Treff - Mitgliederzeitschrift der Arbeiterwohlfahrt Essen, Ausgabe 1-2004

Aus dem Kreisverband

Liebe Freundinnen und Freunde der Arbeiterwohlfahrt,

mit Erfolg haben wir die Kreiskonferenz unseres Verbandes hinter uns gebracht. Mit den Wahlen zum Vorstand haben wir die Weichen gestellt für die Aufgabenbewältigung, aber auch für die Verbandspolitik in den nächsten vier Jahren. Mit der personellen Besetzung haben wir eine gute Mischung zwischen erfahrenen und neuen Vorstandsmitgliedern getroffen. Auch der neue Vorstand wird sich den mit Sicherheit nicht leichter werdenden Aufgaben und Herausforderungen stellen. Dabei werden die Sorgen vor allem für die ältere Generation im Vordergrund stehen.

Ich denke dabei besonders an die Gesundheitsreform, die gerade den Rentnern und den Bewohnern in unseren Heimen erhebliche Nachteile bringt. Problem ist auch der Beitrag zur Pflegeversicherung für Rentnerinnen und Rentner. Wir wehren uns gegen die Zahlung des vollen Beitrages. Wir wehren uns auch gegen eine Null-Runde bei den Renten und fordern, dass das gesetzlich festgelegte Rentenniveau deutlich über der Sozialhilfe liegen muss.

Alle diese Forderungen wurden durch die Anträge bei der Kreiskonferenz untermauert.

Blicken wir noch einmal zurück auf die Zeit vor vier Jahren. Der Beginn meiner ersten Amtsperiode als Vorsitzender stand im Zeichen schwieriger Zeiten. Gemeinsam haben Vorstand und Geschäftsführung die Aufgaben gemeistert, den Verband wieder in ein sicheres Fahrwasser gebracht. Ich bin davon überzeugt, dass auch die neuen Vorstandsmitglieder in diesem Sinne in den kommenden vier Jahren arbeiten werden.

Dazu zählt auch unser Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit in unserer Stadt. Ich bin hoch erfreut, dass die Volksinitiative zur Absicherung der Kinder- und Jugendarbeit, bei der sich unsere Mitglieder intensiv eingebracht haben, zu einem erfolgreichen Ergebnis geführt hat. Jetzt sind die Politiker im Land aufgefordert, sich diesem Votum anzuschließen und die fatalen Kürzungen in diesem Bereich noch einmal zu überdenken und zurück zu nehmen. Denn jeder Euro, der bei Kindern und Jugendlichen gespart wird, kann in der Zukunft sehr teuer werden.

Erfreulich in den letzten Monaten war auch, dass der Umzug der Bewohnerinnen und Bewohner des Otto-Hue-Hauses in ihr Ausweichquartier ohne Probleme abgeschlossen wurde. Bis zum Wiedereinzug in das neue Otto-Hue-Haus werden sie in ihrem jetzigen Heim aufs Beste versorgt und betreut werden. Die Investitionstätigkeit der Arbeiterwohlfahrt ist aber mit dem Neubau des Otto-Hue-Hauses nicht abgeschlossen. Wie in den letzten Jahren etwa am August-Schmidt-Haus, am Krausen Bäumchen oder in Rellinghausen werden wir Geld einsetzen, um unsere Einrichtungen zu renovieren und auf den neuesten Stand zu bringen. Die Bewohner sollen sich in ihrer Umgebung wohl fühlen, das war und bleibt unser Ziel. So denke ich an die Renovierung und Wärmedämmung am Wilhelm-Heine-Haus. Aber auch die Fassade am Pferdemarkt benötigt eine Erneuerung.

Mit unserer Kreiskonferenz haben wir eine neue Werbeaktion für Mitglieder gestartet. Als eine der wenigen Organisationen konnten wir erfreulicherweise unsere Mitgliederzahl von über 10.000 halten. Ich bin sicher, dass auch diese Aktion wieder ein Erfolg sein wird.

Noch eine gute Nachricht ist zu nennen. Externe Wirtschaftsprüfer haben den Kreisverband geprüft. Das Ergebnis war positiv, die AWO hat das vergangene Jahr mit einem leichten Überschuß abgeschlossen. Auch das ist in der jetzigen Zeit durchaus keine Selbstverständlichkeit.

Jetzt bleibt mir nur noch eine Bemerkung: am 13. Juni sind wir aufgerufen, das neue Europaparlament zu wählen. Gerade vor dem Hintergrund der Osterweiterung der EU ist der Gang zur Wahlurne wichtig. Denn es geht auch darum, die sozialen Standards und Errungenschaften der alten EU-Länder in die zehn neuen zu übertragen. Unser aller Ziel muss ein gerechtes, freies und soziales Europa für alle Menschen sein.

Zum Schluss möchte ich allen Mitgliedern für das in den vergangenen vier Jahren mir entgegen gebrachte Vertrauen danken. Ich werde auch in den kommenden vier Jahren für eine gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Mitgliedern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stehen.

Michael Franz (Vorsitzender)

Kreiskonferenz 2004

Die Delegierten aus den 34 Ortsvereinen nahmen die Rechenschaftsberichte des Vorstandes und der Geschäftsleitung entgegen, wählten einen neuen Kreisvorstand, Revisoren, Delegierte zur Bezirks- und Bundeskonferenz und verabschiedeten Anträge zur Sozial- und Rentenpolitik.

Kritik an den so genannten Reformen im Bund und Land waren das beherrschende Thema der Kreiskonferenz am 8. Mai in der Außenstelle des Hauses der Technik. In den verabschiedeten Anträgen kritisierten die 142 Delegierten die Krankenkassenbeiträge auf Zusatzrenten ebenso wie den vollen Beitrag zur Pflegeversicherung für Rentnerinnen und Rentner. Das Land NRW wurde aufgefordert, nach dem Volksentscheid die Zuschüsse für die Kinder- und Jugendarbeit zu sichern. Leistungen aus der Pflegeversicherung bei der stationären Pflege dürfen nach dem Wollen der Delegierten nicht gekürzt werden. In einem weiteren Antrag wurde gefordert, die Umsetzung von Hartz IV, das Zusammenlegen von Arbeitslosen- und Sozialhilfe vorerst auszusetzen.

Schon bei den Grußworten zu Beginn der Konferenz klang die Sorge um die soziale Sicherung heraus. Hans-Gerd Rötters, stellvertretender Vorsitzender des AWO-Bezirks Niederrhein, warf der Bundesregierung bei den Reformen vor, dass sie nicht wisse, wo es hingehen solle. Essens SPD-Spitzenkandidat für die Kommunalwahl, Reinhard Paß, kritisierte, dass bei den Reformen das Handwerkliche nicht stimme. Bürgermeisterin Annette Jäger brachte in ihrem Grußwort zum Ausdruck, dass gerade in diesen Zeiten das Ehrenamt bei der AWO eine große, wichtige Rolle spiele.

Auch der alte und neue Kreisverbandsvorsitzende Michael Franz erklärte, dass die Politik in Bund und Land das Leben der AWO nicht gerade leichter mache. Er erinnerte daran, dass bei den Protesten gegen die unsoziale Politik in Bund und Land Mitglieder der AWO in den ersten Reihen gestanden hätten. Das Land NRW forderte er auf, die Kürzungen bei den Sach- und Personalkosten für Kindertagesstätten zurück zu nehmen: "Sonst sehen wir uns gezwungen, einige Einrichtungen zu schließen", so Franz. Der Bundesregierung hielt Franz vor, bei allen Reformen immer nur die Armen zu belasten. Es gebe Milliarden an Erbschaften, die nicht angetastet würden. Da müsse die Bundesregierung ansetzen.

Trotz aller Schwierigkeiten und Probleme könne der Verband auch Erfolge verzeichnen. Franz erinnerte daran, dass in den vergangenen Jahren an verschiedenen Einrichtungen der AWO Renovierungsarbeiten durchgeführt worden seien und kündigte weitere an. Ende des Jahres, so hoffte Franz, könne mit dem Abriss des Bunkers an der Stensstraße auf der Margarethenhöhe und dem Bau von Seniorenwohnungen begonnen werden. Vor allem freute sich Franz, dass der Umbau des Otto-Hue-Hauses auf den Weg gebracht wurde. Auch die Vollendung des Anneliese-Brost-Zentrums sei ein Erfolg des Verbandes.

In der Kreiskonferenz startete der Vorstand eine neue Aktion zur Mitgliederwerbung. Zwar sei der Essener Kreisverband mit mehr als 10 000 Mitgliedern der stärkste in Deutschland, in vier Jahren aber soll das Ziel 12 000 Mitglieder erreicht werden.

Geschäftsführer Wolf Ambauer forderte mehr Zeit für "menschliche Pflege" in den Heimen. Statt der Pflege müssten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pflegeheimen immer mehr Zeit bei der Erledigung der Bürokratie aufwenden. Da stimme es vorne und hinten nicht, das müsse im Sinne der Bewohnerinnen und Bewohner geändert werden, forderte Ambauer die Politik auf. Zudem bemängelte er im Blick auf Sozial- und Arbeitslosenhilfe, dass immer mehr Kinder in Armut aufwachsen müssten. Auch da müsse der Gesetzgeber eingreifen. Nach den Berichten und kurzer Diskussion wurde auf Antrag der Revisoren dem Kreisvorstand einstimmig Entlastung erteilt.

Wahlen

Der neue Kreisvorstand, der für vier Jahre gewählt wurde, setzt sich wie folgt zusammen:

Vorsitzender

Michael Franz Stellv. Vorsitzende Günter Büsselberg und Klaus Johannknecht

Beisitzer

Der Vorschlag des Jugendwerkes wurde von der Versammlung bestätigt.

Helga Iwer und Horst Kleiner, die beide über viele Jahre dem Kreisvorstand angehörten, kandidierten nicht wieder.

Als Revisoren des Kreisverbandes wurden gewählt

Peter Granzin, Alfred Grimm, Heinz Kollmann, Heinz Pape, Alfons Senftner und Hans-Willi Zwiehoff.

Die Kreiskonferenz bestätigte auch die Vorschläge aus den Ortsvereinen für die Delegierten zu Bezirkskonferenzen, so dass der Kreisverband Essen wieder mit mehr als 50 Delegierten bei Bezirkskonferenzen vertreten sein wird. Michael Franz und Klaus Johannknecht werden als Delegierte zur Bundeskonferenz fahren.

Auszeichnungen für ehrenamtliches Engagement

Hans-Gerd Rötters, stellv. Vorsitzender des AWO-Bezirksverbandes Niederrhein, verlieh im Namen des AWO Bundesverbandes die Verdienstmedaillen und zeichnete damit Helga und Friedhelm Rabe, Trudi und Willi Mergen, Maria Fischer, Helga Iwer und Horst Kleiner für ihr langjähriges, intensives Wirken im Kreisverband und in den Ortsvereinen aus.

Die Ehrenurkunde des Kreisverbandes erhielten aus der Hand des Vorsitzenden, Michael Franz, die langjährigen Ortsvereinsvorsitzenden und Clubleiter:

Hans-Gerd Zmudzinski (Oststadt), Alfons Senftner (Kray), Karl-Viktor Daub (Burgaltendorf) und Hans-Gerd Grunwald (Katernberg). Hella Filipowski aus Kray konnte leider krankheitsbedingt die Urkunde bei der Kreiskonferenz nicht persönlich entgegennehmen.

Anträge

Den Delegierten lagen 9 Anträge zur Diskussion und Abstimmung vor.

Alle Anträge wurden angenommen und werden an die entsprechenden Gliederungen bzw. Entscheidungsträger weitergeleitet.

Rentenniveau

Die Arbeiterwohlfahrt Essen fordert von der Bundesregierung, daß das gesetzlich festgelegte Rentenniveau deutlich über der Sozialhilfe liegen muss und nicht durch diese ersetzt wird.

