Treff - Mitgliederzeitschrift der Arbeiterwohlfahrt Essen, Ausgabe 2-2002

Aus dem Kreisverband

Liebe Freundinnen und Freunde der Arbeiterwohlfahrt!

Es ist bei der Arbeiterwohlfahrt gute Tradition, das Ehrenamt zu ehren. In diesem Jahr fand die Feier am 2. Mai mit einer Aufführung des Musicals "Anatevka" im Aalto-Theater statt. In unserem Verband hat das Ehrenamt Tradition, denn die AWO wurde 1919 auf ehrenamtlichen Fundamenten gegründet. Neben vielen sozialen Einrichtungen mit hauptamtlich Beschäftigten gibt es bis heute ehrenamtliche soziale Tätigkeitsfelder, ob im Kindergarten, bei Ferienfreizeiten des Jugendwerks, im Seniorenclub oder in der Altentagesstätte.

Ich möchte es noch einmal hervorheben. Ohne die tatkräftige Unterstützung durch die Ehrenamtlichen würde der Arbeiterwohlfahrt, würde der Stadt, eine wichtige Unterstützung bei der Betreuung von Bedürftigen fehlen. Mein Dank gilt auch an dieser Stelle noch einmal allen, die sich für die Schwachen unserer Gesellschaft einsetzen. Denn die Probleme werden nicht weniger.

Der Sommer ist traditionell auch die Zeit der Feste. In vielen unserer Einrichtungen stehen in den nächsten Tagen und Wochen Sommerfeste auf dem Programm. Auch sie wären ohne den Einsatz der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer nicht möglich. Ich wünsche allen Festen und Gästen viel Vergnügen, gute Gespräche und vor allen Dingen das beste Wetter.

Einer der Höhepunkte der kommenden Wochen wird am 14. Juli das Familienfest aller Kindertagesstätten der Arbeiterwohlfahrt sein. Ich bin ganz sicher, dass es nicht nur für die Arbeiterwohlfahrt, sondern auch für unsere Stadt ein Fest mit besonderer Bedeutung sein wird. Geht es doch dabei auch darum, Eltern und Kinder mit deutscher und nicht-deutscher Herkunft zusammen zu führen. Eine Aufgabe, der sich unsere Kitas besonders verpflichtet fühlen.

Uns steht in diesem Jahr auch ein Jubiläum ins Haus: Das Otto-Hue-Heim in Holsterhausen wird 50 Jahre alt. Auch dort wird mit einem großen Fest gefeiert. Ich würde mir wünschen, dass nach dem Gerangel in der Bezirksvertretung um den Umbau möglichst viele Politiker sich an diesem Tag die Zeit nehmen, und sich - wie die hoffentlich vielen anderer Gäste - das Haus einmal ansehen. Denn zeigen lassen kann es sich.

Ein wichtiger Tag in diesem Jahr ist der 22.September. Wir alle sind zur Wahl des neuen Bundestages aufgerufen. Ich hoffe, dass sich möglicht viele Wahlberechtigte an der Wahl beteiligen. Denn Demokratie lebt auch von den Wahlen. Und eines hat sich bei den letzten Wahlen gezeigt: Eine niedrige Wahlbeteiligung nutzt nur den radikalen Parteien am rechten und linken Rand des Parteienspektrums. Um das zu verhindern, müssen wir am 22. September zur Wahl gehen.

Michael FranzVorsitzender

Aus dem Kreisverband

Liebe Freundinnenund Freundeder Arbeiterwohlfahrt!

Das vergangene Jahr 2001 ist nun auch buchhalterisch endgültig bearbeitet. Die Wirtschaftsprüfer haben die Abschlüsse der Stiftung und unserer Kita gGmbH bereits geprüft. Augenblicklich prüfen sie den Abschluss des Kreisverbandes. Wir blicken auf ein zufriedenstellendes Jahr zurück. Viele Förderer und Spender haben dazu beigetragen, dass die AWO in Essen darüber hinaus auch Pläne für die Zukunft machen kann.

Unser größtes Vorhaben, der Neu- und Umbau des Otto-Hue-Hauses, das am 13. Juli 2002 sein 50-jähriges Bestehen feiert, gehört dazu. In der letzten Ausgabe des Treffs habe ich von den Schwierigkeiten beim Erwerb des Grundstückes gesprochen. Inzwischen liegt der Entwurf des Kaufvertrages vor, so dass wir endlich weiter arbeiten können.

Für die älteren Menschen in unserer Stadt baut die Firma Sahle ein neues Projekt mit über 90 Wohnungen in der Weststadt. Für diese neue Wohnanlage, die wie viele andere von der AWO Essen betreut wird, haben sich bereits viele Interessenten gemeldet. In Anwesenheit des Oberbürgermeisters Dr. Reiniger wird am 11. Juli 2002 das Richtfest gefeiert. Im Dezember können dann vielleicht die ersten Mieter einziehen.

Auch in unserem Wohnprojekt an der Stensstraße auf der Margarethenhöhe konnten viele Schwierigkeiten ausgeräumt werden. Wir hoffen, dass wir gemeinsam mit einem Partner 46Wohnungen für ältere Menschen bauen können. Vor dem Baubeginn muß erst der Bunker abgerissen werden, der sich auf dem Grundstück befindet. Der Abriß wird zwar bezuschusst, jedoch muß die AWO einen erheblichen Eigenanteil an den Kosten tragen.

Aber nicht nur neue Projekte erfordern unser Engagement; viele ältere Häuser müssen renoviert werden. Dächer und Treppenhäuser sowie Eingangsbereiche sind zu sanieren. Nachdem unser Wilhelm-Heine-Haus ein neues Dach bekommen hat, muss nun das Flachdach in der Weserstrasse völlig saniert werden. Wir dürfen und werden unsere Objekte nicht vernachlässigen; um auch zukünftig den Bewohnerinnen und Bewohnern ein gepflegtes zu Hause bieten zu können.

Diese Vorhaben und der Stand der Umsetzung zeigen, daß es der AWO in Essen wirtschaftlich gesehen nicht schlecht geht. Große Sprünge können wir zwar nicht machen und für unsere Vorhaben benötigen wir Zeit, um solide Finanzierungen zu erhalten; aber wir haben noch Gestaltungsspielräume um Perspektiven zu entwickeln und schrittweise umzusetzen.

Wolf AmbauerGeschäftsführer

Kreisverband bedankt sichbei ehrenamtlichen Aktiven

Mit einer Vorstellung des Musicals Anatevka bedankte sich der Kreisverband am 2. Mai bei 1.100 ehrenamtlich Aktiven.

Der Einladung folgten engagierte AWO-Mitglieder aus Ortsvereinsvorständen, Familienkreisen, Seniorenclubs, Computerclubs, Kunst- und Kulturkreis, Theater und Tanzgruppen und Besuchsdiensten.

Im Rahmen dieser Festveranstaltung wurden 31 besonders engagierte Mitglieder ausgezeichnet.

Mit der Verleihung der Verdienstmedaille durch den Vorsitzenden des AWO Bezirksverbandes Niederrhein, Paul Saatkamp, wurde das langjährige ehrenamtliche Engagement folgender Mitglieder gewürdigt:

Margret und Alfred Grimm gehören dem Ortsverein Katernberg an. Gemeinsam organisieren sie seit mehr als 10 Jahren Bildungs- und Studienfahrten mit einem Schwerpunkt in den neuen Bundesländern, um Informationsdefizite abzubauen und persönliche Kontakte zu schaffen. Beide halfen über mehrere Jahre mit, den Ortsvereinsvorstand mit Leben zu füllen (als Vorsitzender und Bildungsobfrau). Margret Grimm organisiert seit mehreren Jahren einen Frauengesprächskreis im Ortsverein. Alfred Grimm ist seit mehreren Jahren Revisor des Kreisverbandes und seit 2 Jahren Revisor des Bezirksverbandes.

Dorothea und Hugo Schmidt traten 1976 in die AWO ein. Sie hatten sich bereits einige Jahre früher in der Obdachlosenarbeit der Essener AWO engagiert und die damals bestehende Selbsthilfegruppe tatkräftig unterstützt. In den siebziger und achtziger Jahren halfen sie als ehrenamtliche Mitarbeiter mit, die Kinder- und Jugendfreizeiten der AWO durchzuführen, Vor- und Nachtreffen zu organisieren.

Seit Ende der achtziger Jahre organisieren sie im Vorstand des Ortsvereins Vogelheim, Dorothea als Vorsitzende und Hugo als Hauptkassierer, große Teile der Ortsvereinsarbeit. Sie sorgen dafür, daß sich im Stadtteil mehrmals wöchentlich 40 bis 50 Seniorinnen und Senioren treffen können und organisieren entsprechende Programme, Ausflüge, Seniorenurlaube und Seminare.

Friedhelm und Ruth Balke kamen in den sechziger Jahren zur AWO. Ruth Balke engagierte sich sowohl bei den Falken als auch im AWO Ortsverein Stoppenberg. Friedhelm Balke organisierte zu dieser Zeit Ferienfreizeiten und Jugendgruppen bei den Falken. Friedhelm Balke ist seit 1976 Vorsitzender im Ortsverein Stoppenberg, Ruth Balke Seniorenclubleiterin. Beide führen Seniorenurlaube und Ausflüge durch, organisieren Seminare, Veranstaltungen und Feste. Nach der Maueröffnung haben sie sich bemüht durch Studienfahrten Kontakte mit AWO-Gliederungen in den neuen Bundesländern aufzubauen. Ruth Balke hat mit der von ihr gegründeten Tanzgruppe bei vielen Veranstaltungen des Kreisverbandes und der Ortsvereine zahlreiche Auftritte absolviert.

Friedhelm Balke organisierte für die Sportgruppe des Ortsvereins die Teilnahme am AWO-Fußballcup seit 1984.

In der Bezirksvertretung vertritt Friedhelm Balke seit vielen Jahren auch die Interessen der Essener AWO.

Alfred Hoffmann wurde 1975 Mitglied der AWO in Essen. Bereits vorher hatte er maßgeblichen Anteil beim Aufbau des ersten Seniorenclubs im Stadtteil Rüttenscheid. Seit seinem Eintritt ist Alfred Hoffmann in verschiedenen Funktionen im Ortsvereinsvorstand aktiv (Schriftführer, Bildungsobmann, Beisitzer).

