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in diesem Jahr besteht unser Verband 85 Jahre. Marie Juchacz hatte ihn im Jahr 1919 gegründet. Wir haben den Geburtstag mit ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei einer wie ich meine gelungenen Veranstaltung gefeiert. Dabei haben wir aber auch die Forderungen des Verbandes verdeutlicht. Die Arbeiterwohlfahrt steht seit ihrer Gründung auf der Seite der Menschen, die der Hilfe bedürfen.
Dieses Ziel ist in der heutigen Zeit wichtiger als je zuvor. Für uns als Vertreter eines Wohlfahrtsverbandes ist es schwer hinnehmbar, dass gerade eine rot-grüne Bundesregierung Gesetze machen muss, die große Belastungen für diejenigen bedeuten, die am Rande der Gesellschaft stehen. Sicher, wenn jetzt nicht damit begonnen wird, das soziale Netz so zu gestalten, dass es auch in Zukunft den Menschen nutzt, werden die Belastungen für nachfolgende Generationen noch größer. Aber wir müssen kritisieren, dass die Faktoren Gerechtigkeit und Ausgewogenheit bei den Reformen des sozialen Systems nicht ausreichend berücksichtigt werden.
Allerdings ist auch sicher, dass bei einer politischen Wende zur CDU die Belastungen noch größer würden. Ich denke dabei nur an die Diskussionen zwischen den Spitzen der Union in Sachen Kopfpauschale, Kündigungsschutz oder Bürgerversicherung. Die von der Union favorisierten Pläne würden eine noch stärkere Entlastung derer bedeuten, die ohnehin schon finanziell gut ausgestattet sind. Und das können und wollen wir als Arbeiterwohlfahrt nicht hinnehmen. Auch andere Vorhaben der Union sind für uns nicht annehmbar; unter anderem die Aushöhlung der Mitbestimmung, die Pläne für das Betriebsverfassungsgesetz oder die in der Union diskutierten Pläne zur Sozialgesetzgebung.
Ich bitte alle, am 26. September zur Kommunalwahl zu gehen, denn wir müssen die Kandidatinnen und Kandidaten unterstützen, die sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen in der Stadt und ihren Stadtteilen einsetzen. Und wir müssen die fördern, die sich in ihrer Partei für eine soziale Politik einsetzen. Daher zählt auch bei der nächsten Wahl jede Stimme.
Der Vorstand der AWO hat inzwischen regelmäßige Gespräche mit den großen Fraktionen im Rat in seinem Terminkalender. Aus unserem Selbstverständnis heraus ist das notwendig. Bei der Tagung des Kreisvorstandes mit den Vorsitzenden der Ortsvereine waren sowohl Vertreter des Essener SPD-Vorstandes als auch der Fraktionsspitze vertreten. Mit Dieter Hilser und Harald Filip vom Parteivorstand und Gerd Mahler aus der Fraktion hatten wir einen angeregten Meinungsaustausch. Dabei wurde deutlich, dass es zwischen AWO und SPD viele Gemeinsamkeiten gibt. Allerdings ist die Übereinstimmung nicht vollständig, das liegt in der Natur der Sache. Wir werden diese Gespräch weiterführen.
Auch in diesem Sommer haben wieder Einrichtungen und Ortsvereine der AWO mit großem Einsatz Feste veranstaltet, die weit über den Verband hinaus die Bürgerinnen und Bürger in den Stadtteilen angesprochen und das Leben vor Ort bereichert haben. Ich kann nur allen danken, die sich dabei engagiert haben.
Ich hoffe, dass alle gut erholt und mit neuen Kräften aus dem wohlverdienten Urlaub zurück gekommen sind.
Michael Franz
(Vorsitzender)
unter dem Motto "sozial-bewegt" haben die fünf Essener Wohlfahrtsverbände und die Gesellschaft für soziale Dienstleistungen in Essen (GSE) eine gemeinsame Aktion gestartet. Seit dem 1. August 2004 fährt eine Straßenbahn mit den Emblemen der Essener Wohlfahrtsverbände durch die Stadt. Mit dieser Aktion möchten die Verbände auf die sozialen Einrichtungen und Dienste in dieser Stadt aufmerksam machen. Gleichzeitig erscheint ab August die Internetseite www.sozial-bewegt.de, hinter der sich das gemeinsame Internet-Portal verbirgt, das dem Nutzer eine Übersicht über vorhandene soziale Angebote in Essen gibt.
Auch unser Verband ist mächtig in Bewegung gekommen und entwickelt sich weiter. Nach vielen Jahren der Vorplanung haben wir endlich mit dem Bau des Otto-Hue-Hauses begonnen. Das alte Otto-Hue-Haus entsprach nicht mehr den Anforderungen, die man heute an ein modernes Pflegeheim stellt. Die AWO Essen hat sich deshalb entschieden, im Interesse der Bewohnerinnen und Bewohner, das Haus neu zu konzipieren und entsprechend umzubauen. Mit dieser Maßnahme investiert die AWO nicht nur über 8 Millionen Euro, sondern sie verbessert die Wohnsituation für die 90 Bewohnerinnen und Bewohner erheblich und sichert gleichzeitig die Arbeitsplätze von ca. 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Aber das Otto-Hue-Haus ist nur eine unserer Baustellen.
Wer unsere Geschäftsstelle am Pferdemarkt besucht wird feststellen, dass ein Teil des Gebäudes eingerüstet ist und mit einer Plane versehen wurde. Nachdem die Fenster inzwischen alle erneuert sind, hat nun die umfangreiche Sanierung der Fassade begonnen. Bis zum Jahresende wird die Gebäudefront zum Pferdemarkt fertiggestellt werden, im Frühjahr 2005 dann der Fassadenteil, der zum Viehofer Platz liegt. Die Kosten für diese Maßnahme belaufen sich auf ca. 240.000 Euro.
Unsere dritte Baustelle wird in Kürze in Essen-Bochold eingerichtet. Das Wilhelm-Heine-Haus im Butzweg erhält ebenfalls eine neue Fassade, die auch die modernen Anforderungen an eine Dämmung berücksichtigt. Dieses Bauvorhaben schlägt mit über 310.000 Euro zu Buche. Ich hoffe, dass alle Vorhaben zügig und planmäßig ausgeführt werden und bitte alle, die durch die Bauarbeiten beeinträchtigt werden, schon jetzt um ihr Verständnis.
Mein Dank gilt den Stiftungen und Einzelpersonen, die durch ihr finanzielles Engagement dazu beigetragen haben, dass die AWO überhaupt diese Maßnahmen durchführen kann.
Zum Abschluss möchte ich aber noch auf einen Termin hinweisen, der für uns Bürgerinnen und Bürger von großer Wichtigkeit ist. Am 26. September 2004 finden in Nordrhein-Westfalen die Kommunalwahlen statt. Die Demokratie lebt vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Machen Sie deshalb von Ihrem demokratischen Recht Gebrauch und gehen Sie am 26. September 2004 zur Wahl.
Wolf Ambauer
(Geschäftsführer)
Es waren die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg, Millionen von Menschen waren ohne Arbeit, die Inflation zeigte erste Vorboten. Die Arbeiterschaft wollte nicht länger von der damals so genannten Fürsorge abhängig sein, wollte ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Friedrich Ebert hatte die Idee und beauftragte die damalige Reichstagsabgeordnete und Frauensekretärin im SPD-Vorstand, Marie Juchacz, einen Verband zur Selbsthilfe der Arbeiterschaft zu gründen. Am 13. Dezember 1919 führte sie den Beschluss des SPD-Vorstandes zur Gründung eines Hauptausschusses für Arbeiter-Wohlfahrt beim Parteivorstand der SPD herbei: Die Arbeiterwohlfahrt war geboren.
Es war eine Frau, die ein Jahr später, 1920, die AWO in Essen ins Leben rief: Wilhelmine "Minna" Deuper. Bereits 1904 hatte sie die sozialdemokratische Frauenbewegung in Essen gegründet. Als sie mit gleichgesinnten Frauen und Männern 1920 die AWO in Essen gründete, wurde Josef Boestfleisch erster Vorsitzender des jungen Verbandes. Zweite Vorsitzende des Essener Ortsausschusses wurde Lieschen Witthoff, älteste Tochter von Minna Deuper. Im gleichen Jahr erhielt die AWO die Anerkennung als Sozialverband der freien Wohlfahrtspflege.
Die Folgejahre waren von anhaltenden Wirtschaftsproblemen, immer mehr zunehmender Arbeitslosigkeit, politischer Instabilität und der Besetzung des Ruhrgebiets durch die Franzosen geprägt. Die AWO erreichte ihr gesetztes Ziel, wurde zur Selbsthilfeorganisation der Arbeiterschaft. 1924 unterhielt die AWO die erste Nähstube, das erste Büro in Essen wurde eröffnet. Das Aufgabenspektrum des Verbandes wuchs. Notleidende wurden unterstützt, arbeitslose Mädchen beschäftigt. Arbeitsvermittlung zählte ebenso zu den Aufgaben wie Gesundheitsfürsorge, Haus-, und Krankenpflege ebenso wie Wöchnerinnenhilfe, Trinkerfürsorge oder Fürsorge für die Kinder - von Freizeitarbeit bis zur "Überwachung von Tanzlustbarkeiten". 1930 zählt die AWO 300 ehrenamtliche Helfer und zehn hauptamtliche Kräfte.
Drei Jahre später gab es einen Schnitt. Am 16. März 1933 besetzten Nationalsozialisten das Friedrich-Ebert-Heim, wenige Tage später wurden die Büroräume der AWO versiegelt. Die Gleichschaltung aber scheiterte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWO weigerten sich, unter der Führung der Nazis mitzuarbeiten. Vielen Mitgliedern blieb nur der Weg ins Exil oder sie erlitten Strafverfolgung durch die Nazis.
Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg war es möglich, die AWO Essen neu zu gründen. Allerdings trennte sich der Verband 1945 organisatorisch von seiner "Mutter", der SPD, wurde ein eigenständiger Verband. Erster Vorsitzender nach 1945 wurde in Essen Theo Wörner, gleichzeitig erster Geschäftsführer. Seine Nachfolgerin in der Geschäftsführung wurde Maria Berns, ebenfalls eine Tochter von Minna Deuper.
Zentrale Aufgabe war nach 1945 - wie schon 1919 - die Linderung der Not der Menschen. Schwedenspeisen für die Kinder wurden organisiert, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWO gingen in die Notunterkünfte, in denen Menschen wegen des Wohnungsmangels in Essen leben mussten. Neben Maria Berns waren es vor allem zwei weitere Frauen, die sich in der Arbeit für die Notleidenden engagierten: Erna Loos, spätere Vorsitzende der Essener AWO und SPD-Ratsfrau und Berta Möller-Dostali, spätere Geschäftsführerin der AWO sowie Bürgermeisterin der Stadt Essen.
Mann der ersten Stunde nach dem Zweiten Weltkrieg war Gustav Streich, SPD-Ratsherr und nach Arthur Fritsch Vorsitzender des Kreisverbandes bis 1980.
Bereits 1946 zählte der Kreisverband wieder 500 Mitglieder, 100 Förderer sowie 200 aktive Helferinnen und Helfer. Wenige Jahre später entwickelte sich die AWO zu einem Verband für fachliche soziale Dienste und Einrichtungen. 1951 wurde das erste Altenheim eröffnet. Unter den Vorsitzenden Streich, Loos und Ingrid Becker-Inglau sowie dem Geschäftsführer Horst Radtke weitete der Verband seine Aktivitäten weiter aus. "Wir kümmern uns um Menschen vom Baby- bis zum Seniorenalter", wurde in diesen Jahren das Motto: Eltern-Kind-Gruppen, Tageseinrichtungen für Kinder, Alten-, und Pflegeheime, betreute Wohnungen entstanden. Die Familienbildungsstätte wurde ins Leben gerufen, das Jugendwerk der AWO entstand. Heute zählt die Essener AWO in 34 Ortsvereinen über 10 000 Mitglieder und ist damit der mitgliederstärkste Kreisverband in Deutschland. 1200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 1500 ehrenamtliche Helfer und Honorarkräfte stabilisieren in mehr als 80 Einrichtungen im gesamten Stadtgebiet das soziale Netz, von mobilen sozialen Diensten über Kindertagesstätten, Jugendheime, Bürgerhäuser bis zu Seniorenzentren.
Seit mehr als vier Jahren leiten Vorsitzender Michael Franz und Geschäftsführer Wolf Ambauer die Geschicke der Essener AWO.
Unter dem Zeichen des "Roten Herz" feierten rund 1100 Gäste in der Lichtburg am 4. Juli den 85. Geburtstag. Landes-Sozialministerin Birgit Fischer zeigte in ihrem Festvortrag auf, dass die AWO neben der Hilfe zur Selbsthilfe immer auch einen politischen Anspruch verfolgt hat. Gerade in der heutigen Zeit sei das wichtiger denn je. Bürgermeisterin Annette Jäger griff diese Gedanken auf: "Berlin und Düsseldorf müssen endlich zeigen, worauf die Menschen verzichten müssen." Und Kreisvorsitzender Michael Franz hob hervor: "Wir lehnen gönnerhafte Unterstützung ab, wir fordern diese Unterstützung aber ein für die Schwachen und Schwächsten in der Gesellschaft."
Trotz der ernsten Situation zeigte sich an dem Tag aber auch, dass die 85 Jahre "junge" AWO feiern kann. Moderator Thomas Glup zog die Gäste mit Parodien des Komikers Heinz Erhard in den Bann und rief die ersten Jahre der Arbeiterwohlfahrt als "Charleys Tante" in die Erinnerung zurück. Umrahmt wurden Reden und Komik von den "Mustergatten" Markus Stollenwerk am Flügel und Sascha von Zambelly, Gesang; mit Liedern und Chansons von Hollaender bis Brecht, von Mackeben bis Jaques Brel.