Krankenkassenbeiträge auf Zusatzrenten

Die Arbeiterwohlfahrt Essen fordert die Bundesregierung auf, die Krankenversicherungsbeiträge für bisherige Betriebsrenten, Bezieher von Zusatzrenten und Bezieher von Lebensversicherungen als Direktversicherung zurückzunehmen.

Kein voller Pflegeversicherungsbeitrag für Rentnerinnen und Rentner

Die Arbeiterwohlfahrt Essen fordert die Bundesregierung auf, die Zahlung des vollen Pflegeversicherungsbeitrages für derzeitige Rentnerinnen und Rentner aus Gründen des Vertrauensschutzes zurück zu nehmen.

Verbesserte Leistungen in der stationären Pflege

Die Überlegungen der Bundesregierung, Leistungen aus der Pflegeversicherung für stationäre Pflege zu kürzen, sind abzulehnen. Wir fordern den Bundesvorstand der Arbeiterwohlfahrt auf, sich dafür einzusetzen, daß die Leistungen aus der Pflegeversicherung nicht abgesenkt werden.

Ambulante Pflege vor stationärer Versorgung

Wenn der Anspruch "ambulante Versorgung vor stationärer Pflege" Geltung haben soll, müssen kostendeckende Entgelte für die ambulante Pflege gezahlt werden und eine Erhöhung der Sachleistungsbeträge erfolgen.

Ablehnung des Hartz IV - Gesetzes

Die Kreiskonferenz der AWO Essen lehnt Hartz IV ab, und fordert den Bundesvorstand der Arbeiterwohlfahrt auf, sich dafür einzusetzen, dass das Gesetz nicht in Kraft tritt. Zusätzlich soll eine Aufklärung und eine Information der Mitglieder und der Öffentlichkeit über die vermeintlichen Sachzwänge der neoliberalen Politik durchgeführt werden.

Reform der Krankenversicherung

Bei den Praxisgebühren ist die mögliche Häufung durch Ausweitung der Überweisungen auf alle Fachbereiche, einschließlich der Notfallbehandlung zu verhindern.

Die Belastung der Patienten durch Praxisgebühren und Zuzahlungen für Arzneimittel sind unterhalb eines Mindesteinkommens durch vorab erfolgende Befreiung zu regeln.

Bei einer Veränderung des Systems der Krankenversicherung und einer Entscheidung zwischen den bisher diskutierten Vorschlägen ist wie folgt zu entscheiden:

Die "Kopfpauschale" wird abgelehnt.

Der Bürgerversicherung ist zuzustimmen, da sie sozial ausgewogen ist, auch die Mitmenschen mit geringerem Einkommen respektiert.

Sie ist familienfreundlich, nicht subventionsbedürftig und benötigt keine zusätzliche Bürokratie.

Sicherung der Kinder- und Jugendarbeit

Die Kreiskonferenz der AWO Essen schließt sich der Resolution zur Sicherung und Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendarbeit in NRW des Arbeitskreises Jugend (AKJ) an. Die Resolution enthält im wesentlichen folgende Forderungen: Sicherung und Weiterentwicklung der Kinder - und Jugendarbeit in NRW, Rücknahme der 2004 beschlossenen Landeskürzungen für die Haushaltsjahre 2004 und 2005 im Rahmen eines Nachtragshaushaltes, eine Lockerung der kommunalaufsichtlichen Behandlung von Kommunen ohne genehmigtes Haushaltssicherungskonzept durch das Land zur Sicherung der Infrastruktur für Kinder und Jugendliche sowie Absicherung der kommunalen Verträge der Vereine und Verbände in der nächsten Wahlperiode.

Jugendbericht für Essen

Die Kreiskonferenz der AWO Essen schließt sich dem Antrag des Arbeitskreises Jugend (AKJ) an den Jugendhilfeausschuss im Rat der Stadt Essen an, einen Jugendbericht für die Stadt zu erstellen.

SPD-Ratsherr Peter Reise gestorben

Nach kurzer, schwerer Krankheit ist im Januar diesen Jahres der Ratsherr Peter Reise im Alter von 67 Jahren gestorben. 1979 wurde der ehemalige Ausbildungsberater der IHK erstmals für den Ortsverein Bochold in den Rat der Stadt gewählt und profilierte sich sofort als engagierter Jugend- und Sozialpolitiker. In den beiden zuständigen Ausschüssen war er über seine Fraktion hinaus als engagierter, oft unbequemer Verfechter der Interessen anerkannt. Unvergessen bleiben seine Wortbeiträge im Rat und den Ausschüssen, in denen er sich für die Kinder und Jugendlichen dieser Stadt einsetzte. Dabei kamen ihm vor allem im Jugendbereich die Erfahrungen aus seiner beruflichen Tätigkeit zu Gute.

1994 wurde er zum Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses gewählt. Peter Reise setzte sich in dieser Funktion für die leistungsbezogenen Verträge mit den Jugendverbänden ein. Denn er hatte schon früh erkannt, dass angesichts der finanziellen Situation der Stadt nur über diesen Weg der freien Jugendarbeit Sicherheit für die Planung gewährleistet werden konnte. Auch die Verträge mit den Sozialverbänden tragen zu einem nicht geringen Teil seine Handschrift.

Nach der Kommunalwahl 1999 wurde Reise Sprecher der SPD-Fraktion im Sozialausschuss. Auch dort setzte er sich vehement gegen soziale Ungerechtigkeiten ein, scheute sich nicht, auch gegen überregionale Beschlüsse seiner eigenen Partei in Bund und Land das Wort zu ergreifen.

Peter Reise starb nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt. Viele seiner Ideen in der Jugend- und Sozialpolitik haben bis heute Bestand. Die Arbeiterwohlfahrt, in der er seit Jahren Mitglied war, wird ihn und seine engagierte Mitarbeit in bester Erinnerung erhalten.

AWO Essen wirbt

Zur Unterstüzung der Mitgliederwerbeaktion setzt die AWO in Essen neuerdings auch Postkarten ein. Momentan sind vier unterschiedliche Motive in Gebrauch und können im AWO-Treff, Pferdemarkt 7 abgeholt werden.

Aus dem Kreisverband

AWO-Forum: Bildung mit Bodenhaftung

In fünf ausgewählten Gesprächsrunden, die von Frühförderung bis Seniorenbildung reichten, diskutierten am 27. März 2004 über 100 Personen im Kurt-Schumacher-Sozialzentrum über die Bildungsarbeit bei der AWO in Essen.

Die Veranstaltung, bei dem auch noch einmal das 25-jährigen Bestehens der Familienbildungsstätte gewürdigt wurde, eröffnete Edith Schmitzer, die voranstellte, dass immer der Mensch im Mittelpunkt der Bildungsarbeit der AWO steht. ",Bildung mit Bodenhaftung' bedeutet, Menschen zu unterstützen, ihre persönliche Lebensplanung zu entwickeln und dafür geeignete Wege zu finden", so die Leiterin des Referats Bildung.

Als Vertreterin der Stadt Essen überbrachte die Bürgermeisterin Annette Jäger Grußworte und betonte, dass die AWO die Essener Bildungslandschaft durch ihr breites Angebotsspektrum bereichere und einen wichtigen Beitrag für ein besseres Miteinander leiste.

Den ersten fachlichen Akzent setzte Prof. Dr. Rolle, Leiter des Sozialpädagogischen Instituts NRW, der auf die Frage ,was für eine Bildung wollen wir den jungen Menschen geben?' eindeutig die Bedeutung von ,ganzheitlichen Bildungsprozessen' als Aufgabe für die Zukunft hervorhob. Kindertagesstätten, Schule, außerschulische Institutionen, gewinnen als Erfahrungsräume und Kontaktmöglichkeiten dabei immer mehr an Bedeutung und helfen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sich ,selbst zu bilden'.

Folgende Gesprächsforen, die von Gaby Wittekopf moderiert wurden, bildeten den inhaltlichen Schwerpunkt der Veranstaltung:

Den Start machten die AWO Kitas, die das Thema Frühförderung präsentierten.

Anschaulich wurde anhand einer Baiser-Herstellung dargestellt, wie beim spielerischen Schlagen von Eiweiss der Übergang eines Stoffes vom flüssigen in den festen Zustand erlebbar gemacht und ganz nebenbei auch noch ein Rhythmus kennengelernt wurde. Im nächsten Schritt verdeutlichten die MitarbeiterInnen aus der Jugend- und Familienhilfe über ein Rollenspiel, wie wichtig das Erlernen der Sprache für ZuwanderInnen ist. "Wenig Sprache - Viel Mißverständnisse" so das Motto der szenischen Einlage.

Ganz zeitgemäß gestaltete das AWO Jugendwerk mit einer Powerpoint-Präsentation den Einstieg in den Bereich Jugendbildung und gab einen Überblick über die außerschulische Bildung in der offenen Jugendarbeit.

Die AWO Familienbildung zeigte anhand von vier Beispielen wie durch neue Methoden intensiver und interessanter gelernt werden kann. Die TeilnehmerInnen konnten ein Computer-Quiz, eine Lernstraße zum FuN-Elterntraining, ein Memory-Spiel zur Sprachenbildung und einen A-bis-Z-Lauf, der Begriffe zur AWO erfragt, ausprobieren.

Die Seniorenbildung zeigt anhand der Entstehung der Theatergruppe "Die Herbstzeitlosen" auf, wie aus informellen Bildungsangeboten intensive Formen des Lernens entstehen können.

Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen waren eindeutig: "Wir haben mit viel Spaß intensiv gelernt".

In der Auswertung wurde unterstrichen, dass es bei den neuen Methoden darum geht sie systematisch, d.h. zur Intensivierung des Lernprozesses einzusetzen.

Wolfgang Weber vom AWO-Vorstand schloss die Veranstaltung mit dem Hinweis, dass diese neue, anschauliche Form der Präsentation Interessierte unterschiedlichen Alters, aus verschiedenen Bereichen der AWO und anderer Verbände ins Gespräch gebracht habe.

Die lebendigen und engagierten Diskussionen lassen uns resümieren: "Zur Nachahmung empfohlen".

Wilhelm Dibow

CDU-Sozialpolitiker Gerd Kersting verstorben

Im Alter von 71 Jahren ist am 1. Mai der Vorsitzende des Sozialausschusses im Rat der Stadt Essen Gerd Kersting gestorben. Seit 1969 hatte er sich im Rat als Mitglied des Sozialausschusses für die Belange von Benachteiligten eingesetzt. Dabei scheute sich Kersting nie, die Probleme direkt vor Ort anzugehen. Unvergessen ist sein Einsatz unter anderem für die Belange der Obdachlosen in den Notunterkünften. Dass deren Zahl von einst rund 10.000 auf heute unter 1.000 gesunken ist, ist nicht zuletzt auch sein Verdienst.

Unter seiner Mitwirkung hat die Stadt vor Jahren das Programm "Arbeit statt Sozialhife" aufgelegt, dass später in das Programm ProChip einmündete. Ziel war neben Einsparungen bei den Ausgaben für die Sozialhilfe vor allem, den Betroffenen wieder eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen.

Zu seinen Leistungen zählt auch das heutige Haus der Begegnung für behinderte und nicht behinderte Menschen. Das ist nur ein Beispiel dafür, dass Kersting sich bei seinen Bemühungen in der Sozialpolitik nicht in eine Schublade stecken ließ. Die Arbeiterwohlfahrt verliert mit Gerd Kersting einen engagierten Ansprechpartner.

137 Auszubildende bei der Arbeiterwohlfahrt in Essen

Derzeit sind 137 Auszubildende bei der AWO in Essen beschäftigt. Zusammen mit dem Vorsitzenden Michael Franz und dem Geschäftsführer Wolf Ambauer trafen sie sich am Bildungsinstitut für Altenpflege zum Fototermin.