Mit neuen Ideen und Konzepten hat er immer wieder zur Belebung der Ortsvereinsarbeit beigetragen. Er organisierte in den vergangenen 25 Jahren zahllose Seminare und Seniorenfreizeiten, Fahrten nach Berlin und darüber hinaus die schon traditionellen Sommerausflüge des Ortsvereins mit teilweise über 200 Teilnehmern/innen.

Mit großem Engagement begleitet und betreut er seit mehr als 20 Jahren die Gymnastikgruppe des Ortsvereins, die er gründete.

Als zuverlässiger Ansprechpartner für die Bewohner des Erna-Loos-Hauses, steht er ebenfalls zur Verfügung.

Helga Zimpel wurde ebenfalls 1975 Mitglied der Arbeiterwohlfahrt Essen. Sie arbeitete von Anfang an in der Seniorenarbeit des Ortsvereins Borbeck mit, half bei Ausflügen, Veranstaltungen, Seniorenclubnachmittagen und vielen anderen Aktivitäten für ältere Menschen in ihrem Stadtteil.

Sie ist seit mehr als 10 Jahren Hauptkassiererin ihres Ortsvereins mit mehr als 400 Mitgliedern.

Seit vielen Jahren leitet sie den AWO-Seniorenclub im Schloß Borbeck, in dem sich regelmäßig wöchentlich ca. 50 ältere Menschen treffen. Helga Zimpel engagiert sich langjährig in sehr starkem Maße für die Interessen älterer Menschen in dieser Stadt und sorgt so für ein soziales Klima, in dem sich ältere Menschen gut aufgehoben fühlen.

22 Mitglieder, die kontinuierlich ehrenamtliche Arbeit in den Ortsvereinen leisten, wurden anschließend mit der Ehrenurkunde des Kreisverbandes ausgezeichnet.

In seiner Laudatio hob der AWO-Vorsitzende Michael Franz den besonderen Stellenwert der Ehrenamtlichkeit hervor:

"Ehrenamtliches Engagement und Arbeiterwohlfahrt haben eine lange Tradition; die AWO ist 1919 auf ehrenamtlichen Fundamenten gegründet worden und den vielen sozialen Einrichtungen mit Beschäftigten gibt es bis heute viele ehrenamtliche soziale Tätigkeitsfelder.

Ohne die Vielzahl von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gäbe es die AWO nicht -, erst recht nicht die AWO in Essen. Seit Jahrzehnten ist dieses Engagement für uns selbstverständlich."

Mit der Ehrenurkundewurden ausgezeichnet:

Rhetorikkurs fürSeniorenclubleiter

In der AWO-Geschäftsstelle wurde auf Anfrage der Seniorenclubleiter ein Rhetorikkurs durchgeführt, der hilfreiche Tipps und Tricks für die Moderation in Clubs und Kreisen aufzeigte und Übungen für das Auftreten vor der Gruppe vorstellen sollte.

Als ehrenamtliche Referentin konnte Sabine Ehrentraut gewonnen werden, die ihre Arbeit so gut machte, dass der ursprünglich auf drei Termine angesetzte Kurs um zwei Termine verlängert wurde.

Die Teilnehmer beschäftigten sich mit Übungen zum Abbau von Spannungen und Nervosität, sowie zu deutlicher Aussprache und Verständlichkeit. Es wurden Moderationen unter den verschiedensten Bedingungen und zu unterschiedlichen, teils aktuellen oder spontan entwickelten Themen (z.B. Geburtstag eines Clubmitgliedes, Vorstellung einer Clubfahrt usw.) durchgespielt.

Wegen der guten Resonanz des Kurses erklärte sich Frau Ehrentraut bereit, Ende des Jahres einen weiteren Rhetorik-Kurs anzuleiten. Interessierte Clubleiter oder Helfer können sich in der Geschäftsstelle melden. Die Teilnehmerzahl ist auf 16 begrenzt.

Tel.: 18 97-407/-417

Ort: Geschäftsstelle AWO-Essen, Pferdemarkt 5Sitzungszimmer 305/306, 3. Etage

Zeit: 31.10., 07.11., 14.11., 21.11.und 28.11.2002

Jeweils Do. vormittags (10:00 bis 12:00 Uhr)

Renate Reuschenbachmit 62 Jahren verstorben

Im Alter von 62 Jahren ist die ehemalige Sekretärin der Geschäftsführung und Frau des früheren Oberbürgermeisters Peter Reuschenbach am 28. April nach langer, schwerer Krankheit gestorben.

Über Jahrzehnte war Renate Reuschenbach der "gute Geist" der AWO. Bis zu deren Ausscheiden war sie die Sekretärin der Geschäftsführerin Berta Möller-Dostali und bis 1989 die Sekretärin des Geschäftsführers Horst Radtke. Als Sekretärin war sie auch eine Ansprechpartnerin für die Mitglieder des Verbandes. Nicht zuletzt gehörte Renate Reuschenbach zu den ersten Organisatoren des traditionellen Fischessens der Arbeiterwohlfahrt. Mehrere Jahre betreute sie auch einen Seniorenclub in Huttrop.

Obwohl Renate Reuschenbach selber politisch nicht aktiv war, erinnern sich noch viele Sozialdemokraten an ihr politisches Engagement im "kleinen Kreis", in den Wohnungen am Mählerweg und später im Allbauweg, an lange und heftige, aber immer sachlich faire Diskussionen über Wege und Ziele der Sozialdemokratie. An die Öffentlichkeit trat sie, als ihr Mann Peter 1989 Oberbürgermeister der Stadt wurde. Fünf Jahre lang war sie eine charmante "First Lady" der Stadt.

Nach ihrem Ausscheiden aus dem Berufsleben bei der Arbeiterwohlfahrt blieb Renate Reuschenbach ehrenamtlich aktiv. "Nana", wie sie von Freunden genannt wurde, setzte sich für die Belange der Kinder ebenso ein wie für die Belange der Tiere. Ehrenamtlich war sie auch beim Arbeiter-Samariter-Bund tätig.

Ingo Gutenberger

Treffen der Freien Schüler

Zum 19. Mal organisierte der Kreisverband einen interessanten Nachmittag für die ehemaligen Schülerinnen und Schüler der Freien Schulen. Fast 50 Personen trafen sich zum traditionellen Gedankenaustausch bei Kaffee und Kuchen im Kurt-Schumacher-Seniorenzentrum in Überruhr.

Im Mittelpunkt des Nachmittages standen neben dem Klönen über Ereignisse der fernen und nahen Vergangenheit auch das gemeinsame Singen bekannter alter und neuer Lieder. Ernst Schmidt, der sich vom 1. Treffen an für die inhaltliche Gestaltung des Treffens verantwortlich fühlt, ist sicher, daß auch im nächsten Jahr wieder vom AWO-Kreisverband zum Wiedersehen eingeladen werden wird.

Neues Wohnprojekt der AWOund der Firma Sahle in der Weststadt

Seit 1994 wird das ehemalige Krupp- und spätere Kanis-Gelände am Westrand der Essener Innenstadt durch die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG), die Stadt Essen und die Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG) umstrukturiert und neu entwickelt. Schritt für Schritt entsteht auf dem früheren Industriegelände ein neues Stadtquartier, das mit einer Mischung aus Büro-, Gewerbe- und Wohnräumen aufwarten wird. In der neuen Essener Weststadt sollen die Funktionen Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Unterhaltung nicht wie üblich getrennt voneinander auftreten, sie sollen sich gegenseitig ergänzen und verbinden - so das Ziel der Planer und Initiatoren.

Mit dem Bau von 94 Seniorenwohnungen und einem kleineren Teil "klassischer" Neubauwohnungen beteiligt sich die Sahle Wohnen GbR am weiteren Ausbau der Weststadt als "neuem Zentrum im Zentrum". Durch die Neubebauung entstehen an der Thea-Leymann-/Kurt-Joos-Straße rund 7.000 Quadratmeter Wohnfläche in unmittelbarer Citynähe. Ein Wohnstandort, der durch seine besondere Lage, gerade für Senioren beachtenswert sein dürfte. Die Investitionen für den vom Land Nordrhein-Westfalen im 1. und 2. Förderweg geförderten Neubau belaufen sich auf rund 10 Millionen Euro. Die Wohnanlage wird auch ein Betreuungs- und Beratungsangebot bieten, für das die Arbeiterwohlfahrt Essen zuständig sein wird.

Bereits zum Ende diesen Jahres soll der erste Teil der 94 Senioren- und 24 Mietwohnungen in der Weststadt bezugsfertig sein.

Die Größe der Seniorenwohnungen bewegt sich zwischen 48 und 60 Quadratmetern. Angeboten werden Zwei-Raum-Wohnungen im 1.und 2. Förderweg. Durch die Förderung sind die Mietpreise günstig: Sie liegen bei 4,60 Euro (im 1. Förderweg) oder 6,13 Euro pro Quadratmeter (im 2. Förderweg). Die Wohnungen sind modern ausgestattet und sinnvolle Grundrisse schaffen eine optimale Raumnutzung. Balkone oder Loggien gehören zu jeder Wohnung. Aufzüge und barrierefreie Zugänge garantieren die gute Erreichbarkeit aller Wohneinheiten. Im unmittelbaren Wohnumfeld sind Grünflächen und Ruhezonen geplant. Aber auch in den Gebäuden wird es eine bunte Palette an Gemeinschafts- und Freizeitaktivitäten geben.

Ein großzügiger Gemeinschaftsraum (235 Quadratmeter) bildet den passenden Rahmen für gesellige Feiern und Veranstaltungen. "Langeweile kommt bei uns nicht auf. Und für viele ältere Menschen ist es beruhigend zu wissen, daß sie bei uns in jeder Lebenssituation gut aufgehoben sind," ist sich Wolf Ambauer, Geschäftsführer der AWO in Essen sicher. Die Betreuungsangebote der AWO und die Nutzung des Gemeinschaftsraumes werden mit einem Entgelt in Höhe von 30 Euro monatlich abgerechnet. In der Betreuung setzt die AWO erfahrene Pädagogen und Fachpersonal ein.

Weitere Betreuungsleistungen, die gesondert abgerechnet werden, können für die Bewohner auf Wunsch individuell zusammengestellt werden.

