Neuer Vorstand der AWO zieht nach einem Jahr positive Bilanz

Klaus Johannknecht und Oliver Kern„Es hat sich viel bei der AWO verändert, seit vor fast genau einem Jahr der neue Kreisvorstand und der neue Geschäftsführer Oliver Kern ihre Arbeit aufnahmen!“ Der Kreisvorsitzende Klaus Johannknecht  zieht eine positive Bilanz der letzten zwölf Monate bei der Essener Arbeiterwohlfahrt. Drei Jahre vor dem 100. Geburtstag der Essener AWO im Jahr 2020 habe man sich neu aufgestellt, um fit für die Probleme der Zukunft zu sein.
Das sei auch nötig, so Johannknecht, da die gesellschaftlichen Probleme wie zum Beispiel Kinderarmut sich deutlich verschärft hätten. Da sei es wichtig, dass man als sozialer Verband im Fokus der Öffentlichkeit bleibe und auch politische Forderungen aufstelle. So werden wir noch im August eine Konferenz zum Thema ,Arm und Reich‘ veranstalten, an dem prominente Experten teilnehmen und wir klare Position beziehen werden. Unsere Ziele, für soziale Gerechtigkeit zu kämpfen, haben sich nicht geändert, nur unsere Mittel sind moderner geworden“, sieht Johannknecht die AWO auf einem guten Weg.
So habe die Essener AWO im letzten Jahr die eigenen Strukturen gestrafft und die Verbindung von hauptamtlichem und ehrenamtlichem Einsatz gestärkt. „Ohne Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, ist unsere Gesellschaft nicht lebenswert. Die Arbeit unserer professionellen hauptamtlichen AWO-Mitarbeiter ist so neu organisiert worden, dass wir ohne Reibungsverluste mit dem Ehrenamt an einem Strang ziehen können und größtmögliche Unterstützung liefern“, erklärt der Kreisvorsitzende den Wandel der Essener AWO in den letzten zwölf Monaten.
Im neuen Kreisvorstand seien einstimmig die Weichen gestellt worden, um sich auf den verschiedenen Arbeitsfeldern modern und wirkungsvoll zu engagieren. So wurde unter anderem das Angebot auf dem sozialen Wohnungsmarkt gestärkt. Die AWO Essen bietet rund 2000 seniorengerechte Wohnungen an 30 Standorten an. Inzwischen sind auch Mehrgenrationen-Wohnprojekte wie im Antje-Huber-Haus Realität geworden.
Auch im Bereich der Pflege rüstet sich die AWO für die Zukunft. „Mit hohem Aufwand stellen wir zurzeit sicher, dass in den AWO Heimen die Quote von 80 Prozent an Einzelzimmern erreicht wird. Im Kurt-Schumacher-Zentrum in Überruhr kann man das gut beobachten, da feiern wir in wenigen Wochen Richtfest für den entsprechenden Anbau. Dort, wo Partner im Spiel sind, gehen die Planungen auch zügig voran“, erklärt Johannknecht die weitere Entwicklung. Und weiter: „Wir dürfen dabei nicht vergessen, dass eine gute Pflege auf einer soliden finanziellen Basis stehen muss. Da ist bei der Finanzierung der Pflegeversicherung und der Einführung einer Bürgerversicherung noch viel Handlungsbedarf.“
Das Engagement für Kinder steht beim Essener AWO-Kreisverband ganz oben auf der Prioritäten-Liste. „Im Bereich der Kindertagesstätten sind wir bei der Qualität in der Spitzengruppe. Jede Kita geht speziell auf die Bedürfnisse der Kinder ein und bemüht sich, durch gezielte Förderung  für Chancengerechtigkeit zu sorgen. Und auch die Frischeküche, die in jeder AWO-Kita angeboten wird, setzt Maßstäbe“, erläutert Johannknecht den besonderen Einsatz für den Nachwuchs. Wie bei der Qualität ist auch bei der Quantität Wachstum angesagt. Neben den 19 bestehenden Kitas werde in absehbarer Zeit noch an drei weiteren Standorten die Arbeit aufgenommen. „Und weitere Pläne sind schon sehr konkret“, sieht der Kreisvorsitzende „seine“ AWO gut für die Zukunft gerüstet. Aber auch dieser große Einsatz sei nur dann von Erfolg gekrönt, wenn die Gesellschaft den Kampf gegen Kinderarmut aufnehme: „Wir werden unseren Teil leisten, aber auch immer wieder mahnend unsere Stimme erheben und entsprechende Forderungen stellen.“

 

07. Juni 2017