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Die öffentlichen Haushalte stehen zur Zeit unter massiven Kostendruck u.a. durch die erheblichen Aufwendungen im Bereich der Jugendhilfe. Insbesondere die erzieherischen Hilfen,- dies sind Maßnahmen nach dem §§ 27 ff. KJHG, fallen dabei ins Gewicht. Auch wird festgestellt, dass es sich bei Maßnahmen der Jugendhilfe oft um spätkorrektive Maßnahmen handelt, die im Sinne einer sozialpädagogischen Intervention kaum Wirkung zeigen. Unser vorrangiges Ziel ist daher die Vermeidung von Hilfen zur Erziehung gem. § 27 KJHG. Dies geschieht durch frühzeitige, niedrigschwellige, lebensnahe Angebote für Kinder und Jugendliche im Sozialraum.
Ein Bündel präventiver Maßnahmen unterhalb der Schwelle erzieherischer Hilfen wird nach entsprechender Bedarfsanalyse, in Kooperation mit anderen Institutionen, für verschiedene Problemgruppen im Stadtteil konzipiert. In diesem Zusammenhang wurden auf der operativen Ebene im Jahr ca. 10-15 Projekte durchgeführt, die dem präventiven Bereich zuzuordnen sind.
Neben Ansätzen von Straßensozialarbeit in belasteten Sozialräumen werden regelmäßig Gruppenangebote für unterschiedliche Personengruppen angeboten (z.B. Mädchenturnen, Fußballgruppen, Bodybuilding, Klettern, Anti-Aggressionstraining, türkische Frauengruppe, libanesische Frauengruppe, Treffs für Alleinerziehende etc.)
Ein breites Spektrum an kriminalpräventiven Ansätzen, Projekte zum Bereich Bildung, Kinderarmut, Suchtprävention reagieren jeweils aktuell auf konkrete Problemlagen im Stadtteil. Die Prräventivaktivitäten werden 2x jährlich in Berichten dokumentiert.
Dies kann nur geschehen, wenn es gelingt, das Handeln der Institutionen und ihre organisatorischen Strukturen an konkret vorhandenen sozialen Problemen insbesondere in bestimmten Wohnquartieren zu orientieren. Soziale Arbeit muss in ständiger Konfrontation zu sozialen Problemlagen stehen und genötigt werden, Arbeitsinhalte und Arbeitsorganisation zu reflektieren, zu überprüfen und bedarfsorientiert zu steuern. Dieses Spannungsverhältnis von professionellem Handeln von Institutionen und lebensweltbezogener Handlungsorientierung muss Niederschlag in der Aufbau- und Ablauforganisation sowie in der Ressourcenverantwortung finden. Soziale Arbeit organisiert sich somit nicht mehr wie bislang anhand von Gesetzesparagraphen, sondern konzipiert sich über situativ angemessenes Handeln und dessen Wirkung im sozialen Raum. Somit erfolgt die Steuerung nutzer- und adressatenorientiert.
Daher wurde für die Bereiche Vernetzung und Prävention ein Verfahren entwickelt, welches die vorhandenen Ressourcen im Sozialraum steuert und koordiniert.