Nicht zuletzt holte AWO-Bezirksvorsitzender Paul Saatkamp aus seinem reichen Erinnerungsschatz Geschichten und Anekdoten hervor, die er mit der Essener AWO erlebt hatte. Einen Ausblick in die Zukunft des Verbandes wagte Hans-Gerd Rötters vom Bundesverband.
In einem waren sich jedoch alle Beteiligten - Gäste und Protagonisten auf der Lichtburg-Bühne - einig: mit ihren 85 Jahren gehört die AWO noch lange nicht auf's Altenteil. Sie ist auch in Essen so aktiv und lebendig wie vor 85 Jahren. Das Motto der Geburtstagsfeier wies über den Geburtstag hinaus: "85 Jahre und kein bisschen leise!"
Ingo Gutenberger
So wie es der nachfolgende Bericht des Jahres 1948 aus Essen-Werden schildert, stellte sich damals die Tätigkeit der Arbeiterwohlfahrt auch in anderen Essener Stadtteilen dar:
"Die Arbeit innerhalb der Arbeiterwohlfahrt ist im vergangenen Jahr überschattet gewesen von den großen Nahrungssorgen zu Beginn desselben und dem Währungsschnitt im Juni des Jahres.
Leider konnte zu Ersterem nicht in dem Maße geholfen werden, wie es uns und den Betroffenen lieb gewesen wäre und doch konnte dem Einen oder Anderen eine kleine Beihilfe geboten werden.
Die Schwere der ganzen Arbeit drohte allerdings zu einem völligen Versagen zu führen, als der Währungsschnitt uns vor leere Kassen stellte. Mit Hilfe von Sammlungen, einer kleineren unter den Mitgliedern und einer großen Haus- und Straßensammlung, mußte erst ein neues Fundament gelegt werden. Bei der letzteren Sammlung hatte unser Stadtbezirk dank der Mithilfe von 50 Funktionären und Jugendlichen ein Ergebnis von 1150 DM zu verzeichnen, wodurch Werden sich in der Gesamtplatzierung an die 4. Stelle innerhalb von Essen setzen konnte. Der Mitgliederbestand war zu Beginn des Jahres 1948 mit 120 und Ende desselben mit 150 zu vermerken.
Die Krankenbetreuung ist mit 720 Hausbesuchen, davon rund 100 Nachtbesuchen eine Arbeit, die wenig gesehen, aber dennoch geachtet werden muß. Die Wohlfahrtspfleger haben 1100 Hausbesuche, das heißt also Betreuung der vom Wohlfahrtsamt zu unterstützenden Personen vorzunehmen gehabt.
Ein Gebiet, wo eigentlich noch zu wenig Hilfe geboten werden konnte, ist die Heimkehrerbetreuung, die mehr auf ideellem Gebiet als auf materiellem lag, und doch ist auch hier in einzelnen Fällen den Heimkehrern geholfen worden.
Was nun die Sorge um die Jugend angeht, konnten Pflegestellen beschafft und Pfleger bestellt werden. Bei Lagerbetreuung und Verschickung von Kindern in Heime ist von zentraler Stelle in Essen doch noch einiges getan worden. Leider hat uns auch hier, und gerade bei der Heimverschickung von Kindern, der Währungsschnitt gezwungen die Hände für das zweite Halbjahr in den Schoß zu legen.
Diese auf allen Gebieten geleistete Arbeit, die nur möglich war auf Grund der unermüdlichen Helferinnen und Helfer, fand nun ihre Krönung, als es zu Weihnachten 1948 hieß, statt wie im Jahre 1947 160 Kindern nun 370 eine Weihnachtsfreude zu bereiten. Wer von den Helfern und Helferinnen bei diesen einzelnen Feiern dabei gewesen ist und die leuchtenden Kinderaugen gesehen hat, ist für manche Unbill und Arbeit entschädigt worden.
Den alten Leuten nun ist auch im vergangenen Jahre, wenn auch im bescheidenen Ausmaß, Hilfe geboten worden. Und manche Träne in den Augen war uns der Dank. Leider sind die Bemühungen um einen Raum oder gar ein Heim, in dem Beratungsstunden, Nähstunden und Sonstiges abgehalten werden könnten, noch zu keinem greifbaren Ergebnis gekommen. Die Schulspeisung hatte je Tag 500 Kinder zu versorgen."
Soweit der Bericht. Nachzutragen wäre noch, dass nach 1945 insbesondere Albert Krämer mit seiner Ehefrau sowie Wilhelm Gottlob, Georg Küppershaus und Karl Rauterkuss auf vielfache Weise in Werden und Werden-Land ehrenamtlich im Sinne der Arbeiterwohlfahrt tätig waren.
Helmut Matz
Seit Sonntag, dem 1. August, fahren Straßenbahnen mit den Emblemen der Essener Wohlfahrtsverbände durch die Stadt. Unter dem Titel sozial bewegt haben die Essener Verbände eine gemeinsame Aktion gestartet, mit der sie auf die sozialen Einrichtungen und Dienste in dieser Stadt aufmerksam machen.
Ein Jahr lang fahren die Straßenbahnlinien 105 und 106 mit der Beschriftung "sozial-bewegt" durch die Stadt.
Gleichzeitig erscheint ab August die Internet-Seite www.sozial-bewegt.de, hinter der sich ein bisher einmaliger Service verbirgt. Das gemeinsame Internet-Portal der Verbände gibt dem Nutzer eine blitzschnelle Übersicht über vorhandene soziale Angebote in Essen.
Die "soziale Infrastruktur" in Essen bedeutet Hilfs- und Beratungsmöglichkeiten, soziale Dienste und Einrichtungen sowie Arbeitsfelder für ehrenamtliches Engagement an etwa 500 Standorten in der Stadt.
"Egal, ob jemand Fragen hat oder Beratung und Hilfe benötigt, die Seite ermöglicht einen schnellen Zugang zu den gewünschten Informationen und Ansprechpartnerinnen und -partnern" so Pfarrer Karl-Horst Junge, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände.
Wolf Ambauer, Geschäftsführer der Essener AWO: "Alle Beratungsangebote, Selbsthilfegruppen, Bildungsprojekte oder soziale Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände -vom Kindergarten bis zum Pflegeheim- sind auf der gemeinsamen Internetseite über einfaches Anklicken zu finden, egal in welchem Stadtteil man sucht oder welcher Verband das Angebot organisiert."
Auch die Dienste und Einrichtungen der Essener AWO und ihrer korporativen Mitgliedsvereine sind entsprechend vertreten, so dass diese zusätzliche Seite den Zugang für hilfesuchende Menschen erleichtert.
Nein, leise ist die ehemalige Bundesministerin und Vorsitzende des Förderbeirates der AWO, Antje Huber, nicht. Am 23. Mai wurde die streitbare SPD-Politikerin 80 Jahre. Fast sechs Jahrzehnte war sie politisch aktiv. Noch beim Fischessen am Aschermittwoch diesen Jahres hatte sie sich "sauer" über die aktuelle Politik gezeigt, die es "bisher nicht verstanden hat, uns unsere Lage früher, deutlicher und ehrlicher zu schildern" und beklagte den Mangel an Moral der Wirtschaft und ihrer Manager.
Geboren wurde sie in Stettin als Tochter eines Sportlehrers. Ihre Mutter starb, als Antje fünf Jahre alt war. Sie kam zu ihrer Patentante Trude nach Kolberg, 1933 zog sie nach der Wiederverheiratung ihres Vaters nach Berlin, legte auf der Goetheschule das Abitur ab, machte in einem Sportverlag eine Ausbildung zur Journalistin. 1946 kam Antje Huber nach Essen, konnte ein Jahr später bei der neu gegründeten NRZ als Redakteurin anfangen. Wieder ein Jahr später lernte sie dort Karl Huber kennen, 1950 wurde geheiratet. Nach dem Unfalltod ihres Sohnes Bernd begann sie 1960 an der Sozialakademie in Dortmund ein Studium, belegte dort Sozialpolitik, Arbeitsrecht und Volkswirtschaft.
Bereits 1948 trat Antje Huber in die SPD ein, wurde kurze Zeit später Vorsitzende des Ortsvereins Haarzopf. Später wurde sie in den Rat der Stadt Essen, in den Unterbezirks-, danach in den Bezirks- und dann in den Bundesvorstand und das Präsidium der SPD gewählt. 1969 führte ihr Weg sie in den Bundestag, sie arbeitete im Finanzausschuss, wurde Fraktionssprecherin für Steuern und Finanzen, stellvertretende Vorsitzende des Finanzausschusses und Vorstandsmitglied der Fraktion. Bundeskanzler Helmut Schmidt berief sie 1976 als Ministerin für Jugend, Familie und Gesundheit in sein Kabinett. Sechs Jahre später stellte sie ihr Amt zur Verfügung, "weil der Bevölkerung das Kindergeld gekürzt wurde".
Auch nach der "großen Politik" blieb und bleibt Antje Huber
engagiert. Sie gehört dem Partei- und Seniorenrat der SPD an. Seit 50
Jahren ist sie im Tierschutzverein und dort Revisorin. Den
Förderverein "Wildgatter" Heissiwald leitete sie neun Jahre, ist heute
dessen Ehrenvorsitzende. Nach dem Tod von Fritz Kinnigkeit wurde Antje
Huber Vorsitzende des Förderbeirats der AWO und ist dort bis heute
"kein bisschen leise". Engagiert wirbt sie dort für Spenden und
Unterstützer des Kreisverbandes der AWO, dessen Mitglied sie seit
Jahrzehnten ist. Dabei erhebt sie auch immer wieder den Finger, um auf
soziale Mängel in unserer Gesellschaft hinzuweisen. Für ihr Engagement
wurde Antje Huber mit der Marie-Juchacz-Plakette, der höchsten
Auszeichnung der AWO, geehrt.
Ingo Gutenberger
Auch wenn das Wetter es nicht gut meinte, hatten die Besucherinnen und Besucher des Familienfestes am 25.Juli im Julius-Leber-Haus viel Spaß. Der Musiker Klaus Neuhof zog mit seiner Musik für Kinder viele junge Zuhörerinnen und Zuhörer in seinen Bann. Die selbst gebastelten Musikinstrumente aus Joghurtbechern und unterschiedlichen Füllmaterialien wurden von den Kindern gerne benutzt.
Hörquiz und Malwettbewerb machten den Besucherinnen und Besuchern jeden Alters großen Spaß. Im neuen Computerraum des Julius-Leber-Hauses herrschte den ganzen Nachmittag viel Betrieb, sei es, dass Buttons mit Digitalfotos gemacht wurden oder man sich über Computerkurse informierte.
Für das leibliche Wohl sorgten neben dem Grill- und Getränkestand besonders die Mitglieder des AWO-Ortsvereins Kray mit einem großen Angebot an Kuchen und Waffeln.
am 26.September 2004 sind Kommunalwahlen. Essen wählt die Ratsmitglieder und einen neuen Oberbürgermeister. In unserer heutigen doch recht hektischen Zeit ist das für viele nur ein weiterer Termin, der, so glaubt man, nichts mit dem eigenen Lebensweg zu tun hat. Deshalb will ich Sie einladen, mit mir gemeinsam einen tieferen Blick in unsere schöne Stadt zu werfen.
Es hat sich was getan. Die letzten fünf Jahre sind nicht spurlos an uns vorüber gegangen. Die Philharmonie im Saalbau, das muss jeder zugestehen, ist ein Schmuckstück geworden, eine echte Bereicherung des kulturellen Lebens. Mit der Bewerbung "Kulturhauptstadt 2010" setzt Essen einen weiteren Schwerpunkt im kulturellen Bereich.
Die Gefahr besteht, dass dadurch andere wichtige Dinge auf der Strecke bleiben.
So kann man überall sehen, dass die Stadtteile vernachlässigt wurden. Ich will als Oberbürgermeister da wirken, wo die Menschen leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen. Das wird keine Eintagsfliege, sondern ein intensives Programm für die nächsten 10 bis 15 Jahre, das die Bürger mit den Stadtteilen verbinden soll. Dazu gehören vernünftige Konzepte auch für die besonderen Bedürfnisse älterer Menschen.
Wenn die Nachbarschaft funktioniert, wenn Orte entstehen, an denen man sich wohl fühlt, haben wir alle gewonnen. Ich will aber auch dafür sorgen, dass Essen die Stadt für Bildung und Wissen wird. Das ist nicht durch einige wenige Entscheidungen oder Beschlüsse zu erreichen, dafür braucht man einen Strategiewechsel und darf nicht Familien mit geringen Einkommen mit höhren Schulgebühren belasten, wie es der jetzige Oberbürgermeister vorgeschlagen hat.
Wenn wir Kinder und Jugendliche nicht fordern und fördern, kommt Deutschland nie wieder auf die Füße.
Als Oberbürgermeister von Essen will ich dafür sorgen, dass saubere und sichere Stadtteile und Kinder mit einer gesicherten Zukunft die "neuen Leuchttürme" der Stadt Essen werden.
Ihr Reinhard Paß
wurde am 21. Dezember 1955 in Lembeck, Kreis Recklinghausen geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er ab 1963 in Essen-Dellwig.
1983 trat Reinhard Paß in die SPD ein. 1994 wurde Reinhard Paß erstmals in den Rat der Stadt Essen gewählt.
Seit Mai 2003 führt er die Fraktion als Fraktionsvorsitzender und ist als Oberbürgermeisterkandidat für die Kommunalwahlen 2004 nominiert.
Mitglied in der AWO ist er seit 1994.
Er ist verheiratet und Vater zweier Söhne.
Im März 2002 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass ab dem Jahr 2005 Beamtenpensionen und Renten steuerlich gleich zu behandeln sind. Mit dem inzwischen vom Bundestag und Bundesrat beschlossenen "Alterseinkünftegesetz 2005" wird nun ein Systemwechsel eingeführt.
