"Kurve kriegen" zieht erste positive Zwischenbilanz

Vor einem halben Jahr ging die Initiative „Kurve kriegen“ in Essen an den Start. Ziel ist es, straffälligen Kindern im Alter von 10 bis 14 Jahren auf einen gesetzeskonformen Weg zu  helfen und so kriminelle Karrieren zu beenden, bevor sie richtig begonnen haben. Die Essener AWO ist dabei der Haupt-Partner der Polizei und entwickelt für jeden einzelnen Fall Konzepte, um dem jeweiligen Mädchen oder Jungen wirkungsvoll zu helfen. Dabei kommen viele weitere Partner ins Spiel, die mit ihren speziellen Angeboten zur Lösung beitragen können. Das reicht vom therapeutischen Reiten über die Jugendpsychiatrie oder Video-Home-Training bis zu Theater-Projekten für „Problemkinder“.
Alle diese Beteiligten hat die AWO jetzt unter dem Motto „Kurve kriegen mit lecker Häppchen“ eingeladen, um in lockerer Runde einmal eine erste persönliche Zwischenbilanz der Zusammenarbeit zu ziehen und sich gegenseitig ungezwungen kennenzulernen. Auch die Eltern der betreuten Kinder wurden zu diesem gemütlichen Abend bei der AWO am Pferdemarkt eingeladen. Zur Zeit betreut „Kurve kriegen“ 16 Jungen und Mädchen. Und die Aussichten, dass die Kinder tatsächlich vor dem Erreichen der Strafmündigkeit auf einen geraden Weg gebracht werden können, seien sehr gut, so Ingo Riesener, der als AWO-Sozialarbeiter zusammen mit seiner Kollegin Birgit Marschall-Littwin ein eigenes Büro im Polizeipräsidium hat.
Alle Beteiligten lobten die gute Zusammenarbeit mit Polizei und AWO, die bei der Steigerung der Fallzahlen noch intensiviert werde. Im Moment befinden sich noch 5 bis 6 Kandidaten auf der Warteliste. Bis zum Sommer rechnet man damit, dass sich die Zahl der betreuten Fälle auf gut 20 erhöhen wird.

06. April 2017