Informationen bei:Michael VogelwieschePferdemarkt 545127 EssenTel.: 0201/18 97-230Fax: 0201/18 97-147Mail: info@awo-essen.de

AWO Essen seit 100 Tagen im Netz

Seit Ende Februar ist die Homepage der AWO Essen unter http://www.awo-essen.de zu finden. Die intensiven Vorbereitungen und Abstimmungsprozesse für den Internetauftritt des Kreisverbandes haben sich gelohnt, wie die hohen Zahlen der Nutzer und Nachfragen belegen. Über 1.000 Menschen nutzen zur Zeit monatlich die Möglichkeit sich so über die Arbeiterwohlfahrt und alle ihre Angebote im ehrenamtlichen und hauptamtlichen Bereich zu informieren. Online kann man sich zu Kursen der Familienbildungsstätte, zu Seminaren, Studien- und Seniorenreisen anmelden. Sämtliche Informationen und Formulare zur Aufnahme in eines unserer Alten- und Pflegeheime können abgerufen und natürlich auch ausgedruckt werden. Ebenso findet man alle Informationen zu unseren Kindertageseinrichtungen. Selbstverständlich kann man sich auch über die Mitgliedschaft in unserem Verband informieren und einen Aufnahmeschein ausdrucken lassen.

Die für den Internetauftritt Verantwortlichen bemühen sich auch ständig aktuelle Mitteilungen auf der Startseite zu platzieren.

Direkte Verbindungen (Links) führen zu weiteren AWO-Gliederungen wie zu unserem Jugendwerk, dem Bezirks- und Bundesverband.

Seit dem 1. Mai 2002 gilt in Deutschland das Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen, daß eine barrierefreie Informationstechnik festschreibt, d.h. Internetauftritte von öffentlichen Trägern sollen danach so gestaltet werden, daß sie von behinderten Menschen grundsätzlich uneingeschränkt genutzt werden können.

Die Seite des AWO Kreisverbandes Essen erfüllt die Empfehlungen und Richtlinien zum barrierefreien Zugang für Behinderte.

Fußball-Team aus Stoppenberg belegthervorragenden 2. Platz beimAWO-Fußball-Cup in Bielefeld

Beim 19. AWO-Cup, der in diesem Jahr in Bielefeld ausgetragen wurde, trafen sich 24 Mannschaften aus allen Teilen Deutschlands, um die AWO-Fußballmeister zu ermitteln. In spannenden Spielen wurde fair gekämpft und der Vorjahressieger Bielefeld mußte im Finale gegen die hochmotivierte Essener Mannschaft antreten.

Die Essener hatten das Finale nach spannenden Spielen erreicht.

Im Achtelfinale gegen Offenbach hielt der Essener Torhüter alle 7 Meter und auch im Viertelfinalspiel gegen Nürnberg fiel die Entscheidung erst im Siebenmeterschießen. Nach dem Gewinn des Halbfinalspiels gegen die Mannschaft aus Hagenow standen die Essener im Finale.

Im Finale unterlagen die Essener leider mit 0:2 Toren.

Die frühen Führungstreffer der Bielefelder konnten die Essener auch durch großen kämpferischen Einsatz und gute Taktik nicht mehr wettmachen. Der Teamchef der Essener Mannschaft, Holger Pohlmann, war aber trotzdem sehr zufrieden: "Wir haben uns während des Turniers steigern können und mit dem 2. Platz mehr erreicht, als wir uns vorgenommen hatten."

Der Essener Torhüter Andreas Olejniczak, genannt Zick-Zack, wurde als bester Torhüter des Turniers ausgezeichnet. Andreas Olejniczak gab diesen Pokal an den Keeper der Mannschaft der Deister-Sünteln-Klinik weiter, der schon seit vielen Jahren erfolgreich für seine Mannschaft gehalten hat. Der Kreisverband Bielefeld wollte als Sieger, das nächste Turnier im Jahr 2003 nicht schon wieder ausrichten und die Essener meinten, daß nicht alle 2 Jahre der Cup in Essen ausgetragen werden sollte. Da der Kreisverband Kiel schon seit dem 1. Turnier dabei ist, verständigten sich die Beteiligten darauf, daß die 20. AWO-Fußballmeisterschaft im nächsten Jahr in Kiel stattfinden soll. Auch dann wird wieder der Essener Anfeuerungsruf: "Ohne Essen wär' hier gar nichts los" durch die Sporthalle tönen.

Betriebsratswahlen 2002

Im März fanden die turnusmäßigen Betriebsratswahlen bei der Arbeiterwohlfahrt Essen statt.

Zu wählen waren 13 Mitglieder. Erstmalig in diesem Jahr brauchten die sogenannten Vorwahlen nicht durchgeführt zu werden, da durch die Novellierung des Betriebsverfassungsgesetzes die Gruppenwahl (Arbeiter/Angestellte wählen gemeinsam oder nicht) gestrichen wurde. Zu beachten war diesmal, dass das Geschlecht, das in der Belegschaft in der Minderheit ist, entsprechend vertreten ist.

Die Erwartungen des Betriebsrats, dass möglichst aus jeder größeren Einrichtung ein Mitglied in den Betriebsrat gewählt wird, sind erfüllt worden.

Die gewählten Betriebsräte möchten sich auf diesem Weg für die Wahl und das damit verbundene Vertrauen bedanken und sich hier nochmals vorstellen:

1 Martina Willmanns 1. Vorsitzende Beschäftigt seit 1986 im Betriebsrat seit 1994 freigestellt seit 1995

2 Michael van Baal stellvertretender Vorsitzender beschäftigt seit 1984 im Betriebsrat seit 1994 freigestellt seit 2000

3 Klaus Reese 2. stellvertretender Vorsitzender beschäftigt seit 1989 im Betriebsrat seit 1994 Bildungsreferent im Paul-Gerlach-Bildungswerk

4 Jens Laßen beschäftigt seit 1985 im Betriebsrat seit 1989 Pädagogischer Mitarbeiter

5 Thomas Winkler beschäftigt seit 1983 Neu gewählt Pädagogischer Mitarbeiter

6 Matthias Kapaun beschäftigt seit 1990 Neu gewählt Dauernachtwache im Kurt-Schumacher-Zentrum

7 Susanne Jarka beschäftigt seit 1982 im Betriebsrat seit 1986 Altenpflegerin im Otto-Hue-Haus

8 Kerstin Denkebeschäftigt seit 1995Neu gewähltAltenpflegerin imLouise-Schroeder-Sozialzentrum

9 Ariane Schäfer beschäftigt seit 1998 Neu gewählt Familienpflegerin im Kurt-Schumacher-Zentrum

10 Dragica Hoffmann beschäftigt seit 1992 Neu gewählt Altenpflegerin im Friedrich-Ebert-Seniorenzentrum

11 Hanimgüll Ilhan-Kocak beschäftigt seit 1995 Neu gewählt Diplom Sozialpädagogin in der Sozialberatung für Migranten

12 Andreas Limme beschäftigt seit 1991 Neu gewählt Altenpflegerhelfer im Marie-Juchacz-Haus

13 Bernd Rehbein beschäftigt seit 1996 Neu gewählt Koordinator des stationären Mittagstisches

Aus den Abteilungen

Wir stellen uns vor:

Die Abteilung Jugend- und Familienhilfe

Wir, die Jugend- und Familienhilfe der Arbeiterwohlfahrt, sind ein Team von SozialarbeiterInnen / SozialpädagogInnen, die in allgemeinen Fragen der Erziehung und familiären Krisensituationen Rat und Hilfe anbieten.

Wir bieten:

Beratung in erzieherischen Angelegenheiten, z.B. Unterstützung zu Taschengeldvereinbarungen, Ausgangszeiten, Freizeitaktivitäten, Alltagsgestaltung.

Beratung bei Schulproblemen, z.B. Schulversäumnisse, Leistungseinbrüche, auffällige Verhaltensweisen in der Schule, Sonderschulaufnahmeverfahren, Probleme mit LehrerInnen und/oder mit SchülerInnen.

Trennungs- und Scheidungsberatung, Mitwirkung in familiengerichtlichen Verfahren, u.a. Beratung zur Gestaltung der Trennung, Erarbeiten einer Übereinkunft beider Elternteile zur Handhabung von Sorgerecht, Besuchsrecht und Informationsaustausch, Hinweis auf unterstützende Hilfen.

Jugendgerichtshilfe, z.B. Prüfung der Möglichkeit einer Diversion (Beendigung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung), vorbereitende Gespräche mit Eltern und Jugendlichen, Berichterstattung an den Jugendrichter, Begleitung in Gerichtsterminen, Nachbetreuung durch Gesprächskurse, soziale Gruppenarbeit (z.B. Verkehrskurs), zeitweise intensive Betreuung.

Einleitung und Begleitung von erzieherischen Hilfen, Erziehungsberatung, soziale Gruppenarbeit, individuelle ambulante erzieherische Hilfen, Erziehung in einer Tagesgruppe, Vollzeitpflege, Heimerziehung, intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung.

Krisenintervention, z.B. kurzfristige Unterbringung von Kindern/Jugendlichen, Maßnahme zum Schutz des Kindes bei Verdacht auf Vernachlässigung oder Mißhandlung, Organisierung einer Kinderbetreuung bei Ausfall eines oder beider Elternteile.

Einleiten von Vormundschaften/führen von Pflegschaften, z.B. für Vollwaisen oder auch für ausländische Kinder, deren Eltern im Heimatland leben, bzw. für Eltern, die nicht in der Lage sind, sich im vollsten Umfang um die Belange ihrer Kinder zu kümmern.

Wenn Sie, oder Menschen in Ihrer Umgebung in einem der oben genannten Bereiche oder einer ähnlichen Problemlage Hilfe suchen, können Sie entweder unmittelbar mit uns Kontakt aufnehmen, oder aber auf der sogenannten Betreuungsanfrage, die Ihnen das Jugendamt in bestimmten Fällen zuschickt, ankreuzen, dass sie mit der Arbeiterwohlfahrt, zusammen arbeiten möchten. Wir arbeiten als BezirkssozialarbeiterInnen und sind daher Ihr Ansprechpartner für einen bestimmten Wohnbezirk. Da wir als Jugendhilfeträger anerkannt sind, können wir Ihnen alle Hilfsangebote der Jugendhilfe anbieten, oder vermitteln. Wir arbeiten mit dem Familienvormundschafts- oder Familiengericht zusammen. Unser Angebot steht allen Ratsuchenden offen.

Die ausländischen Mitbürger in Essen werden noch bis Ende 2002 durch die tätigen Verbände Arbeiterwohlfahrt, Sozialdienst katholischer Frauen, Diakonisches Werk und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, betreut.