Die Beiträge der Arbeitnehmer zur Altersversorgung werden ab 2005 zu 60 Prozent und in weiteren jährlichen Schritten von zwei Prozent bis zum Jahr 2025 vollständig von der Besteuerung freigestellt. Wer Rente bezieht oder 2005 in den Ruhestand geht, muss nun 50 Prozent seiner Altersbezüge versteuern. Aber nur dann, wenn diese Summe, abzüglich der Pflege- und Krankenkassenbeiträge, höher ist als der Grundfreibetrag, der zur Zeit für Ehepaare monatlich bei rund 1.280 Euro und für Alleinstehende bei monatlich rund 639 Euro liegt.
Damit ändert sich zunächst für einen großen Teil der heutigen Rentner nicht viel, denn die Besteuerung der Alterseinkünfte fängt bei Ehepaaren erst bei mehr als 3.150 Euro im Monat und bei Alleinstehenden bei mehr als 1.575 Euro an.
Für ab 2006 in Rente gehende Personen steigt der zu versteuernde Teil der Rente auf 52 Prozent und dann weiter von Jahr zu Jahr um zwei Prozent bzw. (ab 2021) um ein Prozent. Im Jahr 2040 unterliegen damit die Renten voll der Besteuerung.
Zu beachten ist, dass der steuerfreie Teil der Rente für jeden Rentner einzeln ermittelt und auf Dauer in Euro (und nicht prozentual) festgeschrieben wird. Eine Anpassung des steuerfreien Betrages ist nicht vorgesehen. Erhöhen sich im Laufe der Jahre die Renten, steigt somit auch der zu versteuernde Teil der Rente.
Zum Abschluss: Eine Steuererklärung muss zunächst vom Großteil der Rentner nicht abgegeben werden. Bisher zahlten rund zwei Millionen Rentner Einkommenssteuer, weil sie neben der Rente noch weitere Einnahmen hatten.
Ab 2005 werden zunächst weitere 1,2 Mio. Rentner steuerpflichtig. Die gesetzlichen und privaten Rentenversicherer müssen aber künftig Kontrollmitteilungen an die Finanzbehörden schicken. Diese werden sich dann automatisch bei den steuerpflichtig gewordenen Rentnern melden. Sicherlich auch bei denen, wo es sich nun herausstellt, dass sie schon in den letzten zehn Jahren steuerpflichtig waren.
"Eine rückwirkende Steueramnestie wird es für Rentner nicht geben", heißt es hierzu aus dem Bundesministerium für Finanzen.
Helmut Matz
Hartz IV und die Folgen standen im Mittelpunkt der Klausurtagung des Vorstandes des AWO Bezirksverbandes Niederrhein am 3. Juli in Straelen. Hartz IV schafft zusätzliche Armut aber keine Arbeitsplätze, war die übereinstimmende Auffassung der 15 Vorstandsmitglieder, die mehr als 40.000 Mitglieder und Mitarbeiter der AWO am Niederrhein vertreten.
"Schon heute leben mehr als eine Million Kinder von der Sozialhilfe. Jedes siebte Kind in Deutschland ist von Armut betroffen!" warnte der Vorsitzende der AWO am Niederrhein, Paul Saatkamp. "Mit Hartz IV wird eine weitere halbe Million Kinder in die Sozialhilfe abgedrängt und damit nahezu jeglicher Zukunfts-Chancen beraubt." Kinder und Jugendliche aus dem Teufelskreis der Armut zurückzuholen, kostet - nach Einschätzung der AWO - weitaus mehr als das, was an Einsparungen durch die Absenkung der Sozialhilfeleistungen ab 1. Januar 2005 erzielt wird. Ganz abgesehen von den Folgekosten zunehmender sozialer Spannungen und Konflikte. "Wer nichts mehr zu verlieren hat und sich Tag für Tag ansehen muss, wie der Reichtum in unserem Lande wächst, der wird sich irgendwann mit Gewalt nehmen, was ihm vorenthalten wird" befürchtet Saatkamp.
Als geradezu skandalös bezeichnet die AWO die Einigkeit der 'staatstragenden Parteien', Rechte von Versicherten mit Füßen zu treten. "Nach Hartz IV muss ein Arbeitsloser, der über Jahrzehnte hinweg zig Tausende Euro an Beiträgen entrichtet und damit Rechte erworben hat, nach einem Jahr Arbeitslosigkeit von 345 Euro im Monat leben! Einer Sozialhilfe, die das Existenzminimum nicht mehr deckt, da sie gleichzeitig um 10 Prozent gesenkt wird. Und selbst die erhält er nur dann, wenn er bereits alle Vermögenswerte bis hin zur Lebensversicherung für die Altersversorgung veräußert hat!" empört sich Saatkamp. "Sage später niemand, das habe er nicht gewollt, wenn sozial Benachteiligte wieder in Scharen radikalen Fliegenfängern auf den Leim gehen!"
In Deutschland sind zwei Mio. Menschen pflegebedürftig. Bis zum Jahr 2020 wächst diese Zahl um weitere 700.000. Flächendeckende, bedarfsgerechte, menschenwürdige Pflege ist - unter den gegebenen Bedingungen - schon heute nicht mehr möglich.
Die Versorgung von Demenz-Erkrankten, der Fachkräftemangel, starre Strukturen und die Überbürokratisierung erfordern - nach Auffassung des Bundesverbandes der AWO - sofortiges Handeln und eine grundlegende Reform der Pflegeversicherung.
Bedarfsgerechte Pflege muss den besonderen Bedarf dementiell erkrankter Menschen berücksichtigen und erfordert eine wesentlich differenziertere Systematik als die bisherigen drei Pflegestufen. Der Personaleinsatz darf nicht nach ,Kassenlage', sondern muss mit einem einheitlichen Personalbedarfsbemessungssystem festgelegt werden.
Prävention, medizinische Rehabilitation und die ambulante Pflege müssen gestärkt und in ihren Möglichkeiten, stationäre Pflege zu vermeiden, in vollem Maße ausgeschöpft werden. Eine Erhöhung der ambulanten Sachleistungsbeträge und eine verbesserte Vergütungssituation können - nach Einschätzung der AWO - ebenfalls dazu beitragen.
"Pflege muss entbürokratisiert werden!" forderte AWO Vorsitzender Dr. Manfred Ragati bei der Präsentation des AWO-Sozialberichtes 2003/ 2004 vor der Bundespressekonferenz. "Wenn Pflegekräfte nur noch zwei Drittel ihrer Arbeitszeit für Pflege und Betreuung verfügbar haben, trägt das maßgeblich dazu bei, den Pflegeberuf unattraktiv zu machen." Die AWO bemängelt außerdem die ständige Überlastungssituation der Pflegekräfte und die geringe gesellschaftliche Anerkennung.
Zur Problemlösung ist eine Verbesserung der Einnahmeseite der Pflegeversicherung unabdingbar. Die AWO fordert deshalb:
Der Sozialbericht 2003/2004 ist zum Preis von 6,50 Euro beim Bundesverband erhältlich. Bestellungen per Mail an: verlag@awobu.awo.org, tel.: 02 28 / 66 85 - 0 und per Post: Oppelner Str. 130, 53119 Bonn.
Sechs Alten- und Pflegeheime unterhält der Kreisverband der AWO in Essen. Wir zeigen nachfolgend den Weg auf, um einen Platz in einer der Einrichtungen zu erhalten.
Um einen Platz zu bekommen, ist es notwendig, bei der AWO einen Heimaufnahmeantrag zu stellen. Dazu gehören folgende Unterlagen:
Heimaufnahmeantrag, zwei ärztliche Fragebögen, Heimbedürftigkeitsbescheinigung und Pflegeeinstufung,
Rentenbescheid und weitere Nachweise zu Einkommen und Vermögen, eventuell eine Bescheinigung des Sozialamtes (Schlusserklärung), eventuell Vollmachten oder Betreuungsbeschluss.
Die Formulare der AWO können auch von unserer Homepage www.awo-essen.de heruntergeladen werden. Alle weiteren Schritte können in einem individuellen Beratungsgespräch geklärt werden.
Die Heimbedürftigkeitsbescheinigung und die Pflegeeinstufung sind Voraussetzungen für den Einzug. Dazu wenden sie sich bitte an ihre Pflegekasse, um die Pflegeeinstufung zu beantragen. Die Pflegeeinstufung wird durch die Medizinischen Dienste der Pflegekassen festgestellt.
Sollten Einkommen, Pflegeleistungen der Pflegekassen und das Pflegewohngeld zusammen nicht ausreichen, um die Heimkosten zu decken, werden die restlichen Kosten vom Sozialamt übernommen. Dazu ist ein Antrag an das Sozialamt erforderlich. Die Schlusserklärung des Sozialamt legen sie dann bitte vor.
Vorgelegt werden müssen, falls vorhanden, auch Vollmachten oder die Bestellung eines Betreuers durch das Amtsgericht.
In einem individuellen Beratungsgespräch unterstützen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sie bei allen Vorgängen, die beim Umzug in ein Heim notwendig sind.
AWO Essen,
Pferdemarkt 5,
45127 Essen.
Tel: 0201 1897-301, Fax: 0201 1897-147,
email: info@awo-essen.de
Gut eingelebt haben sich die Bewohnerinnen und Bewohner des Otto-Hue-Hauses seit dem Umzug für die Dauer der Bauphase in die Martin-Luther-Straße im Januar dieses Jahres.
Der Umzug verlief in kleinen Gruppen und ging sehr ruhig vonstatten. Selbst die erwarteten Eingewöhnungsschwierigkeiten blieben im Großen und Ganzen aus. Im Gegenteil, es entwickelten sich teilweise neue Konstellationen von Freund- und Nachbarschaften. Der kleine blühende Garten, der im "alten Otto" immer so gerne genutzt wurde, wurde nun durch eine Terrasse mit Blumenkübeln ersetzt.
Für Bewohner und Besucher wurden die Wege durch das Haus, genau wie vorher auch, durch bunte Pfeile gekennzeichnet. Auch die unterschiedliche Farbgestaltung der Wände bietet eine Orientierungshilfe und fördert gleichzeitig den wohnlichen Charakter des eher weitläufigen Hauses.
Insgesamt ist schon lange Ruhe eingekehrt im Alltagsleben des Hauses. Die ersten Konzertnachmittage, Ausstellungen oder Feste wie Karneval oder das Sommerfest wurden in neuer Umgebung von den Bewohnerinnen sehr gerne besucht. So mancher vermisst allerdings die Einkaufsmöglichkeiten der Gemarkenstraße. Daher wird regelmäßig ein ausführlicher Einkaufsbummel über den Holsterhauser Markt und ein Besuch der Baustelle in der Barthel-Bruyn-Strasse eingeplant. Anja Chiaradia
Am 15. Juli war es soweit: der Neu- und Umbau des Otto-Hue-Hauses in Holsterhausen startete mit dem offiziellen Spatenstich. In circa 1 ½ Jahren wird der Neubau fertig gestellt sein und 90 Bewohner werden in ihr modernes Zuhause einziehen.
Im Vorfeld wirkte sie ziemlich gefasst und von ihrem Vorhaben überzeugt. Doch als ihre Abschiedsstunde schließlich kam, wurde ihr klar, dass ein solcher Schritt nicht mal eben so gemacht werden kann. Nicht bei so viel Hände schütteln, herzlichen Umarmungen und Lobreden. Der Strom von Tränen wollte kein Ende nehmen, als sich unsere Heimleiterin, Christel Paul, am 27. April von den Bewohnern und Angehörigen, von uns Mitarbeitern, dem Ortsverein, den Mitarbeitern der Geschäftsstelle, der Geschäftsführung, dem Vorstand, den anderen Einrichtungen und von Ehemaligen mit ihren Freunden, Bekannten und Verwandten verabschiedete, um in den wohlverdienten beruflichen Ruhestand zu gehen. Das "Louise" hatte sich gehörig ins Zeug gelegt, um ihr einen Abschied in einem würdevollen Rahmen zu schaffen. So wurde sie von vielen Weggefährten mit Abschiedsgeschenken auf ihrem beruflich letzten Gang begleitet.
Angefangen hatte alles am 1.April 1980, als sie als Pflegekraft bei der AWO ihren Dienst antrat. Im Januar 1981 wurde das neu erbaute Louise-Schroeder-Sozialzentrum in Katernberg eröffnet und Christel Paul (damals noch Christel Kranefeld) zog mit um. Von 1981 bis 1982 absolvierte sie ihre Ausbildung zur Pflegefachkraft. Im September 1982 übernahm sie die Leitung der 1. Etage. Ab Mitte 1983 wurde ihr die kommissarische Heimleitung anvertraut. Am 1. April 1984 wurde sie Heimleiterin im "Louise". Viele Erinnerungen an fröhliche Stunden aber auch traurige Augenblicke wurden an ihrem letzten Arbeitstag wach. Doch "niemals geht man so ganz"! Christel Paul hat im LSSZ ihre Handschrift hinterlassen, die uns auf Schritt und Tritt begegnen wird.
Wir wünschen ihr für die Zukunft Gesundheit und eine wunderschöne Zeit und dass sie sich das ein oder andere Mal bei uns blicken lässt. Ihren Platz hat inzwischen ihr bisheriger Stellvertreter Gregor Twardon eingenommen. Wir wünschen ihm dabei eine glückliche Hand wie Christel Paul sie immer bewiesen hat.
Monika Jagenburg
Das Louise-Schroeder-Sozialzentrum befindet sich in zentraler und doch ruhiger Lage am Joseph-Oertgen-Weg/ Alte Kirchstraße in Essen-Katernberg, unweit vom Katernberger Markt.
Das Louise-Schroeder-Sozialzentrum stellt ein breit gefächertes Angebot zur Verfügung:
Das Seniorenzentrum bietet 142 Pflegeplätze in Einzel- und Doppelzimmern.
Die AWO Essen Wohnberatung offeriert Beratung rund ums Wohnen im Alter und bei Behinderungen.
