Delegierte der AWO Kreiskonferenz mit der Arbeit des Verbandes zufrieden

„Wir werden weiter Druck machen! Die AWO ist ein politischer Verband und wir werden uns weiter einmischen, wenn es um Fragen der Gerechtigkeit geht. Wie wir es bei unserer Themenkonferenz zu Arm und Reich schon deutlich gemacht haben, wollen wir nicht hinnehmen, dass in unserer Gesellschaft Arme immer ärmer und Reiche immer reicher werden.“ Mit einem klaren Bekenntnis, dass die Essener AWO ihre Grundwerte täglich mit Leben erfüllt und sich nicht nur als Reparaturbetrieb für soziale Schieflagen versteht, eröffnete der Kreisvorsitzende Klaus Johannknecht am Freitagabend die außerordentliche Kreiskonferenz der Essener AWO im Julius-Leber-Haus in Leithe.

Auf dem Programm des höchsten Gremiums der Essener Arbeiterwohlfahrt standen neben Nachwahlen für den Vorstand eine Bilanz der letzten rund 1 ½ Jahre seit der Neuwahl des Vorstandes, der eine Neuausrichtung des Verbandes in Gang setzte.

So präsentierte sich der mit 6500 Mitgliedern größte AWO-Kreisverband Deutschlands nicht nur deutlicher wahrnehmbar  in der Öffentlichkeit, er setzte auch intern auf Veränderung. Das konkretisierte auch AWO Geschäftsführer Oliver Kern in seinem Bericht, der ein positives Bild zur Lage des Kreisverbandes aufzeigte. So habe man zum Beispiel die Verwaltung und Entwicklung aller Liegenschaften in einem Bereich konzentriert. Das sorge nicht nur für kostenoptimiertes Handeln, es ermögliche auch die ökonomisch positive Kooperation mit Partnern. Unbefriedigend sei weiterhin die Lage in der Pflege und im Kita Bereich: „Um für die Gesellschaft Dienstleistungen zu erbringen, müssen wir noch Geld mitbringen. Sagen sie mal einem Brückenbauer, er solle die letzten zehn Meter einer Brücke selbst finanzieren“, machte Kern die Situation deutlich. Dazu käme noch, dass die Personalschlüssel dringend verbessert werden müssen.

Die rund 120 Delegierten quittierten die Vorträge von Klaus Johannknecht, seinen Stellvertretern Judith Schlupkothen und Dirk Busch sowie Oliver Kern mit viel Beifall. Bei den Nachwahlen wurden Ingrid Kraemer und Ulrich Schulte-Wieschen zu neuen Beisitzern gewählt. Der Antrag, eine verbindliche Quote zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus zu erfüllen, wurde einstimmig angenommen.

Das traditionelle Suppenessen beendete die äußerst harmonische Kreiskonferenz, die von Britta Altenkamp, Vorsitzende des AWO Bezirks Niederrhein,  souverän geleitet wurde.

18. November 2017