Ab Januar 2003 haben alle MitbürgerInnen dieser Stadt die Wahlfreiheit, ob sie mit dem Jugendamt der Stadt Essen oder mit den aufgeführten Verbänden zusammen arbeiten möchten. Die Zuständigkeit bis Ende des Jahres gilt noch bei der Arbeiterwohlfahrt für Staatsangehörige aus folgenden Ländern: Bosnien, Jugoslawien, Kroatien, Marokko, Mazedonien, Slowenien, Türkei und Tunesien.

Wir arbeiten zusammen mit unserer Beratungsstelle für Migranten und Dolmetschern, die uns bei Verständigungsproblemen und ihrem kulturellen Hintergrund bei unserer Arbeit unterstützen.

Haben wir Sie neugierig gemacht?

In dem nächsten AWO-Treff werden wir einzelne Arbeitsbereiche z.B. anhand von Fallbeispielen ausführlicher darstellen.

Wo sind wir zu finden?

Unsere Büros befinden sich zentral gelegen in der Essener Innenstadt in der Geschäftsstelle:

Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Essen e. V.,Pferdemarkt 5 (Nähe Viehofer Platz),45127 Essen,Zimmer 423 bis 429, 4. Etage.Sie erreichen uns unter der Nummer:18 97-320 oder -0

Zehn Jahre Fachseminar für Altenpflege

1991 entschloss sich die Arbeiterwohlfahrt ein staatlich anerkanntes Fachseminar für Altenpflege zu gründen. Der erste Lehrgang begann seine Ausbildung dann am 2. Mai 1992. Im April 2002 hat nun der 22. Lehrgang seine Ausbildung mit Ablegen der Abschlussprüfung beendet. In den zehn Jahren hat das Fachseminar dem Pflegearbeitsmarkt somit weit über 400 gut ausgebildete Altenpflegerinnen und Altenpfleger zur Verfügung gestellt. Ein wichtiger Beitrag also, um die Pflegequalität in Einrichtungen der Altenhilfe zu sichern und zu verbessern.

Die AWO Essen, als Trägerin des Fachseminars, beging das 10-jährige Jubiläum mit einer Feierstunde. Glückwünsche überbrachte neben vielen anderen Gästen, Herr Bürgermeister Leymann-Kurtz.

Im Anschluss daran führte das Fachseminar am Freitag, den 3.5.2002 eine Fachtagung mit dem Schwerpunktthema "Gerontopsychiatrie" durch. Über 120 Teilnehmer/innen konnten sich in vier verschiedenen Veranstaltungen zu folgenden Themen fortbilden bzw. austauschen:

In allen vier Veranstaltungen gab es regen Austausch und die Rückmeldungen an die Veranstalter waren sehr positiv. Vor allem die Ankündigung, dass das Fachseminar in der zweiten Jahreshälfte eine Weiterbildung zu diesem Themenbereich anbieten wird, stieß auf sehr großes Interesse.

Kein Jubiläum ohne Fest. Nach diesem Motto fand am Samstag, den 4.5.2002 ein Schulfest statt. Derzeitige und ehemalige Auszubildende und Mitarbeiter/innen des Fachseminars feierten gemeinsam und es gab sehr viel Freude über das Wiedersehen.

Ingrid Wüllscheidt

20 Jahre politische Bildung bei der AWO Essen

Vom Ruhrpott bis nach China

"Politik ist langweilig, problembelastet oder undurchsichtig." Auch Anfang der 80er Jahre, bei der Gründung des Paul-Gerlach-Bildungswerks, waren solche Aussagen zu hören; auch damals gab es Politikverdrossenheit und Wahlmüdigkeit.

So entschied sich die Arbeiterwohlfahrt in Essen zum Aufbau eines Bildungswerks, das vor 20 Jahren seine Anerkennung als Einrichtung der politischen Erwachsenenbildung erhielt. Ziel war und ist es, Menschen über politische Zusammenhänge zu interessieren und zu informieren und zur kritischen Auseinandersetzung mit der Gesellschaft zu befähigen.

Das Paul-Gerlach-Bildungswerk, benannt nach dem Gründer der AWO Niederrhein, arbeitet mit zwei hauptamtlichen Pädagogen und vielen nebenamtlichen Lehrkräften in Tagesveranstaltungen und Mehrtagesseminaren zu allen Themen des politischen Alltags. Und der fängt oft direkt vor der Haustür an. Ob Radwegenetz im Stadtteil oder Industriekultur im Ruhrgebiet, Politik wird nicht nur in Berlin und Brüssel gemacht. Doch auch dorthin führen die Wege des AWO-Bildungswerks.

In Tagesseminaren wird mit Abgeordneten im europäischen Parlament über die Osterweiterung der EU diskutiert oder in Berlin bei einem fünftägigen Bildungsurlaub über die Folgen der Bundestagswahl im September.

Mit Beginn der deutschen Einheit wurden mehrtägige Studienaufenthalte im In- und Ausland zum festen Bestandteil des Bildungsprogramms. Dabei standen Themen der deutsch-deutschen Einigung und europäischen Integration im Vordergrund. So bildet in diesem Jahr unser östliches Nachbarland Polen mit zwei Studienreisen (Danzig, Krakau-Breslau) einen Schwerpunkt. In 2002 ist China das fernste Ziel des Bildungswerks. Am Yang-Tse entsteht durch den Riesenstaudamm das größte Bauwerk der Welt mit weitreichenden ökologischen und wirtschaftlichen Folgen.

Kontakt:Gereon UnnebrinkPferdemarkt 5, 45127 Essen

Tel.: 0201/18 97-421

Fax: 0201/18 97-147

Mail: paulgerlachbw@awo-essen.de

Mit dem Kunst- und Kulturkreis nach Trier

Der Kunst- und Kulturkreis der Essener AWO hatte zu einer Tagesfahrt nach Trier eingeladen und am Sonntag, den 26. Mai, morgens um 7 Uhr ging es los. Fast 40 Interessierte machten sich mit dem Bus auf den Weg. In Trier angekommen erlebte die Gruppe eine fast 3-stündige, interessante Stadtführung, bei der die Stadtführerin auch immer mal wieder Anekdoten aus der langen Stadtgeschichte zum Besten gab. Beeindruckt waren die Teilnehmer von den Ausmaßen und der Technik in den römischen Thermen, die die Konkurrenz zu modernen Spaßbädern nicht scheuen müßten. Anschließend ging es zum Winzer von Nell, der einige grundsätzliche Erklärungen zum Weinbau gab, im Weinkeller die Verfahren der Kelterung erläuterte und beim Rundgang durch den Weinberg Erklärungen zu Rebsorten und Anbauverfahren gab. Die Verkostung von sechs Weinen machte viel Spaß und vertiefte die theoretischen Ausführungen.

Der Erfolg dieser Tagesfahrt wird hoffentlich dazu führen, daß es, wieder in Kooperation mit dem Paul-Gerlach-Bildungswerk, weitere Exkursionen zu Stätten des Weltkulturerbes gibt.

Adressenliste

Kontaktadressen und Telefonnummern

AWO-Geschäftsstelle Pferdemarkt 5-7 18 97-0 45127 Essen

Mitgliederservice/Öffentlichkeitsarbeit Petra Märker-Hullmann 18 97-401

Seniorenclubs und Seniorenreisen Karlheinz Freudenberg 18 97-407

Mitgliederverwaltung, SterbegeldversicherungSpielmobil/AWO-Frosch Monica Rübel 18 97-402

Familienbildung, Kurse & Seminare Wilhelm Dibow 18 97-416

Studienfahrten, politische Bildung Klaus Reese 18 97-420

Kindertagesstätten Annette Schnitzler 18 97-360

Jugendwerk, Kinder- und Jugendfreizeiten,Spielmobil Frank Bente 18 97-430

Bildungsinstitut Altenpflege Ingrid Wüllscheidt 31 30 29 Peterstraße 2 45141 Essen

Ambulante Dienste Norbert Schunk 83 20 10 August-Schmidt-Haus Overbergstraße 27 45141 Essen

Seniorenbüro, Pflegeberatung Monika Jagenburg 36 11 220 Joseph-Oertgen-Weg 51 45327 Essen

Seniorenwohnungen, Betreutes Wohnen Michael Vogelwiesche 1897-231 Rainer Köhler 1897-234Kurt-Schumacher-Zentrum Rüpingsweg 51 58 48 00 45277 Essen

Friedrich-Ebert-Seniorenzentrum Schonnefeldstraße 86 83 53 70 45326 Essen

Gotthard-Daniels-Haus Katharinenstraße 9 45 13 65-0 45131 Essen

Louise-Schröder-Sozialzentrum Joseph-Oertgen-Weg 51 3 61 11 45327 Essen

Marie-Juchacz-Haus Auf'm Bögel 8 8 71 60 45149 Essen

Otto-Hue-Haus Barthel-Bruyn-Straße 46 74 99 60 45147 Essen

Die Mischung macht's

Aus den Kindertagesstätten

Zwei Jahre hat ein Team von Wissenschaftlern des Instituts für Sozialplanung und Organisationsentwicklng - INSO - in Zusammenarbeit mit der Universität Essen die Entwicklung der Kindertagesstätte Schalthaus Beisen beobachtet und begleitet. Die Ergebnisse wurden jetzt vorgelegt.

Die Kindertagesstätte existiert seit Februar 1998. Mit einem speziellen interkulturellen Erziehungskonzept will die Einrichtung für sämtliche Kinder des Stadtteils, gleich ob deutscher oder nicht-deutscher Herkunft, Betreuungs-, Spiel- und Aufenthaltsort sein. Einen besonderen Stellenwert innerhalb dieses Konzepts nimmt die Sprech- und Sprachförderung für die Kinder unterschiedlichster nationaler Herkunft ein. Ein Team von 15 MitarbeiterInnen, acht deutscher und sieben nicht-deutscher Herkunft, kümmert sich liebevoll und kompetent um das Wohlergehen von 130 Kindern im Alter von vier Monaten bis zwölf Jahren.

Zwei Jahre hat sich das Schalthaus-Team durchleuchten lassen. Untersucht wurden nicht nur die Betreuung der Kinder, die spezielle Sprech- und Spachförderung und das Heranführen an unterschiedliche kulturelle Alltagsrituale, sondern auch die Entwicklung des gemischt-ethnischen Teams, eine weitere Besonderheit der Einrichtung. Von Anfang an war es Trägerinteresse, dass sich der besondere Anspruch an ein interkulturelles Miteinander auch in der Zusammensetzung des Teams spiegelt. So finden die Kinder im Schalthaus heute nicht nur deutsche und türkische Erzieherinnen, sondern auch italienische, portugiesische oder arabisch-sprechende Fachkräfte, darunter sogar einige männliche Betreuer.