Die Tagesstätte ist ein offener Treffpunkt mit Mittagstisch, Veranstaltungen und Gruppenaktivitäten, nicht nur für Senioren.
Das Pflegeheim bietet Ihnen 44 Doppel- und 54 Einzelzimmer, jeweils ausgestattet mit Balkon und vorgelagertem Sanitärbereich. Jedes Zimmer ist mit Pflegebett, Nachttisch, Kleiderschrank, Sitzmöglichkeit, Notruf, Telefon- und Rundfunkanschluß ausgestattet. Auf Wunsch können natürlich auch persönliche Gegenstände und Möbelstücke mitgebracht werden. Haustiere sind nach Absprache möglich.
Interessierte können alle 14 Tage mittwochs um 16 Uhr die Einrichtung besichtigen, genaue Termine erfragen Sie unter Tel.: 0201/ 3611 0
Gregor Twardon
Petrus hatte es dann doch noch gut mit uns gemeint. Obwohl wir uns draußen nicht so weit ausgebreitet hatten, das Meiste an Programm fand in der Tagesstätte statt, gab es eine Superstimmung beim Sommerfest am 11. Juli. Rollstühle und Kinderwagen hatten es etwas schwerer, dafür wurden alle mit einem leckeren Essen und einer phantastischen Show entschädigt. Sogar der Regenschauer, der gegen 15 Uhr über uns herfiel, tat der Stimmung keinen Abbruch.
Nach der Begrüßung durch unseren neuen Heimleiter, Gregor Twardon, blies um 11 Uhr traditionell der Katernberger Fanfarenzug zum Sommerfest.
Das Altenessener Akkordeonorchester erfreut schon seit mehreren Jahren die Besucher. AWO-Vorsitzender, Michael Franz, hieß alle Besucher willkommen.
Die Tanzgruppe Dancing Fire brachte weiteren Schwung in den Laden, gefolgt von dem stimmenreichen Voice-Toys-Chor mit bekannten Schlagern.
Der absolute Höhepunkt, die phantastische, wenn auch nicht ganz jugendfreie Show, der beiden "Fantasy Ladies" brachte den Saal zum Kochen.
In der Zwischenzeit sorgte "Hansi" draußen für Stimmung und die Feuerspucker beendeten spannungsvoll das Programm.
Die SPD-Katernberg und der AWO-Ortsverein unterhielten das Publikum mit je einem Glücksrad, der Erlös wurde dem "Louise" gespendet.
Auch sonst gab es noch viel zu sehen wie: selbstgemachte Teddybären, Kunsthandwerk und zur Unterhaltung Clowns und Luftballonkünstler.
Auf der Straße stand die Polizei mit einem Motorrad, das nicht nur die Kinder bestaunten. Weiter gab es jede Menge Kinderspiele mit Unterstützung der Kindertagesstätten Joseph-Oertgen-Weg und Alte Kirchstraße.
Ein besonderer Dank geht an die KüchenmitarbeiterInnen, die hervorragend für das leibliche Wohl gesorgt haben und an alle ehrenamtlichen Helfer, ohne die das Fest so nicht gelaufen wäre. Aber auch die anderen MitarbeiterInnen haben sich mächtig ins Zeug gelegt. Wir können schon gut und gerne feiern im Essener Norden.
Gregor Twardon
Im Rahmen der regelmäßigen Kooperation zwischen dem Kurt-Schumacher-Zentrum und dem Gymnasium Essen Überruhr, fand am Donnerstag, den 6. Mai 2004, im großen Saal des "Kurt" die Ausstellungseröffnung "Die Schnecke Rosalie", mit Bildern von Schülern der Jahrgangsstufe 5 des Gymnasiums Essen-Überruhr statt.
Es handelt sich bei diesen Bildern um die malerische Umsetzung der Geschichte von der Schnecke Rosalie, frei nach einem französischen Jugendbuch. Dabei haben die Schüler versucht, der Geschichte von der kleinen Schnecke, die auf Reisen geht, mit Pinsel und Farbe Ausdruck zu verleihen.
Die Ausstellung wurde an diesem Tag mit einem von Schülern gestalteten, bunten Kulturprogramm eröffnet. Da ca. 120 Bewohner, Schüler und Eltern da waren, herrschte im Saal natürlich ein ziemliches Gewusel, Gelache und Getobe! Durchs Programm führten Angelika Kerpen, die Kunstlehrerin des Gymnasiums und Organisatorin der Ausstellung, in Zusammenarbeit mit Herbert Reinhardt vom Sozialdienst des "Kurt". Es wurden verschiedene Musikstücke gespielt, und sogar ein kleines Theaterstück aufgeführt. A" Ende wurden auch noch die ausgestellten Bilder erklärt und die Besucher erfuhren endlich, welche Abenteuer die Schnecke Rosalie erlebt haben könnte. Das Programm der Schüler wurde von einigen Reden ergänzt. Der Vorsitzende der AWO in Essen, Michael Franz, eröffnete die Ausstellung. Der Schulleiter des Gymnasiums Überruhr, Herr Arndt und Klaus-Peter Real, Heimleiter des Kurt-Schumacher-Zentrums, freuten sich über die gelungene Kooperation. Auch Ratsherr Norbert Mehring würdigte in einer kurzen Rede die Vernetzung der beiden Institutionen im Stadtteil.
Ein weiterer Höhepunkt war die feierliche Einweihung eines im letzten Jahr in einem gemeinsamen Kunstprojekt beider Institutionen entstandenen Monumentalbildes im Format 1 × 2 Meter im Foyer des Kurt-Schumacher-Zentrums. Herbert Reinhardt
Auch viele der Senioren des Kurt-Schumacher-Zentrums in
Essen-Überruhr waren vom Wiederaufstieg "ihrer Rot-Weißen" begeistert.
Zum Beispiel der 78-jährige Johann Seider, der seit über fünfzig
Jahren zu den treuen Fans des Vereins gehört und regelmäßig
Sportkleidung in den Vereinsfarben kombiniert mit entweder einer
Schirm- oder im Winter einer Pudelmütze mit RWE-Emblem trägt, war den
Freudentränen nahe. Spontan beschloss man, in der nächsten Saison auf
jeden Fall einen Ausflug zu einem Heimspiel an die Hafenstraße
durchzuführen
H.R.
Im Friedrich-Ebert-Zentrum fand das nunmehr 3. Konzert mit jungen Künstlern statt. Wardy Hamburg (Saxophon) und Nageeb Gardizi (Klavier) unterhielten die Heimbewohnerinnen und Heimbewohner mit klassischer Musik. Das Konzert wurde durch die Yehudi Menuhin Stiftung Live Music Now e.V. ermöglicht. Live Music Now organisiert Konzerte mit jungen Künstlern für Menschen, die aufgrund ihrer Lebensumstände nicht in Konzertsäle gehen können.
Das Wetterglück ist dem "Marie", auch in diesem Jahr, fast gänzlich treu geblieben. Das Marie-Juchacz-Haus kann auf eine lange Tradition von Sommerfesten zurückblicken, die bei strahlendem Sonnenschein stattgefunden haben. Mit bisher nur einer Ausnahme gab es so regenfreie Sommerfeste über mehr als ein Jahrzehnt hinweg. Und in diesem Jahr? Allen schlechten Prognosen und allen dunklen Wolken zum Trotz gab es am 3.Juli 2004 nur einen Schauer. Dieser hielt dann zwar eine Weile an, aber das konnte die gute Stimmung nicht schmälern.
Aber, von Anfang an. Es gab einige kleine Premieren in diesem Jahr, weil das Programm eine Anzahl von Künstlern aufwies, die zuvor noch nicht bei uns aufgetreten waren. Da waren zunächst die Rhein-Ruhr-Fanfars. Diese nutzten für den Auftakt die ganze Straße, Auf'm Bögel und zogen mit Pauken und Trompeten rhythmisch und lautstark ein. Hiernach gab es wohl nur noch wenige Haarzopfer Bürger/innen, die nicht um die Eröffnung des Sommerfestes im "Marie" wussten.
Der offizielle Teil wurde dann von der Vorsitzenden des AWO Ortsvereines Haarzopf/ Fulerum, Marianne Meuer-Funk und dem Heimleiter, Andreas Möller eröffnet. Auch der AWO-Vorsitzende Michael Franz ließ es sich nicht nehmen, Begrüßungsworte an die zahlreichen Gäste zu richten.
Der bekannte Männerchor des RWE " Kraftlicht" gehörte zu den "neueren" Gästen im "Marie". Der anhaltende Applaus und die vielen, positiven Äußerungen sprechen jedoch dafür, dass es nicht bei diesem einmaligen Auftritt bleiben wird. Im Anschluss hieran war der Auftritt des Chors des AWO-Ortsvereines Haarzopf geplant, wenn da nicht ein kräftiger Regenschauer eingesetzt hätte, der auch in der nächsten Stunde noch anhielt. So wechselte ein Teil des Publikums, und der Künstler in den Saal und den Eingangsbereich des "Marie". Der Stimmung tat dies keinen Abbruch und das Programm konnte, mit einigen freien Improvisationen, weitergehen.
Im Haus herrschte jedoch drangvolle Enge und teilweise gab es weder ein Vor noch ein Zurück. Unser Saal, mit dem wir bereits bei vielen Feierlichkeiten immer wieder an Grenzen stoßen, war zum Bersten gefüllt und alle die in ihm waren hatten aufgrund dieser Enge, das Vergnügen hautnah die nächsten Programmpunkte zu verfolgen. Dies war zum einen das Singspiel, die Vogelhochzeit, das uns von einer Gruppe von Bewohnerinnen präsentiert wurde.
Dieses kleine Rollenspiel, welches die Bewohner einstudierten und entsprechend kostümiert vortrugen, wurde mit sehr kräftigem Applaus bedacht. Die Freude bei Zuschauern und Spielern war gleichermaßen groß. Schön war es auch, dass die Zuschauer ganz spontan mitsangen und so dem Spiel den richtigen Rahmen gaben. Zu unserem Glück waren Ernie Broszik und Günter Barbenheim mit im Saal. Beide ließen es sich nicht nehmen die Regenzeit ganz spontan musikalisch zu überbrücken. Dank ihrer Unterstützung und ihrem Spiel sangen alle mit und so könnte man von einer "Gemeinschaftsproduktion" sprechen.
Erstmals zu Gast waren auch die Kinder der Chor-AG der benachbarten Grundschule an der Raadter Straße, die einige lustige Lieder sangen. Aufgrund der amüsanten Texte und den Gesten der Kinder, die auch zum Mitmachen aufforderten, war ihr erster, öffentlicher Auftritt eine gelungene Sache.
Die spanische Tanzgruppe "Los Amigos" brachte südländisches Flair in unser, mittlerweile wieder trockenes Gefilde. Flamenco und spanischer Volkstanz war jetzt angesagt und aufgrund der farbenfrohen Kostüme war diese Gruppe auch optisch ein Genuss. Die Kindertanzgruppe "Don Bosco Dancer" wirbelte zu eingängiger Musik und mit viel Rhythmusgefühl über die Bühne und animierte auch einige Gäste zum Tanzen. Mit einiger zeitlicher Verzögerung trat dann der Chor des Ortsvereines auf. Zeitgleich setzte strahlender Sonnenschein ein, so dass das Sommerfest seinem Namen wieder alle Ehre machte.
Zum Abschluss des Live-Programms - und dies ist schon ein wenig Tradition im "Marie" - spielten und sangen dann Ernie Broszik und seine musikalischen Freunde, Renate Cellmer und Günter Barbenheim. Diese ließen es sich auch an diesem Tag nicht nehmen, sich unter das Publikum zu mischen und die Gäste an ihren Tischen aufzusuchen.
Neben dem vielseitigen Unterhaltungsprogramm verwöhnte die Küche des "Marie" die Gäste mit unterschiedlichen Leckereien.
Bereits während des Festes kamen mir Gedanken, dass wir Regen und Sonne zuviel Bedeutung zugemessen haben. Eigentlich war das Fest, so wie es war, genau richtig. Es war schön soviel unterschiedliche Menschen zu sehen, die Freude daran hatten gemeinsam zu feiern, egal ob bei Sonnenschein oder Regenschauer. Im Vordergrund stand nur der Wunsch, einen schönen Tag miteinander zu verbringen. Gibt es einen besseren Vorsatz?
Cornelia Frank
Im Rahmen des Seminars "Praxisfelder pädagogischer Arbeit im Vergleich - Ehrenamtlichkeit und Selbsthilfe" wurde auf Einladung des Dozenten Heinrich Bohrenkämper am 17.Juni 2004 die Seniorenclubarbeit der AWO Essen an der Universität Duisburg-Essen vorgestellt. Erika Gatzke und Karlheinz Freudenberg informierten am Beispiel der AWO Essen-Holsterhausen über Gestaltungsmöglichkeiten, Rahmenbedingungen und Perspektiven ehrenamtlicher Tätigkeit im Stadtteil. Wir hoffen bei den Studentinnen und Studenten Interesse für unseren Verband geweckt zu haben.
Auch mehrmalige Regenschauer konnten die gute Stimmung der Anwesenden am 12. Juni nicht trüben, welche sich an der Bühne des Runden Tisches Rüttenscheid, Gemeinschaftsinitiative für Senioren, auf dem diesjährigen Rü-Fest einfanden. Diese durch den AWO Seniorendienst Rüttenscheid koordinierte Initiative bereichert eines der größten Straßenfeste in NRW um ein Angebot speziell für Senioren.
Musikalische Kostbarkeiten aus vier Jahrhunderten wurden am 29. und 30. Juni vorgetragen.