Die Auszubildenden sind in vier Sparten tätig: der größte Teil sind 82 Personen, die zur/zum examinierten Altenpflegerin oder Altenpfleger ausgebildet werden. In einem speziellen Kurs werden 40 alleinerziehende Frauen zu Altenpflegerinnen ausgebildet. Zehn Auszubildende werden Erzieherinnen; vier werden Bürokauffrau oder -mann und eine Auszubildender wird Koch.

Zum Betriebsausflug nach Essen

1997 übernahm die Essener AWO zusammen mit der AWO aus Würzburg eine Kinder-Reha-Klinik in Binz auf Rügen.

Die Einrichtung wurde seitdem modernisiert und medizinisch weiterentwickelt. Fast 2 Millionen Euro wurden mit Unterstützung von Sonderkrediten des Bundes und mehrerer Stiftungen dort investiert.

Fast 900 Kinder und Jugendliche nehmen jährlich an den Reha-Maßnahmen mit den Schwerpunkten Asthma, Allergien, Neurodermitis und Übergewichtigkeit teil.

Zwischen vier und sechs Wochen dauern die Reha-Kuren, bei denen unterschiedliche medizinische Anwendungen, Schulungen und Verhaltenstrainings im Vordergrund stehen.

Inzwischen werden zunehmend Reha-Kuren für Kinder und Jugendliche aus dem Ruhrgebiet bewilligt.

Nach Beendigung der Saison 2003 machten sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Betriebsausflug nach Essen auf. Krankenschwestern, Hausmeister, Erzieherinnen und Ärzte aus der Kinder-Reha-Klinik in Binz auf Rügen kamen zur Essener AWO. Neben den Besichtigungen sozialer Einrichtungen stand eine Rundfahrt zu Essener Sehenswürdigkeiten und natürlich Shopping auf dem Programm.

Bei einem gemeinsamen Abendessen in der AWO-Geschäftsstelle wurden die Gäste aus Rügen von Bürgermeisterin Annette Jäger und dem AWO-Vorsitzenden Michael Franz begrüßt.

Aus dem Jugdwendwerk

Die Volksinitiative "geht weiter"

Nach dem überragenden Erfolg der Volksinitiative "Jugend braucht Zukunft!" in NRW (174.500 Unterschriften) aber auch in Essen (7.700 Unterschriften) hat sich in den letzten Wochen und Monaten viel getan. Es scheint sich auf dem politischen Parkett doch einiges zu bewegen, so dass ein Kinder- und Jugendfördergesetz auf Landesebene angestrebt wird.

Auch der AWO-Kreisverband Essen und das Jugendwerk mit seinen Mitgliedern und Mitarbeitern haben einen ganz wesentlichen Beitrag zum Erfolg der Initiative geleistet. In vielfältigen Aktionen haben wir gemeinsam auf die Initiative aufmerksam gemacht und sie mit unserer Unterschriften unterstützt. Uns hat es ganz deutlich gezeigt, dass Kinder- und Jugendarbeit in Nordrhein-Westfalen eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung besitzt, aber auch, dass sich persönlicher Einsatz lohnt und es möglich ist, als Bürger Politik zu beeinflussen!

Offen bleibt die Frage, wie es sich mit den aktuell von der Landesregierung beschlossenen Kürzungen des Landesjugendplanes 2004/2005 verhält. Dies betrifft immerhin ca. 25 % der Zuschüsse im Bereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit und der Jugendverbandsarbeit. Diese führen schon jetzt zu Kürzungen, Streichungen und Schließungen und zerstören Strukturen. Betroffen hiervon sind u.a. auch das Julius-Leber-Haus der AWO und das Jugendzentrum Schonnebeck, das Jugendhaus Kupferdreh sowie die Ferienfreizeiten des Jugendwerks.

Um diese Fragen zu klären und den weiteren Prozess zu beflügeln, trägt das Jugendwerk die Resolution des Arbeitskreis Jugend (AKJ) zur Sicherung und Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendarbeit in NRW. Die Resolution richtet sich an das Land. Sie wurde im Mai in den Jugendhilfeausschuss eingebracht und soll vom Rat der Stadt Essen beschlossen werden. Die Resolution enthält im Wesentlichen folgende Forderungen:

So bleibt zu hoffen, dass Politik das Votum der Bevölkerung für die Kinder- und Jugendarbeit ernstnimmt, so wie Kinder und Jugendliche ernstgenommen werden sollten. Und sich eine Absicherung der Kinder- und Jugendarbeit nicht in den Mühlen der anstehenden Kommunal- und Landtagswahlen zerreibt.

Frank Bente

Immer wieder ab in die Sonne

Wie auch in den vergangenen Jahren bietet das Jugendwerk betreute Kinder- und Jugendferienfreizeiten an.

Ob im Haus, im Bungalow oder im Camp, ob in Holland, Deutschland, Spanien, Frankreich oder Italien, das wichtigste Grundprinzip der Freizeiten ist die sichergestellte Betreuung. Nach dem Motto "Urlaub ohne Eltern und trotzdem nicht allein" wird jede Ferienfreizeit von gut ausgebildeten Betreuern begleitet, die sich nicht nur um die kleineren und größeren Wünsche und Sorgen der Teilnehmer kümmern, sondern darüber hinaus auch ein abwechslungsreiches Aktionsprogramm, das jede Ferienfreizeit zu einem echten Gruppenerlebnis macht, anbieten.

Nähere Infos und Katalogbestellung gibt's im Jugendwerk unter der Telefonnummer 0201/233249.

Sozialpolitik

AWO mobilisiert Jung und Alt

Paul Saatkamp, Vorsitzender der AWO am Niederrhein, appellierte an die 50.000 Mitglieder und Mitarbeiter der AWO am Niederrhein, am 3. April in Köln für Arbeit und soziale Gerechtigkeit zu demonstrieren: Die AWO müsse ein Zeichen setzen und öffentlich für eine Wende in der Politik eintreten.

Leicht fällt es der AWO nicht, zum Protest gegen die Politik der Bundesregierung aufzurufen. Schließlich wurde die Arbeiterwohlfahrt 1919 von der Partei gegründet, die heute für die Agenda 2010 verantwortlich zeichnet.

"Wenn das Wohl sozialbenachteiligter Menschen auf dem Spiel steht, kann es für die AWO aber keine andere Entscheidung geben! Unsere Grundwerte "Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität" verpflichten uns, für soziale Gerechtigkeit einzutreten, auch gegen diejenigen, die uns politisch nahe stehen, wohl wissend, dass andere Mehrheiten alles noch viel schlimmer machen würden," sagte Paul Saatkamp, der in Köln zu den Kundgebungsteilnehmern sprach, "Seit 1982 hören wir, dass Sozialabbau zu mehr Arbeitsplätzen, Wirtschaftswachstum und Wohlstand für alle führt," bemängelte Saatkamp, "nichts davon ist eingetreten! Weder unter Kanzler Kohl, noch mit Kanzler Schröder. Gewachsen sind lediglich die sozialen Gegensätze, die Arbeitslosigkeit und die Diskrepanz zwischen Arm und Reich! Mit Sozialabbau lösen wir keine Probleme! Im Gegenteil, wir verschärfen damit soziale Spannungen und gefährden den sozialen Frieden! Wir brauchen keine Einschränkungen bei unseren sozialen Sicherungssystemen sondern eine breitere Finanzierungsbasis!" forderte der Vorsitzende der AWO am Niederrhein. Selbstständige und Beamte sowie die Einkünfte aus Kapitalanlagen, Vermietungen und Verpachtungen müssten zur Finanzierung der Solidarsysteme beitragen.

Wir demonstrierten in Köln für soziale Gerechtigkeit weil

Die Auswirkungen der Gesundheitsreform

Mit der von der SPD und den Grünen sowie von der CDU und CSU beschlossenen und seit dem 1. Januar geltenden Gesetzgebung im Gesundheitswesen werden für zahlreiche medizinische Leistungen nun Zuzahlungen erhoben bzw. erhöht. Das trifft jetzt auch alle Personenkreise, die bisher wegen zu geringem Einkommen von Zuzahlungen befreit waren. Grundsätzlich sind nun Zuzahlungen von zehn Prozent der Kosten fällig: mindestens fünf und höchstens zehn Euro.

Das gilt insbesondere für rezeptpflichtige Arznei-, Verbands- und Hilfsmittel sowie für die aus zwingenden medizinischen Gründen genehmigten Fahrtkosten zur ambulanten Behandlung. Bei Heilmitteln, z.B. Geräten oder Massagen, kommen noch zehn Euro pro Verordnung hinzu. Neben zehn Euro im Vierteljahr sind bei der Behandlung durch den Arzt sowie durch den Zahnarzt auch zehn Euro pro Tag beim Krankenhausaufenthalt und einer Anschlussheilbehandlung für maximal 28 Tage im Kalenderjahr zu bezahlen.

Die Belastung durch Zuzahlungen soll zwei Prozent und bei schwerwiegend chronisch Kranken ein Prozent der Bruttoeinnahmen des Vorjahres nicht überschreiten. Als schwerwiegend chronisch krank gelten Patienten, die sich wegen derselben schwerwiegenden Krankheit in Dauerbehandlung befinden, die mindestens einen Arztbesuch im Vierteljahr erforderlich macht. Außerdem muss eine Schwerbehinderung von mindestens 60 Prozent oder die Pflegestufe II oder III zuerkannt sein.

Zu den Bruttoeinnahmen zählen neben den Arbeitsentgelten und gesetzlichen Rentenzahlungen u. a. auch Betriebsrenten sowie Pacht- und Mieteinnahmen. Für Familien wird der Gesamtbetrag durch Kinderfreibeträge (3.648 Euro je Kind) und für den Ehepartner (4.347 Euro) reduziert.

Um beim Überschreiten der Belastungsgrenze bei der Krankenkasse eine Befreiung von weiteren Zuzahlungen zu erreichen, sollten sämtliche auf den Patienten ausgestellte Quittungen und Zahlungsbelege gesammelt werden. Weitere Informationen, eine persönliche Beratung und gegebenenfalls einen Antrag zur Befreiung für weitere Zuzahlungen erhält man sicher gern bei der zuständigen Krankenkasse.

Anzumerken wäre noch, dass es beim Zahnersatz im Jahr 2004 bei der bisherigen Regelung bleibt, aber ab 2005 für den Zahnersatz und ab dem Jahr 2006 für das Krankengeld Zusatzversicherungen abgeschlossen werden müssen.

Helmut Matz

AUFSTEHN, damit es endlich besser wird!

Am Aktionstag gegen den Sozialabbau in Nordrhein-Westfalen, in Deutschland und Europa nahmen in Berlin, Stuttgart und Köln mehr als 500.000 Menschen teil.

Natürlich war unter den vielen Autobussen, die am 3. April ab 9 Uhr vom Essener Hauptbahnhof aus starteten, auch die AWO dabei; insbesondere Senioren und Seniorinnen aus den Ortsvereinen Bochold und Kray, aber auch drei Mitglieder des Kreisvorstandes. Überrascht war ich in Köln nicht nur von der riesigen Teilnehmerzahl sondern auch über die vielen jungen Leute, die mitzogen.

In Köln traf man auch "Zeitzeugen", mit denen man unterwegs Erinnerungen und Erfahrungen aus mehr als sieben Jahrzehnten austauschen konnte: Denn wer noch die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise um 1930, die damalige hohe Arbeitslosigkeit, die "Notverordnungen" mit härtesten Sparmaßnahmen und die daraus entstandene Nazidiktatur sowie den Zweiten Weltkrieg mitbekommen und zu spüren bekam, war froh, dass es nach 1945 anders wurde. Nach der 1948 erfolgten Währungsreform ging es zügig aufwärts.

