Ehrenamtliche Künstlerkonzerte bei der AWO sind Erfolgsmodell

Sie sorgen schon seit Jahrzehnten für hochkarätigen Wohlklang in den Senioreneinrichtungen der Essener AWO. Mit viel ehrenamtlichem Engagement treten die Stars der Essener Theater und Philharmonie GmbH (TUP) bei den Künstlerkonzerten in den Pflegeheimen, Ortsvereinen und Alten-Treffpunkten für die Menschen auf, die selbst nicht mehr den Weg in die Oper ins Konzert und ins Theater schaffen. Auch in der letzten Vorweihnachts- und Adventszeit machten die Sängerinnen und Sänger, Musiker und Schauspieler um den Tenor Albrecht Kludszuweit die AWO-Einrichtungen zu Kulturtempeln. Von Frintrop bis Überruhr, von Holsterhausen bis Bergeborbeck verzauberten die Stars, die sonst in der Aalto-Oper oder dem Saalbau-Konzerthaus die Musikfreunde begeistern, die Senioren bei acht kostenlosen Konzertnachmittagen.
Nach dem Ende der AWO-Konzertsaison bedanken sich nicht nur Hunderte von Senioren für den Musikgenuss, auch der AWO-Kreisvorsitzende Klaus  Johannknecht lobt das ehrenamtliche Engagement der Künstler: „Es ist toll, dass gerade erfolgreiche Künstlerinnen und Künstler die Schwächsten der Gesellschaft nicht vergessen. Mit ihren Auftritten zeigen sie aktive Solidarität und sorgen dafür, dass auch ältere und schwächere Menschen am Kulturleben teilhaben können.“
Über 1000 dieser Konzerte haben die Essener Künstler seit den 1970er Jahren schon in AWO Einrichtungen veranstaltet. „Gründungsvater“ war einst Kammersänger Karlheinz Lippe. Als Mistreiterin der ersten Stunde war es die australische Sopranistin Margarita Turner, die seit Mitte der  90er Jahre, den „Konzertbetrieb“ in den AWO-Einrichtungen organisierte. Seit 2016 hat der Tenor Albrecht Kludszuweit die künstlerische Organisation der ehrenamtlichen Konzertreihe übernommen.
Auch er knüpft bei der Zusammenstellung der Programme, bei denen meist um die zehn Künstler auftreten, an die Traditionen seiner Vorgänger an. Gesungen werden häufig Opernarien, zum, Beispiel aus Don Giovanni, italienische Canzone aber auch Stücke von eher unbekannten Komponisten. Bei den Bewohnerinnen und Bewohnern kommen am besten meist die Lieder an, die sie mitsingen können. Als Publikumsrenner erweisen sich immer wieder „Das Wolgalied“ aus der Operette „Der Zarewitsch“ von Franz Lehár,  oder das Lied „Machen wir's den Schwalben nach“ aus der Operette „Die Csárdásfürstin“. 20 Sänger, Musiker und Schauspieler hat Albrecht Kludszuweit in seinem „ehrenamtlichen Ensemble“. In wechselnden Besetzungen sorgen sie mit individuell zusammengesellten Programmen bei jedem einzelnen Konzert für ein einmaliges Musikerlebnis. So soll es auch in diesem Jahr wieder eine musikalisch anspruchsvolle Vorweihnachtszeit in den Essener AWO-Senioreneinrichtungen geben.
Im Einzelnen beteiligen sich folgende Künstlerinnen und Künstler an den Programmen: Juriko Akimoto, Joanis Anifantakis, Margarita Turner, Martijn Cornet, Liliana de Sousa, Emely Dilewski, Tijl Faveyts, Michael Haag, Albrecht Kludszuweit, Karel Ludvik, Dieter Meßlinger, Marijana Mladenow, Ralph Richey, Marcel Rosca, Anne Rosenstock, Margaret Russell, Andreas Schöneich, Susanne Schwarz, Natascha Valladares, Helga Wachter.
 

23. Januar 2018