Ministerpräsidentin Hannelore Kraft beim traditionellen Fischessen der AWO

Klaus Johannknecht, Hannelore Kraft und Olive Kern„Sozialpolitik ist kein Randthema – das ist eine zentrale Aufgabe!“ Damit fand Ministerpräsidentin Hannelore Kraft den Ton, den man beim traditionellen Fischessen der Essener AWO im Kurt –Schumacher-Zentrum in Überruhr von ihr hören wollte. Über alle Parteigrenzen hinweg stimmte man ihr auch zu als sie der Ellenbogengesellschaft eine klare Absage erteilte und das „Wir“ in den Mittelpunkt stellte.
Rund 160 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Stadtgesellschaft waren gekommen, um bereits um 33. Mal der Aschermittwochs-Tradition des Essener Kreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt zu folgen und gemeinsam ein starkes sozialpolitisches Zeichen zu setzen. Das betonte auch Klaus Johannknecht, Kreisvorsitzender der AWO, bei seiner Begrüßung der zahlreichen Gäste, zu denen auch Politiker aus Bund, Land und Stadt gehörten. Johannknecht stellte die traditionellen Aufgaben der AWO in den Mittelpunkt. Dazu gehöre an erster Stelle, die Schwächsten in der Gesellschaft zu stärken und ihnen eine Stimme zu geben. Aktuell sei es der Kampf gegen die Kinderarmut, der absolute Priorität habe.
Das unterstützte auch der Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen, der ausdrücklich die Leistungen der AWO für die Stadt und die Stadtgesellschaft lobte. Dazu gehöre unter anderem auch das AWO-Fanprojekt Essen, dass hervorragende Arbeit leiste: „Dass der RWE keinen besseren Tabellenplatz hat, dafür sind die Fanbetreuer ganz sicher nicht verantwortlich. In Essen können wir eben alles – außer Herrenfußball.“ Ernst wurde er wieder, als er die konsequente Haltung der AWO gegenüber „Leuten die aus Angst Gewalt werden lassen“ lobte und ein Bekenntnis zu Toleranz und Weltoffenheit ablegte.
Das unterstrich auch Hannelore Kraft in ihrem immer wieder von Beifall unterbrochenen Beitrag zum Aschermittwoch. Sie erinnere sich noch mit tiefen Gefühlen an den einen Tag, als sie ihre Aufgabe als Politikerin mit dem Pflegebereich des Marie-Juchacz-Hauses der Essener AWO tauschte und dabei viel „Respekt vor der Leistung derer bekam, die sich haupt- und ehrenamtlich um andere Menschen kümmern und sie pflegen. Das sind Momente, die prägen einen!“ Auch die Ministerpräsidentin bestärkte die AWO in ihrer Haltung,  allen eine Absage zu erteilen, die unsere Gesellschaft spalten wollen: „Die haben in unserer Gesellschaft nichts zu suchen!“ Gerade Toleranz, Weltoffenheit und Solidarität hat das Ruhrgebiet in seinen Genen verankert! Das hat die Gesellschaft hier erfolgreich gemacht."
Am Rande der Veranstaltung entwickelten sich viele intensive Gespräche zwischen den Vertretern der unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen, die alle gemeinsam die von Mitarbeitern der AWO hergestellten Spezialitäten rund um das Thema Fisch lobten.

01. März 2017