Karneval hat das Kurt fest in der Hand

Karneval im KurtDa wackelte die Wand – und das ganz sicher nicht wegen der Umbau-Arbeiten am Kurt-Schumacher-Zentrum. Es ist der Karneval, der in diesen Tagen das Seniorenzentrum der AWO in Überruhr fest in der Hand hat. Höhepunkt war wieder einmal die schon legendäre Karnevalssitzung im großen Saal, bei dem sich alles, was im Karneval auf der Ruhrhalbinsel Rang und Namen hat, buchstäblich die Klinke in die Hand gab. Organisiert von den Mitarbeitern des „Kurt“ und den „Ömakes Kupferdreh“, genossen rund 200 Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses eine Veranstaltung, die sich durchaus mit dem professionellen Sitzungskarneval messen konnte. Neben erfahrenen Stammgästen wie dem Spielmannszug Kupferdreh, dem Reiterverein „Ziethen“ sorgte auch ganz junge Karnevals-Gewächse wie die Showtanzgruppen „Little Diamonds“ und „Black Diamonds“, die übrigens im „Kurt“ für ihre Auftritte trainieren, für donnernde Applaus-Raketen.
Schon selbst im Seniorenalter, aber deshalb umso aktiver auf der Bühne waren auch die Stimmungssängerin Irmgard Kessler und Büttenrednerin Christa Cors, die von einem Leben an der Supermarkt Kasse berichtete. Das klang, als wüsste sie, wovon sie in Reimen sprach.
Buchstäblich hohe Gäste sorgten für das Finale der Sitzung. Da war zum einen das hochadelige Burggrafenpaar der AKG Burgaltendorf samt Hofstaat und die hochgewachsenen Herren Damen der Travestie-truppe „Big Mama & Company“. Auch nach Ende des Programms, das musikalisch  von Klaus Aldorf begleitet wurde, kehrte im „Kurt“ noch lange keine Ruhe ein. Im Karneval wird halt manche Nacht zum Tag gemacht.

23. Februar 2017