Mehr Bänke für müde Gelenke

Sie engagieren sich sozial – und haben jede Menge Spaß dabei. Schon seit mehreren Jahren ist die „Ruhrpott-Revue“ korporatives Mitglied der Essener AWO. Die engagierte, nicht kommerzielle Theatergruppe passt auch mit ihrem neuesten Projekt ausgezeichnet zur Arbeiterwohlfahrt, wollen sich doch die Schauspieler, Sänger und Musiker auf ihre poetische und musikalische Weise für die Schwächsten der Gesellschaft einsetzen. Rund um ihre „Heimatbühne“, die Zeche Carl in Altenessen fehlen, so die Erfahrung des Ensembles, Sitzbänke, um sich einmal auszuruhen. „Mehr Bänke für müde Gelenke“ heißt es daher nicht nur sinnigerweise im neuen Stück „Kumpel Antons Grüne-Hauptstadt-Vision“, das das Ensemble mit Beginn des Grünen Hauptstadtjahres aufgelegt hat, die Truppe meint es auch ernst mit den Bänken.  Karlheinz Freudenberg und Bodo Roßner, die die Revue organisieren, sind sich einig: „Das Grüne Hauptstadtjahr ist eine tolle Sache, uns ist aber wichtig, auch das Pantoffelgrün erlebbar zu machen, und zwar nachhaltig. Viele Bürger mit Bewegungseinschränkungen wünschen sich mehr Sitzgelegenheiten auf öffentlichen Flächen. Da wollen wir rund um die Zeche Carl ein Zeichen setzen.“
Beim nächsten Auftritt der Ruhrpott-Revue am 18. Juni ab 17 Uhr in der Zeche Carl soll nicht nur „Mehr Bänke für müde Gelenke“ bei der Präsentation der  „Kumpel Antons Grüne-Hauptstadt-Vision“ gesungen werden. Mit einer Spendensammlung soll der Grundstock für die erste Sitzbank in der Nähe der Zeche Carl geschaffen werden. Dafür wurde sogar das Programm geändert und die angekündigte Vorstellung des „Lohntütenballs“ durch die „grüne“ Revue ersetzt
Und die spaßige Truppe, die auf der Bühne gern mit dem Chaos spielt, ist bei ihrem Bank-Projekt ganz seriös und ernsthaft. So hat man schon Kontakt mit Politik und Behörden geknüpft.  Sollte Geld für eine Bank oder möglichst viele Bänke zusammenkommt, könnte man mit der Stadt eine Art „Stellplan“ abstimmen. Wenn es, so Roßner und Freudenberg, gelingen könnte, etwa Grün & Gruga für die Aufstellung zu gewinnen, würde das die Sache vereinfachen.
Erst einmal will man Spenden sammeln, um Unterstützung bitten und hofft, dass sich eventuell auch schon im Vorfeld Bank-Paten finden lassen.
Die Vorstellung am 18. Juni beginnt um 17 Uhr in der Zeche Carl, Wilhelm-Nieswandt-Allee 100. Der Eintritt für Vollzahler: 17 € (Abendkasse), 15 € (Vorverkauf), Schüler und Studenten zahlen 9 €. An diesem Nachmittag will das Ensemble noch einmal verstärkt auf das Problem fehlender Bänke aufmerksam machen.
Wer sich  über das Projekt informieren möchte oder schon Hilfe anbieten will, kann sich an  Tel. 0176 418 50 599 oder info@ruhrpott-revue.de wenden.

31. Mai 2017