Die Großindustrie und die Bankinstitute bemühten sich damals, schon um einer zunächst auch von der CDU geforderten Überführung in Gemeineigentum zu entgehen, um ein gutes Verhältnis auch zu den Gewerkschaften. In den mittleren Betrieben kam es schon ab 1945 und nach dem ab 1952 geltenden Betriebsverfassungsgesetz meist zu einer vertrauensvollen Aufbau- und Zusammenarbeit zwischen Inhabern, Betriebsrat und Mitarbeitern.

Die 1957 unter Adenauer erfolgte Rentenreform sorgte auch auf diesem Gebiet für bessere Verhältnisse. Man setzte damals Reform noch mit Fortschritt gleich, dazu hielt man sich an die Regel aus dem Grundgesetz, dass die Bundesrepublik nicht nur ein demokratischer sondern auch ein sozialer Staat ist. Bis in die 70er Jahre verbrachten wir so bei steigenden Exportzahlen und gutem Binnenabsatz im Zeichen der Sozialen Marktwirtschaft, auch "Rheinischer Kapitalismus" genannt, im Großen und Ganzen eine zufriedenstellende Zeit.

Das änderte sich aber: Denn schon 1975 forderte Graf Lambsdorf für seine Klientel und die FDP eine mehr marktwirtschaftliche Politik und auch in den Betrieben wurde das Klima etwas rauer. Aus der Vollbeschäftigung erwuchs dann durch Rationalisierung und Automatisierung trotz Arbeitszeitverkürzungen eine steigende Arbeitslosigkeit.

Auf Betreiben der FDP wurde 1982 nach Willi Brandt und Helmut Schmidt Helmut Kohl Bundeskanzler. Die nun im negativen Sinne liberale Politik brachte unter Berufung auf Maastrichter Beschlüsse viele Sparmaßnahmen, die dazu nach der ab 1990 erfolgten Eingliederung der DDR verstärkt wurden und große Belastungen auch für die Rentenkassen sowie Beitragserhöhungen bedeuteten, den westdeutschen Unternehmen steigende Umsätze und Gewinne sowie den "neuen Ländern" statt den von Kohl versprochenen blühenden Landschaften "plattgemachte Betriebe" und eine Arbeitslosigkeit von 19 Prozent brachten.

Nach 16 Jahren Kohl-Regierung setzten sich viele von uns für einen Wechsel ein, wurden aber nach der 1998 erfolgten Regierungsübernahme durch Rot/Grün insbesondere auf sozialem Gebiet bitter enttäuscht, bekamen später die "Agenda 2010" ins Stammbuch diktiert und die Folgen zu spüren. Bei den deutschen Konzernen dagegen, die von 1998 bis 2000 noch mehr als 64 Milliarden Euro Körperschaftssteuer zahlten, lohnte sich doch mal eine Reform, denn im Jahre 2001 bekam Finanzminister Eichel nichts von ihnen und musste sich 2002 mit 2,86 Milliarden aus dieser Steuer begnügen, was natürlich auch Auswirkungen auf die Länder und die Kommunen hatte.

Der Abbau von Arbeitsplätzen und ihre Verlagerung in alle Welt ging trotzdem weiter.

Die vielfach geschönte Statistik der Bundesagentur für Arbeit wies für Anfang Mai 2004 rund 4,43 Millionen Arbeitslose aus. Auch die daraus entstehenden Mindereinahmen bei Steuern und Sozialbeiträgen werden vermehrt durch einen weiteren Abbau von Sozialleistungen auf Langzeitarbeitslose und Rentner abgewälzt. Dass "starke Schultern" mehr belastet werden können, ist in Vergessenheit geraten. Eine Reform der Vermögenssteuer nach den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes sowie die Besteuerung großer Erbschaften wird auf die "lange Bank" geschoben.

Besonders mit der Gesundheitsreform, die zu 87 Prozent von den Patienten getragen wird, ist seit Beginn dieses Jahres kräftig abkassiert worden. Die Rentner müssen seit dem 1. April weitere 0,85 Prozent ihrer Bruttorente für die Pflegeversicherung abführen, für die Zusatzversorgung seit Jahresbeginn den vollen Krankenkassenbeitrag leisten, bekamen die zum 1. Juli 2004 fällige Rentenanpassung in "Höhe" von 0,56 Prozent gestrichen und auch eine Rentnerin mit 800 Euro Monatseinnahmen hat ja wie alle anderen seit Jahresbeginn Abgabenerhöhungen unter anderem beim Wassergeld, Haushalts- und Heizungsstrom sowie bei der Miete zusätzlich zu begleichen.

Dem Chef der Deutschen Bank fällt das sicher leichter, denn dessen Bruttobezüge wurden für das Jahr 2003 um mehr als 60 Prozent auf 11,1 Millionen Euro = 925.000 Euro im Monat erhöht, sein Steuersatz für 2004 von 48 Prozent auf 45 und für 2005 auf 42 Prozent gesenkt, was ihm einige Hunderttausend Euro zusätzlich bringt. Trotzdem dankbar ist da wohl der ledige Facharbeiter, der bei 2.100 brutto im Monat rund 30 Euro weniger Steuern zahlt und dem nach allen Abzügen rund 1.280 Euro verbleiben, allerdings wurde ihm die Kilometerpauschale für die Fahrt zur Arbeit gekürzt.

Seit 1991 hat die Teuerungsrate den Lohn-, Gehalts- und Rentenzuwachs übertroffen. Soweit man sich bei uns noch an die Tarife hält, verdient z.B. ein körperlich schwer arbeitender Lagerarbeiter brutto 1.738 Euro im Monat, eine gelernte Verkäuferin rund 2.000 Euro und ein Lohnbuchhalter brutto rund 2.300 Euro im Monat. Bei 2.300 Euro brutto liegt auch das Durchschnittseinkommen, welches dann nach 45 Arbeitsjahren eine Bruttorente von 1.175 Euro ergibt; allerdings beziehen mehr als die Hälfte der männlichen Rentner weniger als 1.000 Euro Rente im Monat.

Da die gesetzlichen Krankenkassen für viele Ausgaben nicht mehr aufkommen und die Renten einen gesicherten Lebensstandard in Zukunft nicht gewährleisten, muss nun vieles an Eigenvorsorge geleistet werden. In Stichworten: Versicherungen für das Krankengeld, für den Zahnersatz, für die Berufsunfähigkeit, für den Todesfall und um die sieben Prozent des Einkommens für die zusätzliche Altersversorgung; entsprechend mehr an Vorsorgeleistungen für den Ehepartner. Ob die Kosten hierfür von Bürgern mit geringem Einkommen und Arbeitnehmern aus Niedriglohnbereichen erbracht werden können, muss bezweifelt werden.

Mit der Erweiterung der Europäischen Union und der zunehmenden Globalisierung der Wirtschaft und des Kapitals kommt einiges auf uns zu: Es ist wahrscheinlich, dass die Einkommen unserer Arbeitnehmer nur noch wenig steigen und teilweise sogar zurückgehen werden. Das wird dann auch geringere Rentenanpassungen und erneute "Nullrunden" bei den Renten bedeuten, die dazu durch schon beschlossene Eingriffe und insbesondere durch den "Nachhaltigkeitsfaktor" bis zum Jahr 2030 im Bruttobereich um fast 20 Prozent gesenkt werden sollen.

Wie unter solchen Vorzeichen die Binnennachfrage gesteigert werden kann und dadurch Arbeitsplätze entstehen sollen ist fraglich. Wie man die Renten- und Pensionsproblematik hätte besser regeln können, zeigt das Beispiel der Schweiz, wo nach ihrem vollen Einkommen alle, also Arbeiter, Angestellte, Beamte, Selbstständige und die Arbeitgeber gemeinsam die Grundsicherung der Altersversorgung finanzieren (die im Jahr 2003 umgerechnet bei mindestens 724 Euro und auch für Spitzenverdiener bei maximal 1.448 Euro lag). Dazu kommt die Pflicht zur betrieblichen Altersversorgung, die von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu gleichen Teilen getragen wird. Für die private Vorsorge der Alterssicherung gibt es dazu großzügige steuerliche Anreize.

Zum Schluss: Was bleibt zu tun, damit wir nicht noch im realen Kapitalismus landen?

Wir können wohl nur den Verbänden, Organisationen und den Abgeordneten weiter den Rücken stärken, die statt Abbau für mehr soziale Gerechtigkeit sorgen - und wenn es denn sein muss, vermehrt wie am 3. April dieses Jahres unter dem Motto "AUFSTEHEN, damit es endlich besser wird!" selber dazu beitragen.

Helmut Matz

40 Jahre Sozialhilfe in Deutschland:
Sozialhilfequote mehr als verdreifacht

Wiesbaden - Die Zahl der Sozialhilfeempfänger in Deutschland ist seit In-Kraft-Treten des Bundessozialhilfegesetzes von 0,58 Mill. (im früheren Bundesgebiet) am Jahresende 1963 auf 2,76 Mill. Personen Ende 2002 gestiegen. Dabei handelt es sich um die Empfänger von laufender Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen (= sog. "Sozialhilfe im engeren Sinne"). Die laufende Hilfe zum Lebensunterhalt dient der Deckung des Grundbedarfs vor allem an Nahrung, Kleidung, Unterkunft und Heizung (sog. "soziokulturelles Existenzminimum")

Die Sozialhilfe (Anteil der Hilfebezieher an der jeweiligen Bevölkerung) hat sich im selben Zeitraum mehr als verdreifacht: Während Ende 1963 lediglich 1,0% der Bevölkerung Sozialhilfe bezog, waren es Ende 2002 rund 3,3%. Diese und weitere Ergebnisse der amtlichen Sozialhilfe- und Pflegestatistik hat der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Johann Hahlen, am 18. November 2003 in einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt.

Von insgesamt 2,76 Mill. Sozialhilfeempfängern am Jahresende 2002 waren 1,68 Mill. (61% aller Hilfebezieher) im erwerbsfähigen Alter, also zwischen 15 und 64 Jahren alt. Rund 732.000 Personen (44% aller Empfänger im erwerbsfähigen Alter) waren arbeitslos gemeldet; von diesen erhielten 34% auch Leistungen nach dem Arbeitsförderungsrecht (im Wesentlichen Arbeitslosengeld und -hilfe).

Schätzungsweise rund 990.000 Sozialhilfeempfänger im erwerbstätigen Alter (15 bis 64) waren Ende 2002 nicht erwerbstätig, aber grundsätzlich erwerbsfähig und standen dem Arbeitsmarkt potentiell zur Verfügung.

Für die Be- bzw. Entlastung der Sozialhilfeträger spielt die (Wieder-) Eingliederung arbeitsfähiger Sozialhilfeempfänger ins Erwerbsleben damit eine wesentliche Rolle. Bei Eingliederung der dem Arbeitsmarkt potentiell zur Verfügung stehenden Personen in den Arbeitsmarkt würden wahrscheinlich auch viele ihrer Familienmitglieder keine Sozialhilfe mehr benötigen.

Im Verlauf des Jahres 2002 endete für rund 43% der Sozialhilfehaushalte (gemessen am Jahresendbestand 2001) der Hilfebezug, 48% kamen neu hinzu.

Für 606 000 Haushalte, die im Laufe des Jahres 2002 keine Sozialhilfe mehr erhielten, endete die Sozialhilfe im Durchschnitt nach knapp 17 Monaten.

Daneben stellte das statistische Bundesamt Daten zur Entwicklung der Pflegebedürftigkeit in Deutschland vor:

Im Dezember 2001 waren nach den Ergebnissen der Pflegestatistik insgesamt 2,04 Mill. Menschen in Deutschland pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes. Für die nächsten Jahre ist mit zunehmender Alterung der Gesellschaft auch ein Anstieg der Pflegebedürftigen zu erwarten. Nach den Ergebnissen einer Vorausberechnung des statistischen Bundesamtes dürfte deren Zahl im Jahr 2005 auf ca. 2,15 Mill. steigen. Im Jahr 2010 sind schätzungsweise 2,36 Mill. Pflegebedürftige und im Jahr 2020 etwa 2,83 Mill. zu erwarten. Der Anstieg zwischen den Jahren 2001 und 2020 wird somit auf mehr als ein Drittel (+39%) geschätzt. Entsprechend wird der Anteil der Pflegebedürftigen an der Gesamtbevölkerung zunehmen: Der Anteil beträgt heute 2,5% und wird bis 2020 auf etwa 3,4% steigen.

