Gemeinsame Aktion für bessere Bedingungen in der Altenpflege

Altenpflege braucht mehr Personal, mehr Zeit, mehr Ausbildung und mehr Anerkennung. Bei diesen Forderungen gibt es keine Zweifel, da ziehen alle buchstäblich an einem Strang. So schlossen sich jetzt AWO-Geschäftsführer Oliver Kern und die Leitungen der Essener AWO-Pflegeheime den Forderungen der für diesen Bereich zuständigen Gewerkschaft ver.di an. Unter dem Motto „Gemeinsam stark für mehr Personal in der Altenpflege“ haben die Arbeitnehmer-Vertreter am heutigen Buß- und Bettag einen Aktionstag veranstaltet. Dieser Tag wurde nicht zufällig ausgewählt. Vor mehr als 20 Jahren wurde dieser damals gesetzliche Feiertag gestrichen, um den Arbeitgeberanteil der damals neu eingeführten Pflegeversicherung zu finanzieren.

Die Verbesserung der Lage in der Altenpflege ist für den Kreisvorstand und die Geschäftsführung der Essener Arbeiterwohlfahrt nicht erst seit heute ein ganz wichtiger Arbeitsschwerpunkt. „Vor dem Hintergrund unserer AWO-Grundüberzeugungen ist es für uns eine Verpflichtung, für eine menschenwürdige Pflege im Alter und für menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte zu sorgen. Wir müssen zusammenstehen und an allen Fronten kämpfen, um die Situation für alle Beteiligten zu verbessern!“ Mit diesem Statement unterstützt Oliver Kern ausdrücklich die Aktion der Gewerkschaft und reihte sich in die symbolische Menschengkette ein, zu der ver.di am Buß- und Bettag aufgerufen hatte.

Bei den Menschenketten im Otto-Hue-Haus und im Louise-Schroeder-Zentrum der AWO wurde auch ein Video präsentiert, das im wesentlichen von AWO-Mitarbeitern und AWO-Ehrenamtlern gedreht und produziert wurde. Es weist auf die prekäre Situation in der Altenpflege hin und ist ernster als der eher heiter präsentierte Inhalt zeigt.

22. November 2017