Eine vom INSO durchgeführte Befragung der Eltern der betreuten Kinder ergab, dass sich vor allem die ausländischen Eltern in erster Linie vom Kindergarten erhoffen, dass ihre Kinder besser deutsch lernen, damit sie in der Schule keine Startschwierigkeiten haben. Die Eltern, die nach einem Jahr erneut befragt wurden, meinten, dass der Besuch des Kindergartens wesentlich dazu beigetragen habe, dass sich die Sprachentwicklung ihrer Kinder verbessert habe. Hierzu trägt sicherlich auch die besonders gute und umfangreiche Einbindung der Eltern in den Kita-Alltag bei. Der Einrichtung ist es gelungen, viele auch ausländische Eltern zu erreichen und sie für die Kita-Arbeit zu interessieren sowie sie zu motivieren, sich an Festen und Elternabenden zu beteiligen.

Nach zwei Jahren des Bestehens kann von einer hohen Akzeptanz der Einrichtung im Stadtteil gesprochen werden. Die Einrichtung trägt zum kulturellen Austausch, zum positiven Miteinander und damit letztlich auch zur Konfliktminimierung im Stadtteil bei. Diese positive Außenwirkung ist unabdingbar verknüpft mit der Mitarbeit der Leiterin der Einrichtung im Stadtteilarbeitskreis. Leiterin Gisela Wehner-Böhme ist sich sicher, dass gerade für eine interkulturelle Kindertageseinrichtung die Öffnung in den Stadtteil von besonderer Bedeutung ist, deshalb sucht sie beharrlich das Gespräch mit anderen Einrichtungen in Katernberg und Schonnebeck, angefangen von städtischen Kindergärten über die Kirchen bis hin zu Senioreneinrichtungen, in denen die Schalthaus-Kinder schon mal ein Ständchen bringen.

Von besonderer Bedeutung jedoch sind die Leistungen der Kita bezogen auf den Übergang zur Schule als Fundament für die weitere schulische Entwicklung. Dass die Kindertageseinrichtung Schalthaus Beiden auf dem richtigen Weg ist, hat sich mittlerweile durch die Ergebnisse der PISA-Studie bestätigt. Die Intensivierung der Sprach- und Sprechförderung ist ein zentrales Mittel zur Integration, die Kindertageseinrichtung der zentrale Ort, spielerisch und kindgerecht hierzu beizutragen.

Der Computer in der Kindertagesstätte -die Geschichte geht weiter

Erinnern Sie sich noch? Im AWO-Treff 2/2001 stellte der Leiter unserer Kindertagesstätte im Girardethaus das Computerprojekt für die Kinder vor. Mittlerweile hat sich eine Menge getan. Es wird dringend notwendig von der weiteren Entwicklung aus der Sicht der Mitarbeiter/innen zu berichten (beachten Sie bitte auch unsere Anzeige)

Klasse, in unserer Kita im Girardethaus gibt es jetzt zwei Computer! Hochmodern, erstklassig ausgestattet mit CD-Rom-Laufwerk, Scanner und sogar Internetanschluß!

Wir setzen uns mit dem technischen Fortschritt auseinander, klar. Aber wie?

Es fand sich eine Kleingruppe die versuchte, das Thema "Computer" so anschaulich und verständlich wie möglich in das Team einzuführen.

Hochmotiviert starteten wir in unsere pädagogischen Planungstage.

Wir setzten uns mit den technischen Details des Computers auseinander, überlegten, wie wir die Eltern informieren und mit einbeziehen, diskutierten über Nutzen und Risiken des Internets und stellten Regeln über die Benutzung und Verweildauer der Kinder am Rechner auf.

Viele Fragen galt es zu klären:

Wieviele Kinder dürfen gleichzeitig an den PC?

Dürfen Vorschulkinder überhaupt an den Rechner?

Welche Spiele sind für die Kinder geeignet?

Nach interessanten und aufschlußreichen Diskussionen einigten wir uns schließlich darauf, daß der Computer nur mit einem "Führerschein" genutzt werden darf.

Dieser beinhaltete das Ein- und Ausschalten des Rechners, die Auswahl von Programmen, das Einlegen einer Diskette, bzw. CD-ROM und gegebenenfalls die Einwahl ins Internet.

Voraussetzung war natürlich, das ersteinmal die KollegInnen einen solchen Führerschein machen mussten. Und das war gar nicht so einfach.

Jede/r im Team war bereit, sich mit dem PC auseinanderzusetzen und sich Kenntnisse anzueignen, aber es gab immer noch eine gewisse Hemmschwelle.

Allein schon die Computersprache schien ein Buch mit sieben Siegeln zu sein.

Die Rede war von Bits und Bytes, von Prozessoren und Festplatten, Software, Hardware und RAM.

Man fühlte sich schlichtweg überfordert. Aber woher kommt eigentlich diese Unsicherheit?

Warum scheuen wir uns den Computer an uns heranzulassen?

Denken wir doch mal an unsere eigene Kindheit. Welche Medien gab es in meiner Familie? Meist hatte man einen Fernseher und Radio. Da hörte es auch schon auf. Der Videorecorder hat erst sehr spät Einzug in unser Leben gehalten und die Kinder, die in der Grundschule schon einen COMMODORE64 hatten, mit dem man ein paar einfache Spiele machen konnte, waren an einer Hand abzuzählen.

Mediensozialisation fand quasi gar nicht statt. Es gab damals noch keine Playstation oder Nintendo. Wer dann als Teeny einen Gameboy bekam, war ein Held.

Wir konnten uns kaum mit technischen Geräten auseinandersetzen. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass uns diese Dinge ersteinmal irgendwie unheimlich sind.

Aber heute im Zeitalter des Internets und der vielen technischen Errungenschaften, gibt es diese Möglichkeiten.

Und wir sind es, die den Kindern den Umgang mit der Materie nahe bringen und erleichtern können.

Mittlerweile hat sich in unserer Kita einiges getan. Auf einer pädagogischen Fortbildung wurde deutlich, daß unser Weg, die Kinder über einen Führerschein an den Computer heranzuführen, nicht der richtige ist.

Wir sind zu dem Schluß gekommen, daß in jeder Gruppe ein Computer stehen soll. Wir wollen den Rechner als Spielgerät für alle Kinder zugänglich machen und in die Gruppe integrieren.

Alle Kinder sollen die Möglichkeit haben, den Umgang mit dem PC spielerisch zu erlernen. Wir können ihnen die Chance geben, mit dem Computer zwanglos und angstfrei umzugehen.

Den Computerführerschein haben wir abgeschafft, denn wir haben festgestellt, dass es nichts Besseres gibt als: Learning by doing! Unsere Computer stehen den Kindern jetzt, wie alle anderen Spiele auch, im Freispiel zur Verfügung. Natürlich beobachten wir sehr genau, was passiert; welche Kinder nutzen die Geräte wie häufig und wie lange. Wenn nötig greifen wir ein, helfen und steuern das Spielverhalten der Kinder. Wie in allen anderen Spielsituationen auch.

Die Computer verlieren dann sehr schnell ihren Status als besonderes Spielgerät, werden Teil des Gruppenalltags.

Wir werden weiter berichten.

Katja Jeziorny

FuN in der Kita

ein Kooperationsprojekt der AWO Familienbildungsstätteund der AWO Kita gGmbH

FuN heisst Familie und Nachbarschaft.

Es ist ein vorbeugendes Familienprogramm, an der die ganze Familie teilnehmen kann und das sich am Sozialraum der Familie orientiert. Es richtet sich insbesondere an sozial benachteiligte Familien.

FuN will:

Eltern als wichtige Erziehungspersonen unterstützen

Selbstvertrauen und Verständigung innerhalb der Familie stärken

Zusammenarbeit von Kindertagesstätte und Eltern fördern

Minderung von Familienstress und Stärkung des Familienzusammenhalts

Möglichkeiten neuer Kontakte im Stadtteil schaffen

Seit Januar findet das Familienprogramm in der AWO Kita am Jahnplatz statt.

Sieben Familien mit 14 Kindern nahmen zunächst an einer achtwöchigen Phase teil, bei der sie sich jeden Montag von 17.00-20.00 Uhr im Mehrzweckraum der Kita trafen.

Vorbereitet und begleitet wurden die Treffen von den FuN-Teamerinnen Brigitte van Haaren (Leiterin der Kita) und Ute Metzker-Sollmann (pädagogische Mitarbeiterin der Familienbildungsstätte)

In dem dreistündigen Programm wurde die Kommunikation und Kooperation innerhalb der Familie durch entsprechende Spiele gefördert und die Eltern in ihrer Erziehungskompetenz gestärkt. Darüber hinaus machte dieser aktivierende Ansatz Eltern und Kindern viel Spaß. Das gemeinsame Essen am Familientisch trug zur Festigung des Familienzusammenhaltes bei.

Nach acht Wochen nahmen die Familien bei einer Abschlussfeier stolz ihre Diplome für die erfolgreiche Teilnahme entgegen.

Seit Anfang Mai befinden sich die Familien in der 2. Phase der Selbstorganisationsphase von FuN. Sie treffen sich jetzt für ein halbes Jahr einmal monatlich in der Kita, wobei sie abwechselnd die Verantwortung für die Vorbereitung der Treffen übernehmen. Die Familienbildungsstätte unterstützt die Eltern dabei.

Das Ziel von FuN ist, es bis Herbst 2002 ein Netzwerk zu entwickeln, das Familien ein höheres Maß an gegenseitiger Unterstützung ermöglicht.

Familienbildungsstätte und AWO Kita gGmbH planen weitere FuN-Teams ausbilden zu lassen, um das Familienprogramm flächendeckend anbieten zu können.

Ute Metzker-Sollmann

Aus den Ontsvereinen

Ausstellungseröffnung im Kurt-Schumacher-Zentrum

Am Sonntag, den 5. Mai 2002, fand im Kurt-Schumacher-Zentrum, Rüpingsweg 51, im Beisein der Künstler, die Eröffnung der Ausstellung "Aquarelle auf Seide und Papier" statt. Michael Franz, Vorsitzender der AWO Kreisverband Essen eröffnete die gut besuchte Ausstellung. Die ausstellenden Künstler/innen lernten sich in einem Malkurs der AWO-Bergerhausen kennen. Anfangs stand das Bemalen von Schals und Tüchern im Vordergrund. Später wurden Motive selbst entworfen und nach eigenen Farbkompositionen ausgemalt und aquarelliert. In Kursen wurden vielfältige Techniken erarbeitet. Im Laufe der Zeit verlagerte sich der Schwerpunkt zunehmend hin zur mehr bildhaften Darstellung.

