Das Mehrgenerationenhaus macht Fortschritte

Aus einer Idee ist ein Rohbau geworden, der schon erahnen lässt, welch ein buntes Leben sich bald hinter den Mauern und auf dem Außengelände an der Wittenbergstraße abspielen wird. Im September 2016 feierten die Anneliese Brost Stiftung, der Essener AWO Kreisverband und der Verein für Kinder- und Jugendarbeit (VKJ) auf dem großen Areal in Rüttenscheid die Grundsteinlegung für ein in Essen bisher einmaliges Projekt. In dem „Mehrgenerationenhaus“ sollen nicht nur ältere Menschen mit jungen Familien zusammen wohnen, in dem Gebäude wird auch eine dreigruppige Kindertagesstätte für Leben sorgen.

Die Idee zu dem Projekt wurde gemeinsam von der Anneliese Brost Stiftung als Bauherrin, vom AWO Kreisverband Essen, der für die Vermietung und Betreuung der Mieter zuständig sein wird, und dem VKJ als Betreiber der Kita „MitEinander“ entwickelt.

Nun, da die Bauausführenden angekündigt haben, dass das Gebäude zum 1. April 2018 fertiggestellt sein soll, kann mit der Vermietung der 26 barrierefreien Wohnungen für Senioren und Familien, davon sind sechs auch „rollstuhlgerecht“, begonnen werden. Die Größen liegen zwischen 50 und 150 Quadratmetern, alle verfügen über Terrassen, Logien oder Balkone. Nur besonders hochwertige Materialien, das betont Werner Meys vom Vorstand er Anneliese Brost Stiftung, kommen an der Wittenbergstraße zum Einsatz. Dazu gehört auch ein höchsten Ansprüchen genügender Schallschutz. Neben den Wohnungen mit unterschiedlichen Grundrissen gibt es auch Treffpunkte für die Generationen. Auf jeder Etage werden Begegnungsräume für die Bewohner eingerichtet“, erläutert Meys.  Ein besonderes Highlight vor allem für die ältere Generation wird angesichts der angespannten Parkplatzsituation in dem belebten Stadtteil die großräumige Tiefgarage sein, die getrennte, kreuzungsfreie Ein- und Ausfahrten haben wird.
Die zukünftigen Bewohner des Mehrgenerationenhauses erhalten die Möglichkeit, sich in den wochentäglich angebotenen Mittagstisch der Kindertagesstätte einzubuchen. Die soziale Betreuung wird durch die AWO Essen sichergestellt. AWO-Geschäftsführer Oliver Kern erläutert das Konzept: „Innerhalb der ersten sechs Wochen nach Einzug findet ein Erstbesuch jedes Mieters statt. Wir bieten vielfältige Unterstützungsangebote wie die Reinigung der Mietwohnung, die Organisation von Einkäufen oder die Durchführung von Urlaubsvertretungen bei Reisen an. Außerdem werden wir die Mietwohnungen verwalten und organisieren für den Eigentümer die Hausmeisterdienste der Immobilie.“ Mieter, die pflegebedürftig werden, können sich ebenfalls an die AWO Essen wenden. Entweder sorgt der AWO-Pflegedienst selbst oder ein anderes fachkundiges Unternehmen für die Dienstleistung. Darüber hinaus habe sich die AWO Essen verpflichtet, 24 Gemeinschaftsveranstaltungen wie gesellige Nachmittage, gemeinsames Frühstück sowie kulturelle oder bildende Angebote pro Jahr durchzuführen.

Interessenten, die offen für neue Ideen sind und sich vorstellen können, in diesem einmaligen Projekt zu leben, können sich an die AWO-Wohnungsverwaltung, Tel. 1897 231 oder per Mail an petra.peters@awo-essen.de wenden.

 

11. August 2017