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Organisation und Moderation eines fallunspezifischen
Netzwerkes/Unterstützungsangebote der Jugendhilfe
Ein Arbeitsschwerpunkt des Jugendhilfe-Netzwerkes ist es, die im Stadtteil bestehenden unterschiedlichen Angebote zu vernetzen. Dadurch werden sie für Zwecke der Jugendhilfe nutzbar gemacht. Dies bedeutet ständige Kommunikation und Kooperation mit anderen Jugendhilfeträgern bzw. den korrespondierenden Angeboten des Jugendamtes, der offenen Jugendarbeit, der Stadtteilarbeit, der Schulen und Kindergärten, aber auch der Austausch mit ehrenamtlich Tätigtigen und den Vereinen. Externe Institutionen wie Polizei, Bewährungshilfe, Jugend- und Familiengerichte gehören genauso zu unseren Ansprechpartnern, wie politische Vertreter. Das Jugendhilfe-Netzwerk Essen-Katernberg fokussiert dabei den Blick dieser korrespondierenden Institutionen stets auf den Bereich Jugendhilfe. Das bedeutet im wesentlichen, Träger- und Angebotsvielfalt in diesem Bereich zu bündeln und zusammenzuführen, damit die Beteiligten miteinander in einen Kommunikations- und Planungsprozess eintreten. Dabei sollen die vorhandenen Ressourcen zielgerichtet und kostenneutral koordiniert werden, damit Hilfen effektiv am tatsächlichen Bedarf von Kindern und Jugendlichen ausgerichtet werden können. Die Orientierung an der Lebenswelt der Betroffenen ist dabei stete planerische Voraussetzung.
Das zentrale Gremium dieses Prozesses ist die Sozialraumkonferenz. Sie ist "Runder Tisch der Jugendhilfe" für den Stadtteil Essen-Katernberg bzw. die umliegenden Wohnbereiche. Der Teilnehmerkreis setzt sich aus 125 unterschiedlichen Personen/Institutionen, die im Sozialraum Essen-Katernberg professionell tätig sind, zusammen, sie tagt bedarfsorientiert in der Aula der Gustav-Heinemann-Gesamtschule. Die vor Ort tätigen Praktiker tauschen sich über ihre Erfahrungen aus und ermöglichen so ein planerisches Handeln von der Basis (Bottom-Organization). Das Jugendhilfe-Netzwerk führt diese Praktiker zusammen, moderiert ihren Kommunikationsprozess mit der Absicht, abgestimmtes, gemeinsames Handeln zu ermöglichen und sich wechselseitig Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Im Jahr finden sechs bis sieben Sozialraumkonferenzen statt mit einem Teilnehmerschnitt von 39 Personen/Institutionen. Es entstehen pro Jahr 20-25 unterschiedliche Kooperationsprojekte, die im wesentlichen kostenneutral durchgeführt werden. In einigen Fällen wurden zusätzliche Fördermittel außerhalb des kommunalen Haushaltes beantragt (Landesförderung Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf, Sonderförderungen des Landesjugendamtes, Geldbußen Spenden etc.). Die konkreten Projekte und Wirkungen der Sozialrumkonferenzen werden 2x jährlich in Berichten dokumentiert.
Die Vernetzungsarbeit des Jugendhilfe-Netzwerkes Essen Katernberg wird überwiegend durch die Arbeiten in der Sozialraumkonferenz vorgenommen, ansonsten ist sie natürlich als Bestandteil in den anderen Tätigkeiten des Jugendhilfe-Netzwerkes Essen-Katernberg integriert, wie etwa die Durchführung flexibler Hilfen unter Nutzung der Ressourcen im Stadtteil bzw. der präventiven Arbeit. Schon allein wegen seiner geringen Personalkapazitäten ist das Projekt auf die aktive Kooperation mit anderen Trägern angewiesen.
Zu umfangreichen sozialen Problemlagen gründen sich jeweils Facharbeitskreise, die zielgerichteter als die Sozialraumkonferenz Akteure zusammen führen (siehe Organisationsdiagramm)