Frühlingsfest des AWO-Ortsvereins Überruhr

Im März veranstaltete der AWO-Ortsverein Überruhr im großen Saal des Kurt-Schumacher-Zentrums ein Frühlingsfest, nicht nur für seine Mitglieder.

Das Programm wurde vom stellvertretenden Ortsvereinsvorsitzenden Heinrich Schützenberger zusammen mit seiner Frau Cordula und den "Ruhrpötten", dem seit drei Generationen ausschließlich aus Familienmitgliedern der aus Überruhr stammenden Familie Pott bestehenden Chor, mehreren Solisten und einem kleinen Orchester unter der Leitung von Hugo Spliethoff gestaltet.

Für die liebevolle Saaldekoration und Bewirtung der Besucher sorgten in bewährter Manier die fleißigen Helfer vom Ortsverein.

Die Stimmung erreichte ihren Höhepunkt, als das Ehepaar Schützenberger selbstverfasste Couplets zu bekannten Schlagermelodien zum Besten gab. Bei "Butterfly", einem ihrer größten Hits, tobte der Saal und alle verlangten nach einer Zugabe, die es vielleicht schon beim Herbstfest des Ortsvereins in diesem Jahr geben wird.

Jahreshauptversammlung 2002 des AWO-Ortsvereins Überruhr

Am Freitag, den 26.04.2002 um 17.00 Uhr fand im großen Saal des Kurt Schumacher Zentrums die diesjährige Jahreshauptversammlung statt.

Auf dem Programm standen die Geschäftsberichte des Vorstands, des 1.Vorsitzenden, des Hauptkassierers und der Revisoren. Außerdem berichteten die Clubleiter der AWO-Seniorenclubs über die Arbeit und Veranstaltungen des letzten Jahres.

Nach der Aussprache zu den Geschäftsberichten wurden folgende Jubilare für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt:

Elfriede TepperiesRuth MohrSophie SchubeisDirk PulfrichKurt Grundmann

Tanz im "Friedrich"

Seit fünf Jahren ist die Veranstaltung Tanz im "Friedrich" immer so gut besucht, dass der Veranstaltungssaal ganz eng gestellt werden muß, um genügend Platz für die Tanzfläche zu gewinnen.

Einmal im Monat, Sonntags von 15.00 bis 18.00 Uhr kann Jedefrau und Jedermann nach Herzenslust das Tanzbein schwingen.

Zur Gästeschar gehören Bewohner des Stadtteils Altenessen, Bewohner der Seniorenwohnungen, AWO-Mitglieder, Freunde und natürlich auch Heimbewohner des Friedrich-Ebert-Seniorenzentrums und ihre Angehörigen.

Alle Besucher/innen der Tanzveranstaltung sind so begeistert und gut gelaunt, dass sie meistens fast drei Stunden nutzen, um zu tanzen, die kleinen Erfrischungspausen sind recht kurz.

Die Tanzmusiker, die sich in den letzten Jahren am besten bewährt haben, spielen abwechselnd, damit die musikalische Vielfalt gewährleistet ist.

Besonders erfreulich ist die hervorragende Zusammenarbeit des AWO-Ortsvereins Altenessen mit dem Friedrich-Ebert-Seniorenzentrum.

Nach der Sommerpause findet die Veranstaltung Tanz im "Friedrich" am 01.09.02 wieder statt, um dann gutgelaunt in den Herbst zu tanzen.

Martina Urban

Jubilar-Ehrung im Ortsverein Bochold

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden sieben Mitglieder des Ortsvereins für ihre 25 jährige Treue zur AWO geehrt. Die Laudatio hielt Hannelore Kraft, Landesministerin für Europa- und Bundesangelegenheiten, die vorher in einem kurzen Referat sehr anschaulich ihre interessanten Aufgaben beschrieb.

Club 2000 Huttrop unterwegs

Beim Clubtreffen geplant und mit denen die Lust und Laune hatten umgesetzt - ein Besuch im Aquazoo.

Eine sehenswerte Empfehlung für alle Aquaristikfreunde ist der Aquazoo in Düsseldorf. Der Club 2000 aus Huttrop im Lotte-Lemke-Haus verlebte mit einigen Mitgliedern dort einen schönen Tag und kann dieses Ausflugsziel wärmstens empfehlen. Der Zoo ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar und den Eintrittspreis von 5,50 Euro sicher wert.

Rosemarie Behr

AWO Wanderungen 2002

Unsere Wanderleiterinnen und Wanderleiter

erarbeiteten gemeinsam ein vielseitiges Wander-Angebot in und um Essen.

Die Wanderungen sind seniorengerecht organisiert, dauern einschließlich eines gemütlichen Beisammenseins ca. 3 Stunden und stehen Wanderfreunden jeden Alters offen.

Juli

Vom Uhlenhorster Wald zum ForsthausMittwoch, 03.07.2002Treffpunkt: 14.00 Uhr Haltestelle Hubertusburg MHWanderleitung: H. Dittmar & W. Pressling

KattenturmDonnerstag 11.07.2002Treffpunkt: 14.00 Uhr Bahnhof WerdenWanderleitung: Bernd Kettendorf / Fred Ausländer

Wetteramt - Heissiwald Mittwoch 17.07.2002Treffpunkt: 14.00 Uhr WetteramtWanderleitung: Werner Felbeck

RumbachtalDienstag 23.07.2002Treffpunkt: 14.00 Uhr FängershofWanderleitung: Helga Strandt

Zum BaldeneyseeMittwoch 31.07.2002Treffpunkt: 14.00 Uhr Heidhauser PlatzWanderleitung: Gerti Graszk

August

Vom Wetteramt zum ReiterhofDienstag 06.08.2002Treffpunkt: 14.00 Uhr WetteramtWanderleitung: Helga Strandt

Pausmühlental, Lunapark Schloßpark BorbeckMittwoch 07.08.2002Treffpunkt: 14.00 Uhr Bhf. BorbeckWanderleitung: Fred Ausländer

Vom Wolfsbachtal zum RuthertalDonnerstag 15.08.2002Treffpunkt: 14.00 Uhr BredeneyWanderleitung: Werner Felbeck

SchnitzlerMittwoch 21.08.2002Treffpunkt: 14.00 Uhr LehmannsbrinkWanderleitung: Henriette Hermanns-Stolz

Mülheim UhlenhorstDonnerstag 22.08.2002Treffpunkt: 14.00 Uhr Endstation Linie 102Wanderleitung: Bernd Kettendorf

Im Essener NordenMittwoch 28.08.2002Treffpunkt: 14.00 Uhr Kirche HeßlerstraßeWanderleitung: Gerti Graszk

Durchs NachtigallentalDonnerstag 29.08.2002Treffpunkt: 14.00 Uhr Haltestelle Halbe HöheWanderleitung: H. Dittmar & W. Pressling

September

Durch den Schellenberger Wald zum Regattaclubhaus KupferdrehMittwoch 04.09.2002Treffpunkt: 14.00 Uhr Haltestelle LuxWanderleitung: H. Dittmar & W. Pressling

Vom Langenhorster-Wald nach HefelDonnerstag 05.09.2002Treffpunkt: 13.40 Uhr Haltestelle am PlätzchenWanderleitung: Fred Ausländer

RumbachtalDonnerstag 12.09.2002Treffpunkt: 14.00 Uhr FängershofWanderleitung: Werner Felbeck

FelderbachtalMittwoch 18.09.2002Treffpunkt: 14.00 Uhr Bahnhof NierenhofWanderleitung: Bernd Kettendorf

HülsmannshofDonnerstag 19.09.2002Treffpunkt: 14.00 Uhr Gruga EndstationWanderleitung: Henriette Hermanns-Stolz

Von Heisingen zum Fischerhaus (Kupferdreh)Dienstag 24.09.2002Treffpunkt: 14.00 Uhr Heisingen EndstationWanderleitung: Helga Strandt

Auf dem ZollvereinwegMittwoch 25.09.2002Treffpunkt: 14.00 Uhr GrimmbergstrasseWanderleitung: Gerti Graszk

Wer jetzt mit Freude wandern will … ist herzlich eingeladen.Mitmachen kann jeder. Zu den Wanderungen ist Keine Anmeldungerforderlich.

Wer sich als Wanderleiter bei der AWO Essen beteiligen möchte, Informationen bei:

Karlheinz Freudenberg, Tel. (0201)1897-407

Studienreisen 2002 mit attraktiven Zielen

Paul-Gerlach-Bildungswerknach Wien, Berlin und Krakau

Studienreisen mit dem AWO-Bildungswerk, das in 2002 auf eine inzwischen 20-jährige Geschichte als politisches Bildungswerk zurück blicken kann, haben sich bewährt.

Die Mischung aus Führungen und Gesprächen vor Ort, die man als interessierter Einzelreisender nicht hat sowie eine optimale Vorbereitung durch Informationstreffen und Begleitmaterial, sind die besonderen Merkmale einer AWO-Studienreise. Dass neben einem informativen und umfassenden Programm auch Zeit für die eigene Gestaltung des Aufenthalts sein muss, versteht sich von selbst.

In der zweiten Jahreshälfte 2002 warten wiederum interessante Reiseziele. Mit Wien, Berlin , St. Petersburg, Krakau und China wird die ganze Palette an Studienreisen ausgeschöpft.

Wien, 22. - 29.09.2002, 490,- Euro

In Zusammenarbeit mit dem Kunst- und Kulturkreis der AWO hat diese Reise den Schwerpunkt auf Kultur und Politik. Geplant ist ein Besuch des Parlaments ebenso wie eine Führung im neuen Museumsquartier. Einzigartig bleibt Wiens Charme und sprichwörtliche Höflichkeit. Kaffeehaus und Heuriger sind die Orte, an denen wir dies hautnah erleben können. So wird es die Kunst sein, in einer siebentägigen Reise all das in ein Programm zu fassen, was dem Erstbesucher Wiens diese Vielseitigkeit erfahren lässt und Wienkenner neue Aspekte erschließt.