Detaillierte Ergebnisse - auch zu den Empfängern von Hilfe in besonderen Lebenslagen sowie den Ausgaben für Leistungen nach dem Bundessozialhilfegesetz - enthält die Pressebroschüre "Sozialhilfe in Deutschland - Entwicklung, Umfang, Strukturen", die kostenlos im Internetangebot des statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de, Pfad: Presse/Presseveranstaltungen, abrufbar ist.

Nachrichten

Stolpersteine erinnern

Der Kreisvorstand und die Geschäftsleitung der AWO in Essen bitten um Unterstützung der Aktion Stolpersteine, wie sie in dem folgenden Brief beschrieben wird:

"Auf dem täglichen Weg zum Einkauf oder zur Arbeit leuchtet Ihnen auf dem Gehweg ein "goldener" Pflasterstein entgegen. Sie beugen sich hinunter und lesen auf dessen messingbeschichteter Oberfläche: Hier wohnte bis November 1941 Manfred Katz, geb. 7. März 1927, deportiert am 10. November nach Minsk, wo er ermordet wurde.

Solche Stolpersteine finden Sie seit einigen Jahren in einer Reihe von deutschen Städten. Sie erinnern - anders als bisher Denkmäler und Erinnerungsstätten - an den einzelnen Menschen, der von den Nazis umgebracht wurde. Sie geben den Opfern ihre Individualität zurück.

Ich möchte erreichen, dass wir auch in Essen diese Form des Sicherinnerns aufnehmen, nicht um endlos darunter zu leiden, sondern um daraus für die Zukunft zu lernen.

In vielen Gesprächen u.a. mit dem Oberbürgermeister, dem ehemaligen Oberstadtdirektor, Herrn Hartwich, dem ehemaligen Superintendenten, Herrn Gehring, dem Stadtforscher, Herrn Dr. Schmidt, und dem Vorsitzenden der Jüdischen Kultusgemeinde, Herrn Budnitzki, habe ich für dieses Vorhaben Ermunterung und Unterstützung gefunden. Die Herstellung und Verlegung der Stolpersteine wird ausschließlich privat, d.h. durch Spenden finanziert; je Stein 95 Euro. Der Historische Verein Essen e.V. hat inzwischen ein Sonderkonto eingerichtet, auf das Sie Ihre Paten-Spende überweisen können:

Sparkasse Essen

BLZ: 360 501 05
Konto-Nr.: 313 700

Bitte vergessen Sie nicht, ihre vollständige Adresse anzugeben, damit eine Spendenbescheinigung zugeschickt werden kann.

Ich hoffe sehr, dass beginnend Ende April mit 50 Steinen in der Innenstadt nach und nach in allen Teilen der Stadt solche Erinnerungssteine verlegt werden können.

Mit herzlichem Dank im Voraus und freundlichen Grüßen

Peter Reuschenbach

Ex-Oberbürgermeister

Bei der Europawahl geht es auch um mehr Verbraucherschutz

Immer, wenn es um Negativschlagzeilen wegen der europäischen Agrar- und Lebensmittelpolitik geht, bleiben die bei uns sofort hängen. Der unbekannte Apparat in Brüssel ist vielen fremd; man hört von unsinnigen EU-Regelungen und die "EUrokratie" ist ohnehin verdächtig. Kommt dann noch der "Rinderwahnsinn" dazu, scheint das Urteil über die EU fest zu stehen: Bringt nichts! Verkompliziert alles! Und die Verbraucher haben ohnehin nichts davon!

Der Realität entspricht das nicht. Die Zeiten, in denen die Europäische Agrarpolitik nur die Überschüsse aufkaufte, um die Preise zu stützen sind lange vorbei. Heute fördert die EU besonders die Herstellung von gutem Fleisch und hochwertigem Getreide. Deswegen werden Landwirte belohnt, die weniger intensiv produzieren. Die Bauern erhalten heute besondere Finanzmittel, um sie bei der Qualitätsverbesserung ihrer Erzeugnisse und bei deren Vermarktung zu unterstützen. Auch bei der Umstellung des Hofes von herkömmlicher auf ökologische Produktion gibt es EU-Hilfen.

Die EU hat eine gemeinsame Agrarpolitik und einen Binnenmarkt für Lebensmittel. Das bedeutet, dass es gemeinsame Regeln geben muss für Lebensmittelqualität: Wieviel Chemie darf der Bauer einsetzen, welche Stoffe dürfen Futtermittel nicht enthalten und wie behandelt er seine Milch auf dem Weg in die Molkerei? Alle diese Fragen regelt Europa, um gesunde Lebensmittel mit hoher Qualität anzubieten. Wir wollen, dass diese Regeln den Schutz des Einzelnen zum Ziel haben.

Regeln für mehr Lebensmittelsicherheit und zur Information der Verbraucher

Inzwischen gibt es aus Brüssel viele neue Vorschläge: Diese beinhalten Vorschriften zu neuartigen Lebensmitteln, Verpackungen, Zusatz- und Aromastoffen in Lebensmitteln.

Das neue Lebensmittel- und Veterinäramt der Europäischen Union kontrolliert die Kontrolleure in den Mitgliedsstaaten. Es greift auch ein, wenn Importe aus Nicht-EU-Staaten nicht den hiesigen Standards entsprechen. Und es verhängt Strafen! Die EU-Behörde kontrolliert auch die nationalen Behörden, damit gesichert ist, dass diese nach den strengen EU-Regeln prüfen - auch die heimische Produktion. Das so genannte Schnellwarnsystem innerhalb der EU ist eines der wirksamsten Instrumente zur Gewährleistung von Lebensmittelsicherheit: Wann immer in einem Land ein Problem auftritt (wie etwa seinerzeit BSE in Großbritannien), muss es dieses den anderen Mitgliedsstaaten und der Kommission unverzüglich mitteilen und sich den in Brüssel beschlossenen Maßnahmen unterwerfen.

Fortschritte auch auf anderen Gebieten

Die bisherige Verbraucherpolitik in Europa hat die Rechtsposition von Urlaubern und anderen Reisenden gestärkt. Die Gewährhaftung ("Garantie") für Produkte wurde durch eine europäische Regelung von einem halben Jahr auf zwei Jahre verlängert. Neue Regeln werden den Schutz der Verbraucher bei Versicherungsabschlüssen, gegen unlauteren Handel oder irreführende Werbung verbessern. Das Ziel lautet: Die Menschen sollen den europäischen Binnenmarkt für Waren und Dienstleistungen nutzen können und dabei wissen, dass ihre Verbraucherinteressen geschützt werden.

Denn der geltende EU-Vertrag schreibt ein "hohes Schutzniveau" vor, was bedeutet, dass eine europäische Regel nie schlechter sein darf als die bisherige nationale Regelung.

Leider dürfen Lebensmittel heute auch gentechnisch veränderte Organismen (GVO) enthalten. Die Mitgliedstaaten haben dem Druck der Lebensmittelindustrie und der USA, die Lebensmittel und Saatgut mit GVO exportieren wollen, nachgeben müssen. Aber die Verbraucher haben die Wahl: Bei den Inhaltsstoffen muss aufgeführt sein, ob ein Produkt GVO enthält. Wie überhaupt die meisten Regelungen zur Kennzeichnung von Lebensmitteln mit Verfallsdaten und Inhaltsstoffen auf Europäische Regeln zurückgehen.

Am 13. Juni für mehr Verbraucherschutz stimmen

Im Bereich des Verbraucherschutzes bleibt weiterhin viel zu tun. Die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten stellen dabei den Schutz des Einzelnen in den Vordergrund. Wir wollen den Verbraucherschutz weiter ausbauen, gegen die Interessen der Lobby, die häufig durch Konservative und Liberale vertreten werden. Dabei braucht die SPD die Unterstützung der Wählerinnen und Wähler: Wer den Verbraucherschutz weiter ausbauen will muss am 13.Juni bei den Wahlen zum Europäischen Parlament die SPD wählen. Jens Geier

AWO-Skatturnier 2004

Wer gewinnt den AWO-Wanderpokal?

Der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt Essen lädt zum Skatturnier ein.

Das schon traditionelle Turnier findet statt am:

Dienstag, den 5. Oktober 2004 ab 15 Uhr (Ende ca. 20 Uhr) in der Geschäftsstelle der Arbeiterwohlfahrt, Pferdemarkt 5, 1.Etage, Veranstaltungssaal.

Das Startgeld beträgt 3 Euro

Für das leibliche Wohl wird gesorgt. Neben dem Wanderpokal werden auch Preise und Urkunden vergeben.

Wir bitten alle Interessierten, sich bis spätestens Anfang Oktober anzumelden, so daß wir angemessen planen können. Als Ansprechpartner stehen Karlheinz Freudenberg und Marlies Höller, Tel. 1897-407/-417 zur Verfügung.

Wir hoffen auf rege Teilnahme - nach dem Motto:

Spaß am Spiel - dabei sein ist alles!

20. Treffen der freien Schülerinnen und Schüler

Zum 20. Mal trafen sich auf Einladung der AWO Essen die ehemaligen Schülerinnen und Schüler der freien Schulen, die es von 1923 bis 1933 in Essen gab. Gerne nutzten die Eingeladenen die Gelegenheit nicht nur über alte Zeiten zu sprechen.

Aus den Kindertagesstätten

Fly into english

Unter diesem Motto traf sich die Englisch-Gruppe der Kita am Ruhrkolleg vier Monate lang jeden Donnerstag, um gemeinsam in die englische Welt abzutauchen. Zum ersten Mal wurde die Gruppe in Eigenregie geführt, d.h. zwei Mitarbeiterinnen des Hauses haben die Gruppe geleitet und betraten somit ein neues Erfahrungsfeld. Motiviert entschieden wir uns für das "Fly into english - with Angelo Starchild" - Konzept und gingen mit Spannung, Neugierde wie auch etwas Nervosität in die erste gemeinsame Stunde.

Begleitet wurden wir von Angelo Starchild, einer Handpuppe, die auf einem Stern "far far away" lebt und nur englisch spricht. Johnny und Loreen, zwei Erdenkinder, haben Angelo zu uns auf die Erde gelockt, doch hier kennt Angelo sich gar nicht aus.

So lernte Angelo wie man sich vorstellt (Lied: "Hello, I'm Loreen, what's your name?"), wie die Farben heissen (Reim: "My teeth are white, my eyes are blue"), wie man sich wäscht (Lied: "Every day I wash my face") oder welches Wetter gerade ist (Let's do it: "Please open your umbrella"). All das lernte Angelo von Johnny und Loreen, die zu Beginn einer jeden Stunde die Kinder besuchten und ein kleines Theaterstück für sie spielten. Die Kinder (im Alter von vier, fünf und sechs Jahren) hatten somit die Möglichkeit gemeinsam mit Angelo (als Identifikationsfigur) zu lernen. Während Angelo die Erde kennenlernte, entdeckten die Kinder sie auf Englisch. Wir entschieden uns die Stunden nicht komplett in Englisch durchzuführen. Somit hatten wir Angelo, Johnny und Loreen, die ausschließlich Englisch sprachen. Sowie Lieder, Spiele und Reime, die wir in Englisch durchführten - eine Kollegin war aber immer noch "deutscher Ansprechpartner".

Die Kinder freundeten sich schnell mit Angelo an, freuten sich auf ihn, riefen ihn, wenn er nicht direkt da war, weckten ihn auf, wenn er schnarchte (WAKE UP ANGELO !!!) und nahmen spielerisch immer mehr englische Worte und Sätze auf.

