainings und Veranstaltungen rund um die Parkour-Anlage:
Carina Hommel, Jugendhilfe Netzwerk der AWO Essen
Fon 01511 7155363
carina.hommel@awo-essen.de

Projekt Glückauf

Das Projekt "Glück auf: für eine starke Jugend im Revier!" richtet sich an Schüler/innen der 7. Klassen in ausgewählten Stadtquartieren des Ruhrgebietes, die auf eine große Bergbautradition zurückblicken können und sich weiterhin in einem Prozess des Strukturwandels befinden. In diesen Quartieren sind insgesamt fünf Projektschulen ausgewählt worden, in denen jeweils ca. 30 Schüler/innen sich i.d.R. einmal wöchentlich für ca. zwei bis drei Stunden treffen und sich für ein gemeinsames Projekt engagieren. Alternativ können auch Blöcke mit einem größeren Stundenumfang in Absprache mit der jeweiligen Schule durchgeführt werden.

Innerhalb des Projektes sollen den Schüler/innen alters- und entwicklungsgemäße Möglichkeiten eröffnet werden, Verantwortung zu übernehmen und somit auch die Basis für ehrenamtliches Engagement zu erfahren. Träger des Projektes ist der AWO Bezirksverband Niederrhein e.V.. Das Jugendhilfenetzwerk der AWO Essen ist Projektpartner im Stadtbezirk Zollverein. Das Projekt hat eine Laufzeit von 3 Jahren; nach Abschluß eines Jahres werden jeweils neue Projektklassen ausgewählt.

Kontakt:
Jens Fischer, Jugendhilfe Netzwerk der AWO Essen
jens.fischer@awo-essen.de

Grüner Norden Zollverein

Im Rahmen des Projektes engagiert sich die AWO Essen für ein Quartiersmanagement in der Siedlung nördlich der Zollvereinstraße (Bergbaustraße, Farrenbroich, Meerkamp, Feldwiese und Viktoriastraße). Hierzu wurde im Februar 2016 seitens der Stadt Essen und in Kooperation mit den damals dort ansässigen Wohnungsgesellschaften (Vonovia,
Sahle Baubetreuungs-GmbH und AFP Germany) eine zusätzliche Personalstelle über das Programm „Soziale Stadt“ eingerichtet.

Ziele des Projektes sind u.a. eine bessere Vernetzung zwischen den Mieter/innen und den Wohnungsgesellschaften,  die Gewinnung von engagierten Mieter/innen für die weitere Entwicklung des Quartiers sowie insgesamt eine Verbesserung des Wohnumfeldes im Projektgebiet. Eine Steuerungsgruppe, u. a. besetzt mit Vertreter/innen der Wohnungsgesellschafte, Vertreter/innen des Amts für Stadterneuerung, Bezirksbürgermeister Michael Zühlke, dem Kon-Takt, dem Jugendamt und der AWO und Institut für Stadtteilentwicklung (ISSAB) der Uni Duisburg/Essen trifft sich regelmäßig, um die Belange des Projektgebietes und anstehende Maßnahmen und Projekte zu diskutieren.

Kontakt :
Souad Zenzoul, Jugendhilfe Netzwerk der AWO Essen
souad.zenzoul@awo-essen.de

Wie kann ich mich oder meine Kinder zu Projekten anmelden?

Bei den meisten unserer Projekte und Gruppenangebote kann man sich nicht selbst anmelden. Die Angebote werden von der AWO Essen im Auftrag des Jugendamtes der Stadt Essen durchgeführt. Die teilnehmenden Kinder, Jugendlichen und Eltern werden entweder vom Jugendamt oder von anderen Institutionen (Schulen, Jugendhilfenetzwerk, etc.) benannt. Sollten Sie Interesse an der Teilnahme in unseren Gruppen haben, kontaktieren Sie die zuständigen Mitarbeiter/innen, die auf den jeweiligen Internetseiten benannt werden.

Unserer Angebot

Aktivierung und Vernetzung
Bewegung und Freizeitpädagogik
Elterngruppen
Kriminalpräventive Bündnisse und Netzwerke
Club Kohlenwäsche Kindermobil
Projekt Parkour
Projekt Glückauf
Grüner Norden Zollverein

Kinder- und Jugendnotruftelefon

Und wenn gar nichts mehr geht und niemand sonst erreichbar ist:

Telefon 26 50 50

Unser Standort

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Andreas Klink

"Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht."
Schniedtkamp 26, 45327 Essen
0201 / 21760323
andreas.klink@awo-essen.de
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