Erzieherische Hilfen

Das Jugendhilfenetzwerk Nord

 

Flexible Erzieherische Hilfen

 

Wir bieten Hilfe zur Erziehung:

- für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien

- in schwierigen Lebenslagen

- kostenlos und bedarfsgerecht

- vertraulich und im gewohnten Umfeld

 

Wir begleiten Sie bei der Erziehung Ihrer Kinder und unterstützen Sie bei der Bewältigung des Alltags, beispielsweise bei:

- Schwierigkeiten in der Schule

- Entwicklungsdefiziten

- Verhaltensauffälligkeiten

- Straffälligkeit

- Trennung und Scheidung

- Behördenangelegenheiten

- finanziellen Schwierigkeiten

- der Freizeitgestaltung

- Verselbstständigung junger Erwachsener

Wichtig ist, dass wir Ihr Anliegen nicht für Sie, sondern nur mit Ihnen gemeinsam lösen können.

In einem Fachgespräch beim Jugendamt wird unter Beteiligung unseres Teams über die Einleitung und Ausgestaltung einer beantragten erzieherischen Hilfe entschieden.

Für den Stadtbezirk V (mit den Stadtteilen Altenessen, Karnap und Vogelheim) leistet das Flexteam 5 die flexiblen erzieherischen Hilfen.

Unter flexiblen erzieherischen Hilfen sind die im Kinder- und Jugendhilfegesetz genannten Hilfen wie Sozialpädagogische Familienhilfe (§ 31), Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung (§ 35) oder eine Erziehungsbeistandschaft (§ 30) zu verstehen.

Tel.: 21 76 03-21  ,   E-Mail-Adresse: flexteam5@awo-essen.de     

 

Schulprojekt/ Qualifizierter Ganztag

 Tel.: 83 78 419 Grundschule Bückmannsmühle

 Tel.: 83 913 822 Maria-Kunigunda-Schule

 

Besondere Angebote

- Video-Home-Training

- Gruppenangebote (Sportgruppen für Kinder, Müttergruppe etc.)

- Kooperation mit Schulen

  

Für den Stadtbezirk VI (mit den Stadtteilen Katernberg, Schonnebeck und Stoppenberg) leistet das Flexteam 6 die flexiblen erzieherischen Hilfen.

Telefon 21760321 ,  E-Mail-Adresse: flexteam6@awo-essen.de

Besondere Angebote

- Video-Home-Training

- Familientherapie

- Stadtteilarbeit/ Prävention

- Gruppenangebote (Sportgruppe für Kinder, Mütter-/ Vätergruppe)

 

Verwaltung

Karin Jäger                      Tel.: 21 76 03- 21

 

Leitung

Thomas Rüth                    Tel.: 21 76 03- 22

 

Entstehung und Hintergrund

Das Jugendhilfenetzwerk Nord der Arbeiterwohlfahrt Essen bietet auf der Grundlage der §§ 27 ff SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfe) für die Essener Stadtbezirke V und VI sogenannte flexible erzieherische Hilfen an. Die im Gesetz genannten Hilfen wurden auf der Basis eines sozialräumlichen Ansatzes neu konzipiert. Sie werden unter Anderem von den Wohlfahrtsverbänden in Essen angeboten. Seit dem Jahr 2001 besteht diese Kooperation zwischen dem  Jugendamt der Stadt und den Trägern der freien Wohlfahrtspflege.

In einem Fachgespräch beim Jugendamt wird unter Beteiligung der Flexteams über die Einleitung und Ausgestaltung einer beantragten erzieherischen Hilfe entschieden.

Der Sozialraum Essen-Katernberg

Der Stadtteil Essen-Katernberg war geprägt durch den Bergbau und die Zeche Zollverein. Die Kohleförderung bot den im Stadtteil lebenden Menschen lange Zeit eine gesicherte Existenz. Mit dem Niedergang des Bergbaus änderte sich die Situation dramatisch. Als die Zeche Zollverein im Jahre 1986 ihre Förderung einstellte, begann ein bis heute andauernder sozialer Abstieg in diesem Wohnbereich. Arbeitslosigkeit und Abwanderung in strukturstärkere Gegenden verringerten die Kaufkraft vor Ort und bedingten einen Wegzug von Kleingewerbe und Einzelhandel, sowie eine parallel einhergehende Schwächung des privaten Infrastrukturangebotes. Durch die wirtschaftliche Abwertung und das verfallende Preisniveau begann in Essen-Katernberg ein bis heute andauernder Abwärtstrend, der im Umkehrschluss die Attraktivität des Stadtteiles für einkommensschwache und sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen erhöhte und deren Zuwanderung bedingte.

Aufgrund dieses Prozesses entwickelte sich Essen-Katernberg zu einem "Problem-Stadtteil". Er ist ein Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf. Neben unauffälligen Wohnvierteln entstanden/entstehen in diesem Bereich kleinräumig konzentrierte Armutsinseln, die mit dem Begriff Stadtteil nur unzureichend signifizierbar sind. Insbesondere in diesen "Sozialräumen" werden die sozialen Dienste immer häufiger mit massiven und vielschichtigen familiären Problemlagen konfrontiert, die in Wechselwirkung mit den wirtschaftlichen Benachteiligungen und sozialräumlichen Belastungen zu schwerwiegenden Sozialisationsstörungen bei Kindern und Jugendlichen führen. In diesem Zusammenhang sind vor allem fehlende Geborgenheit, Vernachlässigung, Ablehnung, körperliche und seelische Misshandlungen, Verwöhnung, gegensätzliches und inkonsequentes Erziehungsverhalten, emotionale Spannungen, sowie Trennung und Scheidung der Eltern, aber auch negatives Vorbildverhalten in Bezug auf die Einhaltung von Regeln und Normen, zu nennen. Darüber hinaus weist der Stadtteil eine überdurchschnittliche Konzentration alleinerziehender und ausländischer BewohnerInnen aus. Diese Prozesse räumlicher Problemkonzentration führen zu Verlust von Ansehen, Selbstbewusstsein und begünstigen Rückzug und destruktive Reaktionen der BewohnerInnen in diesen Quartieren.

in Arbeitsschwerpunkt des Jugendhilfe-Netzwerkes ist es, die im Stadtteil bestehenden unterschiedlichen Angebote zu vernetzen. Dadurch werden sie für Zwecke der Jugendhilfe nutzbar gemacht. Dies bedeutet ständige Kommunikation und Kooperation mit anderen Jugendhilfeträgern bzw. den korrespondierenden Angeboten des Jugendamtes, der offenen Jugendarbeit, der Stadtteilarbeit, der Schulen und Kindergärten, aber auch der Austausch mit ehrenamtlich Tätigtigen und den Vereinen. Externe Institutionen wie Polizei, Bewährungshilfe, Jugend- und Familiengerichte gehören genauso zu unseren Ansprechpartnern, wie politische Vertreter. Das Jugendhilfe-Netzwerk Essen-Katernberg fokussiert dabei den Blick dieser korrespondierenden Institutionen stets auf den Bereich Jugendhilfe. Das bedeutet im wesentlichen, Träger- und Angebotsvielfalt in diesem Bereich zu bündeln und zusammenzuführen, damit die Beteiligten miteinander in einen Kommunikations- und Planungsprozess eintreten. Dabei sollen die vorhandenen Ressourcen zielgerichtet und kostenneutral koordiniert werden, damit Hilfen effektiv am tatsächlichen Bedarf von Kindern und Jugendlichen ausgerichtet werden können. Die Orientierung an der Lebenswelt der Betroffenen ist dabei stete planerische Voraussetzung.