Auch in den Gruppenalltag flossen Elemente unserer Einheiten mit ein:

In der letzten Stunde, gemeinsam mit den Eltern, zeigten die Kinder, was sie nun schon alles können und beeindruckten Eltern wie auch die Mitarbeiter, wieviel Verständnis für die fremde Sprache da ist. In einer abschließenden Gesprächsrunde mit den Eltern erfuhren wir, wieviel die Kinder tatsächlich mit nach Haus genommen haben und wie selbstbewusst sie mit der Sprache umgehen. So war für Lee z.B. ganz klar, dass eine englische Dogge, auf die sie im Urlaub getroffen ist, das Kommando "sitz" nicht versteht und sich deswegen auch einfach nicht setzte ?

Mit vielen neuen Erfahrungen beendeten wir unsere erste Englischeinheit und freuen uns schon auf die nächste.

Jennifer Koch

Ein Stickclub stickt für eine Elternbücherei

In der AWO-Kindertagesstätte Schalthaus Beisen gibt es auf Grund einer Elterninitiative eine Elternbücherei. Seit 2 Jahren schon betreiben Eltern der Einrichtung die kleine Buch- und Spielausleihe. Mütter und Kinder können einmal die Woche Bilderbücher, Vorlesebücher, Spiele und Puzzle mit nach Hause nehmen und gemeinsam mit ihren Kindern vorlesen und spielen.

Bald platzte das kleine, fahrbare Regal aus allen Nähten und ein Ersatz musste her. Der Stickclub des AWO-Ortsvereins Stoppenberg fand die Idee gut, Kinder frühzeitig mit Lesen und mit Sprache vertraut zu machen und gab den Erlös seines Basars an die Eltern der Bücherei in Form eines wunderschönen Bücherschranks und eines fahrbaren Regals weiter.

Am 16. Februar 2004 war dann feierliche Übergabe:

Frau Grodotzki schenkte im Namen aller Anwesenden Frau Wahoff von der Elternbücherei diese tollen Regale. Die Kinder und Eltern bedankten sich mit einem Lied und lasen entsprechend des Anlasses die Geschichte von der Großmutter, dem Rotkäppchen und dem Wolf in einer etwas anderen Form vor.

Beim anschließenden Kaffeetrinken blieb noch Zeit, sich über Großeltern und Kinder und die eigene Kindergartenzeit zu unterhalten; aber auch Vergleiche zu ziehen zwischen früher und heute. Es war ein gemütliches Miteinander in der großen Halle der Kindertagesstätte.

Gisi Wehner-Böhme

Aus den Einrichtungen

Seniorentag im Friedrich-Ebert-Zentrum

Am 23. April 2004 lud das Friedrich-Ebert-Zentrum zum Seniorentag ein.

Als um 11.00 Uhr die 23 Aussteller aus den Bereichen Gesundheit, Freizeit, Wohnen, Bewegung und Pflege ihre Informationsstände aufgebaut hatten, sah es im "Friedrich" wie bei einer Senioren-Messe aus.

Im Mittelpunkt stand ein breites Spektrum an Informationen und Beratung zu Themen, die vor allem für Senioren interessant sind. Im Laufe des Nachmittags sahen sich ca. 400 Menschen das Angebot an den Ständen an, probierten Vieles aus, hörten Vorträge und nutzten die Möglichkeit zur sachkundigen Einzelberatung, die von allen Ausstellern engagiert und qualifiziert angeboten wurde.

Hier ein kurzer Rückblick auf einige der am Erfolg des Seniorentags Beteiligten.

Die AWO Essen stellte die Leistungen der stationären und ambulanten Pflege vor. Zusätzlich maßen die Pflegekräfte des "Friedrich" bei ca. 250 Besuchern die Blutzucker- und Cholesterinwerte. Wer sich für eine Seniorenwohnung interessierte, fand ein offenes Ohr bei den Mitarbeiter/innen der Wohnungsverwaltung der AWO Essen. Wandergruppen, Reisen, Veranstaltungen und die geselligen Seniorenclubs der AWO wurden an diesem Tag ausführlich vorgestellt.

Das Versorgungsamt Essen beriet zum Schwerbehindertengesetz und zur Antragstellung von Schwerbehindertenausweisen. Herr Kaiser führte in seiner Standstatistik 85 Beratungsgespräche und 50 verlängerte Schwerbehindertenausweise auf. Der Sozialverband VdK als mitgliederstärkste Interessenvertretung von Behinderten, Rentnern, Kriegsbeschädigten, Senioren und anderen Gruppen stellte das Thema Rechtsberatung in den Mittelpunkt der Beratungen. Der Seniorenbeirat der Stadt Essen präsentierte seine engagierte Arbeit und die Senioren-Charta Essen.

Die Pflegeberatungstelle der Stadt Essen informierte über das gesamte Pflegeangebot innerhalb der Stadt Essen und die Möglichkeiten zur Wohnraumanpassung. Damit auch kranke Menschen sich zu Hause sicher fühlen können, zeigte der Arbeiter-Samariter-Bund die Nutzung des Hausnotrufs.

Die LVA Rheinprovinz bot ausführliche, computergestützte Rentenberatung an. Frau Niebur vom Kommissariat Vorbeugung und Opferschutz (Polizei der Stadt Essen) hielt den sehr ermutigenden Vortrag: "Dem Trickbetrüger keine Chance!" Haustürverkäufe und andere Tricks, die Betrug möglich machen, werden für alle, die den Vortrag gehört haben kein Problem mehr sein.

Auf großes Interesse stieß der Vortrag des Betreuungsvereins Buntstifte e.V. Zum Thema "Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen" konnte geklärt werden, wie man Entscheidungen für den Notfall trifft und absichert, solange man dazu in der Lage ist. Das Sanitätshaus Luttermann und die Firma REHA&mobil stellten Hilfsmittel zum Ausprobieren vor. Besucher konnten z.B. mit einem Elektro-Rollstuhl "probefahren". Höchst kompetent zeigten sich die Äskulap-Apotheke, die Diabetiker Selbsthilfe, die Memory Clinic, Augenoptik Schwalen, Geers Hörgeräteakkustik, der Deutsche Schwerhörigenbund, die Firma Lifta und die medizinische Fußpflege Frau Enders in ihrem jeweiligen Fachgebiet

Das Gesundheitszentrum Alte Badeanstalt und die Essener Seniorensportgemeinschaft (esg) berieten zum aktuellen Kurs- und Trainingsangebot. Inmitten des Messetrubels führte eine Gruppe der esg einen Bewegungsablauf aus dem Taiji Qigong vor. Schon allein das Zuschauen hatte eine beruhigende und harmonisierende Wirkung. Auch die Volks- und Kreistänze sind begeistert aufgenommen worden und animierten zum Mitmachen. Die Seniorentheatergruppe der AWO "Die Herbstzeitlosen" waren der unumstrittene Höhepunkt des Unterhaltungsprogramms. Über die vital, witzig und originell präsentierte Playback-Show wurde im "Friedrich" noch tagelang gesprochen. Besonders die Nonnen aus dem Film "Sisters Act" haben sich mit ihren temperamentvoll vorgetragenen Liedern viel Bewunderung erspielt und ersungen. Damit niemand vom Fleische fiel, verwöhnte das wunderbare Küchenteam des Hauses die Gäste von der ersten bis zur letzten Minute des Seniorentags. Viele Besucher bedankten sich für diesen anregenden und schönen Nachmittag. Die Organisatorinnen (Marlies Beermann, Sozialer Dienst für Mieter der Altenwohnungen- und Martina Urban im Friedrich-Erbert-Zentrum) bedanken sich vor allem für die hervorragende Zusammenarbeit mit den Anbietern und Ausstellern, mit allen beteiligten Abteilungen des Kreisverbands der AWO Essen und den MitarbeiterInnen des Friedrich-Ebert-Zentrums.

In naher Zukunft freut sich Friedrich-Ebert-Zentrum wieder auf viele Gäste zum "Tanz im Friedrich" am 27. Juni 2004 von 15 bis 18 Uhr.

Ein umfangreiches Musik- und Unterhaltungsprogramm und deftige Leckereien werden das große Sommerfest am 17. Juli 2004 (14 bis 19 Uhr) zu einem geselligen Treffpunkt im Stadtteil Altenessen machen.

Ein herzliches Willkommen an Alle!

Martina Urban

Konzert der "Bandonionfreunde Essen"

Das Kurt-Schumacher-Zentrum veranstaltete am Samstag, dem 20. März 2004 ein ganz besonderes Konzert. Es handelte sich um ein Gastspiel des mittlerweile im Ruhrgebiet einmaligen Ensembles der "Bandonionfreunde Essen", unter der musikalischen Leitung von Ferdinand Kisovar. Zu diesem Konzert waren viele Besucher, nicht nur aus dem Hause, gekommen. Auf dem Spielplan standen Walzer, Polkas, Märsche, Rumbas und Tangos. Gerade bei den Tangos ging das Publikum voll mit und brachte mit Schunkeln, Klatschen und Mitsingen seine Begeisterung zum Ausdruck.

Das Bandonion, das umgangssprachlich auch "Klavier des kleinen Mannes" genannt wird, war am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts in Deutschland so stark verbreitet, dass es zeitweise mehr Bandonion- als Fußballvereine gab. Heutzutage ist die traditionelle Bandonionmusik in Deutschland schon fast vergessen. Man kennt das Bandonion eher als das typische, klangbestimmende Instrument des aus Argentinien stammenden Tangos. Auch die Instrumente des Essener Bandonion-Orchesters, die zwischen fünfzig und siebzig Jahre alt sind, sind mittlerweile Raritäten. Die Verantwortlichen des Kurt-Schumacher-Zentrums waren erfreut über die große Resonanz dieser Veranstaltung und versprachen eine baldige Wiederholung.

Als die Bilder laufen lernten

Am Freitag dem 27. Februar hatten die Bewohner des Kurt-Schumacher-Zentrums nach zweijähriger Pause mal wieder das Vergnügen, ein Fest erleben zu dürfen, das die Abschlussklasse der BAA, dem Ausbildungsinstitut für Altenpflege der Arbeiterwohlfahrt zusammen mit Frau Bessen, der Fachlehrerin für musisch-kulturelle Arbeitsformen durchführte. Dabei ist es schon zur Tradition geworden, dass die Schüler nicht nur die Bewohner einladen, zum Fest abholen und bewirten; das schönste an diesen Festen ist, dass die Schüler jedes Mal ein buntes Showprogramm aufführen. Diesmal brachten sie eine Revue unter dem Motto: "Als die Bilder laufen lernten" auf unsere Bühne, mit dem sie die anwesenden Bewohner hellauf begeisterten. An dieser Stelle möchten wir uns im Namen unserer Bewohner ganz herzlich bei Frau Bessen, ihren Schülern und der BAA für diese gelungene Kooperation bedanken.

Herbert Reinhardt

Bilder der "Malgruppe Borbeck" im Kurt-Schumacher-Zentrum

Im Rahmen der regelmäßigen Kunstausstellungen im Kurt-Schumacher-Zentrum, präsentierte die "Malgruppe Borbeck" vom I. März bis zum 30. April ihre Ausstellung "Ansichten aus der Natur". Die Mitglieder der Gruppe, die 1985 gegründet wurde, treffen sich seit 1985 einmal wöchentlich im ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Schlosses in Borbeck, um zu malen und zu entspannen. Die Bilder dieser Ausstellung beschäftigen sich hauptsächlich mit der Natur in all ihrer Formenvielfalt. Die angewandten Maltechniken sind dabei so vielfältig wie die Künstler. Sie reichen von Oel-, Aquarell-, über Acrylmalereien bis zu Kreidezeichnungen.

