„KunstStückchen“ im Otto-Hue-Haus

Farbe in den Alltag bringen – die Idee ist nicht neu – funktioniert aber immer, um die Stimmung aufzuhellen. Und wenn dann noch jemand kommt, dessen Passion es ist, mit Farben zu experimentieren, ist der Erfolg im Wortsinn vorgezeichnet. Die Malerin Sylvia Heskamp ist es, die mit ihren Bildern nicht nur die Wände des Otto-Hue-Hauses der AWO, sondern auch die Herzen der Bewohner erobert hat.
„KunstStückchen“ nennt die Malerin ihre Werke, die noch bis Anfang März in den Räumen des Hauses an der Barthel-Bruyn-Straße 46 zu sehen sind. Die Autodidaktin, die regelmäßig an Kursen zur Vervollständigung ihrer Kunstfertigkeit teilnimmt, präsentiert in Erd- und Untergeschoss Bilder unterschiedlicher Stilrichtungen und unterschiedlicher Maltechniken. Ob in Acryl oder als Gouache, ob abstrakt oder gegenständlich, alle Werke strömen Lebensfreude aus. Auch bei den nicht gegenständlichen Werken, die unter anderem im großen Saal des Hauses hängen, fallen dem Betrachter spontan positiv gestimmte Assoziationen ein. Das Werk, von dem aus sich alle anderen Bilder ableiten lassen, sind vier nebeneinander gehängte abstrakte Acryl-Bilder die die vier Elemente Wasser, Wind, Erde und Feuer  repräsentieren.
Viel Raum nehmen im Untergeschoss des Hauses die Unter-Wasser-Bilder ein. Die Lebenswelt südlicher Meere mit Seeschildkröten oder Feuerfischen lassen einen in eine stille aber lebendige Atmosphäre eintauschen. Die Motive lieferten die Fotos einer mit Sylvia Heskamp befreundeten Taucherin. Auch aus eigenem Blickwinkel kennt sie die Welt unter Wasser, die sie bei Tauchgängen mit dem Schnorchel immer wieder selbst erkundet. Ganz oberirdisch ist ihre Ansicht von der New Yorker Skyline, die sich aus einem Farb-Experiment entwickelte. Auch ihre Naturbilder mit Pflanzen oder Früchten bestechen durch ihre Farbigkeit, aber auch durch einen teilweise schon fotografischen Realismus, der manchmal leicht surrealistische Anklänge erkennen lässt.
Obwohl sie ihr Geld mit einem „Brotberuf“ verdient, nimmt die Malerei bei Sylvia Heskamp einen breiten Raum in ihrem Leben ein. Und ihr Engagement für die Kunst führte auch schon zu einigen Erfolgen. Nicht nur, dass sie schon einige Bildaufträge erhielt, sie ist auch regelmäßig bei renommierten Ausstellungen vertreten. So nahm sie unter anderem im letzten Herbst im Saana-Gebäude auf dem Weltkulturerbe Zollverein an der Gruppenausstellung der „contemporary art ruhr“ teil.
Den Schlusspunkt der Ausstellung, die von der Öffentlichkeit täglich besucht werden kann, setzt am 5. März die Finissage, deren Programm um 14.30 Uhr beginnt.

07. Februar 2017