Grüne Hauptstadt in der Kita Levinstraße

Shokria und Christin sind hoch konzentriert. Mit einem kleinen Spaten graben sie ein Loch in das Beet, um dann einen Setzling in der Vertiefung zu versenken. Jetzt noch ein wenig die Erde andrücken, mit der kleinen Kanne das Pflänzchen gießen, dann ist die erste Arbeit für das Gartenprojekt der AWO-Kita an der Levinstraße erledigt. Nun ist auch diese Kindertagesstätte ein Teil der „Grünen Hauptstadt 2017“.
Im Rahmen der Grünen Hauptstadt-Aktionen einigten sich der bundesweit aktive Verein Naturgarten e.V. und die Dellwiger Kita der Arbeiterwohlfahrt auf eine aktive Zusammenarbeit, die jetzt zu der Pflanzaktion im Kindergarten an der Levinstraße führte. Die Kita hatte zur Vorbereitung mit aktiver Hilfe von Kindern, Eltern und AWO-Mitarbeiterinnen eine vorher eher langweilige Busch- und Rasenfläche gerodet, um Platz für heimische Blumen, Kräuter und Stauden zu schaffen.
„Das passt wunderbar in unsere Arbeit, da wir schon seit einiger Zeit unsere Außenflächen natürlicher und auch kindgerechter gestalten. Natürliche Mulden statt Beton-Einrahmungen und runde Weidenhütten statt dichter Gebüsche gehören zu unserem Konzept. Schon seit 2015 arbeiten wir daran, naturnähere Gartenflächen zu schaffen“, betont Kita-Leiterin Brigitte van Haaren. So stand die Regionalgruppe Rhein-Ruhr des Naturgarten-Vereins buchstäblich vor offene Gartentüren, als sie der Kita das Grüne Hauptstadt-Projekt vorschlug.
Die rund ein Dutzend kleinen Gärtnerinnen und Gärtner gingen natürlich nicht unvorbereitet an das Naturgarten-Projekt. In ihren Gruppen lernten sie, wie der Naturkreislauf funktioniert, welche Rolle Pflanzen und Tiere für die Menschen erfüllen.
So war es für die Chaymae und Antonia auch selbstverständlich, dass sie mit der Schnecke, die sie bei der Arbeit im Beet entdeckten, sofort zu den Naturgärtnerinnen Brigitte Bödefeld und Sabine Baumann liefen, um sich erklären zu lassen, welche wichtige Aufgabe das kleine glitschige Tier in der Natur hat. Behutsam wurde der Fand dann in einen anderen Teil des Kita-Gartens umgesiedelt.
Die Aktion soll, so alle Beteiligten, weitergeführt werden, um auch über das Naturhauptstadt-Jahr hinaus nachhaltig zu wirken. Brigitte van Haaren: „Der Naturgarten soll ja schließlich im wahrsten Sinne des Wortes ein Wachstums-Projekt sein.“

17. Mai 2017