Karnevalistischer Adel im Kurt-Schumacher-Zentrum der AWO zu Gast

Beim Karneval ist alles anders. Da werden Chefs ganz jeck und Herren werden zu Damen. Auch im Kurt-Schumacher-Zentrum der AWO prägt die fünfte Jahreszeit jetzt  das Leben. Besonders deutlich wird dass, wenn bei der traditionellen Karnevalssitzung am Rüpingsweg buchstäblich die Wände wackeln und auch die ältesten Bewohner wieder jung werden. Auch in diesem Jahr einmal gab sich alles, was im Karneval auf der Ruhrhalbinsel Rang und Namen hat, buchstäblich die Klinke in die Hand. Närrischer Ehrengast war diesmal auch Olli, der frischgebackene Ehrensenator der GKG Fidelitas Kray. Während der übrigen vier Jahreszeiten kennt man ihn als Oliver Kern, Geschäftsführer der Essener AWO.
Organisiert von Margret Tüller mit ihren  „Ömakes Kupferdreh“ und den Mitarbeitern des „Kurt“, genossen rund 200 Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses eine Veranstaltung, die sich durchaus mit dem professionellen Sitzungskarneval messen konnte. Neben erfahrenen Stammgästen wie dem Spielmannszug Grün-Weiß Kupferdreh und dem Reiterverein „Ziethen“ sorgten auch ganz junge Karnevals-Gewächse wie die Showtanzgruppen „Little Diamonds“ und „Black Diamonds“, die übrigens im „Kurt“ für ihre Auftritte trainieren, für donnernde Applaus-Raketen.
Schon selbst im Seniorenalter, aber deshalb umso aktiver auf der Bühne waren auch die Stimmungssängerin Irmgard Kessler mit ihren 89 Jahren und Büttenrednerin Christa Cors, die von einem Leben an der Supermarkt-Kasse berichtete. Das klang, als wüsste sie, wovon sie in Reimen sprach.
Buchstäblich hohe Gäste sorgten für das Finale der Sitzung. Da war zum einen die Karnevalisten der AKG Burgaltendorf und die buchstäblich hochgewachsenen Herren Damen der Travestie-Truppe „Big Mama & Company“.
Auch nach Ende des Programms, kehrte im „Kurt“ noch lange keine Ruhe ein. Im Karneval wird halt manche Nacht zum Tag gemacht und Senioren lassen es einmal richtig krachen.
 

31. Januar 2018