Mehr als ein Vierteljahrhundert für AWO-Kitas verantwortlich

Mehr als ein Vierteljahrhundert war Annette Schnitzler für die Kindertagesstätten der Essener AWO verantwortlich, jetzt absolvierte sie ihren letzten Arbeitstag als Prokuristin der AWO Kita gGmbH. Dabei übergab sie den symbolischen Staffelstab an Andreas Lischka, der nun ihre Aufgaben übernimmt.

Annette Schnitzler hat das Kita-Engagement des Essener AWO Kreisverbandes von Anfang an gestaltet. Schon 1990 engagierte sie der damalige und inzwischen verstorbene AWO-Geschäftsführer Horst Radtke, um den Aufbau der ersten Kitas zu organisieren. Konzepte wurden entwickelt, um die Finanzierung wurde gekämpft, bis endlich als erste AWO-Kindertagesstätte die Kita am Heilgraben in Unterfrintrop ihre Tore öffnete. Es war keine ganz leichte Aufgabe, in dem Wohngebiet am Waldesrand eine solche Einrichtung zu betreiben, die Gewissheit, dass Kinderlärm Zukunftsmusik ist, hatte sich damals noch nicht bei den Nachbarn herumgesprochen.

Inzwischen sind es 19 AWO-Kitas, in denen die jüngsten Essener Bürger individuell betreut werden. „Wir achten immer darauf, dass unsere Einrichtung zum Umfeld passt und auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten ist“, fasst Annette Schnitzler das Prinzip zusammen, mit denen die AWO-Kitas erfolgreich arbeiten. In einem Vierteljahrhundert haben sich die Ansprüche geändert und Kindertagesstätten sind anerkannte Teile des Bildungssystems geworden. An diesem Wandel hat Annette Schnitzler aktiv teilgenommen, viele Programme und Projekte wurden von ihr und ihrem ständig gewachsenen Team mit entwickelt. Jetzt will sie ihren Ruhestand genießen und sich der Kunst widmen.

Und die Entwicklung der AWO Kita gGmbH geht zügig weiter voran. Darauf freut sich der 1967 in Bottrop geborene Andreas Lischka, der sich nach seinem Studium in Essen als Diplom Sozialarbeiter in der Stadtteil- und Jugendarbeit engagierte. Seit 1995 kümmerte er beim Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF) unter anderem um Projekte der Sozial- und Jugendhilfe, Präventions-Programme im Stadtteil, Schuldner-Beratung und den Aufbau eines Kinder-Palliativ-Netzwerks. „Mein Ziel ist es jetzt natürlich, die hohe Qualität der Arbeit in den AWO-Kindertagesstätten dauerhaft zu sichern und auch weiterzuentwickeln. Besonders die Chancen von Kindern aus benachteiligten Familien liegen mir am Herzen“, umreißt Lischka seine Ziele. An Arbeit wird es dem überzeugten Ruhrgebietler nicht mangeln, denn allein in absehbarer Zeit gilt es drei neue AWO-Kitas mit pädagogisch betreutem Kinderlärm zu beleben. Für weitere Standorte liegen schon konkrete Planungen vor.

 

Die Übergabe der Verantwortung für die Kitas und der Abschied von Annette Schnitzler wurde mit einem Fest in der AWO-Geschäftsstelle begangen. Da bei brachte auch eine Gruppe aus der AWO-Kita am Rathaus der zukünftigen Ruheständlerin ein Ständchen.

05. Oktober 2017