Junge Künstler (allesamt Preisträger und Stipendiaten auf ihren
Instrumenten) spannten einen musikalischen Bogen über vier
Jahrhunderte und gaben dem Publikum im Anschluss an zwei konzertant
vorgetragene Lieder die Gelegenheit zur Mitwirkung. Diese wurde von
den jeweils. 300 Besuchern an beiden Tagen gerne wahrgenommen. Unter
der musikalischen Leitung von Dr. Volker Mattem, Orchesterakademie der
Bergischen Symphoniker, gelang es der Internationalen Stiftung für
Kultur und Zivilisation zum wiederholten Male Bewohner aus
Seniorenwohnanlagen, Pflegeheimen sowie Senioreninitiativen und
Gruppen aus Essen zu begeistern. Darüber hinaus nahmen dieses Mal auch
eine Schulklasse des Gymnasiums Überruhr, sowie eine Seniorengruppe
der AWO Oberhausen teil. Dank an die Stiftung, die organisatorische
Begleitung durch Elke Rabbe und die ehren- und hauptamtliche
Unterstützung aus den Reihen der AWO Essen für diesen unvergesslichen
Nachmittag.
K.F.
Der Arbeitskreis Offene Seniorenarbeit Essen, der Zusammenschluss der Wohlfahrtsverbände, der Stadt Essen und Senioren-Organisationen hat seine Angebote im virtuellen Raum gebündelt. Das Ergebnis kann sich am Bildschirm sehen lassen. Der Arbeitskreis freut sich über reges Interesse an seinem Internet-Angebot
www.essener-seniorennetzwerk.de
(Tipp: in der Kurzform braucht der Internetnutzer nur "www.e-sn.de" einzugeben).
Mehr als 2.000 Besuche zählt der Arbeitskreis bereits monatlich, Tendenz steigend. Für eine lokale Internet-Seite mit fester Zielgruppe ein beachtliches Ergebnis. Beleg dafür, dass immer mehr Seniorinnen und Senioren das Internet als Informationsmedium aktiv nutzen. "Man will wissen, was in Essen los ist und diese Angebote entsprechend der individuellen Interessen wahrnehmen", so die Einschätzung des Essener Arbeitskreises.
Auf mehr als 350 Seiten präsentiert das Seniorennetzwerk eine breite Palette an Informationen, Service-Leistungen und Aktivitäten. Neben seniorenspezifischen Veranstaltungen, Reisen und Fortbildungen gibt es eine interaktiv nutzbare Ehrenamts-Börse (mit zahlreichen Anfragen) und Neigungsangeboten wie etwa Gedächtnistraining und Theatergruppen.
Aktuelle Termine und Verbesserungsvorschläge sind hoch willkommen, am Besten natürlich per Internet. Denn einmal im Seniorennetzwerk, kann man auch über den Mail-Link news@e-sn.de seine Meinung kundtun.
Oder aber einfach "weitersurfen", etwa auf die vielfältig "verlinkten" Angebote der einzelnen Mitgliedsverbände des Arbeitskreises.
Karlheinz Freudenberg
Die Fahrt nach Thüringen hat sich gelohnt. Unsere Mannschaft der AWO Essen-Stoppenberg holte einen hervorragenden 3. Platz und war damit die beste der so genannten "alten Mannschaften". Sieger dieser Veranstaltung wurde wie letztes Jahr Rudolstadt. Den zweiten Platz belegte Kamsdorf, die alte Truppe von Saalfeld. Der Altersdurchschnitt der beiden Mannschaften lag bei ungefähr 22 Jahren. Bei uns lag er um 18 Jahre höher. Dies unterstreicht noch mal die tolle Leistung. In diesem Jahr nahmen leider nur 15 Mannschaften am AWO-Cup teil. Für die Veranstalter war es sehr schade, weil sie für ein tolles Turnier gesorgt hatten. Unsere Gegner waren: Chemnitz, Rudolstadt, Bad Blankenburg, Frankfurt, Kamsdorf, Deister-Süntel-Klinik und Offenbach. Aus dieser Vorrunde kamen wir als zweiter mit 11 Punkten, hinter Rudostadt, dem späteren Turniersieger, heraus. Im Achtelfinale hieß die Partie: Bremerhaven gegen Essen-Stoppenberg. Das Ergebnis lautete 9:0 für Essen.
Im Viertelfinale hieß die Partie: Frankfurt gegen Essen-Stoppenberg. Zwei gleichstarke Mannschaften mussten ins Neunmeterschießen. Das glücklichere Ende war auf unserer Seite: schließlich hieß es 0:0. In diesem Match legte auch unser Torwart "Zick-Zack" Olejniczak den Grundstein für seine spätere Auszeichnung: Bester Torhüter des Turniers.
Im Halbfinale hieß die Partie: Essen-Stoppenberg gegen Kamsdorf. Das Ergebnis lautete 2:1 für Kamsdorf.
Das Finale bestritten Rudolstadt - Kamsdorf. Ergebnis: 5:0
Unser Gegner im kleinen Finale war die zweite Mannschaft von Rudolstadt. In diesem Spiel setzten wir uns mit 2:1 Toren, nach 0:1 Rückstand, durch. Die Tore schossen Markus Schwalm und Michael "Leibchen" Rohmann.
An dieser Stelle möchte ich mich im Namen der Mannschaft für die Unterstützung des AWO Kreisverbandes Essen und unseres Ortsvereins Stoppenberg bedanken. Ebenfalls gehört der Dank unseren mitgereisten Freunden, die uns von der Tribüne super unterstützt haben.
Die Mannschaft: Andreas "Zick-Zack" Olejniczak, Siegmar "Vati" Tautges, Holger Pohlmann, Friedhelm Neumann, Ralf Baumann, Michael "Leibchen" Rohmann, Markus Schwalm, Olli Eisenfuß. Die richtige Einstellung bekamen wir von unserem Coach Uwe Langanki. Holger Pohlmann
Bestattungsunternehmen sprechen gerne von Würde, Individualität und günstigen Preisen. Wenn man die Branche aber genau unter die Lupe nimmt, stößt man vereinzelt auch auf unseriöses Geschäftsgebaren. Auf diese und einige andere Sachverhalte aufmerksam geworden, wurde Anfang 2003 die Gründung des AWO-Bestattungsunternehmens esCortia GmbH beschlossen. Das Unternehmen agiert derzeit im Raum NRW, eine nationale Ausbreitung ist durchaus denkbar.
Für alle Beteiligten war von Anfang an klar, dass esCortia nach den Leitsätzen der AWO geführt werden soll. Natürlich muss esCortia wie jedes andere Unternehmen am Ende des Jahres schwarze Zahlen schreiben, schließlich wurde das Unternehmen auch deshalb gegründet, um esCor, die AWO-Begleitdienste in Abschiedszeiten, zu finanzieren.
Nachdem der Tod gerne verdrängt wird und viele Menschen erst durch das Sterben eines Angehörigen oder Freundes auf das Ende des Lebens aufmerksam werden, legt man bei esCortia großen Wert auf vorausschauende Beratung. Diese kann in den Räumen des AWO-Bestattungsinstitutes stattfinden oder zu Hause bei den Betroffenen oder Angehörigen.
Bei diesen Beratungsgesprächen empfiehlt esCortia unter anderem den Interessenten, sich sowohl finanziell als auch inhaltlich abzusichern: Eine Sterbegeldversicherung hilft, die finanzielle Belastung gering zu halten. Mit Hilfe eines Bestattungsvorsorgevertrags kann ein Begräbnis detailliert besprochen und vertraglich festgehalten werden. Zudem steht es den Betroffenen frei, eine Anzahlung zu leisten. Diese wird dann von esCortia auf ein Treuhandkonto der Bank für Sozialwirtschaft, Köln, eingezahlt. Das ist bei anderen Bestattungsunternehmen leider nicht immer selbstverständlich.
Vorsorge treffen heißt, Verantwortung in eigener Sache zu übernehmen und Angehörige zu entlasten. Der erste Schritt hierzu ist, sich zu informieren.
Information und Beratung:
esCortia, Girardetstraße 2 - 38, 45131 Essen,
Telefon: 0201 / 95 97 40.
Oder in der Bezirksgeschäftsstelle:
esCortia-Geschäftsführer Axel Gellrich,
Telefon: 02 01 / 31 05 - 204.
"Vorne einsteigen. Ticket zeigen. Hinten aussteigen" so heißt es im Faltprospekt der EVAG zu der seit dem 1. Januar 2004 geltenden Neuregelung des Ein- und Ausstiegs im Busverkehr. Wie man beobachten kann, hat sich die Regelung inzwischen eingespielt.
Natürlich dauert es nun etwas länger, bis man einen festen Halt oder Sitzplatz gefunden hat - der überwiegende Teil der Fahrer nimmt darauf Rücksicht. Insbesondere Gehbehinderte aber müssen in Kauf nehmen, dass die Busse nicht immer abgesenkt werden. Wünschenswert wäre so sicherlich eine entsprechende Dienstanweisung, die Busse grundsätzlich zum Ein- und Ausstieg abzusenken.
Im Faltprospekt der EVAG zur Neuregelung heißt es aber auch: "Keine Regel ohne Ausnahmen. Fahrgäste mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer dürfen auch an der Mitteltür einsteigen. Sie zeigen ihr Ticket und fahren wie gewohnt an ihr Ziel. Das gilt auch für Fahrgäste, die etwas Sperriges wie einen Koffer oder einen größeren Karton transportieren möchten. Hilfebedürftige Personen dürfen weiterhin die Vordertür zum Aussteigen benutzen".
H. M.
Gelungener "Tag der älteren Generation" des Seniorenbeirates Essen auf dem Kennedyplatz am 15. Juli 2004. Trotz nasskaltem Wetter informierten Stadt, Verbände, Initiativen und Politik rund ums Leben im Alter in Essen. Mit Chor- und Instrumentalmusik, Tanz- und Theatergruppen, darunter unsere "Herbstzeitlosen", Qui-Gong, Gymnastik und Talkrunden zur Seniorenbeiratsarbeit sowie zur künftigen Seniorenpolitik in Essen wurde Unterhaltsames und Wissenswertes dargeboten.
Kultur-, Politik- und Sportangebote sowie viele Gespräche an den Informationsständen gaben dazu einen Überblick zur Arbeit mit und für Senioren in Essen.
Die Qualität unserer Waffeln und die freundlichen ehren- und hauptamtlichen Helfer sorgten für gute Laune am AWO-Info-Zelt. Ebenso konnte auch die AWO-Theatergruppe das ungemütliche Wetter vergessen machen.
In meinem Elternhaus spielten Bücher eine bedeutende Rolle. Schon, als ich noch ein ganz kleines Mädchen war, wurden mir von Eltern, Großvater oder älteren Geschwistern Geschichten vorgelesen oder erzählt. Meine große Liebe zu Büchern hat mich durchs Leben begleitet, es bereichert und mir in vielen Situationen geholfen.
Als ich vor vier Jahren pensioniert wurde, fehlten mir meine Schulkinder sehr, und ich suchte eine Aufgabe, bei der ich mich für Kinder engagieren konnte. Diese habe ich als Vorlesepatin in der AWO-Kita am Ruhrkolleg gefunden.
Seit drei Jahren lese ich fast jeden Dienstag zwei Kindergruppen vor. Die Kinder hören sehr gern, oft sogar mit Begeisterung zu, und die Nachfragen der Kinder zu den Bildern und Texten beweisen, dass die Geschichten in ihren Gedanken weitergehen. Es wird über vieles gesprochen, was die Kinder bewegt. Es ist schön, zu beobachten, dass bei manchen unruhigen Kindern Interesse und Konzentration zunehmen. Dass die Freude am eigenen Lesen durch Vorlesen geweckt wird, wird von allen Experten bestätigt.
Ich selbst bekomme sehr viel Zuwendung von den Kindern. Es macht große Freude, eine sinnvolle Aufgabe zu erfüllen. Dazu kommt die freundliche Begegnung mit den Erzieherinnen und Erziehern der Kindertagesstätte und auch die Möglichkeit, sie in ihrem großen Engagement bei ihrer schwierigen Arbeit ein ganz kleines bisschen unterstützen zu können. Ich kann nur alle ermuntern, die Zeit übrig haben, einen Teil davon dem Vorlesen zu widmen. Man wird bei diesem Ehrenamt reichlich belohnt.
Ganz besonders gern übe ich meine Tätigkeit übrigens in einer AWO-Kindertagesstätte aus. Denn die AWO hat sich seit 85 Jahren in den sozialen Bereichen unserer Gesellschaft so eingesetzt, dass man ihr nur danken kann. Ich gratuliere ganz herzlich und wünsche alles Gute für die Zukunft!
Ursula Alm
Der neue Internetauftritt gibt einen Überblick über alle Arbeitsbereiche wie Ferienfreizeiten, die Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie die Historie des Kreisjugendwerk Essen mit Vorsitzendenchronik und Meilensteinen aus der über 25 jährigen Geschichte des Jugendwerkes der AWO Essen.
Die neue Homepage wurde "gestiftet" und gestaltet von zwei Essener Unternehmen (ths) Design und zipcon-consulting. Zipcon-Geschäftsführer Bernd Zipper sieht die Unterstützung des Verbandes als einen Beitrag zum bürgerschaftlichen Engagement in der Stadt Essen. So bietet die Homepage ganz im Sinne der Leitsätze des Jugendwerks aktive Beteiligung auf unterschiedlichen Ebenen. Neben Interaktions-Möglichkeiten über E-Mail bietet die Homepage Publikationsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche aus dem Verband. Designer Thomas Schostok von (ths) Design: "Die Homepage ist so gestaltet, dass Kinder und Jugendliche nach kurzer Einweisung die Möglichkeit haben, einen eigenen Bericht über ihre Gruppe, ihre Freizeit oder ihr Jugendhaus auf die Homepage zu setzen.
"Medien bestimmen zunehmend die "Kultur des Aufwachsens", weiß Frank Bente vom Jugendwerk "gerade die von Medien bestimmte Wissensgesellschaft ist zunehmend mehr darauf angewiesen, dass alle jungen Menschen mediale Inhalte nicht nur konsumieren, sondern auch aktiv solche gestalten und senden. Im Gegensatz zu den "Ein-Weg-Medien" wie Radio und Fernsehen soll eine Sende- und Empfangsplattform geschaffen werden."
