Farbenfrohe Kunst beim AWO-Malkreis

Man kann die Nordseebrandung fast hören und die bunten Mohnblüten fast riechen – so realistisch und so emotional ansprechend sind die Bilder, die seit einigen Tagen den großen Saal und die Erdgeschossgänge im Louise-Schroeder Sozialzentrum der AWO schmücken. Sie sind Teil der Ausstellung „Farbenfroh“ mit der sich der Seniorenmalkreis des AWO Ortsvereins Stoppenberg im Katernberger Heim der Arbeiterwohlfahrt präsentiert.  Die acht engagierten Kunstschaffenden sind mit 72 Bildern vorwiegend in Öl- und Acrylmaltechnik vertreten.

Die agilen Senioren haben die bildende Kunst zu ihrer wichtigsten Freizeitbeschäftigung gemacht und versuchen beständig ihre Fertigkeiten zu erweitern. Der Malkreis besteht ursprünglich schon seit rund 30 Jahren und einzelne Werke aus der Gründungszeit sind, das betonte der Stoppenberger Ortsvereinsvorsitzende Friedhelm Balke, tatsächlich noch vorhanden. In der jetzigen Besetzung arbeitet der Malkreis seit 2001 zusammen. Damals besuchten die sieben Damen und der eine Herr einen Kurs bei der polnischen Künstlerin Ewa Kwasniewski, die damals ein Realismus-Atelier und eine Malschule in Frillendorf leitete.

Inzwischen, so Doris Feldbauer, die für den Malkreis spricht, versuche man, sich durch Arbeit in der Gruppe weiter zu entwickeln. „Wir diskutieren immer wieder über unsere Werke und geben uns gegenseitig Hinweise, was man noch verbessern könnte. Der Gruppenprozess ist für uns sehr wichtig.“

Die Motive finden die malbegeisterten Senioren in ihrem eigenen Umfeld, bei Malerei-Vorbildern oder in Urlaubslandschaften. So ist zum Beispiel Doris Felderbauer mit Küstenszenen von Nord- und Ostsee vertreten, während zum Beispiel Erika Joswig sich vom Stil großer Kollegen aus der Kunstszene inspirieren lässt und dementsprechende Motive wählt.

Die Ausstellung ist noch rund zwei Monate im Louise-Schroeder-Sozialzentrum, Eingang Alter Kirchstraße 1, zu sehen. Die meisten Bilder können auch bei Gefallen erworben werden, Preisschilder geben Auskunft.

Zum Malkreis gehören Hildegard Siepmann (Gruppenbild 1.v.l.), Erika Joswig (Gruppenbild 2.v.l.), Renate Ciesla(Gruppenbild 3.v.l.), Doris Felderbauer (Gruppenbild 4.v.l.), Iris Bäcker, Rudolf Bialas,  Ellen Smodis und Margarete Stolarczyk.

06. Juli 2017