Berlin, 06. - 11.10.2002, 370,- Euro

Zwei Wochen nach der Bundestagswahl, dem bundespolitischen Höhepunkt des Jahres, werden wir beim Besuch des Reichstags erleichterte Sieger und enttäuschte Verlierer erleben. Verschiedene Stadtführungen in Berlin und Potsdam, ein Gedenkstättenbesuch und koscheres Essen auf dem Prenzlauer Berg sind nur einige Aspekte der Reise in die Spreemetropole.

Krakau/Breslau, 13. - 20.10.2002, 490,- Euro

Bildungsreisen nach Polen, unserem Nachbarn im Osten, der 2004 in die Europäische Union aufgenommen wird, haben wir in den letzten Jahren nach und nach verstärkt. Eine von den drei Reisen in diesem Jahr führt uns in die alte polnische Hauptstadt Krakau, eine der schönsten Städte Europas, die auch im Krieg nicht zerstört wurde. Der Besuch der Gedenkstätte in Auschwitz ist eine Selbstverständlichkeit. Breslau, als Stadt mit deutscher Vergangenheit, hat immer noch eine besondere Bedeutung. Doch auch das neue Polen nach dem Ende des Sozialismus soll Thema des Bildungsurlaubs sein.

AWO-Reisegruppe zum drittenmal auf Mallorca am Ballermann

Trotz bescheidener Wetterprognosen für den April dieses Jahres auf Mallorca blieb die AWO-Gruppe vom gröbsten verschont und konnte bei guter Strandlage des Hotel AYA an der Playa de Palma zahlreiche Möglichkeiten nutzen, die wunderschöne Urlaubsinsel Mallorca abseits der Saisonzeit kennenzulernen und das Mittelmeerflair zu genießen.

Nachrichten

AWO startet ein umfangreiches Familienportal im Internet

Umfassende Informationen rund um die Familie bietet in Deutschland erstmals ein Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege, die Arbeiterwohlfahrt, mit einem eigenen Familienportal im Internet an:

"Vitawo" (www.vitawo.de ) enthält Tipps und Informationen über Erziehung und zu Spielen, über Freizeit und Reisen bis hin zu Vorsorge, Familienpolitik und neuen Gesetzen und Bestimmungen. Außerdem stellt die AWO ihre familienpolitischen Positionen vor und bietet einen umfassenden Überblick über ihre regionalen Angebote. Familienförderung ist ein zentrales Ziel der AWO.

Mit 2.000 Kindertageseinrichtungen, über 1.000 Familieneinrichtungen und -beratungsstellen sowie 20.000 Pädagogen/-innen ist die AWO in Deutschland einer der Marktführer bei sozialen Dienstleistungen für Familien. Geburtenschwache Jahrgänge, rückläufige Sozialbudgets und sich wandelnde Elternbedürfnisse führen zu immer mehr Wettbewerb unter den Anbietern. Diesem will sich die AWO mit ihrem Internetportal stellen. Vitawo.de ergänzt die bundesweiten Familienangebote der AWO vor Ort und erfüllt die Informationswünsche Ihrer Kunden. Mit dem Familienportal will die AWO auch neue Marktsegmente erschließen und die Qualität der Arbeit in den AWO-Einrichtungen darstellen.

Das Portal ist in acht Kategorien gegliedert: "Entwicklung und Erziehung", "Gesundheit und Ernährung", "Spielen und Lernen", "Freizeit, Reisen und Mobilität", "Partnerschaft", "Finanzen und Vorsorge", "Haushalt, Wohnen und Kommunikation" sowie "AWO-Positionen". Neben Informationen zu relevanten Familienthemen bietet das Portal Gelegenheit zu Fragen und Erfahrungsaustausch. So wird via Internet ein Dialog mit Experten und Nutzern angeboten. In Kürze kommt ein Kleinanzeigenmarkt hinzu.

Wichtig für Eltern wie für die Kindergärten vor Ort sind die regionalen Angebote. Alle Kindergärten der AWO haben die Möglichkeit, sich auf einer regionalen Internetseite des Familienportals darzustellen und kontinuierlich über neue Themen in ihrer Einrichtung zu informieren.

Konzeption und Umsetzung von Vitawo wurden von der Dortmunder Unternehmensberatung Transnova Management Services begleitet. Daneben unterstützen die Gmünder Ersatzkasse (GEK) und die Volksfürsorge Versicherungsgruppe das Familienprojekt. Weitere Wirtschaftspartner kommen hinzu.

Mehr Informationen bei:www.vitawo.de

Am 22. Septemberwird der neue Bundestag gewählt

Am 22. September findet die Wahl für den neuen Bundestag statt. Im Zuge der Neuordnung der Wahlkreise hat sich für Essen einiges geändert. Es gibt nur noch zwei vollständige Essener Wahlkreise: den Nordwahlkreis mit dem SPD-Kandidaten Rolf Hempelmann und den Südwahlkreis mit dem SPD-Kandidaten Hans-Günter Bruckmann. Borbeck wurde mit der Nachbarstadt Mülheim zu einem neuen Wahlkreis zusammen gefasst. Kandidat der SPD ist dort Anton Schaaf aus Mülheim. In dieser Ausgabe stellt der AWO-Treff schon einmal die SPD-Kandidaten vor.

Anton Schaaf ist 40 Jahre alt, verheiratet und hat einen Sohn. Der SPD-Kandidat im Wahlkreis Mülheim/Essen-Borbeck ist gelernter Maurer und Betriebsratsvorsitzender der Mülheimer Entsorgungs-Gesellschaft. Er ist seit 1986 Mitglied der SPD, Vorsitzender des OV Mülheim-Dümpten-Nord. Seit 1977 ist er Mitglied der "Falken", war vier Jahre im Bundesvorstand. Seit 1999 gehört er dem Rat in Mülheim an. Selbstverständlich ist er AWO-Mitglied.

Seine politischen Schwerpunkte will Schaaf in der Arbeitsmarktpolitik und der Bildungspolitik setzen. Das ab dem 01.01.02 geltende Job AQTIV-Gesetz bietet für ihn die Chance einer Flexibilisierungs- und Teilzeitoffensive. Das auf rund zehn Prozent zu beziffernde Teilzeitpotential könne durch den Anreiz der Weiterzahlung des 100-prozentigen Rentenversicherungsbeitrages an in Teilzeitgehende ausgeschöpft werden. Arbeitgeber erhalten eine Ausgleichszahlung, wenn neue Stellen geschaffen werden. So werde in Arbeit und nicht in Arbeitslosigkeit investiert.

Schaaf sieht in der Bildung die soziale Frage des 21. Jahrhunderts. Daher will er die Förderung der Kinder bei der Einschulung verbessern. Das Ganztags-Angebot muss vor allem in der Primarstufe ausgebaut werden. Für die Grundschule schlägt er sechs Jahre vor. Wichtig ist für den Kandidaten, dass die Kinder individuell gefördert werden müssen. Es sei ein Trugschluss, dass nur homogene Lerngruppen Erfolg garantieren. Unterricht muss passgenau für die Kinder sein, denn Kinder sind nicht alle gleich. Finanziell möchte Schaaf einen Akzent bei den Schulgebäuden setzen. Sie müssen intakte Arbeitsplätze sein.

Hans-Günter Bruckmann ist 55 Jahre alt, verheiratet und hat eine Großfamilie. Nach der Lehre als Bohrwerksdreher erreichte er über den zweiten Bildungsweg die Fachhochschulreife und studierte Maschinenbau und Industrial Engeneering.

Seit 1998 gehört er dem Bundestag an und arbeitet in den Ausschüssen für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen sowie für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Er ist Sprecher der Arbeitsgruppe Luftfahrt in der SPD-Fraktion. Bruckmann ist Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt, der IG Metall und der SPD. Er ist Vorsitzender des Sportvereins SuS Haarzopf 24 und des Beirats der Johann Adam Schall von Bell Gesellschaft zur Förderung der Deutsch-Chinesischen Beziehungen.

Beim Wohnungsbau standen große Reformen im Mittelpunkt: Wohngeldnovelle, Mietrechtsreform und Reform des sozialen Wohnungsbau sind für ihn wesentliche Bestandteile der Politik der SPD. Dabei begleitet er federführend etwa das Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" für Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf wie Katernberg und Altendorf in Essen. Nach elf Jahren wurde das Wohngeld angepasst, das Mietrecht verständlicher und inhaltlich grundlegend modernisiert.

Drei Programme wurden im Bereich Verkehr aufgelegt, um die größten Engpässe und Stauschwerpunkte auf Schiene und Straße zu beseitigen. Bei der Verkehrspolitik legt er größten Wert auf Verbesserung des ÖPNV, jedoch nicht auf Kosten sozialer Standards.

Rolf Hempelmann ist 54 Jahre alt, verheiratet und Vater einer Tochter. Vor seinem Einzug in den Bundestag im Jahr 1994 war er Leiter des Aufbaugymnasiums. Seit 1982 ist er Mitglied der SPD und der AWO, bekleidet seit 1984 kommunalpolitische Ämter und ist Schatzmeister der SPD-Essen. Als Präsident des Traditionsfußballvereins Rot-Weiß Essen versucht er zusammen mit der Arbeiterwohlfahrt über ein Projekt gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus die Fanbetreuung zu verbessern.

Im Bundestag ist Hempelmann Europabeauftragter der SPD-Fraktion im Wirtschaftsausschuss. Dort begleitet er die wirtschaftspolitischen Aktivitäten in der Europäischen Union. Darüber hinaus ist er in der SPD-Fraktion der Sprecher für Außenwirtschaftspolitik. Dieser Bereich ist für die deutsche Wirtschaft von besonderer Bedeutung, da jeder fünfte Arbeitsplatz direkt oder indirekt von der Exportwirtschaft abhängt. Insgesamt darf sich für Rolf Hempelmann Wirtschaftspolitik nicht auf das Herstellen günstiger Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen beschränken. Erfolgreiche Wirtschaftspolitik sorgt dafür, dass unternehmerischer Erfolg in Wachstum und vor allem in Beschäftigung mündet und dass gute Arbeit auch angemessen honoriert wird.

Für den Politiker aus dem Ruhrgebiet und der "Energiehauptstadt Deutschlands" liegt es nahe, dass er sich auch in der Energiepolitik engagiert. Dabei hat neben anderen Aspekten die sinnvolle Ausgestaltung der deutschen und europäischen "Kohlepolitik" als Voraussetzung für einen gelingenden Strukturwandel in der Region einen hohen Stellenwert.

Ingo Gutenberger

Wählen gehen!