Das Jugendwerk der AWO will mit dem Medium "Homepage" eine niedrigschwellige Form der Beteiligung schaffen, die Medienkompetenz in zeitgemäßer Form vermittelt. Über die Jugendgruppen und Einrichtungen des Jugendwerks sollen auch die jungen Menschen erreicht werden, die aus finanziellen Gründen nicht die Möglichkeit haben sich mit neuen Medien auseinander zu setzen.
Über die Informations- und Partizipationsfunktionen hinaus bietet die Homepage nun auch vielfältige Servicefunktionen. So können jetzt online Freizeiten gebucht, der Ferien-Katalog bestellt sowie die 25-Jahr-Broschüre und der Freizeitbetreuerfragebogen heruntergeladen werden.
Besuchen sie das Jugendwerk doch einfach unter www.jugendwerk-essen.de und schreiben sie uns unter unserer neuen Email-Adresse info@jugendwerk-essen.de, wie ihnen die Homepage gefällt. Frank Bente
Am Samstag, den 3. Juni 2004 hat in Kooperation mit dem Mädchennetzwerk Essen ein Aktionstag für Mädchen ab 8 Jahre im Jugendzentrum Schonnebeck stattgefunden.
Trotz des schlechten Wetters waren über 50 Mädchen dabei, die unter Mithilfe vieler Ehrenamtler und Mitarbeiter eine bunte Auswahl an Angeboten nutzen konnten. Neben Karaoke und Tanz bestand die Möglichkeit, einen "Internet-Führerschein" zu erlangen. Auch Schminkaktionen, Basteln von Schmuckarmbändern sowie Frisurenstyling wurde angeboten. Für die Kreativen konnten Ytongsteine bearbeitet und Graffiti-Kunstwerke gestaltet werden.
Alles wurde mit großer Begeisterung der Mädchen ausprobiert. Begleitend dazu wurde gegrillt, und als Beilage gab es leckere Salate. Für einen geringen Unkostenbeitrag von zwei EURO haben sich die Mädchen von 11 bis 16 Uhr im Jugendzentrum beteiligen und vergnügen können. Der Aktionstag bekam ausschließlich positive Resonanz und war somit ein voller Erfolg!
Negin Khatam
Patrick Kruse und Dennis Waldmann gehören zu den vier Nominierungen von Essens Beste für den Ehrenamtspreis. Die beiden 20 und 21 Jährigen übernahmen Verantwortung bei der ehrenamtlichen Leitung eines Jugendclubs des Jugendwerks der AWO Essen in Katernberg. Die Nominierung von Patrick und Dennis steht für den Grundsatz des Jugendwerks, dass eine Förderung von unabhängigem, selbstbestimmten Handeln, also ehrenamtlichem Engagement, gerade dort gefördert werden muss, wo keine gesicherte materielle Existenz (z.B. Armut) und soziale Integration (Bildung, Migration) gewährleistet ist.
Patrick und Dennis, sowie die meisten multiethnischen Besucher des Jugendclubs, kommen aus dem Wohngebiet Meerkamp in Essen-Katernberg. Der Meerkamp ist ein Brennpunkt in dem Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf. Armut, Kriminalität, Drogen, Arbeits- und Perspektivlosigkeit gehören hier zur Lebenswelt der Jugendlichen.
Der Jugendclub wird vom Jugendwerk der AWO in Kooperation mit dem Stadtteilladen Katernberg betrieben. Mit der Neueröffnung im Jahre 2000 richtet sich die Einrichtung an Jugendliche, denen eine Anbindung an Jugendeinrichtungen fehlte und die durch ihr Verhalten ("Herumhängen" auf der Straße, öffentlicher Alkoholkonsum, Delinquenz) auffällig wurden. Patricks und Dennis Weg führte also von der Straße über den Besuch bis zur Leitung des Clubs.
Der Jugendclub trug dazu bei, Probleme aus dem Wohnbereich und dem Stadtteil zu entzerren, so dass, nach Aussagen der Polizei, die Delikte und Straftaten der betroffenen Jugendlichen stark rückläufig sind und die Beschwerden der Bewohner aus dem Wohnbereich im hohen Maß reduziert wurden, wodurch sich der Kontakt zu den Jugendlichen und den Bewohnern positiv entwickelte. Dies war auch maßgeblich ein Erfolg von Patrick und Dennis, die es als Schlüsselpersonen ermöglicht haben, den marginalisierten Jugendlichen aus dem Meerkamp einen neuen Treffpunkt sowie eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu geben.
Unabhängiges, selbstbestimmtes Handeln (aktives Engagement) setzt eine gesicherte materielle Existenz und soziale Integration voraus. Gerade für ehemalige "Straßenkids" wie Patrick und Dennis mit vergleichsweise geringen Ressourcen (Finanzen, Bildung) bzw. sozialem Kapital ist eine solche Entwicklung nicht selbstverständlich und deshalb besonders bemerkenswert. Oft werden marginalisierte Jugendliche von gesellschaftlicher Mitwirkung ausgeschlossen und somit als "Randgruppe" isoliert: Hier werden sie integriert!
Seit nun Mitte 2002 engagieren sich Patrick und Dennis ehrenamtlich im Jugendclub
Frank Bente
Welche Maßnahmen kann das Jugendgericht anordnen und was macht die Jugendgerichtshilfe danach?
Wie versprochen möchte die Jugend- und Familienhilfe nach der Aufgabenbeschreibung der Jugendgerichtshilfe im AWO-Treff 1/2004 nun über die juristischen und pädagogischen Maßnahmen berichten, die möglich sind und welche Aufgaben dabei die Jugendgerichtshilfe hat. Die geringfügigste Maßnahme ist eine jugendrichterliche Ermahnung mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft bei kleinen Verfehlungen. Solche Verfahren werden meist durch richterlichen Beschluss mit oder ohne Weisungen / Auflagen eingestellt.
Auch die Staatsanwaltschaft kann auf eine Anklageerhebung verzichten, wenn aus den polizeilichen Ermittlungen hervorgeht, dass der Jugendliche vom bisherigen Verfahren schon hinreichend beeindruckt ist. In solchen Fällen beauftragt sie die Jugendgerichtshilfe, mit dem Jugendlichen und seinen Sorgeberechtigten zu sprechen und eventuell eine Weisung / Auflage zu erteilen (Diversionsverfahren). Die Jugendgerichtshilfe berichtet der Staatsanwaltschaft schriftlich, woraufhin diese das Verfahren einstellt, oder in den Fällen letztlich Anklage erhebt, wo der Jugendliche sehr uneinsichtig ist.
Das Jugendgericht kann Weisungen und Auflagen durch Beschluss oder Urteil verhängen. Es können z. B. Weisungen ergehen:
Hat ein Jugendlicher einen Schaden herbeigeführt, den er aus mangelndem Einkommen nicht selbst beheben kann, so besteht die Möglichkeit, dass er dafür Arbeitsstunden ableistet. Danach überweist das Jugendamt aus einem Fonds, Täter-/Opfer-Ausgleich genannt, das erarbeitete Geld an den Geschädigten. Andere jugendliche Straftäter mit eigenem Einkommen haben zuvor in diesen Fonds Geldbußen nach richterlicher Anordnung eingezahlt.
Werden diese Weisungen und Auflagen mit geplanter Verfahrenseinstellung erteilt, und der Jugendliche kommt ihnen nicht nach, dann muss das Jugendgericht neu verhandeln und das Verfahren mit einem Urteil abschließen. Werden sie von dem Jugendlichen auch nach dem Urteil nicht erfüllt, kann das Jugendgericht freiheitsentziehende Maßnahmen als Beuge - oder Gehorsamsarrest anordnen, wobei der Jugendliche jedoch von der Erfüllung nicht entbunden ist.
Da es jemanden geben muss, der die Durchführung der Maßnahmen einleitet, vermittelt, überwacht und das Gericht über den Sachstand informiert, fällt dieser Aufgabenbereich der Jugendgerichtshilfe zu. Sie ist es auch, die einen jungen Menschen nach Anordnung des Jugendgerichts, ein Jahr lang, ähnlich der Bewährungshilfe, betreut und darin unterstützt, größere Gemeinschaftsfähigkeit zu entwickeln und eine Lebensplanung zu betreiben, um nicht mehr erneut straffällig zu werden. Ferner konzipiert und führt die Jugendgerichtshilfe Soziale Trainingskurse durch, in der mehrere junge Straftäter pädagogisch erreicht werden können. In Essen gibt es mittlerweile ein großes Angebot solcher Kurse, die das Jugendamt finanziert, und zu dessen Teilnahme das Jugendgericht die jungen Leute verpflichten kann, so z.B.:
In den Kursen werden die jungen Leute veranlasst, sich mit ihrer begangenen Straftat auseinander zu setzen und sich positives alternatives Verhalten anzueignen.
Es kann auch Aufgabe der Jugendgerichtshilfe sein, in Gesprächen zwischen dem Täter und dem Geschädigten zu vermitteln, was als "Pädagogischer Täter-/Opfer-Ausgleich" bezeichnet wird. Hierbei geht es nicht so sehr um eine materielle Wiedergutmachung sondern vielmehr um den Versuch einer emotionalen Schadensbehebung.
Da es immer wieder junge Leute gibt, die nicht mehr mit den oben beschriebenen Maßnahmen erreicht werden können, gibt es die freiheitsentziehenden Maßnahmen:
Wer sehr schwere Schuld auf sich geladen hat oder immer wieder ähnliche Straftaten begeht, so dass der Gesetzgeber von "schädlichen Neigungen" reden kann, muss eine Jugendstrafe erhalten. Sie kann von mindestens sechs Monaten bis höchstens zehn Jahren reichen. Bei guter Zukunftsprognose kann eine Jugendstrafe von bis zu einem Jahr, bei besonderen Umständen auch von bis zu zwei Jahren zur Bewährung ausgesetzt werden. Die jungen Leute bekommen dann zu ihrer Unterstützung eine Bewährungshilfe zugeteilt. Die Bewährungszeit umfasst vorwiegend zwei bis drei Jahre.
Solche schwerwiegenden Straftaten werden nicht mehr vor einem/er Einzeljugendrichter/in verhandelt, sondern vom Jugendschöffengericht, das mit einem/er Jugendrichter/in, einem Schöffen und einer Schöffin besetzt ist. Sehr umfangreiche Verfahren oder Verfahren mit sehr schwerwiegenden Straftaten werden in der Jugendkammer verhandelt, die mit bis zu drei Jugendrichter/innen, einem Schöffen und einer Schöffin besetzt ist. Ferner werden auch hier Berufungsverhandlungen durchgeführt.
Muss eine Jugendstrafe jedoch verbüßt werden, so geschieht das bei Jugendlichen und jungen Volljährigen bis zum 21. Lebensjahr in Justizvollzugsanstalten für Jugendliche, wo neben der Verbüßung versucht wird, pädagogisch und schul - bzw. berufsausbildungsmäßig auf sie positiv einzuwirken.
Die Aufgabe der Jugendgerichtshilfe kann es sein, junge Leute im Dauerarrest zu besuchen, um ihre Auseinandersetzung mit ihrer Straftat im Gespräch zu unterstützen, oder junge Leute im Gefängnis durch persönliche Gespräche anzuleiten, die Strafverbüßung positiv zu nutzen, oder auch ihre vorzeitige Entlassung bei besonders guter Führung vorzubereiten ( Rückkehr ins Elternhaus, in eine Jugendwohngemeinschaft oder eigene Wohnung, Ausbildungs- oder Arbeitsplatzfindung, usw.).
Wir planen, sie in demnächst über unsere Sozialen Trainingskurse zu informieren.
Reinhild Blum
"Ich habe Angst abends allein irgendwo hin zu gehen." - "Auf dem Schulhof werde ich immer angerempelt und geärgert." - "Mein Sohn kommt in die Schule und ich bin mir nicht sicher, ob er sich in der neuen Umgebung durchsetzen kann."
Ängste, Sorgen, Unsicherheiten, die uns allen bekannt sein werden. Die Familienbildungsstätte hat diese Themen aufgegriffen und bietet seit fast 10 Jahren Kurse zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Mädchen, Jungen und Frauen in verschiedenen Altersstufen an. Im Jahr 2003 führten wir 30 Kurse mit 138 Erwachsenen und 208 Kindern durch.
In den Kursen lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ganz unterschiedliche Wege kennen, Grenzen zu setzen und ihr NEIN! deutlich auszudrücken. Sie lernen sich gegen Belästigungen und gegen direkte Angriffe zu wehren, um sich im Notfall mit Worten und Taten verteidigen zu können.
Hier werden sowohl Techniken der Selbstverteidigung, als auch Methoden und Übungen vermittelt, die die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit des Menschen, des Selbstwertgefühls, der Selbstwahrnehmung und die Selbstdarstellung umfassen.
Der Kursbereich der Selbstbehauptung umfasst u.a. Übungen zu: Beobachtung der eigenen Körpersprache und Körperhaltung, Nutzen der eigenen Stimme, um Gefühle zu verdeutlichen, Rollenspiele, in denen eigene Erfahrungen und Ängste aufgearbeitet und Verhaltensmöglichkeiten ausprobiert werden können. Entspannungs- und Wahrnehmungsübungen zur Unterstützung der Körperwahrnehmung. Gespräche und Informationen zu Gesellschaft (Rollen, Normen), Panikvermeidung, Täterverhalten, Sexualität.
Die Übungen zum Bereich Selbstverteidigung beinhalten:
Berücksichtigt werden hierbei die individuellen Möglichkeiten und Fähigkeiten der Teilnehmerinnen.
Wichtig am Konzept der Kurse ist, dass sie nicht unrealistisch auf körperlichen Widerstand abheben, der für die meisten das am schwersten denk- und realisierbare ist, sondern vielfältige Strategien zu erarbeiten, sich gegen Gewalt verschiedenster Art schützen zu können.
