Grünes Projekt am Heilgraben

Manche brauchen den Impuls der „Grünen Hauptstadt“, um sich mehr um die Natur zu kümmern. Für die AWO-Kita am Heilgraben in Unterfrintrop ist es buchstäblich naturgegeben, dass sich Kinder, Eltern und das ganze AWO-Team mit viel Engagement um das Wachsen, Blühen und Gedeihen auf dem Außengelände kümmern. Mitten im Grüngürtel des Stadtteils an einem renaturierten Bach, dem Heilgraben gelegen, hat die inklusive Kindertagesstätte schon automatisch einen grünen Themenschwerpunkt. Seit Anfang 2016 ist das Gelände rund um das Kita-Gebäude zum grünen Lernort geworden.

„Bevor wir unser grünes Projekt gestartet haben, wurde erst einmal Fachliteratur gewälzt“, erklärt Kita-Leiterin Helga Müller. Pädagogisch und gärtnerisch gut gerüstet ging es an die Gestaltung des vorher eher konventionell gestalteten Freigeländes. Hochbeete wurden angelegt, ein kleiner Acker geschaffen und ein Weidentunnel sorgt jetzt für Versteckmöglichkeiten.

So gehört es inzwischen zum gewohnten Bild, dass kleine Gärtnerinnen und Gärtner fleißig pflanzen, wässern und Unkraut zupfen, wo vorher nur mit dem Ball gespielt wurde. Begleitet werden die jungen Landschaftsgestalter von „Fred der Ameise“ die als Held einer Buchserie Kindern die Natur näher bringt und erklärt, warum etwas wächst und welche Bedeutung das für die Menschen hat.

Das grüne Engagement, das auch von den Eltern unterstützt wird, sorgt auch für manch süße Belohnung. So fanden sich schon selbst geerntete Erdbeeren auf dem Speiseplan der Kita. Auch Kohlrabi und Salat aus eigener Produktion landeten schon auf dem Teller. Kita-Köchin Jutta Parak greift beim Würzen inzwischen selbstverständlich auch auf selbst gezogene Kräuter zurück, die auf der Fensterbank der Küche wachsen.

Kita Leiterin Helga Müller ist sicher, dass das Natur-Projekt am Heilgraben noch funktionieren wird, wenn die „Grüne Hauptstadt“ schon längst in Vergessenheit geraten ist: „Die Freude an der Natur ist hier inzwischen fest verwurzelt.“

17. Juli 2017