In Zusammenarbeit mit dem Bezirksjugendwerk wurde der Malocherkreis Rassismus ins Leben gerufen, der sich aktuell mit der Bundestagswahl 2002 auseinandersetzt und in diesem Rahmen eine Anti-Stoiber-Kampagne initiiert.

Das Jugendwerk der AWO appelliert: Stoppt Stoiber ! Geht wählen !

Die Kampagne kann durch den Kauf eines T-Shirts mit nebenstehendem Motiv unterstützt werden, die ihr im Jugendwerk am Pferdemarkt 7 für 7,0 Euro bekommt. Wer mehr über den Malocherkreis wissen oder sich zum Thema austauschen möchte, sollte mal unter www.stoibers-edmund.de nachschauen.

Euer Jugendwerks-Team

Ihre Seite

Karate gegen Gewalt - auch für "Ältere"

"Kiai!!!" Lautes Schreien aus der Turnhalle an der Tiefenbruchstraße; das Training unserer Kinder ist noch nicht beendet. Ganz schnell noch einen Blick hinein werfen. Mit welcher Power und welcher Geschmeidigkeit nicht nur die älteren Kinder, sondern auch schon die, die wohl erst seit kurzem dabei sind, sich bewegen und virtuelle Kämpfe bestehen. Nichts von grober Selbstüberschätzung und zerschlagenen Ziegeln zu sehen, sondern Körperbeherrschung und Konzentration bis in die kleinste Zehe.

Im Geiste lief ich bei diesen Trainings schon länger mit. Der Wunsch, auch so fest und klar auf dem Boden stehen und mich so sicher bewegen zu können, machte sich bei mir immer breiter. "Aber ich mit meinen fast 44 Jahren - bin ich denn nicht viel zu alt dazu?" Irgendwann hat meine Frau dann den ersten Schritt gemacht . Als sie dann zurückkam habe ich mit leisem Neid angehört, was sie alles trainiert hatte. Klar, dass ich beim nächsten Mal auch zum Anfängertraining gehen würde. Meine Angst, nur auf ganz Junge zu treffen und schräg angeguckt zu werden erwies sich als völlig unbegründet. Die Trainer kannten mich schon vom Abholen der Kinder und so wurde ich mit "na, endlich kommst du auch zum Training, herzlich willkommen!" empfangen . Am Anfang war das zwar noch nicht nötig, ich hatte mir trotzdem schon einen Karateanzug (Gi) gekauft - zwar einen von der ganz billigen und, wie sich später herausstellte auch unbequemen Sorte - und war stolz, den Schritt gemacht zu haben. Vorher war ich mit Zittern beim Kardiologen und habe mir das OK geholt. Nun stand ich im Umkleideraum und wusste nicht mal, wie diese verflixten Bänder an dem Anzug gebunden werden. Ganz rührend haben sich mehrere Männer zwischen 25 und etwa 55 um mich gekümmert. Zu dritt haben sie mir gezeigt, wie der weiße Gürtel, den ich mir ja eigentlich erst verdienen musste, gebunden wird. Es war von vornherein ein Gefühl von "Dazugehören". Nach diesem ersten Training konnte ich mich am nächsten Tag vor lauter Muskelkater (ich hatte es übertrieben) kaum noch bewegen, aber war aus tiefstem Herzen glücklich, den Schritt getan zu haben.

Jetzt bin ich fast 48 Jahre alt, habe mich zum 4. Kyu (der 2. Blaugurt) vorgearbeitet, und der Spaß hat noch kein Ende. Trotz Älterwerdens lerne ich dazu, trainiere Durchhaltevermögen, Konzentration auf das Wesentliche, werde elastischer und schneller. Ich beginne langsam etwas von dem Zauber und der Kraft, die hinter diesem Sport oder vielmehr hinter dieser Lebenseinstellung steht, zu begreifen. Ich werde an die Geschmeidigkeit und Geschwindigkeit der Jugendlichen nicht herankommen. Wettkämpfe werde ich auch nicht mehr machen. Aber körperlich präsent über die Straße gehen mit dem Wissen um meine Möglichkeiten und Grenzen, das kann ich. Karate ist für mich nicht mehr wegzudenken aus meinem Leben - es fließt in alle Bereiche hinein und macht mir den Geist und das Gefühl klar.

Warum eigentlich eine Kampfsportart wie Karate?

Wir haben es in dieser Zeit mit einem scheinbaren Ansteigen von Gewalt zu tun. Zumindest subjektiv hat man den Eindruck, dass es immer gefährlicher wird, über die Straßen zu gehen. Unsichere Menschen werden häufiger Opfer von Gewalthandlungen als Menschen, die sich ihrer Körperlichkeit bewusst sind und aufrecht mit Selbstbewusstsein und Achtsamkeit über die Straße gehen. Genau das ist es, was man bei so einer traditionellen Selbstverteidigung in kurzer Zeit lernen kann. Schon wenige Trainingseinheiten genügen, um ein anderes Gefühl für die eigenen Möglichkeiten zu bekommen. Natürlich kann man danach noch keine Ziegel mit bloßer Hand zerschlagen und auch nicht wie in Filmen mehrere Angreifer gleichzeitig zur Strecke bringen. Dazu gehört jahrelanges Training. Wichtiger ist jedoch, den eigenen Körper akzeptieren zu lernen und seine Möglichkeiten auszuloten, in der Gruppe und zu zweit Selbstverteidigung, Abwehr, Angriff, Spannung und Entspannung zu üben. Dabei findet man in einem guten Verein viele Trainingspartner - nicht Gegner - und Trainer, die einen altersangemessen fördern.

Unser Verein ist der Shotokan-Karate-Dojo Essen e.V., und wir trainieren in der Turnhalle der Parkschule an der Tiefenbruchstraße in Altenessen. Und wenn Sie (Frau oder Mann zwischen ca. 35 und 60) Interesse haben, kommen Sie doch einfach zu einem Probetraining! Wir würden gerne eine neue Gruppe mit "Älteren" aufmachen. Trainingszeiten für Neugierige und "ältere" Anfänger sind mittwochs und freitags um 20.00 Uhr.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Rudolf Witte (Trainer, 4. Dan) 0177 - 52 500 57

Willi Krüger (Trainer, 1. Dan) 0177 - 76 111 75

oder über: www.karate-dojo-essen.de

Mail@karate-dojo-essen.de

Von Rudolf Slobodian (Mitarbeiter des Lore-Agnes-Hauses der AWO und Zivilcourage-Trainer)

Korrektur

Im Treff 1 / 2002 haben wir ein Interview mit Frau Anneliese Brost aus der WAZ abgedruckt. Frau Brost machte uns darauf aufmerksam, daß einige Ausführungen nicht korrekt wiedergegeben wurden. Wir kommen hiermit der Bitte um Richtigstellung nach:

1.auf Seite 30 in Zeile 36 muß es heißen bei zwei deutschsprachigen Zeitungen (nicht bei zwei englischsprachigen Zeitungen)

2.auf Seite 31 in Zeile 33 muß es heißen bei John und Rosenberg (nicht bei Sohn und Rosenberg)

3.auf Seite 31 in den Zeilen 50 und 51 muß es heißen Gauleiter Forster (nicht Greiser) beschimpfte ihn im Volkstagsgebäude (nicht auf der Straße)

Sparpolitik zu Lastender Ärmsten der Armen

Als "blanken Hohn", hat der Sprecher der nationalen Armutskonferenz (NAK) Paul Saatkamp die "Familienschwüre" aller Parteien bezeichnet. Vor dem Hintergrund, dass der Finanzausschuss des Bundesrates die Nichtanrechnung des Kindergeldes auf die laufende Hilfe zum Lebensunterhalt zurückgenommen hat, sagte Paul Saatkamp: "Damit wird wieder einmal zu Lasten der Ärmsten der Armen gespart."

Der NAK-Sprecher kritisierte, dass eine Kindergelderhöhung, die vollständig auf die Sozialhilfe angerechnet werde, nichts an der Situation der Sozialhilfe Beziehenden ändere. "Sie haben keinen einzigen Euro mehr im Portemonnaie."

Da gleichzeitig die Deckelung der Regelsätze fortgesetzt werde, erleiden Sozialhilfeempfänger aufgrund der steigenden Lebenshaltungskosten stetig wachsende Kaufkraft-Verluste. Dabei schlagen die Preissprünge in Folge der Ökosteuer und der EURO-Einführung nach Einschätzung Saatkamps in besonderem Maße zu Buche. "Wir können davon ausgehen, dass in den ersten "Euro Monaten" kaum ein Kind von Sozialhilfeempfängern, frisches Obst oder Gemüse zu essen bekommen hat. Die Preise in diesem Bereich haben sich teilweise verdreifacht."

Der Sozialbericht ("Jedes 7. Kinderzimmer ist von Armut betroffen") der Arbeiterwohlfahrt und der Armutsbericht der Bundesregierung kommen gleichermaßen zu dem Ergebnis, dass gerade Familien mit Kindern stark von Armut betroffen sind. Eine Nichtanrechnung des Kindergeldes auf die Hilfe zum Lebensunterhalt sei wenigstens ein Schritt, dieser empörenden Ungerechtigkeit entgegen zu wirken.

Puten-Zwiebel-Schnellgericht

Zutaten:400 gr. PutengulaschÖl1 Dose Champignons1 Becher Sahne1 Tütchen "Zwiebelsuppe Feinschmecker"½ kleine Dose Ananasstückchen 2 Teelöffel Fix-SoßenbinderSchnittlauch2 Tassen Reis.

Zubereitung:Putengulasch in Streifen schneiden, in dem heißen Öl 5 Minuten von allen Seiten kräftig anbraten. Champignons abgießen, das Wasser in einem Gefäß auffangen, die Sahne dazugeben. Den Inhalt des Zwiebelsuppentütchens in die Flüssigkeit einrühren und aufweichen lassen. Champignons in Scheiben schneiden, Ananasstückchen abgießen. Eine Auflaufform einfetten, das gebratene Putenfleisch hineingeben, die Champignons und die Ananasstückchen darüber verteilen. Fix-Soßenbinder in die Flüssigkeit einrühren und alles über das Fleisch in die Auflaufform gießen.30 Minuten zugedeckt im Backofen bei 220 Grad backen, die letzten 10 Minuten die Abdeckung abnehmen ( Mikrowelle: 10 Minuten bei 600 Watt ).

Beilage: Mit Schnittlauch bestreuen und mit dem separat gekochten Reis servieren.

Guten Appetit!

Benjamin Weigelt