Es wird darauf geachtet, dass die Teilnehmerinnen die Fähigkeit erwerben, Situationen richtig einzuschätzen und ihr Verhalten situationsangemessen zu planen und die eigenen Stärken bzw. Überlegenheiten bei der Wahl ihrer Gegenmaßnahmen zu berücksichtigen.
Die Resonanzen aus den Kursen sind positiv und zeigen, dass das Kursangebot sinnvoll ist und gesellschaftspolitisch notwendig bleibt: die meisten Mädchen, Jungen und Frauen sind selbstsicherer und haben geübt, sich gegen alltägliche Belästigungen und Gewalt zu wehren.
Viele Eltern haben ein sicheres und ruhigeres Gefühl ihre Kinder "allein" (handeln) zu lassen. Oft ist das gegenseitige Vertrauen gewachsen und Situationen, die Ängste hervorrufen, sind sich erstmalig gegenseitig mitgeteilt worden. Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre und angeregt durch Presseveröffentlichung zum Thema "Übergriffe auf ältere Frauen" und ein nicht näherer zu erklärendes Gefühl der Furcht, haben wir unser Kursangebot um einen speziellen Angebotsbereich für Seniorinnen in diesem Jahr erweitert.
Wichtig ist in jedem Falle dies:
Mit den Kursen "Selbstbehauptung und Selbstverteidigung" wird ein
wesentlicher Beitrag zur Gewaltprävention geleistet und somit ein
wichtiger Schritt zur Verbesserung der Lebensqualität.
Wilhelm Dibow
Im AWO Jubiläumsjahr feierte auch Walter Gutzeit im Juni 2004 seinen 85igsten Geburtstag. Er schaut dabei zurück auf ein bewegtes Vierteljahrhundert Geschichte ehrenamtlicher Tätigkeit in der AWO Essen-Katernberg. Einmalig ist im Rahmen seiner Clubleitertätigkeit im SC Bolsterbaum 49 die Gründung und Etablierung einer Männergruppe, sowie die Verknüpfung von Clubarbeit und Nachbarschaft im so genannten Nachbarschaftskreis (im sozialarbeiterischen Fachjargon würde man von zielgruppenorientierter Selbsthilfe und Wohnumfeldverbesserung sprechen). Dieses kontinuierliche, mehr als 20 Jahre andauernde Engagement wird ergänzt um zahlreiche Einzelveranstaltungen wie z.B. die jährliche Einladung zum bunten Nachmittag von etwa 30 Bewohnern des Louise-Schroeder-Sozialzentrums. Die Anerkennung dieser Leistungen ist Dank und Motivation ehrenamtlich tätig zu sein. In diesem Sinne sucht Walter Gutzeit zum Ende des Jahres auch eine/n Nachfolger/in für die Leitung der Begegnungsstätte im Bolsterbaum 49. Interessenten für die ehrenamtliche Arbeit in den Clubs der AWO-Essen werden gerne informiert durch
Karlheinz Freudenberg, Tel. 1897-407.
"Ich möchte nach Feierabend etwas sinnvolles tun und meine Fähigkeiten und Kenntnisse ehrenamtlich zum Allgemeinwohl einsetzen", meinte noch Ende 2003 Werner König. Für die Idee ein Computerprojekt zu starten, konnte sich auch Tristan Pechoel begeistern. Beide steckten einen Teil ihrer Freizeit in den Aufbau des Computerclubs. Mittlerweile stehen vier gespendete, miteinander vernetzte Computer zur Verfügung. Weitere Computerplätze sind in Planung. Über eine Spende konnten Lizenzen erworben werden.
Darüber freuen sich nun Anneliese Kunze und Dieter Lehmann, die schon immer mal das Medium Computer kennen lernen wollten. Dies können sie nun in zwangloser Atmosphäre in der Begegnungsstätte der AWO tun. Vor allem das Surfen im Internet wollen die beiden erleben. Ebenso willkommen wie Anfänger sind im Club auch Computerinteressierte, die in netter Runde ihr bereits vorhandenes Wissen austauschen und ihre Fähigkeiten erweitern möchten.
Freuen würde sich Werner König auch über Mitstreiter, die als ehrenamtliche Betreuer Freude daran hätten, den Computerclub weiter mit aufzubauen und interessierten Anfängern "auf die Sprünge" zu helfen. Computerspenden werden mit Freude angenommen.
Weitere Informationen gibt:
Kirstin Siemes, Tel: 22 00 744.
Der Computerclub Bits & Bytes Bergerhausen in der Weserstraße 82 sucht dringend ehrenamtliche Unterstützung für das Computerclub-Team zur Betreuung der Öffnungszeiten,
Horst Kleiner, Tel.: 25 09 67
Klaus Schenk, Tel.: 26 91 03
Robert Manns, Tel.: 21 56 30
AWO-Computer-Club
Tel.: 2697-508/-609
http://home.arcor.de/awo-bbb/
Mo 16 bis 18 Uhr
Di+Mi 9.30 bis 12.30 Uhr
Do 15 bis 18 Uhr
Für den Freitag werden noch Mitstreiter gesucht.
Ja - so einfach ist es Freude auf die Gesichter alter Menschen zu zaubern. Ich sage bewusst, alte Menschen. Obwohl man uns heut zu Tage ja Senioren nennt. Ich bin nun einmal für klare Sachen und sage es wie es ist. Zugegeben, wir sind die "Jungen Alten", denn in unseren Herzen sind wir immer noch jung. Ich sage immer: "Wir sind im knackigen Alter, es knackt hier und es knackt da!" Aber nun zum Thema:
Am 8.April feierten die AWO Leute in Essen-Steele im Bürgerhaus Oststadt ihr Frühlings und Osterfest. Und es war wieder einmal gelungen. Mir ging das Herz auf, als ich in die fröhlichen Gesichter dieser Menschen sah. Mir kam es so vor, als leuchteten diese von innen heraus. Und wie einfach war es doch zu erreichen. Ein hübsch geschmückter Saal, österlich gedeckte Tische und schon hatten wir den Frühling im Raum. Selbst die Sonne schaute von Zeit zu Zeit zu uns herein. Dazu guter Kaffee, leckerer Kuchen oder Schnittchen je nach Geschmack. Fröhliche Tanzmusik und schon waren für ein paar Stunden alle Sorgen und die Einsamkeit vergessen.
Sicher bedurfte es zuvor reichlich Arbeit von fleißigen Händen (ehrenamtlich versteht sich).
Da wurde Tage vorher gebastelt und eingekauft, denn auch Naschereien standen auf den Tischen.
Aber viel mehr Wert als horrender Lohn dafür sind diese lieben, freundlichen Gesichter der Menschen, welche in ihrem letzten Lebensabschnitt noch so fröhlich beieinander sein können.
Und wenn dann bei der Verabschiedung und nach einem allgemeinen "Frohe Ostern und komm gesund wieder", so Worte gesagt werden: "Vielen Dank für den schönen Tag!" Dann muss einem doch einfach das Herz aufgehen, oder? Rosemarie Thiemann
Ein Tänzchen in Ehren kann niemand verwehren - unter diesem Motto veranstaltete der AWO Ortsverein Überruhr am Samstag, den 22. Mai, im großen Saal des Kurt-Schumacher-Zentrums seine diesjährige Maifeier für Mitglieder und Freunde. Nach einem ausgiebigen Kaffeetrinken mit frisch gebackenem Kuchen, spielte dann auch der allseits beliebte Alleinunterhalter "Manni aus Rüttenscheid" zum Tanz auf. Wer Manni kennt, der weiß, dass es das Publikum, sobald er einmal mit seinem musikalischen Programm angefangen hat, nicht lange auf den Sitzen hält. Und so war es auch diesmal wieder: Nach ein paar flotten Rhythmen füllte sich die Tanzfläche zunehmend mit Tanzpaaren und so mancher in Ehren ergraute Tänzer legte, wie man so schön sagt, "'ne kesse Sohle aufs Parkett". Die Stimmung war schließlich so gut, dass die Veranstaltung länger dauerte, als geplant.
Unser "Manni" war nämlich so in Fahrt gekommen, dass das Publikum gar nicht mehr nach Zugaben verlangen musste. Im Gegenteil: Die ehrenamtlichen Helfer vom Ortsverein mussten ihn schließlich sogar bitten, aufzuhören! Mit anderen Worten: Auch dieses Ortsvereinsfest war mal wieder ein voller Erfolg! Für alle, die diesmal nicht dabei waren; bitte vormerken:
Die nächste Ortsvereins-Sause wird unter dem Motto "Weinfest" am 23. Oktober stattfinden.
Nach dreijährigem Bestehen, hat sich ein fester Bestand von Anhängern des königlichen Spiels gebildet, der sich jeden Mittwoch von 15 bis 18 Uhr im Kulturforum Steele Dreiringstraße 7 trifft. Jeder ist willkommen, auch Gäste und Spieler jeder Kategorie, vom Kaffehausspieler bis zum erfahrenen Vereinsspieler. Jeder findet hier einen passenden Spieler. In der Gruppe entstand ein guter Zusammenhalt, verbunden mit einem Hauch von Freundschaft.
Dies alles und vieles mehr verdanken wir dem Initiator Hermann Schneider, der auch durch seine Frau tatkräftig unterstützt wird. Obwohl er nicht der allerbeste Spieler ist, ist er der beste Organisator der Schachgruppe.
So haben wir bereits zwei Turniere veranstaltet. In der kommenden Saison wollen wir mit einer Vierermannschaft am Betriebsschach in der Gruppe C teilnehmen. Im gerade zu Ende gegangenen "Vereinsturnier" - mit einer Teilnehmerzahl von 13 Spielern, ergab sich folgende Plazierung: 1. Platz Christoph v. Gersdorff 21,5 Punkte; 2. Platz Erwin Dzikowski 19,5 Punkte; 3. Platz Eduard Fiedler 18,5 Punkte; 4. Platz Nikolai Tkachenke 16,5 Punkte; 5. Platz Hans Sonnenschein 16 Punkte; 6. Platz Walter Marienfeld 15 Punkte; 7. Platz Siegfried Höffert 13 Punkte; 8. Platz Hermann Witt 10 Punkte; 9. Platz Karin Waldenburg 6 Punkte; 10. Platz Josef Ellenbürger 4 Punkte; die Plätze 11 bis 13 belegen mit je 2 Punkten, Hermann Schneider, Heinz Giesheidt und Hermann Groth.
Am 19. Juli führte der Ortsverein Werden sein inzwischen nun 25. Sommerfest durch. Im Jahr 1979 hatte man anlässlich des 60 jährigen Bestehens der AWO mit einem großen Fest auf der Brehminsel in Werden damit begonnen. Dieses Jahr waren neben Tanzgruppen der AWO und der K.G. "Völl Freud" insbesondere der Auftritt von "Ferdis Drehorgelorchester" ein Höhepunkt. Aber auch der Essener Orgel- und Keyboardclub sorgte in der Cafeteria und im Innenhof des Werdener Rathauses bei Speis und Trank für gute Stimmung. Auch die Springburg für die Kinder war sehr gefragt.
Das ist doch wirklich ein Grund zum Feiern und das haben wir auch ausgiebig. Im Rahmen eines Sommerfestes und zum Tag "der offenen Tür" gab es außer Live-Musik ein umfangreiches Rahmenprogramm. Ein 50-köpfiger Männerchor "schmetterte" fröhliche Lieder. Unsere langjährige AWO Freundin und Ballettleiterin, Elionore Weiss ließ ihre Kinder wieder tanzen.
Unser, ebenfalls langjähriger Musikus "Hansi", spielte flotte Tanzlieder und es wurde auch tüchtig geschwoft.
Auch prominente Leute gaben uns im Bürgerhaus Oststatdt die Ehre
mit uns zu feiern. Um niemanden zu vergessen sei hier nur unsere
Bürgermeisterin, Annette Jäger, erwähnt. Viel zu schnell war dieser
Nachmittag wieder vergangen und niemand hatte so rechte Lust nach
Hause zu gehen.
Rosemarie Thiemann
In bester Lage von Bad Kissingen direkt am Rosengarten unweit der Fränkischen Saale befindet sich das "Kurhaus Thea". Die Innenstadt und der Kurgarten liegen wenige Schritte entfernt. Dieses ehrwürdige Haus mit dem Charme der Jahrhundertwende wird seit 1995 vom AWO-Bezirksverband Unterfranken e.V., Würzburg als Kurhaus betrieben.
Die Gäste wohnen in freundlich eingerichteten Zimmern mit Dusche/Bad, WC, TV und Telefon. Teilweise mit einem herrlichen Blick auf den Rosengarten. Vom Speisesaal aus blicken sie über eine prachtvolle Rosenfülle auf die Bootsanlegestelle an der Fränkische Saale. Hauseigene Parkplätze stehen in ausreichender Zahl zur Verfügung.
Eine große physiotherapeutische Abteilung mit entsprechenden Fachkräften ist im Hause vorhanden. Sie bietet eine Fülle von Behandlungen und Therapien wie Krankengymnastik, Wassergymnastik, Rückenschule, Ergometertraining, Entspannungstherapie, medizinische Bäder, Massagen, Unterwassermassagen, Stangerbäder, Zwei- und Vierzellenbäder, Kneipp'sche Anwendungen, Lymphdrainage, Fangopackungen, Elektrotherapie, Inhalation, Fußreflexzonenmassage, Wirbelsäulentherapie nach Dorn und Breuß usw.
Die Behandlungen und Therapien können mit den jeweiligen Kassen abgerechnet werden, wenn sie ärztlich verordnet und abrechenbar sind. So genannte "Badescheine", die von den Krankenkassen ausgegeben werden, berechtigen zum Besuch des im Hause befindlichen Badearztes, der die Verordnungen rezeptieren kann.