Herbert Reinhard

Aus den Abteilungen

Mit dem Kunst- und Kulturkreis nach Straßburg und ins Elsaß

In diesem Jahr bietet der AWO Kunst- und Kulturkreis zusammen mit dem Ruhr-Reisedienst Gössling eine 4 tägige Fahrt nach Straßburg und ins Elsaß an.

4 Tage Straßburg / Elsaß Übernachtungen mit Frühstück im **** Sterne Hotel in Straßburg

1. Tag - Hotel Sofitel in Straßburg, mitten im Zentrum gelegen nur wenige Gehminuten von der Kathedrale. Gegen Mittag starten wir mit dem Stadtführer zu einem Stadtrundgang/Stadtrundfahrt, der uns die Sehenswürdigkeiten der Stadt zeigt. Anschließend Zeit zur freien Verfügung um Straßburg am Abend kennenzulernen und in seinen urgemütlichen Lokalen zu verweilen.

2. Tag - Ausflug über die Elsässische Weinstraße, Obernai, Ottrott, Epfig, Itterswiller, Schloss "Haut Koenigsburg" Ribeauville, Riquewihr und Colmar.

3. Tag - zur freien Verfügung oder Rundfahrt in die Nordvogesen, vorher bitte anmelden, Aufpreis: 15 Euro (Mindestteilnehmerzahl erforderlich)

4. Tag - Antritt der Heimreise mit Aufenthalt in Heidelberg

Termin:

Donnerstag, 19. August 2004

Sonntag 22. August 2004

Preis:

DZ 249,00 Euro

EZ 289,00 Euro

inkl. Fahrt im Nichtraucherreisebus
inkl. 3 × Ü/Fr. im **** Sterne Hotel
inkl. Stadtführung Straßburg
inkl. Tagesausflug Elsässische Weinstraße

Anmeldung und Buchung

Ruhr-Reisedienst Gössling

Schützenbahn 11-13, 45127 Essen
Tel.: 0201/23 15 71
Fax: 0201/22 95 12

oder

Arbeiterwohlfahrt Essen

Pferdemarkt 5-7, 45127 Essen
Tel.: 1897-401
Fax: 1897-409

Änderungen vorbehalten

Kriminelle Matinee im Pferdemarkt

Der Kunst- und Kulturkreis hatte am 15. Februar zu einer Lesung zweier Krimiautorinnen eingeladen. Gesine Schulz (li) und Mischa Bach (re) lasen Kurzkrimis und bescherten den Gästen einen spannenden Vormittag.

Was ist Jugendgerichtshilfe?

In einem der letzten AWO-Treffs haben wir uns erstmals vorgestellt und angekündigt, jeden Aufgabenbereich, in denen die MitarbeiterInnen der Jugend- und Familienhilfe tätig sind, aufzuzeigen. Heute möchten wir etwas über die "Mitwirkung in Verfahren nach dem Jugendgerichtsgesetz", die Jugendgerichtshilfe berichten.

Unser Klientel sind straffällig gewordene Jugendliche (14 bis einschließlich 17 Jahre alt) und ihre Sorgeberechtigten sowie straffällig gewordene junge Volljährige/Heranwachsende (18 bis einschließlich 20 Jahre alt). Sie werden während des gesamten Verfahrens von uns aus betreut.

Zugleich gehört es zu den Aufgaben der Jugendgerichtshilfe die Staatsanwaltschaft und das Jugendgericht zu unterstützen, die Persönlichkeit des Jugendlichen oder Heranwachsenden zu erfassen und auch im Bezug auf das Verfahrensergebnis zu würdigen.

Dazu sind Gespräche mit den Betroffenen erforderlich, wobei soziale und erzieherische Gesichtspunkte erörtert und letztlich in einem Bericht an Staatsanwaltschaft und Jugendgericht zusammengetragen werden.

Parallel dazu wird von uns aus geprüft, ob unterstützende Jugendhilfe für den Jugendlichen und seine Eltern notwendig sind und gewünscht werden. Die Einleitung solcher Hilfen muß dann veranlaßt werden. Über die Hilfsmöglichkeiten wird später in einem anderen Arbeitsbereich berichtet.

Die Jugendgerichtshilfe hat ein Recht auf Anwesenheit während der Hauptverhandlung vor dem Jugendgericht, um ihren Bericht dort mündlich vorzutragen und bei Jugendlichen eine Stellungnahme gem. § 3 Jugendgerichtsgesetz über die strafrechtliche Verantwortungsreife abzugeben. Fehlt es scheinbar an dieser Reife, muß das Jugendgericht ein psychologisches Gutachten einholen, da andernfalls keine Verurteilung ergehen kann.

Bei jungen Volljährigen wird gem. § 105 JGG eine Stellungnahme zur möglichen unzureichenden Entwicklungsreife oder zu möglichen jugendtypischen Verhaltensweisen abgegeben. In beiden Fällen kann der Heranwachsende nach den Vorgaben des Jugendstrafrechtes behandelt werden. Andernfalls muß bei ihm schon das für Erwachsene gültige Strafrecht angewandt werden.

Letztlich unterbreitet die Jugendgerichtshilfe dem Jugendgericht einen Vorschlag zum Strafmaß.

Eine solche Berichterstattung muß in den Fällen beschleunigt erfolgen, wenn ein junger Mensch wegen der Schwere seiner Tat in Untersuchungshaft genommen werden muß. Dabei ist von der Jugendgerichtshilfe zu überprüfen, ob an Stelle der Untersuchungshaft auch eine Heimunterbringung in einer geeigneten Einrichtung möglich sein kann.

Hierüber und über Maßnahmen sowie das Strafmaß hat das Jugendgericht zu entscheiden.

In der Hoffnung, daß auch die nach dem Jugendgerichtsgesetz möglichen Maßnahmen und Strafmaße Ihr Interesse findet, und Sie auch etwas über die Aufgaben der Jugendgerichtshilfe nach dem Urteil erfahren möchten, werden wir im nächsten AWO-Treff über diese Thematik berichten.

Es grüßt Sie im Namen der MitarbeiterInnen

Reinhild Blum

Aus den Ortsvereinen

Der Ortsverein Werden wählte
Ch. Knorr bleibt Vorsitzende

Bei der Jahres-Mitgliederversammlung am 12. März 2004 wurde nach der Begrüßung und Totenehrung durch die Vorsitzende Christa Knorr die Tagesordnung ohne Widerspruch angenommen. Der anschließende Tätigkeitsbericht des Ortsvereins, vorgetragen von Anne Ott sowie der von Walter Heininger gegebene Kassenbericht wurden von den Revisoren besonders für die ausgezeichnete Vereins- und Kassenführung gelobt und mit Beifall der Versammelten bedacht.

Nach Feststellung der Stimmberechtigten wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Mit einem Dank für ihre langjährige Mitarbeit im Vorstand und einem Präsent wurden Elsbeth Weber, Hans Burggraf und Willi Saurenhaus verabschiedet, die altersbedingt und aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidierten.

Bei der nachfolgenden Wahl wurden Christa Knorr als erste Vorsitzende, Anne Ott als zweite Vorsitzende, Walter Heininger als Hauptkassierer, Brigitte Schröder als Schriftführerin und Dora Robben als zweite Schriftführerin wieder gewählt. Als Beisitzer wieder gewählt wurden Inge Krause, Toni Klos, Gerda Heiniger, Änne Körner und Karl-Heinz Schnieders; für die ausgeschiedenen Beisitzer kamen Regina Brands, Elli Ott und Bernd Donner neu in den Vorstand. Revisoren wurden wieder Monika Meck, Wolfgang Keppler und Heinz Melchert.

Mit dieser, durch langjährige Zusammenarbeit bewährten und nun ergänzten Besetzung will der Vorstand wie bisher auch weiter zum Wohle des Ortsvereins, seiner Mitglieder und der Werdener Bürger tätig sein. Im Anschluss an die Wahlen wurden zehn Mitglieder für 25 jährige Mitgliedschaft im Ortsverein, soweit anwesend, auch persönlich geehrt.

Hans Aring, Referatsleiter beim Essener Kreisverband, referierte dann noch über die Kürzungen der öffentlichen Hand bei den Wohlfahrtsverbänden und deren Folgen; trotz dieser Einschnitte wären die Perspektiven bei der AWO aber nicht schlecht, solange es so erfolgreiche und aktive Ortsvereine wie Werden gäbe.

Walter Heininger

Jubilarehrung im Ortsverein Karnap

Im Ortsverein Karnap wurden für 25 jährige Mitgliedschaft verdiente Ehrenamtler geehrt.

Der Vorsitzende der AWO Essen, Michael Franz und Kreisvorstandsmitglied Hans-Dieter Müller überreichten zusammen mit dem Ortsvereinsvorsitzenden Günter Neumann Urkunden und Blumen an Leni Reinhold (1. links) Gertrud Schneider und Udo Bayer (3. links).

Christine Michalke wurde in Abwesenheit geehrt.

Werftbesichtigung in Papenburg

Es war schon eine gespannte Ruhe, als der Reisebus mit den Mitgliedern der AWO-Stoppenberg losfuhr. Alle waren gespannt, was man auf diesem Wochenendausflug zu sehen bekam. Die Koffer wurden verstaut und jeder fand ganz entspannt seinen Platz. Dann, endlich, setzte sich der Bus in Bewegung. Würde das Schiff heute auslaufen, könnte man dabei sein. Gedanken, die während der Fahrt über die Autobahn aufkamen.

War da nicht gerade das Ortseingangsschild Papenburg? Der Bus fuhr über eine Hauptstraße in die Stadt und hielt auf einem für Besucher vorgesehenen Parkplatz. Die ersten Gerüchte kreisten: "Der Wind ist zu stark, das Schiff, die "Jewels of the Seas", wird nicht auslaufen können. Frühestens morgen Nacht geht es los, aber dann waren wir wieder zu Hause. Die Enttäuschung war nicht zu übersehen, als sich das Gerücht bestätigte.

Papenburg ist ein niedliches kleines Städtchen, eingestellt auf Touristen, mit einer interessanten Backsteinkirche und einem aus dem gleichen Material gebauten Rathaus. Viele hier leben von der Meyer-Werft, die es schon seit Ende des 18. Jahrhunderts in Papenburg gibt.

Nach dem Spaziergang durch die Innenstadt ging es endlich weiter zur Werft. Man wollte sie in Emden nicht, und deshalb wurden die großen Montagehallen, die größte über 70 Meter hoch und 300 Meter lang in Papenburg errichtet. Die "Große" wurde erst letztes Jahr fertig und sichert so eine Menge Arbeitsplätze in dieser Gegend. Eine Überführung der großen Luxusliner zur Nordsee ist aufwendig, Brücken müssen abgebaut werden, die Bahn ändert ihren Fahrplan und die Ems wird gestaut. Alles für die Werft.

Nach einer kurzen Wartezeit und einem Werbefilm war es soweit. Von der Besuchertribühne fiel der Blick in die beeindruckende Montagehalle, riesengroß war sie. Die professionelle Begleitung, die jede Besuchergruppe von der Meyerwerft erhält, erzählte viel über die Schiffe, die hier gebaut wurden, die neue Halle, in der die Bauteile aus Stahlplatten zurechtgeschnitten werden und noch vieles mehr. In der kleinen Montagehalle wurde gerade an einem neuen Schiff gebaut. Sie war auch nicht viel kleiner als die Große.

Dann, als wir schon auf dem Rückweg zum Bus waren, konnten wir noch einen Blick auf das neue Prachtexemplar, die "Jewels of the Seas" werfen. Beeindruckend fast ganz in Weiß lag sie mit Tauen festgemacht vor der großen Bauhalle. Das versöhnte und zum Schluss war doch jeder froh, mitgefahren zu sein.

Martin Hase

Jahreshauptversammlung des Ortsvereins Überruhr

Am Freitag, den 19. März 2004 um 17 Uhr, führte der AWO-Ortsverein Überruhr im Kurt Schumacher-Zentrum, seine diesjährige Jahreshauptversammlung durch.

