Gemeinsames Familienzentrum startet im roten Doppeldecker-Bus

Das Familienzentrum, das die katholischen Kindertagesstätte St. Johannes in der Klosterstraße und die AWO-Kita am Rathaus in der Gustav-Hicking-Straße gemeinsam betreiben, startet durch: Bei einer Stadtrundfahrt im Doppeldeckerbus hatten Eltern die Gelegenheit, neue Orte in Essen zu entdecken und auch andere Eltern der Verbund-Einrichtung kennenzulernen und ins Gespräch zu kommen. „Mit diesem kostenlosen Angebot bieten wir den Eltern eine schöne Gelegenheit, die Vielfältigkeit der „grünen Hauptstadt" kennenzulernen und in lockerer Atmosphäre als Familienzentrum zusammenzuwachsen", so Constantia Engels, Leiterin der KiTa St. Johannes in Essen. „Gerade vor dem Hintergrund, dass ein hoher Anteil der Eltern nach Essen zugewandert ist, fördern wir so ein Heimatgefühl für Essen und wecken Interesse an der Stadt“, ergänzt Iris Müller, Leiterin der AWO-Kita am Rathaus.
Beide Kita-Leiterinnen begleiteten die 50-köpfige Gruppe auf ihrer mehr als zweistündigen Fahrt durch die Stadt, wobei unter anderem am Folkwang-Museum, am Aaltotheater, an der Villa Hügel, an der Margarethenhöhe, am Baldeneysee und an der Zeche Zollverein Besichtigungspausen eingelegt wurden.
Als Höhepunkt des Gemeinschaftserlebnisses endete der Ausflug mit einem gemeinsamen Grillfest im Freigelände der Kita am Rathaus. „Mein Mann ist noch nicht so lange hier in Essen, der hat immer wieder gestaunt, wie interessant und schön das hier ist“, fasste Vígitha Ignasious ihre Erfahrungen nach der Rundfahrt zusammen. Unterstützt wurde sie dabei von Hadra Kose, die vor Begeisterung geradezu sprüht: „Besonders toll fand ich ja den Baldeneysee, da bin ich vorher noch nie hingekommen.“ Ein Aspekt, der auch für Mercy Ampoto wichtig ist: „Man kennt sich ja doch nur in seinem Stadtteil so richtig gut aus. Im Alltag kommt man eher selten woanders hin. Schön fand ich auch die Gemeinschaft mit den anderen Müttern und Vätern während der Tour.“

Mit dieser unterhaltsamen Ausfahrt im roten Doppeldecker-Bus hat das gemeinsame Familienzentrum auch einen Bildungsauftrag erfüllt: Als Bildungs- und Erfahrungsorte knüpfen Familienzentren in besonderer Weise an nachbarschaftliche Lebenszusammenhänge an und fördern soziale Netzwerke. Das haben die rund 50 Eltern aus den beiden Einrichtungen, die aus insgesamt 20 verschiedenen Nationen stammen und unterschiedlich lang im Ostviertel leben, mit Genuss wahrgenommen.
 

15. März 2017