In Bad Kissingen erwartet sie eine idyllische Landschaft, in der Bayern, Hessen und Thüringen aneinander grenzen. Ein besonderes Flair umgibt den bekanntesten Kurort Deutschlands (Umfrage EMNID 1999).
Neben vielen Veranstaltungen der Stadt Bad Kissingen gibt es schier unendlich viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Außerordentlich viele Rad- und Wanderwege laden zu Spaziergängen und Ausfahrten ein.
Die neu erbaute und erst im März 2004 eröffnete Therme "KissSalis" in Bad Kissingen erfreut sich zunehmender Beliebtheit. In der Thermenlandschaft erwarten sie neben den großen Becken mit Massagesprudel, Strömungskanal und Whirlpool Heiß- und Kaltbecken, Kneipptretbecken, Intensivsolebecken, Glasdampfbad, Saunalandschaft und vieles andere mehr.
Das Kurhaus Thea bietet immer wieder seinen Gästen besondere Konditionen zu bestimmten Zeiten an; z.B. in der Zeit vom 14.9.-17.12.2004: 7 Übernachtungen im Einzel- oder Doppelzimmer mit WC und Dusche/Bad, TV und Telefon. Vollpension (Frühstück und Abendessen als Büffet, Mittagessen 3-Gänge Menü), Mineralwasser kostenlos, 1 Rückenmassage, 1 Melissebad zur Entspannung, Gutschein für 2 Stunden zum Besuch der neuen Therme "KissSalis", Begrüßungscocktail und Obstkorb zu einem Preis von 330 EUR zzgl. Kurtaxe pro Person. Für Aufenthalte mit 14 oder 21 Tagen gelten die Leistungen und Preise entsprechend. Für Gruppenreisen werden jahreszeitabhängige Sonderkonditionen auf Anfrage gerne angeboten. Wenn sie mit der Bahn anreisen, werden sie vom Bahnhof in Bad Kissingen abgeholt.
Das Team vom Kurhaus Thea freut sich auf ihren Besuch.
Kurhaus Thea, Theresienstraße 12,
97688 Bad Kissingen,
Tel.: 0971-71820, Fax: 0971-67323
In der Gruppe neue Kontakte knüpfen, miteinander fremde Welten erschließen und gemeinsam neue Erfahrungen sammeln - diesen Ansprüchen stellen sich die ehrenamtlich begleiteten Reisen der AWO Essen.
Malta verspricht nicht nur schönes Wetter, sondern diese Reise wird auch ein kultureller Höhepunkt, denn es sind drei interessante Ausflüge inklusive. Die Freunde erlebnisreicher Rundtouren kommen bei unserer 6-Tage-Busreise zur Adventszeit ins malerische Erzgebirge (mit täglichem Ausflugsprogramm) zum Zug.
Weihnachten und Sylvester kann man bei uns auch landestypisch im Harz, im urigen Hahnenklee verbringen, wo neben einem umfangreichen Programm auch Schwimmbad, Sauna und Dampfbad den Hotelgästen kostenlos zur Verfügung gestellt werden.
Und all den Freunden österreichischer Silvesterstimmung empfehlen wir Weyregg am Attersee im Salzkammergut, denn wer möchte nicht mit vielen netten Leuten das neue Jahr begrüßen und dazu noch so verwöhnt werden, wie es der Gasthof "Sonne" verspricht.
Karlheinz Freudenberg
Stockach, eingebettet zwischen den Hegau-Vulkanbergen und dem westlichen Bodensee war Ziel der Frühsommerreise der Werdener AWO-Seniorlnnen. Am Hunsrück vorbei wurde unsere "Bleibe" für sechs Tage erreicht: Ein Ort, mit gemütlicher Altstadt, schönen Häuserfassaden und der ehemaligen Postfahrerstation, heute als Bürgerhaus "Adler Post" kulturelles Zentrum mit Vorträgen und Konzerten.
Bei strahlend blauem Himmel und bester Stimmung fuhren wir am nächsten Tag durch den Linzgau nach Oberstaufen im Allgäu. Am östlichen Bodenseeufer erreichten wir danach die Stadt Meersburg. Dominiert von zwei Schlössern, dem "Alten" aus dem Mittelalter und dem "Neuen Schloss" aus der Zeit des Barock. Beim "Bummel" zeigt diese Stadt ihr einmaliges Flair und ihre beiden Gesichter. Einmal, die auf dem steilen Molasse-Felsen erbaute Oberstadt, andererseits die sonnige, südländisch anmutende Unterstadt, mit Palmen, Platanen und dem spiegelnden Bodensee.
Auf der Hohenzollernstraße fuhren wir am nächsten Morgen durch den Hegau, das Burgenland am westlichen Bodensee mit seinen über ein Dutzend Vulkankegeln. Der Anblick des Hohentwiel mit der größten deutschen Festungsruine, war beeindruckend.
An in der Sonne leuchtendgelben Rapsfeldern und saftigen Wiesen vorbei, durch dunkle Wälder und malerische Dörfer erreichten wir Rottweil, mit 50 Brunnen auch als Brunnenstadt bekannt. Im prächtigen Stadtbild mit seinen historischen Kirchen kann man alle Stilrichtungen, von spätromanisch über gotisch bis hin zum Barock bewundem. Wir wären gerne länger geblieben.
Stein am Rhein, wo der Fluss den Bodensee verlässt, mit einem malerischen Rathaus, bemalten Häuserfassaden und einer einladenden Uferpromenade war uns einen "Stopp" wert.
Auf in die Schweiz. Bei der Hinfahrt waren die teils schneebedeckten Berge der Alpen zu bewundern. Am Zürich-See entlang erreichten wir Rapperswill. Die Stadt, direkt am See hat mit Schloss, Hirschpark und Heimatmuseum sowie Kapuzinerkloster mit seinen Rosengärten einiges zu bieten.
Am Säntis vorbei fuhren wir durchs Appenzeller Land nach St. Gallen. In der Rokkoko- Bibliothek des Klosters können 150 000 kostbare Bücher und 2000 Handschriften des Mittelalters besichtigt werden. Dieser Klosterbereich mit prachtvoller barocker Kathedrale ist ein einzigartiges, historisches Ensemble. Palastartige Fabriken und Museumsbauten ergänzen das Stadtbild.
Die im Barockstil gestaltete Basilika Birnau bei Überlingen, mit prächtigen Decken- und Wandmalereien und einem herrlichen Seeblick, war am nächsten Tag einen Besuch wert. Mit der Fähre überquerten wir im Anschluss von Meersburg aus das "Schwäbische Meer" nach Konstanz, der größten Stadt am Südufer des Bodensees.
Zurück in Stockach war der Abschiedsabend mit Musik und Tanz, mit Gesang und musikalischen Vorträgen, bei denen Anne Ott mit Tochter Brigitte ihr Können wiederholt unter Beweis stellten, ein prächtiger Abschluss.
Auf der Heimreise mit letztem Blick auf den See wurde die Goldstadt Pforzheim angefahren. Mit der pünktlichen Ankunft in Werden, wurde eine erlebnisreiche von Sonnenschein begünstigte Reise, abgeschlossen.
Walter Heininger
In Ergänzung zu unserem eigenen Reiseprogramm bieten wir auch das umfangreiche Reiseprogramm unseres Kooperationspartners AWO Duisburg an. Als Abfahrtsstelle wird neuerdings auch Essen angeboten. Alle Angebote beinhalten eine AWO-Reiseleitung, ein Informationstreffen mit Kaffee und Kuchen vor der Reise, ein Ausflugsprogramm und eine Reiserücktrittskostenversicherung.
3.10.- 8.10.2004 6 Tage/Halbpension ab 599 Euro
9.11.-17.11.2004 9 Tage/Halbpension ab 1449 Euro
9.12.-11.12.2004 3 Tage/Vollpension ab 359 Euro
28.12.-1.1.2005 5 Tage/Vollpension ab 789 Euro
20.12.-3.1.2005 15 Tage/Vollpension ab 963 Euro
20.12.-3.1.2005 16 Tage/Vollpension ab 899 Euro
19.12.-2.1.2005 15 Tage/Vollpension 1189 Euro
Für weitere Fragen oder Katalogwünsche erreichen sie die Mitarbeiterin der
AWO Duisburg montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr unter 0203-3095610.
Schon vor fünf Jahrtausenden sollen die Chinesen ihre Beschwerden mit Tees aus Heilkräutern behandelt haben. Heute werden jährlich über 33000 Tonnen Kräuter- und Früchtetee verkauft (etwa 11 Milliarden Tassen) Apothekentees sind von höchster Qualität. Die Wirkstoffe nennt man Teedrogen. In Tees sind verschiedene Substanzen, die heilen:
Aufguss: normalerweise werden die Teedrogen mit siedendem Wasser übergossen und zugedeckt einige Minuten stehen gelassen. Dann seiht man den Tee durch ein Sieb.
Abkochen: Reine Rinden-, Hölzer- und Wurzelmischungen werden abgekocht. Dazu wird die Tee-Droge mit der entsprechenden Menge Wasser versetzt und 5 bis 10 Minuten lang gekocht, bevor der Sud durch ein Sieb gegeben wird.
Kaltauszug: Schleimstoffhaltige Drogen (zum Beispiel Eibisch oder Isländisch Moos) werden mehrere Stunden mit kaltem Wasser angesetzt. Empfindliche Wirkstoffe werden so nicht zerstört. Wegen der erhöhten Verkeimung solcher Kaltmazerate muss der Tee vor dem Trinken grundsätzlich erhitzt werden.
Richtig anwenden: Heilkräuter können nur dann ihre volle Wirkung entfalten, wenn sie nach festgelegten Richtlinien aufbereitet und sorgfältig gelagert werden. Lassen Sie eine Erkrankung immer erst vom Arzt abklären. Bevor Sie sich bei einer Befindlichkeitsstörung mit Heilpflanzen selbst behandeln, fragen Sie Ihren Apotheker. Bei der Suche nach der passenden Therapie und einem qualifizierten Therapeuten sollten Sie kritisch sein. Ist die Therapie ausreichend erprobt? Welche Ausbildung hat der Therapeut? Wie erfahren ist der Therapeut? Ist er seriös und drängt nicht auf einen raschen Behandlungsbeginn?
Die Anwendung von Heilpflanzentees ist sinnvoll bei leichteren Alltagserkrankungen wie Verdauungsstörungen, Erkältungskrankheiten und leichten Atemwegserkrankungen und chronischen Stoffwechselleiden. Besonders zur Krankheitsvorbeugung sind Heilpflanzen-Teemischungen wegen ihrer milden Wirkung vortrefflich geeignet. Die Anwendung von Teerezepten soll nicht dazu verleiten, die Tees als Wundermittel zu betrachten. Wenn nach einer bestimmten Zeit der Anwendung die Krankheitssymptome nicht abklingen, ist der Arzt aufzusuchen.
Deutsche Patienten schwören auf pflanzliche Arzneimittel. Die Hitliste der gefragtesten Heilpflanzen und ihre Wirkung:
Baldrian: Hilft bei Unruhezuständen und nervös bedingten Einschlafstörungen.
Efeu: Hilft bei Katarrhen der Atemwege.
Eukalyptus: Hilft bei Erkältungskrankheiten der oberen Atemwege.
Johanniskraut: Hilft bei leichten bis mittelschweren Depressionen, Angst und Reizbarkeit während der Wechseljahre.
Kamille: Hilft bei Krämpfen und entzündlichen Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich; äußerlich bei Haut- und Schleimhautentzündungen; als Inhalation bei Katarrhen der Luftwege; in Form von Bädern und Spülungen bei Erkrankungen im Analbereich.
Knoblauch: Hilft bei erhöhten Blutfettwerten. Knoblauch-Präparate wirken besser wenn Sie zusätzlich Ihre Ernährung umstellen: also weniger Fett, vor allem weniger tierische Fette (Butter und Schmalz) verzehren.
Melisse: Hilft bei nervös bedingten Einschlafstörungen und leichten Magen-Darm-Beschwerden. Melisse wird meist in Kombination mit anderen beruhigenden Arzneipflanzen wie z.B. Baldrian eingesetzt.
Pfefferminze: Hilft bei krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich sowie der Gallenblase und -wege. Das ätherische Öl hilft auch äußerlich angewendet gegen Kopfschmerzen.
Brennnessel: Helfen bei Gelenkschmerzen als unterstützende Therapie.
Traubensilberkerze: Hilft bei Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen, Nervosität und Reizbarkeit.
gekürzt aus:Apothekenumschau
herausgesucht von M. Hase
Herbstfest der AWO Haarzopf
und des Marie-Juchacz-Hauses,
Auf'm Bögel 8.
AWO-Skatturnier
Veranstaltungssaal der Geschäftsstelle, Pferdemarkt 5,
Spielleitung: Peter Hirdler (Skatverband Essen)
Anmeldungen über
Marlies Höller, Tel. 7269867 oder
Karlheinz Freudenberg, Tel. 1897-407
"Älter werden - Jung bleiben", Jubiläumsveranstaltung zum 30-jährigen Bestehen des Arbeitskreises Offene Seniorenarbeit Essen im Jugendzentrum Papestraße
Es wirken mit die AWO-Theatergruppe "Die Herbstzeitlosen", der Chor 2000, der Chor der Lebensabendsbewegung, der DRK Musikexpress, der Bauchredner und Entertainer Günter Switayski, die Mezzosopranistin Ingrid Dzierzon nebst Pianistin, das Seniorencafé der Familien- und Krankenpflege, die Sitzgymnastikgruppe von Frau Pappe-Häusler und eine Tanzgruppe der ESG - mit Moderation.
jeweils 15-18 Uhr Tanz im "Friedrich" - Tanzmusik, Spaß und Geselligkeit
Eine Veranstaltung des Ortsvereins Altenessen der AWO und des Friedrich-Ebert-Seniorenzentrums,
Schonnefeldstr. 86 - 4,50 Euro Verzehr