Neben der Abgabe der Geschäftsberichte des 1. Vorsitzenden, des Hauptkassierers, der Revisoren und des Bildungsobmanns, stand die turnusmäßige Neuwahl des Vorstands auf der Tagesordnung.

Dabei wurde der bisherige Vorsitzende des Ortsvereins, Klaus-Peter Real einstimmig in seinem Amt bestätigt. Als stellvertretende Vorsitzende wurden Alfred Steinhoff und Brigitte Piotrowski gewählt. Im Anschluss an die Vorstandswahl berichteten die Clubleiter der fünf AWO-Seniorenclubs in Überruhr über die Arbeit und Veranstaltungen des letzten Jahres. Außerdem informierte der Vorstand die Anwesenden über die Entwicklungen, geplanten und angedachten Aktivitäten des Ortsvereins. Zum Abschluss wurden Hilde Richter für 25 Jahre und Lenchen Fuhrmann für 55 Jahre Mitgliedschaft in der AWO geehrt.

Auf dem beigefügten Bild sind zu sehen; vlnr.: Werner Lohkamp, Jenny Müller, Gerti Pieper, Karin Heiter, Claudia Fremdgen, Helene Fuhrmann (55 Jahre Mitgliedschaft), Brigitte Piotrowski, Karl-Heinz Freudenberg, Hilde Richter (25 Jahre Mitgliedschaft), Elfriede Dargatz, Karla Brennecke-Roos (Kreisvorstand), Alfred Steinhoff, Klaus-Peter Real, Renate Assmann, Heinrich Schützenberger, Edelgard Knetsch, Cordula Schützenberger.

Herbert Reinhardt

AWO unterwegs

Südafrika ist schwarz ?

um festzustellen, ob diese These stimmt, machte sich am 23. November 2003 eine 14-köpfige Reisegruppe unter der kundigen und zuverlässigen Leitung von Klaus Reese auf den Weg. Ausgeschrieben wurde diese Studienreise, die uns zunächst via Johannesburg nach Durban führte, vom Paul-Gerlach-Bildungswerk. In der quirligen und lebendigen Hafenstadt Durban verbrachten wir einen Tag und eine Nacht, um uns dann am 25. November per Bus auf den Weg nach Kapstadt zu machen. Unterwegs waren wir eine Woche und legten in der Zeit ca. 2.500 km zurück.

Wir haben viel gesehen: die Drakensberge, weite Ebenen, blühende Felder, karge Äcker, sanfte Hügel, Blumen in üppigen Farben und Wälder. Der Indische Ozean auf der einen Seite war unser ständiger Begleiter. Wir sahen die Armut in den Dörfern, den ständigen Kampf ums Wasser, das oft von weit her geholt werden muss. Wir haben Schulen besucht, Kindergärten und Frauen-Selbsthilfeprojekte, das Nelson-Mandela-Museum, die Gedenkstätte des Steve Biko.

Zwei absolute Highlights während unserer Busreise dürfen nicht unerwähnt bleiben. Wir besuchten an einem Sonntag einen ca. 2-stündigen Gospelgottesdienst in der Nähe von Port Elizabeth. Wir wurden begeistert empfangen und begrüßt, namentlich in der Kirche vorgestellt und tanzten gemeinsam mit den Schwarzen. Und wir besuchten ein Tierreservat und einen Elefantenpark. Wir beobachteten morgens um 7.00 Uhr Zebras, Antilopen, Nashörner, Giraffen u.v.m. Im Elefantenpark hatten wir das große Glück, daß eine große Elefantenherde vor unserem Jeep die Straße kreuzte. Es waren einmalige Erlebnisse.

In Kapstadt selbst blieben wir drei Tage und besuchten all das, was man in Kapstadt unbedingt sehen muss: Tafelberg, Stadtrundfahrt, einheimischer Markt, Kap der Guten Hoffnung (auch Kap der Stürme genannt), die Weinanbaugebiete um Stellenbosch.

Dann ging es per Flug zurück nach Johannesburg, wo wir nach einer Stadtrundfahrt den Nachmittag in Soweto verbrachten. Es ist das größte Township und dank einer professionellen und kundigen Reiseführerin wurde uns die Problematik der ehemaligen Apartheid verdeutlicht und auch dargelegt, was sich in den letzten 10 Jahren alles für die schwarze Bevölkerung geändert hat. Es wurde schon einiges bewegt, doch es bleibt noch eine Menge zu tun. Zusätzlich konnten wir uns im Apartheid-Museum ein ausführliches Bild von den früheren Zuständen machen.

Am 5. Dezember abends ging es dann wieder zurück von Johannesburg nach Frankfurt.

Fazit: Das Paul-Gerlach-Bildungswerk hat diese Studienreise ganz präzise ausgearbeitet und durch kundige Reiseleiter vor Ort haben wir viel gesehen und gelernt. Unsere Gruppe war sehr kritisch und hat hinterfragt. Wir wurden auch überall freundlich aufgenommen und trotz vieler Gerüchte über Sicherheitsprobleme haben wir nie eine bedrohliche Situation erlebt.

Und wir können es bestätigen:

Südafrika ist schwarz!!

Irmhild Walberg und Helga Pätzel

Europa kennen lernen - Studienreisen mit attraktiven Zielen

Am 13. Juni 2004 wird unsere Volksvertretung in Brüssel neu gewählt. Über 400 Millionen Menschen sind dann aufgerufen, ihre Stimme für ein neues Europa mit 25 Staaten abzugeben. Das Paul-Gerlach-Bildungswerk bietet die Möglichkeit, dieses neue Europa kennen zu lernen.

Studienreisen richten sich an Interessierte jeden Alters, ob alleinstehend, Ehepaar oder in der Gruppe von Freunden. Die Teilnehmergruppen sind so bunt wie die Ziele und das Programm der Reisen.

Die Anmeldung ist bequem und schnell über die AWO Homepage im Internet zu machen

Brüssel, 5.-8.9.2004 (Bildungsurlaub)

Europa und die gemeinsame Politik der bald 25 Staaten werden immer wichtiger. Lernen Sie das europäische Parlament und die EU-Kommission wirklich kennen.

Neben der aktuellen EU-Politik und grundlegenden Informationen zur europäischen Union soll auch die tausendjährige Stadt Brüssel den Teilnehmern vorgestellt werden.

Wien, 8.-14.8.2004

Die österreichische Hauptstadt mit ihrem weltberühmten Flair von K.u.K. und Walzertakt, mit ihrem traditionellen Charme hat sich auch als internationales politisches Zentrum etabliert.

Diese sechstägige Studienreise hat es sich zum Ziel gesetzt, hinter die Kulissen zu schauen und mehr über Innenpolitik, das Verhältnis zu Deutschland oder die neue EU-Mitgliedschaft Österreichs zu erfahren.

In Führungen, Diskussionen und Besichtigungen sollen die unterschiedlichen Gesichter der österreichischen Metropole kennen gelernt werden.

Krakau/Breslau, 19.-26.9.2004 (Bildungsurlaub)

Ziele unserer Polenreise sind die beiden Städte, nicht nur wegen ihrer einzigartigen Architektur sondern auch ihrer besonderen Beziehung zu Deutschland - Stichworte sind hier Oskar Schindler und die Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten.

Nach der politischen und ökonomischen Wende ist Polen mit Recht auf dem Sprung in die Europäische Union. Unser östliches Nachbarland sieht sich auf diesem Weg mit umfassenden kulturellen und sozialen Veränderungen konfrontiert.

Besondere Exkursionen sind der Besuch der Friedenskirche in Schweidnitz und der Holocaust-Gedenkstätte in Auschwitz.

Weitere Informationen unter:

Tel.: 0201/18 97-421
oder Anmeldung online:
www.awo-essen.de/paulgerl/

Gereon Unnebrink

Gemeinsam reisen, erleben und erholen

In der Gruppe neue Kontakte knüpfen, miteinander fremde Welten erschließen und gemeinsam neue Erfahrungen sammeln - diesen Ansprüchen stellen sich die ehrenamtlich begleiteten Reisen der AWO Essen.

Südländisches Flair läßt sich einfangen bei unseren Inselurlauben auf Ischia (incl. landestypischen Kuranwendungen) oder Malta (Weihnachten und den Jahreswechsel auf der Sonneninsel verbringen). Die Freunde erlebnisreicher Rundtouren kommen bei unseren 6-Tage Busreisen zum Böhmerwald oder zur Adventszeit ins malerische Erzgebirge zum Zug. Nord- und Ostsee erschließen wir im Rahmen unserer exclusiven Inselurlaube auf Baltrum und Fischland-Darß.

Weihnachten und Sylvester kann man bei uns auch landestypisch im Harz, im urigen Hahnenklee verbringen, wo neben einem umfangreichen Programm auch Schwimmbad, Sauna und Dampfbad den Hotelgästen kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Und all den Freunden Österreichischer Silvesterstimmung empfehlen wir den Gasthof "Sonne" im Salzkammergut Weyregg am Attersee.

Wir hoffen mit diesen kleinen Reise-Appetithappen aus unserem zentralen Programm eure Neugier geweckt zu haben und stehen für nähere Informationen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Termine und Preise bitte der Tabellen-Übersicht entnehmen.

Karlheinz Freudenberg

Nachrichten

Tolles Angebot für AWO-Mitglieder

BärenTicket zu Top-Konditionen - "12 für 11"

Das Angebot gilt für Neukunden, die in den letzten 12 Monaten kein Abonnent der EVAG waren.

Für die Mitglieder der AWO hält die EVAG ein exclusives Angebot bereit "12 für 11" heißt es und bedeutet: Zwölf Monate alle Vorteile des Bärentickets genießen und nur elf Monate dafür bezahlen.

Das BärenTicket können alle Personen nutzen, die das 60 Lebensjahr vollendet haben. Es wird auf Sie persönlich ausgestellt, ist nicht übertragbar und gilt nur in Verbindung mit einem Lichtbildausweis.

Seit letzten Oktober wird das BärenTicket angeboten und bereits über 3.000 Fahrgäste der EVAG haben es abonniert. Denn es bietet eine Menge Vorteile. Von Rommerskirchen bis Haltern und von Niederkrüchten bis Dortmund - kurz im gesamten Gebiet des VRR (Verkehrsverbund Rhein Ruhr) sind Sie mobil und brauchen sich nie mehr Gedanken über die richtige Preisstufe machen. Einfach einsteigen (auch mit Hund) und sich chauffieren lassen - und zwar mit S- und Regionalbahn sowie Regional-Express in der ersten Klasse. Dort finden Sie immer Platz, Ruhe und Sauberkeit.

Aber damit noch lange nicht genug, täglich ab 19 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen können ein Erwachsener und bis zu drei Kindern unter 14 Jahren kostenlos mit Ihnen fahren. Und sollten Bus oder Bahn an Ihrer Haltestelle mal mehr als 20 Minuten Verspätung haben, nehmen Sie einfach ein Taxi oder den IC/EC/ICE. Die Kosten bis zu 30 Euro erstattet die EVAG gegen Vorlage der Quittung.

Das BärenTicket gibt es normalerweise für 42,95 Euro im Monat und nur im Abonnement.

Wenn Sie das Angebot "12 für 11" nutzen möchten, dann schneiden Sie den nebenstehenden Coupon aus und gehen damit bis spätestens 30. Juni 2004 zum nächsten KundenCenter der EVAG. Dort bekommen Sie dann Ihr Vorzugsticket.

KundenCenter der EVAG befinden sich am Hauptbahnhof, Steeler Verkehrsplatz, Einkaufspassage Porscheplatz, Berliner Platz und Rüttenscheider Stern.

Die Ansprechpartnerin bei der EVAG ist

Frau Nicole Meurer
Tel.: 0201/826-1356
Fax: 0201/826-23 69
e-Mail: n.meurer@evag.de